Donnerstag, 30. März 2017

14. Anbetung


Danksagung

V: Wir danken Dir, himmlischer Vater, allmächtiger, ewi­ger Gott, für die Gabe der Liebe, die Du uns im Sakrament Deines Sohnes geschenkt hast. Obgleich Du, Gott, allmächtig bist, konntest Du uns nichts Besseres geben; obgleich Du der Weiseste bist, wusstest Du uns nichts Besseres zu geben; obgleich Du der Reiche bist, hattest Du uns nichts Besseres zu geben als dieses heilige Sakrament (Augustinus)

A: Wir danken Dir, ewiger Vater, / für Deine große Liebe.
V: Wir danken Dir, Herr Jesus Christus, unser Heiland und Erlöser, für die Vollendung Deiner Liebe, die Du zuerst im Abendmahlssaal Deinen Jüngern erwiesen hast. Diese Liebe schenkst Du uns täglich neu in jeder Eucharistiefeier. Wir verehren in diesem Geheimnis Deinen kostbaren Leib, den Du für uns dahingegeben hast. Dies ist derselbe Leib, der für uns im Garten den blutigen Schweiß vergossen hat. Dies ist derselbe Leib, der für uns so unbarmherzig gegeißelt, so schimpflich gekrönt und so schmerzlich gekreuzigt worden ist. Es ist derselbe Leib, in dem Du zur Rechten des Vaters thronst.
A: Wir danken Dir, Herr Jesus Christus, / für Deine große Liebe.
V: Wir vermöchten Dich, ewiger Vater, und auch Dich wesensgleicher Sohn, nicht würdig zu loben, wir könnten nicht würdig danken, wenn nicht im Heiligen Geist, den wir empfangen haben. Lasst uns danksagen dem Vater durch den Sohn im Heiligen Geist. Gebenedeit sei, Gott, Deine unüberwindliche Allmacht, gebenedeit und gelobt sei Deine unerforschliche Weisheit.
A: Gebenedeit, / gelobt und gepriesen sei Deine unendliche Güte, / von nun an bis in Ewigkeit. / Amen.
V: Ehre sei... A: Wie im Anfang...

Hl. Peter-Julian  E y m a r d über den Glauben an die Hl. Eucharistie:
Bevor Unser Herr in ausdrücklicher und endgültiger Form die Einsetzung der Eucharistie ankündigte, verlangte er von seinen Zuhörern als erste Bedingung ihren Glauben an seine Gottheit. Erst am Ende seiner Rede forderte er den Glauben an die Wahrheit der Eucharistie. Untersuchen wir nun diese zwei Punkte: (1) Der Glaube an die Gottheit Jesu Christi; (2) Der Glaube an die Eucharistie.
 

1. Der Glaube an die Gottheit Jesu Christi.
Als Unser Herr zu den Juden gesagt hatte: "Müht euch nicht um die Nahrung, die verdirbt, sondern um jene, die ewig bestehen bleibt", antworteten seine Zuhörer: "Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen?" Jesus erwiderte: "Das ist das Werk, welches der Vater verlangt, dass ihr nämlich an den glaubt, den er gesandt hat... Er ist es, der Sohn Gottes, der euch eine Nahrung geben wird, die ewig bleibt, denn ihn hat Gott, d.h. der Vater, mit einem Siegel bezeichnet."

Nach der Erklärung des hl. Johannes Chrysostomus heißt das: ich bin es, der Menschen-sohn, der euch eine himmlische Nahrung geben wird; zweifelt nicht daran! Der Vater hat den Menschensohn mit seinem Siegel bezeichnet, mit dem Siegel der Gottheit. Er selbst hat diesen Sohn seines Wohlgefallens kundgemacht, und der Menschensohn hat sich durch seine Werke und seine Wunder als Gottessohn ausgewiesen. Habt daher Vertrauen auf seine Verheißung, dass er euch diese göttliche Nahrung geben wird.

Bewundern wir nebenbei die Demut Jesu. Welch schönes Beispiel der Bescheidenheit gibt er uns doch durch diese Tat!
Er spricht von sich selbst in der dritten Person, wie die Armen, die Bettler; er spricht nicht über seine Wunder; er leitet den Beweis seiner göttlichen Sendung und seiner Gottheit vom Zeugnis des Vaters ab; er bezeichnet sich als denjenigen, den der Vater gesandt hat; denjenigen, den der Vater mit einem Siegel bezeichnet hat.

