Andenken an des Herrn Tod
V: Gelobt und
gepriesen sei ohne End,
A: Jesus Christus im heiligsten Sakrament.
V: Herr Jesus
Christus, mit freudigem Dank gedenken wir jenes Tages, an dem Du uns dieses
heilige Sakrament geschenkt hast. Am Gründonnerstag war unsere Freude
verhalten im Gedenken an Dein Leiden. Darum feiern wir heute mit Jubel und Dank
die Einsetzung dieses Sakramentes.
A: Lob und Dank sei Dir im heiligsten Sakrament.
V: Göttlicher
Heiland, wie unbegreiflich viel hast Du uns geschenkt! Hier ist das Brot, von
dem Du selber gesagt hast: «Das ist mein Leib für euch» (1 Kor 11 ,24). Hier
ist der Trank, von dem Du gesprochen: «Das ist der Kelch des neuen und ewigen
Bundes, mein Blut, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der
Sünden.»
A: Lob und Dank sei Dir im heiligsten Sakrament.
V: Zum Andenken
Deines Opfertodes hast Du dieses Sakrament eingesetzt. Jedesmal, wenn Du als
Hoherpriester in der Heiligen Messe durch den Mund des Priesters die Worte der
Wandlung sprichst, wird Dein Fleisch und Blut als Opfergabe an den himmlischen
Vater gegenwärtig auf dem Altar. Wir alle dürfen in geheimnisvoller Weise unter
Deinem Kreuze stehen. Du selber teilst uns die Gnaden aus, die Du am Kreuz für
uns verdient hast.
A: Lob und Dank sei Dir im heiligsten Sakrament.
V: Herr Jesus
Christus, Du hast uns in diesem Sakrament das Andenken an Dein Leiden
hinterlassen. Gib uns ein immer tieferes Verstehen des heiligen Messopfers,
damit wir die Geheimnisse Deines Leibes und Blutes so verehren, dass wir
allezeit die Früchte Deiner Erlösung in uns erfahren. Der Du lebst und
herrschest in alle Ewigkeit. A: Amen.
V: Gelobt und
gepriesen sei ohne End,
A: Jesus Christus im heiligsten Sakrament. V: Ehre sei ... A: Wie im Anfang ...
Ich bin bei euch alle Tage
V: Gelobt und
gepriesen sei ohne End
A: Jesus Christus
im heiligsten Sakrament.
V: Herr Jesus
Christus, vor Deiner Himmelfahrt hast Du zu Deinen Jüngern gesagt: «Ich bin bei
euch alle Tage bis ans Ende der Welt» (Mt 28,20). Wie wunderbar hast Du Dein
Wort hier im Sakrament erfüllt! Mitten unter uns hast Du Dein Tabernaculum,
Dein Zelt, errichtet.
A: Dank sei Dir, Herr, / im Sakrament Deiner Liebe.
V: Du bist bei
uns: Nicht nur in Deiner göttlichen Allgegenwart, wie Du mit dem Vater und dem
Heiligen Geist unsichtbar an allen Orten gegenwärtig bist; unter sichtbaren
Zeichen wohnst Du hier bei uns.
A: Hier ist in Wahrheit Dein Tabernakel, Gottes Haus /
und die Pforte des Himmels.
V: Du bist bei
uns: Nicht nur in Deiner Gottheit; auch als Mensch, als unser Bruder und unser
Freund, als unser Mittler und Erlöser bist Du hier.
A: Dank sei Dir, Herr Jesus, im Sakrament Deiner
Liebe.
V: Herr Jesus
Christus, Du hast uns in diesem Sakrament deine wunderbare Gegenwart geschenkt.
Lass uns Dir von Herzen Dank sagen für Deine große Liebe. Gib uns, wir bitten
Dich, einen festen Glauben an dieses Geheimnis, eine tiefe Ehrfurcht vor
Deiner Gegenwart und eine vertrauende Liebe zu Deinem Herzen, das hier für uns
schlägt. Der Du lebst und herrschest in alle Ewigkeit. A:Amen.
V: Gelobt und
gepriesen sei ohne End
A: Jesus Christus im heiligsten Sakrament. V: Ehre sei ... A: Wie im Anfang ...
