Freitag, 17. März 2017

11. Anbetung


Sei gegrüßt, Du heiligstes Sakrament

V: Sei gegrüßt, Du heiligstes Sakrament des Altares, Du bist das größte Wunder der Liebe, das der drei faltige Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn, gewirkt hat. Du bist die köstliche Gabe, die der himmlische Vater uns Men­schen auf Erden gegeben hat. Du bist das Sakrament der Liebe und Hingabe des ewigen Sohnes, durch das wir der Frucht seiner Erlösung teilhaft werden. Du bist der lebendige Brunnen aller Gnaden, die uns der Heilige Geist geschenkt hat.
A: Sei gegrüßt, / Du heiligstes Sakrament.

V: Sei gegrüßt, Du heiliges Opfersakrament, das Himmel und Erde versöhnt. Du bist das lebendige Gedächtnis des Leidens, der Auferstehung und der Himmelfahrt unseres Herrn. Durch Dich fließen die Ströme der Gnade vom heiligen Kreuz über die ganze Welt und alle Generationen, bis er wiederkommen wird in Herrlichkeit.
A: Sei gegrüßt, / Du heiligstes Sakrament.

V: Sei gegrüßt, Du heiliges Himmelsbrot, Du Speise der Engel, Du wahre Arche des Neuen Bundes, darin das himmlische Manna bewahrt wird: Du Kelch aller Gna­den, Du Labung der Schwachen, Du Arznei gegen jede Krankheit der Seele, Du Stärke im Kampfe, Du Weg­zehrung der Sterbenden.
A: Sei gegrüßt, / Du heiligstes Sakrament.

V: Sei gegrüßt, Du edler Leib Jesu Christi, unseres Erlö­sers, hier wahrhaft unter der Gestalt des Brotes gegen­wärtig, Du wahre, lebendige Hostie, die am Stamm des Kreuzes geopfert ward; Du goldener Gnadenthron, dar­auf die Gottheit ruht.
A: Sei gegrüßt, / Du heiligstes Sakrament.

V: Wir fallen vor Dir nieder und beten mit allen Engeln und allen Heiligen des Himmels:

A: Gelobt und gebenedeit sei das Allerheiligste Sakra­ment des Altares, von nun an bis in Ewigkeit. / Amen. V: Ehre sei ... A: Wie im Anfang ...

 

Der hl. Peter Julian Eymard (1811 –1868), glühender Apostel der Heilige Eucharistie schreibt: das hl. Messopfer ist das erhabenste aller Gebete: darin opfert sich Jesus Christus seinem Vater, er betet ihn an, dankt ihm, leistet ihm ehrenvolle Sühne und bittet ihn für seine Kirche, die Menschen, seine Brüder und armen Sünder. Dieses erhabene Gebet setzt Jesus ohne Unterlass fort durch seinen Opferzustand in der Eucharistie; vereinigen wir uns daher mit dem Gebet Unseres Herrn. Beten wir wie er nach den vier Opferzwecken; dieses Gebet umfasst die ganze Religion und schließt alle Tugendakte in sich ein.

 I. Über die Anbetung
Der Akt der eucharistischen Anbetung bezieht sich auf die göttliche und unendliche Erhabenheit Jesu Christi, die aus sich selbst jeder Verehrung und Verherrlichung würdig ist.

Vereinigt euch also mit dem Lobpreis des himmlischen Hofstaates, der - hingeworfen zu Füßen des Thrones des Lammes - voll Bewunderung ausruft: "Demjenigen, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm, gebührt Lob und Ehre, Herrlichkeit und Kraft in alle Ewigkeit!"

Mit den  24 Ältesten, die zu Füßen des Thrones Gottes ihre Kronen zum Geschenk niederlegen, legt das Geschenk eurer ganzen Person, eurer Fähigkeiten und Werke zu Füßen des eucharistischen Thrones nieder mit den Worten: "Würdig bist du, unser Herr und Gott, Ehre, Herrlichkeit und Macht zu empfangen, denn du bist es, der die Welt erschaffen hat."

Betrachtet sodann die Größe der Liebe Gottes, die ihn bewogen hat, die göttliche Eucharistie einzusetzen, zu vervielfachen und zu verewigen bis zum Ende der Welt; bewundert an dieser göttlichen Erfindung, welche selbst die Engel entzückt, seine Weisheit; lobet seine Macht, welche über alle Hindernisse triumphiert hat; preist seine Güte, mit der er alle Gaben verteilt. Lasst euch hinreißen zu Empfindungen der Freude und Liebe beim Gedanken, dass ihr das Ziel des größten und heiligsten Sakramentes seid; denn Jesus Christus hätte auch nur für euch allein getan, was er für alle getan hat. Welche Liebe!

