Sei gegrüßt, Du heiligstes Sakrament
V:
Sei gegrüßt, Du heiligstes Sakrament des Altares, Du bist das größte Wunder der
Liebe, das der drei faltige Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn, gewirkt
hat. Du bist die köstliche Gabe, die der himmlische Vater uns Menschen auf
Erden gegeben hat. Du bist das Sakrament der Liebe und Hingabe des ewigen
Sohnes, durch das wir der Frucht seiner Erlösung teilhaft werden. Du bist der
lebendige Brunnen aller Gnaden, die uns der Heilige Geist geschenkt hat.
A: Sei gegrüßt, / Du
heiligstes Sakrament.
V:
Sei gegrüßt, Du heiliges Opfersakrament, das Himmel und Erde versöhnt. Du bist
das lebendige Gedächtnis des Leidens, der Auferstehung und der Himmelfahrt
unseres Herrn. Durch Dich fließen die Ströme der Gnade vom heiligen Kreuz über
die ganze Welt und alle Generationen, bis er wiederkommen wird in Herrlichkeit.
A: Sei gegrüßt, / Du heiligstes
Sakrament.
V:
Sei gegrüßt, Du heiliges Himmelsbrot, Du Speise der Engel, Du wahre Arche des
Neuen Bundes, darin das himmlische Manna bewahrt wird: Du Kelch aller Gnaden,
Du Labung der Schwachen, Du Arznei gegen jede Krankheit der Seele, Du Stärke im
Kampfe, Du Wegzehrung der Sterbenden.
A: Sei gegrüßt, / Du
heiligstes Sakrament.
V:
Sei gegrüßt, Du edler Leib Jesu Christi, unseres Erlösers, hier wahrhaft unter
der Gestalt des Brotes gegenwärtig, Du wahre, lebendige Hostie, die am Stamm
des Kreuzes geopfert ward; Du goldener Gnadenthron, darauf die Gottheit ruht.
A: Sei gegrüßt, / Du
heiligstes Sakrament.
V:
Wir fallen vor Dir nieder und beten mit allen Engeln und allen Heiligen des
Himmels:
A: Gelobt und gebenedeit
sei das Allerheiligste Sakrament des Altares, von nun an bis in Ewigkeit. /
Amen.
V: Ehre sei ... A: Wie im Anfang ...
Der hl. Peter Julian Eymard (1811 –1868),
glühender Apostel der Heilige Eucharistie schreibt: das hl. Messopfer ist das
erhabenste aller Gebete: darin opfert sich Jesus Christus seinem Vater, er
betet ihn an, dankt ihm, leistet ihm ehrenvolle Sühne und bittet ihn für seine
Kirche, die Menschen, seine Brüder und armen Sünder. Dieses erhabene Gebet
setzt Jesus ohne Unterlass fort durch seinen Opferzustand in der Eucharistie;
vereinigen wir uns daher mit dem Gebet Unseres Herrn. Beten wir wie er nach den
vier Opferzwecken; dieses Gebet umfasst die ganze Religion und schließt alle
Tugendakte in sich ein.
Vereinigt euch also mit dem Lobpreis des himmlischen
Hofstaates, der - hingeworfen zu Füßen des Thrones des Lammes - voll
Bewunderung ausruft: "Demjenigen,
der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm, gebührt Lob und Ehre, Herrlichkeit und
Kraft in alle Ewigkeit!"
Mit den 24
Ältesten, die zu Füßen des Thrones Gottes ihre Kronen zum Geschenk niederlegen,
legt das Geschenk eurer ganzen Person, eurer Fähigkeiten und Werke zu Füßen des
eucharistischen Thrones nieder mit den Worten: "Würdig bist du, unser Herr und Gott, Ehre, Herrlichkeit und Macht zu
empfangen, denn du bist es, der die Welt erschaffen hat."
Betrachtet sodann die Größe der Liebe Gottes, die ihn
bewogen hat, die göttliche Eucharistie einzusetzen, zu vervielfachen und zu
verewigen bis zum Ende der Welt; bewundert an dieser göttlichen Erfindung,
welche selbst die Engel entzückt, seine Weisheit; lobet seine Macht, welche
über alle Hindernisse triumphiert hat; preist seine Güte, mit der er alle Gaben
verteilt. Lasst euch hinreißen zu Empfindungen der Freude und Liebe beim
Gedanken, dass ihr das Ziel des größten und heiligsten Sakramentes seid; denn
Jesus Christus hätte auch nur für euch allein getan, was er für alle getan hat.
Welche Liebe!
