Danksagung
V:
Wir danken Dir, himmlischer Vater, allmächtiger, ewiger Gott, für die Gabe der
Liebe, die Du uns im Sakrament Deines Sohnes geschenkt hast. Obgleich Du, Gott,
allmächtig bist, konntest Du uns nichts Besseres geben; obgleich Du der
Weiseste bist, wusstest Du uns nichts Besseres zu geben; obgleich Du der Reiche
bist, hattest Du uns nichts Besseres zu geben als dieses heilige Sakrament
(Augustinus)
A: Wir danken Dir, ewiger Vater,
/ für Deine große Liebe.
V: Wir danken Dir, Herr Jesus Christus, unser Heiland und Erlöser, für die Vollendung Deiner Liebe, die Du zuerst im Abendmahlssaal Deinen Jüngern erwiesen hast. Diese Liebe schenkst Du uns täglich neu in jeder Eucharistiefeier. Wir verehren in diesem Geheimnis Deinen kostbaren Leib, den Du für uns dahingegeben hast. Dies ist derselbe Leib, der für uns im Garten den blutigen Schweiß vergossen hat. Dies ist derselbe Leib, der für uns so unbarmherzig gegeißelt, so schimpflich gekrönt und so schmerzlich gekreuzigt worden ist. Es ist derselbe Leib, in dem Du zur Rechten des Vaters thronst.
A: Wir danken Dir, Herr Jesus Christus, / für Deine große Liebe.
V: Wir vermöchten Dich, ewiger Vater, und auch Dich wesensgleicher Sohn, nicht würdig zu loben, wir könnten nicht würdig danken, wenn nicht im Heiligen Geist, den wir empfangen haben. Lasst uns danksagen dem Vater durch den Sohn im Heiligen Geist. Gebenedeit sei, Gott, Deine unüberwindliche Allmacht, gebenedeit und gelobt sei Deine unerforschliche Weisheit.
A: Gebenedeit, / gelobt und gepriesen sei Deine unendliche Güte, / von nun an bis in Ewigkeit. / Amen.
V: Ehre sei... A: Wie im Anfang...
Hl. Peter-Julian E y m a r d über den Glauben an die Hl. Eucharistie:
Bevor
Unser Herr in ausdrücklicher und endgültiger Form die Einsetzung der
Eucharistie ankündigte, verlangte er von seinen Zuhörern als erste Bedingung
ihren Glauben an seine Gottheit. Erst am Ende seiner Rede forderte er den
Glauben an die Wahrheit der Eucharistie. Untersuchen wir nun diese zwei Punkte: (1) Der Glaube an die Gottheit Jesu
Christi; (2) Der Glaube an die Eucharistie. V: Wir danken Dir, Herr Jesus Christus, unser Heiland und Erlöser, für die Vollendung Deiner Liebe, die Du zuerst im Abendmahlssaal Deinen Jüngern erwiesen hast. Diese Liebe schenkst Du uns täglich neu in jeder Eucharistiefeier. Wir verehren in diesem Geheimnis Deinen kostbaren Leib, den Du für uns dahingegeben hast. Dies ist derselbe Leib, der für uns im Garten den blutigen Schweiß vergossen hat. Dies ist derselbe Leib, der für uns so unbarmherzig gegeißelt, so schimpflich gekrönt und so schmerzlich gekreuzigt worden ist. Es ist derselbe Leib, in dem Du zur Rechten des Vaters thronst.
A: Wir danken Dir, Herr Jesus Christus, / für Deine große Liebe.
V: Wir vermöchten Dich, ewiger Vater, und auch Dich wesensgleicher Sohn, nicht würdig zu loben, wir könnten nicht würdig danken, wenn nicht im Heiligen Geist, den wir empfangen haben. Lasst uns danksagen dem Vater durch den Sohn im Heiligen Geist. Gebenedeit sei, Gott, Deine unüberwindliche Allmacht, gebenedeit und gelobt sei Deine unerforschliche Weisheit.
A: Gebenedeit, / gelobt und gepriesen sei Deine unendliche Güte, / von nun an bis in Ewigkeit. / Amen.
V: Ehre sei... A: Wie im Anfang...
Hl. Peter-Julian E y m a r d über den Glauben an die Hl. Eucharistie:
1. Der Glaube an die
Gottheit Jesu Christi.
Als
Unser Herr zu den Juden gesagt hatte: "Müht
euch nicht um die Nahrung, die verdirbt, sondern um jene, die ewig bestehen
bleibt", antworteten seine Zuhörer: "Was müssen wir tun, um die
Werke Gottes zu vollbringen?" Jesus erwiderte: "Das ist das Werk, welches der Vater verlangt, dass ihr nämlich an den
glaubt, den er gesandt hat... Er ist es, der Sohn Gottes, der euch eine Nahrung
geben wird, die ewig bleibt, denn ihn hat Gott, d.h. der Vater, mit einem
Siegel bezeichnet."
Nach
der Erklärung des hl. Johannes Chrysostomus heißt das: ich bin es, der
Menschen-sohn, der euch eine himmlische Nahrung geben wird; zweifelt nicht
daran! Der Vater hat den Menschensohn mit seinem Siegel bezeichnet, mit dem
Siegel der Gottheit. Er selbst hat diesen Sohn seines Wohlgefallens
kundgemacht, und der Menschensohn hat sich durch seine Werke und seine Wunder
als Gottessohn ausgewiesen. Habt daher Vertrauen auf seine Verheißung, dass er
euch diese göttliche Nahrung geben wird.
