V: Gelobt und gepriesen sei ohne End Jesus im Allerheiligsten
Sakrament.
A: von nun an bis in Ewigkeit. Amen.
V: Sei gegrüßt, Herr Jesus, gegenwärtig im heiligen
Sakrament.
A: Du bist das Brot, das vom Himmel
gekommen ist, Brot, das lebt und Leben spendet.
V: Sei gegrüßt, Herr Jesus, gegenwärtig im heiligen
Sakrament;
A: du bist die Liebe, die alle
zusammenschließt, der Friede, der alle eint;
V: Sei gegrüßt, Herr Jesus, gegenwärtig im heiligen
Sakrament.
A: du bist die Quelle, die das Wasser
für das ewige Leben ausströmt, die Quelle, aus der die Dürstenden trinken.
V: Sei gegrüßt, du Leib des Herrn, für uns am Stamm des
Kreuzes geopfert. Sei gegrüßt, heiliges Blut, zu unserm Heil vergossen. Du bist
das Lösegeld für unsere Sünden,
A: der Kaufpreis für unsere Erlösung.
Mit allen Engeln und Heiligen beten wir dich an:
V: Gelobt seist du, Herr Jesus Christus, / im Sakrament
deiner Liebe.
A: von nun an bis in Ewigkeit. Amen.
Der hl. Peter-Julian Eymard, Gründer der Kongregation vom Hl.
Sakrament, schreibt über die Einsetzung der Eucharistie:
Es gibt im Leben einige feierliche Augenblicke, wo die Liebe in ihrer ganzen Kraft und Größe aufstrahlt.
Es gibt im Leben einige feierliche Augenblicke, wo die Liebe in ihrer ganzen Kraft und Größe aufstrahlt.
Der feierlichste
Augenblick ist jener des Todes, des letzten Abschieds; denn der Mensch will
durch die Liebe überleben wie durch seine Ehre.
Auch Jesus will sein
Gedächtnis hinterlassen, sein Vermächtnis, sein Meisterwerk, das ihn in den
Herzen der Seinen unsterblich macht und unaufhörlich seine Liebe zum Menschen
wiederholen läßt. Er erfindet und schafft es. Er heiligt es als sein Testament,
und sein Tod wird durch dieses Gedächtnis sein Leben und seine Ehre sein.
Was ist dieses höchste
Gedächtnis der Liebe Jesu Christi? Es ist die göttliche Eucharistie.
Als der Apostel Johannes
schrieb: "Da Jesus die Seinen, die in der Welt waren, liebte, liebte er
sie bis zur Vollendung", zeigte er uns den Grundsatz des gesamten Lebens
Jesu: die Liebe. Die Liebe bewog ihn, vom Himmel herabzusteigen und damit
Freund und Bruder des Menschen, sein Erlöser am Kreuz zu werden.Jeder Gedanken, jedes Wort und jede Tat des Erlösers war von nichts anderem beseelt als von der Liebe seines Herzens. Nun verlangt es das Wesen der Liebe, dass sie ständig wächst an Geschenken und Zuneigung. Sie lebt auch nicht nur von alltäglichen Geschenken, sondern will überdies ein königliches Fest, an dem sie triumphiert.
Dieses Fest der Liebe Jesu Christi fand im Abendmahlssaal, beim letzten Abendmahl statt; es ist die Einsetzung der Eucharistie.
Jesus hat es für das Ende seines Lebens vorbehalten als unüberbietbares und zeitloses Geschenk seiner Liebe.
Von daher kommt der Ausdruck "Sakrament der Liebe". Ja, die Eucharistie ist das erhabenste Sakrament der Liebe Jesu Christi zur erlösten Menschheit.
Betrachten wir die Liebe Jesu Christi, wie sie das Hlst. Sakrament des Altars vorbereitet, einsetzt und fortsetzt.
1.
Vorbereitung
Nachdem Jesus in
feierlicher Weise die Eucharistie angekündigt und selbst alle Einzelheiten
ihrer Einsetzung festgelegt hatte, wartete er nur mehr auf den Zeitpunkt, sie
durchzuführen.Wie glücklich muss er das Morgengrauen dieses Tages begrüßt haben! Sein Herz hat wohl die Stunden und Minuten gezählt.
Ein junger Bräutigam erwartet nicht sehnsüchtiger die Stunde seiner Hochzeit. Durch die Eucharistie konnte Jesus Christus die denkbar innigste Vereinigung mit den Seelen hier auf Erden verwirklichen.
Ein König strebt danach, von seinem Königreich Besitz zu ergreifen. Die Eucharistie ist das Königtum Jesu Christi über den Menschen, sie bedeutet den Himmel seiner Liebe im Herzen der Menschen.
So kann man auch seine Worte gut verstehen: "Mit großem Verlangen habe ich mich danach gesehnt, dieses Paschamahl mit euch zu essen".
Wer war der Besitzer, dessen Haus zur Feier des neuen Pascha diente? Wer hatte den Abendmahlssaal erbaut, aus dem Jesus die erste Kirche machen wird? Wir wissen es nicht.
Das Evangelium berichtet nur, dass Jesus "einen großen und mit Polstern ausgestatteten Saal ausgesucht hat". Sonderbar! Jesus wollte sich immer in Häusern der Armen aufhalten. Hier aber herrscht beinahe ein Luxus. Für die Eucharistie ist nichts zu schön. Es braucht einen königlichen Kult zur Verehrung der königlichen Liebe Jesu Christi. Er will uns damit zeigen, dass die zukünftigen Abendmahlssäle nach dem Vorbild des ersten gestaltet werden sollen.
Nach Vollendung und Aufhebung des gesetzlichen Paschamahles steht Jesus auf, bindet sich ein Leinentuch um, nimmt nach Dienerart eine Schüssel, füllt sie mit Wasser, kniet sich vor jedem seiner Apostel hin und wäscht ihnen die Füße; er erklärt auch den geistigen Sinn dieser Geste: "Wer gebadet hat, braucht sich nur noch die Füße waschen, um ganz rein zu sein".
Unsere Vorbereitung auf die Eucharistie muss sich an jene von Jesus halten. Sie soll mit Sehnsucht, Demut und Reinheit geschehen. Wir sollen zur Kommunion gehen, wie Jesus sich in den Abendmahlssaal begeben hat, in Sammlung und Liebe.
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