Brot vom
Himmel
V: Gelobt und gepriesen sei ohne End
A: Jesus
Christus im heiligsten Sakrament.
V: Herr Jesus Christus, mehr als Deine gnadenvolle Nähe,
mehr noch als die Vergegenwärtigung Deines Kreuzesopfers wolltest Du uns in
diesem heiligen Sakrament schenken. Zu einem jeden von uns willst Du selber kommen,
um ihm ganz persönlich die Gnaden Deines Erlösungsopfers mitzuteilen. Darum
hast Du hier die Gestalt unserer alltäglichen Nahrung angenommen, um Dich so
innig, wie es nur denkbar ist, mit uns zu vereinigen. Als Brot des Lebens
willst Du zu uns kommen.
A: Du bist das
lebendige Brot, / das vom Himmel herabgekommen ist / und der Welt das Leben
spendet.
V: Du hast gesagt: «Das Brot, das ich geben werde, ist
mein Fleisch für das Leben der Welt. Wer mein Fleisch isst und mein Blut
trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tage.
Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein
Trank» (Joh 6,51.54-55).
A: Herr, dies
Geheimnis ist groß, / Du hast Worte des ewigen Lebens.
V: Brot vom Himmel hast Du uns gegeben,
A: das alle
Erquickung in sich birgt.
V: Herr Jesus Christus, in unbegreiflicher Liebe bist
Du hier in diesem Sakrament unsere Speise geworden. Gewähre uns, dass wir Dich
immer würdig empfangen, damit Du uns einmal auferweckst am Jüngsten Tage, wie
Du es verheißen hast. Der Du lebst und herrschest in alle Ewigkeit. A: Amen.
V: Gelobt und gepriesen sei ohne End
A: Jesus
Christus im heiligsten Sakrament. V: Ehre sei ... A:
Wie im Anfang ...
Anbetung
V: Sei gegrüßt, Du heiligstes Sakrament, Du wahres
Himmelsbrot, Du Brot, das lebt und Leben spendet.
A: Gelobt und
gepriesen sei das Allerheiligste Sakrament des Altares.
V: Sei gegrüßt, Du unbegreifliches Geheimnis, Du Geheimnis
der Liebe Christi, Du Reichtum seiner Kirche.
A: Gelobt und gepriesen...
V: Sei gegrüßt, Du Speise der Kinder Gottes, Du Brot
der lungernden, Du Wegzehrung der Sterbenden.
A: Gelobt und gepriesen...
V: Sei gegrüßt, Du Leib des Herrn, Du Opfergabe für
meine Sünden, dahingegeben auf dem Altar des Kreuzes.
A: Gelobt und gepriesen...
V: Sei gegrüßt, Du Band des Friedens und der Liebe.
A: Gelobt und gepriesen...
V: Sei gegrüßt, Du unser Herr Jesus Christus, als Gott
und Mensch wahrhaft zugegen in diesem Sakrament.
A: Gelobt und gepriesen...
V: Mit allen Engeln, mit allen Deinen Heiligen, mit
allen, die an Deinen Namen glauben, beten wir Dich an:
A: Gelobt seist
Du, Herr Jesus Christus, / im Sakrament Deiner Liebe. Amen. V: Ehre sei ... A: Wie im Anfang ...
1. Betet Jesus an und tröstet ihn in seiner
Einsamkeit, verlassen von den Menschen in seinem Sakrament der Liebe. Der
Mensch hat Zeit für alles, ausgenommen für den Besuch seines Herrn und Gottes,
der ihn in seinem Tabernakel sehnsüchtig erwartet. In den Straßen und
Vergnügungshäusern wimmelt es von Menschen; das Haus Gottes aber steht leer da.
Man ist geflohen, man hat Angst davor. Oh, armer Jesus, wie konntest du soviel
Gleichgültigkeit von denen erwarten, die du losgekauft hast, von deinen
Freunden, deinen Kindern, von mir selber!
2. Beweint den verratenen, verachteten, verhöhnten und
gekreuzigten Jesus in seinem Sakrament
der Liebe, genauso wie im Ölgarten, in Jerusalem und auf dem Kalvarienberg. Und
das sind jene Menschen, die er am höchsten auszeichnet, geliebt und mit seinen
Gaben und Gnaden bereichert hat; sie beleidigen ihn besonders und entehren ihn
in seinem Haus durch ihre mangelhafte Ehrfurcht; sie kreuzigen ihn neuerlich in
ihrem Leib
und ihrer Seele durch die sakrilegische Kommunion und
liefern ihn dem Teufel aus, dem Lehrer
ihres Herzens und ihrer Liebe. Leider! Muss ich mir darüber keine Vorwürfe
machen? Hättest du dir denken können, o mein Jesus, dass deine allzu große
Liebe zu den Menschen zum Grund ihrer Bosheit würde? Und dass sie dir deine
Gaben und kostbaren Gnaden verweigern würden? Und ich? War ich dir nicht
untreu?
3. Betet Jesus an und sühnt eine so große
Undankbarkeit, soviel Entheiligungen und Gottesraube, die in der Welt
geschehen. Opfert in dieser Meinung alle Leiden auf, die ihr im Laufe des Tages
und während der Woche durchstehen müsst. Legt euch einige sühnende Bußwerke auf
für eure eigenen Beleidigungen, für eure Verwandten oder jene, die durch eine
mangelhafte Ehrfurcht und fehlende Frömmigkeit dich geärgert haben könnten.
4. Weil aber alle eure Genugtuungen und Bußen so
gering und schwach sind zur Sühne so vieler Verbrechen, deshalb vereinigt sie
mit jenen eures Erlösers Jesus Christus, der am Kreuz erhöht wurde. Fangt das
göttliche Blut, das aus seinen Wunden rann, auf und opfert es der göttlichen
Gerechtigkeit zur Sühne auf. Nehmt seine Schmerzen und Gebete am Kreuz und
bittet damit den himmlischen Vater um Gnade und Barmherzigkeit für euch und für
alle Sünder. Vereinigt eure Sühne mit jener der hlst. Jungfrau zu Füßen des
Kreuzes oder des Altars; so könnt ihr teilhaben an der Liebe Jesu zu seiner
göttlichen Mutter.
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