Da es euch nicht möglich ist, Jesus Christus in der Eucharistie so anzubeten, wie er es verdient, ruft euren guten Engel, diesen treuen Begleiter in eurem Leben, zu Hilfe. Er wird so glücklich sein, mit euch hier auf Erden so zu handeln, wie er in der Herrlichkeit mit euch ewig tut!

Vereinigt euch mit allen Anbetungen der Heiligen auf Erden, mit den Engeln und Heiligen im Himmel; vor allem aber mit den Anbetungen der hlst. Jungfrau und des hl. Joseph, die als erste in den Besitz des verborgenen Gottes gelangten und so seinen ganzen Hofstaat und seine Familie bildeten.

Betet Jesus, das menschgewordene Wort, durch Jesus selbst an; das ist die beste Anbetung. Er ist Gott und Mensch, euer Erlöser und gleichzeitig euer Bruder.

Betet den himmlischen Vater an durch seinen Sohn; er ist der Gegenstand seines ganzen Wohlgefallens. Eure Anbetung wird somit zur Anbetung Jesu, zu seiner Anbetung.

Ergänzt eure Anbetung durch die Opferung und das Geschenk aller eurer Fähigkeiten und eures ganzen Selbst, um ihm zu seiner größten Ehre zu dienen. Vereinigt dieses persönliche Opfer mit demjenigen der hlst. Jungfrau während der Menschwerdung und Passion des Erlösers. Gebt euch schließlich dem Dienst an Jesus hin, wie er sich euch hingibt.

II. Über die Danksagung
Die Danksagung ist der zarteste Liebesakt für die Seele und der Gott am wohlgefälligste. Sie ist das bevorzugte Geschenk an seine unendliche Güte.

Die Eucharistie ist an sich schon die vollkommene Danksagung: darin dankt Jesus seinem Vater an unserer Statt. Sie wird somit unsere Danksagung.

Dankt also Gott, dem Vater, dass er euch seinen göttlichen Sohn gegeben hat, und zwar nicht nur als Bruder durch seine Menschwerdung, als Lehrer der Wahrheit, als Erlöser am Kreuz, sondern vor allem als eure Eucharistie, euer Brot des Lebens, euren angefangenen Himmel.

Danket dem Hl. Geist, dass er durch den priesterlichen Dienst am Altar die Menschwerdung, die er im jungfräulichen Schoß Mariens vollzogen hat, weiterführt.
 
Eure Danksagung soll wie wohlduftender Weihrauch, wie die schönste Harmonie eurer Seele, wie die reinste und mildeste Liebe eures Herzens zum eucharistischen Thron des Lammes, zum verborgenen Gott emporsteigen.
Danket in der Demut eures Herzens wie Elisabet in der Gegenwart Mariens und des fleischgewordenen Wortes; dankt mit den Freudenbewegungen Johannes' des Täufers, der im Schoße der Elisabet verborgen war, als er die Nähe seines guten Meisters spürte; dankt mit der Freude und dem Edelmut des Zachäus, als er Jesus in seinem Haus als Gast empfing; dankt mit der hl. Kirche, mit dem himmlischen Vater.
Und damit eure Danksagung andauere und ständig zunehme, macht es wie im Himmel: betrachtet die Schönheit und die ewig alte und die stets sich erneuernde Güte Gottes in der Eucharistie.
Betrachtet seinen sakramentalen Zustand, seine Opfer, die er seit dem Geschehen im Abendmahlssaal gebracht hat, bis er euch erreicht hat; die Kämpfe, die er bestehen musste gegen das Recht auf seine eigene Verherrlichung, um sich bis zur Grenze des Nichts zu erniedrigen, und so auf seine äußere Freiheit, die Eigenschaften seines verherrlichten Leibes und auf die Ehre seiner Person verzichtet hat; und das tat er alles ohne zeitliche oder örtliche Bedingungen, sondern er lieferte sich einzig und allein mit der Liebe, seiner einzigen Verteidigungswaffe, der Liebe ebenso gut wie dem Hass der Menschen aus.
Beim Anblick der so  großen Güte des Erlösers zu den Menschen und vor allem zu euch, da ihr ihn ja besitzt, davon lebt und euch an ihm erfreut, öffnet euer Herz, dass eure Danksagung wie die Flamme aus einer Kohlenglut aufsteige. Diese Flamme umgebe den eucharistischen Thron, sie vereinige und verschmelze sich mit diesem göttlichen Feuerherd, mit der strahlenden und verzehrenden Flamme des Herzens Jesu. Mögen diese beiden Flammen bis zum Himmel emporsteigen, bis zum Throne Gottes, des Vaters, der uns seinen Sohn geschenkt hat, ja bis ins Zentrum der ganzen Heiligsten Dreifaltigkeit.
 
 
 

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