MAIANDACHT - MARIA MUTTER DER KIRCHE
Lied: GL 795,1-2
Liturgischer Gruß und Gebet Heiliger dreifaltiger Gott, Du hast uns heute in Deine Nähe gerufen und dafür danken wir Dir. Wir brauchen das Licht Deiner Wahrheit und die ermutigende Kraft Deiner Verheißung. Du schenkst sie uns vor allem in Jesus Christus. Du schenkst uns Dein Licht und Deine Kraft aber auch durch das lebendige Zeugnis vieler Menschen, die Jesus nachfolgten. So blicken wir jetzt auf Maria, die Mutter der Kirche.
Einführung
Wenn wir uns versammeln, dann ist
Jesus in unserer Mitte. Wir versammeln uns als pilgernde Kirche als Glaubende,
die sich auf dem Weg zu Gott bemühen. Zur Gemeinschaft der Heiligen – wie
Paulus die Gläubigen nennt – gehören auch jene, die ihren Lebensweg bereits
vollendet haben. Zu unserer Kirche gehört die unzählbare Schar der Heiligen,
die mit besonderer Hingabe dem Herrn dienten. Die Krone, die Königin aller
Heiligen, ist Maria die Gottesmutter, die Braut des Heiligen Geistes, die der Herr am Kreuz
seiner Kirche geschenkt hat. Am Pfingsttag war Maria in der Schar der Apostel
und Jünger, Sie ist inmitten der Kirche als leuchtendes Zeichen und als
mächtige Fürbitterin.
Lied: GL 795, 3+4
Gebet: Lasst uns gemeinsam beten (Alle)
Gott, du hast den Aposteln und
Jüngern, die mit der Mutter Jesu im Gebet versammelt waren, den Heiligen Geist
gesandt und am Pfingsttag deine Kirche gegründet. Höre auf die Fürsprache der
seligen Jungfrau Maria. Mach auch uns bereit, die Gabe deines Geistes zu
empfangen, uns deine Herrlichkeit in Wort und Tat zu verkünden. Darum bitten
wir durch Jesus Christus deinen Sohn unseren Herrn. Amen.
Schriftlesung: Apg. 1,12-14; 2,1-4
Die Apostel kehrten nach
Jerusalem zurück von dem Berg, der Ölberg heißt und nahe bei Jerusalem liegt,
einen Sabbatweg entfernt. Und als sie in die Stadt kamen, gingen sie in das
Obergemach hinauf, wo sie nun ständig blieben. Petrus und Johannes, Jakobus und
Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus der Sohn des
Alphäus und Simon, der Zelot, und Judas, der Sohn des Jakobus. Sie alle
verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und mit Maria, der
Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.
Als der Pfingsttag gekommen war,
befanden sich alle am gleichen Ort. Da erhob sich plötzlich vom Himmel her ein
Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt und erfüllte das ganze Haus,
in dem sie weilten. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich
verteilten; und der Heilige Geist ließ sich auf jeden von ihnen nieder. Alle
wurden mit heiligem Geist erfüllt und begannen in fremden Zungen zu reden, wie
der Geist ihnen zu verkünden eingab.
Betrachtung:
Im neuen Testament heißt es oft,
dass die gläubige Gemeinde, d.h. die Kirche, im Heiligen Geist versammelt sei.
D.h. der Hl. Geist ist das Lebensprinzip der Kirche.
Was bedeutet das? Zwei Vergleiche
mögen das klarmachen: Denken wir an einen Baum: Im Frühling, Sommer und Herbst
bewirkt seine innewohnende Lebenskraft staunenswerte Dinge: Junge Triebe,
Blüten, Blätter, Früchte. Noch staunenswerter ist das Leben des menschlichen
Leibes. Das Wunder des Lebens bewirkt Wachstum, das Funktionieren der Organe,
vor allem aber Geist, Gefühle, Sehnsucht und Freude.
Liebe zum Mitmenschen und vieles
andere.
Der Heilige Geist wurde am
Pfingstfest das Lebensprinzip der Kirche. In seiner Kraft wächst alles, was in
der Gemeinschaft und in jedem Gläubigen, im Getauften und Gefirmten geschieht.
Das erste Wirken des Heiligen Geistes für die Kirche geschah, als der Engel
Maria die Botschaft brachte, dass sie Muttergottes werden sollte. In Maria und
ihrem göttlichen Kind erleben wir die Kirche. Sie ist kein Fremdkörper. Sie
gehört dazu, zur Kirche, zu uns. Unsere Marienverehrung ist ein Bekenntnis zu
Jesus unserem Herrn und Erlöser und ein Bekenntnis zu unserer Kirche.