Da es euch nicht möglich ist, Jesus Christus in der
Eucharistie so anzubeten, wie er es verdient, ruft euren guten Engel, diesen
treuen Begleiter in eurem Leben, zu Hilfe. Er wird so glücklich sein, mit euch
hier auf Erden so zu handeln, wie er in der Herrlichkeit mit euch ewig tut!
Vereinigt euch mit allen Anbetungen der Heiligen auf
Erden, mit den Engeln und Heiligen im Himmel; vor allem aber mit den Anbetungen
der hlst. Jungfrau und des hl. Joseph, die als erste in den Besitz des
verborgenen Gottes gelangten und so seinen ganzen Hofstaat und seine Familie
bildeten.
Betet Jesus, das menschgewordene Wort, durch Jesus
selbst an; das ist die beste Anbetung. Er ist Gott und Mensch, euer Erlöser und
gleichzeitig euer Bruder.
Betet den himmlischen Vater an durch seinen Sohn; er
ist der Gegenstand seines ganzen Wohlgefallens. Eure Anbetung wird somit zur
Anbetung Jesu, zu seiner Anbetung.
Ergänzt eure Anbetung durch die Opferung und das
Geschenk aller eurer Fähigkeiten und eures ganzen Selbst, um ihm zu seiner
größten Ehre zu dienen. Vereinigt dieses persönliche Opfer mit demjenigen der
hlst. Jungfrau während der Menschwerdung und Passion des Erlösers. Gebt euch
schließlich dem Dienst an Jesus hin, wie er sich euch hingibt.
II. Über die
Danksagung
Die Danksagung ist der zarteste Liebesakt für die
Seele und der Gott am wohlgefälligste. Sie ist das bevorzugte Geschenk an seine
unendliche Güte.
Die Eucharistie ist an sich schon die vollkommene
Danksagung: darin dankt Jesus seinem Vater an unserer Statt. Sie wird somit
unsere Danksagung.
Dankt also Gott, dem Vater, dass er euch seinen
göttlichen Sohn gegeben hat, und zwar nicht nur als Bruder durch seine
Menschwerdung, als Lehrer der Wahrheit, als Erlöser am Kreuz, sondern vor allem
als eure Eucharistie, euer Brot des Lebens, euren angefangenen Himmel.
Danket dem Hl. Geist, dass er durch den priesterlichen
Dienst am Altar die Menschwerdung, die er im jungfräulichen Schoß Mariens
vollzogen hat, weiterführt.
Eure Danksagung soll wie wohlduftender Weihrauch, wie
die schönste Harmonie eurer Seele, wie die reinste und mildeste Liebe eures
Herzens zum eucharistischen Thron des Lammes, zum verborgenen Gott
emporsteigen.
Danket in der Demut eures Herzens wie Elisabet in der
Gegenwart Mariens und des fleischgewordenen Wortes; dankt mit den
Freudenbewegungen Johannes' des Täufers, der im Schoße der Elisabet verborgen
war, als er die Nähe seines guten Meisters spürte; dankt mit der Freude und dem
Edelmut des Zachäus, als er Jesus in seinem Haus als Gast empfing; dankt mit
der hl. Kirche, mit dem himmlischen Vater.
Und damit eure Danksagung andauere und ständig
zunehme, macht es wie im Himmel: betrachtet die Schönheit und die ewig alte und
die stets sich erneuernde Güte Gottes in der Eucharistie.
Betrachtet seinen sakramentalen Zustand, seine Opfer,
die er seit dem Geschehen im Abendmahlssaal gebracht hat, bis er euch erreicht
hat; die Kämpfe, die er bestehen musste gegen das Recht auf seine eigene
Verherrlichung, um sich bis zur Grenze des Nichts zu erniedrigen, und so auf
seine äußere Freiheit, die Eigenschaften seines verherrlichten Leibes und auf
die Ehre seiner Person verzichtet hat; und das tat er alles ohne zeitliche oder
örtliche Bedingungen, sondern er lieferte sich einzig und allein mit der Liebe,
seiner einzigen Verteidigungswaffe, der Liebe ebenso gut wie dem Hass der
Menschen aus.
Beim Anblick der so
großen Güte des Erlösers zu den Menschen und vor allem zu euch, da ihr
ihn ja besitzt, davon lebt und euch an ihm erfreut, öffnet euer Herz, dass eure
Danksagung wie die Flamme aus einer Kohlenglut aufsteige. Diese Flamme umgebe
den eucharistischen Thron, sie vereinige und verschmelze sich mit diesem
göttlichen Feuerherd, mit der strahlenden und verzehrenden Flamme des Herzens
Jesu. Mögen diese beiden Flammen bis zum Himmel emporsteigen, bis zum Throne
Gottes, des Vaters, der uns seinen Sohn geschenkt hat, ja bis ins Zentrum der
ganzen Heiligsten Dreifaltigkeit.
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