Ein Priester, der in seinem eigenen Namen auftritt, ist ein Nichts. Kommt er von Gott und von der Kirche, geht er in Ordnung.
Er muss sich durch seine Sendung ausweisen, noch bevor ihn seine Werke als solchen identifizieren.

Man darf aus seinen Werken kein Postament machen, sondern seine Sendung aufzeigen. So glaubt man an seine Sendung und nicht seinen Werken. Die Häretiker forderten stets den Glauben an ihre Person und gingen zusammen mit ihren Anhängern ins Verderben. Daher beruft sich Unser Herr zuerst auf das Zeugnis seines Vaters, um einen Akt des Glaubens an seine eigene Gottheit zu erreichen; denn es handelte sich für ihn um die Verheißung eines Wunders, das unter allen Wundern einmalig ist.
Am Jordan hat der Vater seinen menschgewordenen Sohn bezeichnet und geheiligt; damit hat er gezeigt, dass er auf diese Weise der Menschheit des Erlösers das Recht, Wunder zu wirken, mitgeteilt hat.
Bevor also Jesus den Glauben an die Eucharistie fordert, beweist er seine göttliche Macht, die ihn befähigt, eine derartige Wunderleistung zu vollbringen. Sagen: ich glaube an die Liebe Jesu Christi, heißt nicht: bis zum Grund der Eucharistie, die Macht bedeutet, vorzudringen.
An die Eucharistie glauben zu wollen, ohne an der Allmacht Jesu festzuhalten, hieße etwas Unmögliches fordern. Ein liebender Mensch kann nicht mehr geben, als er zu leisten imstande ist. Jesus Christus muss Gott sein, dann ist er allmächtig und kann das tun, was er möchte, und noch mehr.

Jene, die nicht an die Eucharistie glauben, glauben auch nicht an seine Gottheit und Macht. Jene, die einen schwachen Glauben haben, glauben nicht an die eucharistische Liebe und können es nicht hinnehmen, dass Unser Herr von seiner Macht Gebrauch gemacht hat, um sich zum sakramentalen Zustand zu erniedrigen. Bevor man dem Werk des Herzens Jesu Christi glaubt, muss man seine Gottheit annehmen und sagen: Herr, du kannst mehr bewirken, als ich zu verstehen vermag.
Das ist so wahr, dass der erste Einwand der Juden gegen seine Macht gerichtet war. "Wie kann dieser Mensch uns sein Fleisch zu essen geben?"
Zuerst wollten sie seine Macht unter Beweis stellen: "Welches Wunder wirkst du, dass wir an dich glauben? Mose hat unsere Väter in der Wüste mit dem Manna, das vom Himmel kam, ernährt. Welches Werk tust du?"
Wie demütigt sich doch Unser Herr! Er erschien ihnen so arm, zu erbärmlich. Sie hatten das Wunder am Vorabend, die Brotvermehrung, bereits vergessen.
Jesus hätte darauf zurückkommen können, aber er lässt sie weiterreden: "Mose ließ während vierzig Jahren das Manna vom Himmel fallen" und hat nicht darauf bestanden, an seine Gottheit zu glauben. Nun steht also Jesus tiefer als Mose! Dieser Einwand war falsch, denn Mose kündigte das Wunder des Manna, das von Gott gewirkt wird, lediglich an, um dem Murren der Hebräer in der Wüste ein Ende zu bereiten.

Jesus bemüht sich, ihnen klarzumachen, dass er eine Speise für die Seele verspricht. Sie aber bleiben in ihren materiellen Vorurteilen stecken; sie träumen wie ein Tier nur von einer Nahrung für den Leib. Wenn sie weiterhin Jesus suchten, so nur, um weitere Brotwunder zu erleben. Als Jesus ihnen wiederholte, dass das wahre Gottesbrot der Welt das Leben gibt, schreien sie sofort: Herr, gib uns immer dieses Brot!

In der Eucharistie darf man jedoch nicht die Sinnenhaftigkeit suchen. Diese himmlische Nahrung, die für das ewige Leben bleibt, verlangt eine ganz geistige und übernatürliche Einstellung.

Jesus hält nun den Zeitpunkt für gekommen, seinen Zuhörern ihre Vorurteile oder ihren Unglauben zu entreißen und ihnen eindeutig zu erklären, über welche Art von Nahrung er reden will.

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