Der
hl. Peter Julian Eymard (1811 –1868), glühender Apostel der Heilige Eucharistie
schreibt: Man teilt die
Anbetungsstunde in vier Teile ein. Während jeder Viertelstunde ehrt man Unseren
Herrn durch einen der vier Opferzwecke, nämlich: die Anbetung, die Danksagung, die Sühne und die Bitte.
Die Danksagung
1. Betet an und
preist die unendliche Liebe Jesu zu euch in seinem Hl. Sakrament. Um euch auf
dieser Erde des Exils und der Armseligkeit nicht als Waisen alleinzulassen,
kommt er für euch persönlich vom Himmel herab, um euch Gesellschaft zu leisten
und euch zu trösten. Dankt ihm dafür aus ganzem Herzen und mit all eueren
Kräften; dankt ihm zusammen mit allen Heiligen.
2. Bewundert die Opfer, die er sich in seinem sakramentalen Zustand auferlegt: er verbirgt seine göttliche und leibliche Herrlichkeit, um euch nicht zu blenden; er verhüllt seine Majestät, damit ihr es wagt, euch ihm zu nähern und mit ihm zu reden wie ein Freund zu seinem Freund; er bindet seine Macht, um euch nicht zu erschrecken oder zu strafen; er zeigt euch im Sakrament nicht seine vollkommenen Tugenden, um nicht eure Schwachheit zu entmutigen; er zügelt sogar die Flamme seines Herzens und seiner Liebe zu euch, weil ihr seine Milde und Kraft nicht ertragen könntet; er lässt euch nur seine Güte schauen, die in den hl. Gestalten aufscheint, wie die Strahlen der Sonne durch einen dünnen Nebel durchscheinen. Wie gütig ist doch Jesus im Hl. Sakrament! Er empfängt euch zu jeder Stunde des Tages und der Nacht. Seine Liebe kennt keine Ruhe; er ist stets voll Sanftmut zu euch; er vergisst eure Sünden und Unvollkommenheiten, wenn ihr ihn besuchen kommt, und drückt euch nur seine Freude, seine Milde und seine Liebe aus. Durch euren Empfang möchte man glauben, dass er euer bedarf, um glücklich zu sein. Oh, danket also diesem guten Jesus aus ganzem Herzen! Dankt dem Vater, dass er euch seinen göttlichen Sohn gegeben hat; dankt dem Hl. Geist, dass er immer noch mitwirkt, und zwar für euch persönlich, an der Ausdehnung seiner Menschwerdung durch den Dienst des Priesters auf dem Altar. Ladet den Himmel und die Erde, die Engel und die Menschen ein, euch beizustehen, um ihm zu danken, ihn zu loben und zu preisen für soviel Liebe zu euch!
3. Betrachtet den
sakramentalen Zustand, den Jesus aus Liebe zu euch auf sich genommen hat, und
lasst euch erfüllen mit seinen Gefühlen und seinem Leben. In der Eucharistie
ist Jesus so arm wie in Betlehem, ja noch ärmer, denn in Betlehem besaß er
seine Mutter; hier hat er sie nicht; vom Himmel bringt er nur sich selbst mit
seiner Liebe und seinen Gnaden mit; seht, wie gehorsam er in der göttlichen
Hostie ist: prompt und gütig schenkt er sich jedem, der nach ihm verlangt,
selbst seinen Feinden. Bewundert seine Demut!
Er steigt bis zur Grenze des Nichts herab, da er doch in sakramentaler
Sicht eins ist mit den gewöhnlichen und unbeseelten Gestalten, die ihres Wesens
beraubt sind und nur deswegen erhalten bleiben, weil sie vom Allmächtigen durch
ein fortwährendes Wunder getragen werden. Seine Liebe zu uns macht ihn zum
Gefangenen; sein Wille macht ihn zum Sklaven in seiner eucharistischen
Zurückgezogenheit, die unser Himmel auf
Erden sein soll.
4. Vereinigt eure
Danksagung mit jener der heiligsten Jungfrau nach der Menschwerdung und vor
allem nach der hl. Kommunion. Mit ihr wiederholt vor Freude und Glück das
Magnifikat eurer Dankbarkeit und Liebe; sprecht ohne Unterlass: "O Jesus
in der Hostie, wie bist du so gut, liebend und liebenswürdig!"
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