Seitdem hat Maria einen zentralen
Platz inmitten der Jünger-Gemeinde. Wir denken in Stille nach, wie der Heilige
Geist in uns wirkt und uns alle verbindet. Er vereinigt uns auch mit Maria
unserem Vorbild und unserer Helferin. Der Lebensstrom des Heiligen Geistes
bewirkt die Kirche, sein Zeichen, die feurigen Zungen sollen auch uns
entflammen.
Lied: GL 347, 1-2
Wenn wir an Maria denken –
erinnern wir uns heute der Frauen, bekannter und unbekannter, die zu ihrer Zeit
ihre Kraft und ihre Begabungen genutzt haben, um die Welt zu verändern.
Kehrvers gesungen: Ave, ave, ave
Maria, ave, ave, ave Maria.
Wenn wir an Maria denken –
erinnern wir uns an unsere Mütter und Großmütter, deren Leben das unsere
ermöglicht hat.
Kehrvers: Ave, ave, ave
Maria, ave, ave, ave Maria.
Wenn wir an Maria denken –
erinnern wir uns an Frauen wie Maria Goretti, Edith Stein und Sophie Scholl,
die Opfer der Gewalt wurden.
Kehrvers: Ave, ave, ave
Maria, ave, ave, ave Maria.
Wenn wir an Maria denken –
erinnern wir uns an Frauen wie Mutter Theresa, die sich der Ärmsten der Armen
annehmen, Kranke pflegen und sich der Müllmenschen erbarmen.
Kehrvers: Ave, ave, ave
Maria, ave, ave, ave Maria.
Wenn wir an Maria denken – denken wir an die Frauen, die
Pionierinnen in ihrem Bereich sein müssen, in der Politik, Gesellschaft,
Wirtschaft, in der Wissenschaft, in der Kirche und überall.
Kehrvers: Ave, ave, ave Maria, ave, ave, ave
Maria.
Wenn wir an Maria denken – denken wir an die
Menschen, die sich der Fürsprache Marias anvertrauen.
Kehrvers: Ave, ave, ave
Maria, ave, ave, ave Maria.
Gebet: (Alle)
Gedenke, gütige Jungfrau Maria,
es ist noch nie gehört worden, dass jemand, der zu dir seine Zuflucht genommen,
deine Hilfe angerufen und um deine Fürbitte gefleht, von dir verlassen worden
sei. Von solchem Vertrauen beseelt, nehme ich zu dir meine Zuflucht, Mutter
Jesu Christi und Jungfrau der Jungfrauen. Zu dir komme ich, vor dir stehe ich
als armer sündiger Mensch. Mutter des ewigen Wortes, verschmähe nicht meine
Worte, sondern höre mich gnädig an und erhöre mich. Amen.
Gesätz vom glorreichen Rosenkranz: Jesus erfüllt die Kirche mit dem
Heiligen Geist. Wir bitten mit Maria, dass der Heilige Geist unser Leben immer
mehr umwandle und erfülle. Gegrüßet seist du, Maria…Jesus, der uns den
Heiligen Geist gesandt hat.
Gebet:
Z: Herr Jesus Christus, du bist
in unserer Mitte. Du wurdest Mensch aus Maria, der Jungfrau und brachtest uns
Gottes Gnade und Güte. Wir loben dich und danken dir, dass du durch deine
Menschwerdung unser menschliches Leben geteilt und geheiligt hast.
V: Herr Jesus Christus, du hast
dein irdisches Leben im Schoß Mariens begonnen – Wir loben dich. A: Wir preisen dich.
V: Du hast dich der Liebe und Sorge der Mutter Maria
anvertraut – Wir loben dich. A: Wir
preisen dich.
V: Die Liebe zur Mutter war für
dich nicht unvereinbar mit dem Gehorsam gegenüber dem Willen deines Vaters im
Himmel – Wir loben dich. A: Wir preisen
dich.
V: Du warst im Haus von Nazaret
deinen Eltern gehorsam und hast dich in den Alltag des menschlichen Lebens
eingefügt. – Wir loben dich. A: Wir
preisen dich.
V: Auf die Bitten deiner Mutter
hast du in Kana den Brautleuten geholfen und deine Herrlichkeit geoffenbart. –
Wir loben dich. A: Wir preisen dich.
V: Am Kreuz hast du deine Mutter der ganzen Kirche
zur Mutter gegeben. – Wir loben dich. A: Wir preisen dich.
V: Du hast Maria verherrlicht und
in ihr alle Frauen und Mütter geehrt. – Wir loben dich. A: Wir preisen dich.
Z: Herr Jesus Christus, wir
danken dir für Maria, unsere himmlische Mutter. Wir danken dir aber auch für
alle unsere Mütter, in denen uns die göttliche Liebe und Güte offenbar wird.
Lass sie für uns immer neu ein Zeichen sein, dass unser Leben in Gott geborgen
ist. Der du lebst und herrschst in Ewigkeit. A: Amen.
Segen:
Abschlusslied: Segne Du, Maria GL
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