Bewundern
wir nebenbei die Demut Jesu. Welch schönes Beispiel der Bescheidenheit gibt er
uns doch durch diese Tat!
Er
spricht von sich selbst in der dritten Person, wie die Armen, die Bettler; er
spricht nicht über seine Wunder; er leitet den Beweis seiner göttlichen Sendung
und seiner Gottheit vom Zeugnis des Vaters ab; er bezeichnet sich als
denjenigen, den der Vater gesandt hat; denjenigen, den der Vater mit einem
Siegel bezeichnet hat.
Ein
Priester, der in seinem eigenen Namen auftritt, ist ein Nichts. Kommt er von
Gott und von der Kirche, geht er in Ordnung.
Er
muss sich durch seine Sendung ausweisen, noch bevor ihn seine Werke als solchen
identifizieren.
Man
darf aus seinen Werken kein Postament machen, sondern seine Sendung aufzeigen.
So glaubt man an seine Sendung und nicht seinen Werken. Die Häretiker forderten
stets den Glauben an ihre Person und gingen zusammen mit ihren Anhängern ins
Verderben. Daher beruft sich Unser Herr zuerst auf das Zeugnis seines Vaters,
um einen Akt des Glaubens an seine eigene Gottheit zu erreichen; denn es handelte
sich für ihn um die Verheißung eines Wunders, das unter allen Wundern einmalig
ist.
Am
Jordan hat der Vater seinen menschgewordenen Sohn bezeichnet und geheiligt;
damit hat er gezeigt, dass er auf diese Weise der Menschheit des Erlösers das
Recht, Wunder zu wirken, mitgeteilt hat.Bevor also Jesus den Glauben an die Eucharistie fordert, beweist er seine göttliche Macht, die ihn befähigt, eine derartige Wunderleistung zu vollbringen. Sagen: ich glaube an die Liebe Jesu Christi, heißt nicht: bis zum Grund der Eucharistie, die Macht bedeutet, vorzudringen.
An die Eucharistie glauben zu wollen, ohne an der Allmacht Jesu festzuhalten, hieße etwas Unmögliches fordern. Ein liebender Mensch kann nicht mehr geben, als er zu leisten imstande ist. Jesus Christus muss Gott sein, dann ist er allmächtig und kann das tun, was er möchte, und noch mehr.
Jene,
die nicht an die Eucharistie glauben, glauben auch nicht an seine Gottheit und
Macht. Jene, die einen schwachen Glauben haben, glauben nicht an die
eucharistische Liebe und können es nicht hinnehmen, dass Unser Herr von seiner
Macht Gebrauch gemacht hat, um sich zum sakramentalen Zustand zu erniedrigen.
Bevor man dem Werk des Herzens Jesu Christi glaubt, muss man seine Gottheit
annehmen und sagen: Herr, du kannst mehr bewirken, als ich zu verstehen vermag.
Das ist so wahr, dass der erste Einwand der Juden gegen seine Macht gerichtet war.
"Wie kann dieser Mensch uns sein
Fleisch zu essen geben?"Zuerst wollten sie seine Macht unter Beweis stellen: "Welches Wunder wirkst du, dass wir an dich glauben? Mose hat unsere Väter in der Wüste mit dem Manna, das vom Himmel kam, ernährt. Welches Werk tust du?"
Wie demütigt sich doch Unser Herr! Er erschien ihnen so arm, zu erbärmlich. Sie hatten das Wunder am Vorabend, die Brotvermehrung, bereits vergessen.
Jesus hätte darauf zurückkommen können, aber er lässt sie weiterreden: "Mose ließ während vierzig Jahren das Manna vom Himmel fallen" und hat nicht darauf bestanden, an seine Gottheit zu glauben. Nun steht also Jesus tiefer als Mose! Dieser Einwand war falsch, denn Mose kündigte das Wunder des Manna, das von Gott gewirkt wird, lediglich an, um dem Murren der Hebräer in der Wüste ein Ende zu bereiten.
Jesus
bemüht sich, ihnen klarzumachen, dass er eine Speise für die Seele verspricht.
Sie aber bleiben in ihren materiellen Vorurteilen stecken; sie träumen wie ein
Tier nur von einer Nahrung für den Leib. Wenn sie weiterhin Jesus suchten, so
nur, um weitere Brotwunder zu erleben. Als Jesus ihnen wiederholte, dass das
wahre Gottesbrot der Welt das Leben gibt, schreien sie sofort: Herr, gib uns
immer dieses Brot!
In
der Eucharistie darf man jedoch nicht die Sinnenhaftigkeit suchen. Diese
himmlische Nahrung, die für das ewige Leben bleibt, verlangt eine ganz geistige
und übernatürliche Einstellung.
Jesus
hält nun den Zeitpunkt für gekommen, seinen Zuhörern ihre Vorurteile oder ihren
Unglauben zu entreißen und ihnen eindeutig zu erklären, über welche Art von
Nahrung er reden will.
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