Samstag, 11. Mai 2019

Maria, Mutter vom guten Rat, Begleiterin auf meinem Lebensweg


Maria, Mutter vom guten Rat, Begleiterin auf meinem Lebensweg

Hinführung:
Wir alle sind auf dem Weg, gehen dem Ziel unseres Lebens entgegen.
Wenn es schon im alltäglichen Leben für mich wichtig ist, dass ich mich orientieren muss, bevor ich aufbreche, damit ich mich nicht verlaufe und das Ziel nicht verfehle, so gilt das auch für mein Lebensziel. Noch wichtiger scheint es zu sein, dass ich einen guten Begleiter auf dem Weg habe, der den Weg vielleicht schon kennt und mich auf gefahrvolle Strecken des Weges aufmerksam machen kann und mit mir geht.
Ist es das Ziel unseres Lebensweges, zum Vater zu kommen, endgültig in Seiner Gegenwart zu leben, mit Christus den Vater zu loben und zu lieben, wer sollte uns da besser auf dem Weg begleiten als Maria?
An Hand der biblischen Erzählung von der Hochzeit zu Kana kann uns aufleuchten, wie Maria immer wieder hilfreich in unser Leben hineinwirkt, was sie uns als Hilfe für unseren Lebensweg anbietet.
Lassen wir uns in dieser Maiandacht die Augen dafür öffnen und beginnen wir den Gottesdienst:
Liturgische Eröffnung: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Grüßen wir Maria, die Mutter mit dem Lied O Maria, sei gegrüßt (GL 523)
Gebet: Gott, unser Vater, du hast Maria erwählt, die Mutter deines Sohnes zu werden und Jesus auf seinem Lebensweg zu begleiten. Sie hat — wie kein anderer Mensch — am Leben Jesu teilgenommen, ist ihm bis zum letzten Augenblick seines Lebens gefolgt, und unter dem Kreuz hat Jesus sie uns allen zur Mutter geschenkt.
Ja, wir dürfen uns in allen Phasen unseres Lebens von Maria, unserer Mutter, begleitet wissen und vertrauen, dass sie uns mit ihrem guten Rat auf unseren nächsten Schritt, der uns zum Heile dient, aufmerksam macht. So danken wir dir, guter Vater, für ihre Wegbegleitung alle Tage unseres Lebens. Amen.

Lied: Meerstern ich dich grüße (GL 524, 1+2)
Evangelium: Joh 2, 1-12
Am dritten Tag fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen. Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder fasste ungefähr hundert Liter. Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand. Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm. Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Da ließ er den Bräutigam rufen und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zu viel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit und seine Jünger glaubten an ihn.

Meditation:
Ich bin als Gast zu der Hochzeit eingeladen, und es ergibt sich, dass ich ganz in der Nähe von Jesus sitze. Was würde ich ihm sagen? Was würde Jesus mir sagen, was würde er mir ans Herz legen?
Ich bekomme die Not der Gastgeber mit, dass der Wein ausgegangen ist.
Kenne ich solche Situationen in meinem Leben, in denen ich mich bedürftig fühle, einen Mangel in mir spüre? Was geht mir manchmal aus?
Bei der Feier in Kana wendet sich Maria an ihren Sohn und weist auf die Notsituation der Gastgeber hin. Sie traut ihm zu, dass er die Not wenden kann. Was wird Maria im Blick auf meine Situation sagen? Maria hört das hart klingende Wort Jesu: Was willst du von mir? Aber es erschüttert nicht ihr Vertrauen in ihren Sohn, so dass sie den Dienern den guten Rat geben kann: „Was er euch sagt, das tut.' Wie klingt dieser Rat in meinem Herzen? Was wird Jesus mir sagen?
Ja, es ist einfach erstaunlich, dass Jesus jetzt die Diener um einen schlichten Dienst bittet: Füllt die Krüge mit Wasser! Die Krüge, die für die alltägliche Reinigung bereitstehen, sind leer, sie sollen sie mit dem, was sie gerade haben, füllen, es dem Herrn zur Verfügung stellen, und dann kann das Wunder geschehen. Kann ich glauben, dass Jesus auch im meinem Leben das wandeln wird, was ich ihm in dem Krug meines Lebens anbiete?
Es scheint nicht unbedeutend zu sein, dass Maria bei der Hochzeit zu Kana uns mit ihrem guten Rat die Augen dafür öffnet, worauf es in unserem Leben wirklich ankommt: Was er uns sagt, zu tun
Gott selber kann dann in den leeren Krügen meines Lebens das Wunder wirken und es verwandeln, sodass mein Leben immer kostbarer wird.

Gebet:
Lass unser Leben reifen, Gott, du bist die Fülle, all unsere Quellen entspringen in dir, auch die Liebe, du bist die Fülle und wir die Leere, wir haben viele leere Krüge, oft geht uns der Wein aus, der Wein der Menschenfreundlichkeit, der Wein des Erbarmens, der Wein des Wohlwollens. Oft geht uns der Wein aus, und wir müssen mit Wasser, mit Essig leben, und dann wird das Leben zur Hölle, und wir sind getrennt.

Und so bitten wir dich, Gott, hilf uns, dass wir alles tun, die leeren Krüge voll zu schöpfen, nicht halb, sondern bis zum Rand Gott, wenn wir alles getan haben, was wir tun konnten, dann lass du das Wunder geschehen, lass du dann sich wandeln Trauer in Freude Verzweiflung in Hoffnung, Totes in Lebendiges.

Gott, lass unser Leben reifen mit den Jahren, wie der Wein reift, lass den Wein unseres Lebens immer besser, immer kostbarer werden. Amen.

Rosenkranz: Jesus, der sich bei der Hochzeit zu Kana offenbart hat

Lied: Mutter Gottes, wir rufen zu dir (GL 568,1-2)

Maria kann uns immer wieder aufmerksam machen auf ein erfülltes Leben, sie kann uns gleichsam mit ihrem Rat die Augen für das Wesentliche im Leben öffnen.

Ein Text unserer Tage sagt es so: Spielregel

Wenn die Krüge in eurem leben leer sind

Wenn euer Leben leer ist dann tut was er euch sagt tut was zu tun ist tut was ihr könnt das einfachste von der Welt.
Gebt was ihr habt – nie sollen wir etwas halb tun, sondern ganz bis zum Rand sollen wir die leeren Krüge füllen mit dem was wir haben vielleicht mit unseren Tränen mit unseren Ängsten mit unserer Traurigkeit wer nicht an ein Wunder glaubt ist kein Realist ohne Wunder geht kein Leben.
 
Gebet:
Ja, Herr, lass uns an das Wunder glauben, dass du heute unter uns wirken möchtest, dann können wir dich mit Maria loben und preisen — wie sie es im Magnificat getan hat:
Lied: Den Herren will ich loben (GL 395)
Segenswunsch:


Lassen wir uns zum Schluss des Gottesdienstes Gottes Segen für den nächsten Schritt auf unserem Lebensweg zusagen: Weg-segen
 Gott segne deinen weg die sicheren und die tastenden Schritte die einsamen und die begleiteten die großen und die kleinen. 
Gott segne dich auf deinem Weg mit Atem über die nächste Biegung hinaus
mit unermüdlicher Hoffnung, die vom Ziel singt, das sie nicht sieht;
mit dem Mut stehen zu bleiben und der Kraft weiterzugehen.
 
Gottes Segen umhülle dich auf deinem Weg wie ein bergendes Zelt.
Gottes Segen nähre dich auf deinem Weg wie das Brot und der Wein.
Gottes Segen leuchte dir auf deinem weg wie das Feuer in der Nacht.
Geh im Segen und gesegnet bist du;
Segen wirst du; Segen bist du; ein Segen wohin dich der Weg auch führt.






So segne uns der gute Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen
 



 

 

 

 




 











 
 
 
 
 
 



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