Mittwoch, 22. Mai 2019

Maria unter dem Kreuz

Lied: Christi Mutter stand mit Schmerzen. (GL 532,1-2)

Eröffnungsgebet: Lobpreis des dreifaltigen Gottes.

Z Lob und Dank sei dem dreifaltigen Gott, der uns die Jungfrau Maria gegeben hat als die Mutter voll der Gnade, mit der Sonne umkleidet, den Mond zu ihren Füßen und über ihrem Haupt einen geheimnisvollen Kranz von zwölf Sternen.
A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit.
Z Lob und Dank sei Gott, dem Vater, der Sie zu seiner Tochter auserwählte.
A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Z Gelobt sei Gott der Vater, der sie vorher bestimmte zur Mutter seines göttlichen Sohnes.
A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,

Gelobt sei Gott der Vater, der sie bei ihrer Empfängnis bewahrte vor jeder Sünde.
A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Gelobt sei Gott der Vater, der sie bei ihrer Geburt ausstattete mit den höchsten Vorzügen.
A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Gelobt sei Gott der Vater, der ihr als Gefährten und reinsten Bräutigam den heiligen Josef gab. A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Z Lob und Dank sei Gott dem Sohn, der sie zu seiner Mutter erwählte.

A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Z Gelobt sei Gott der Sohn, der Mensch wurde in ihrem Schoß.
A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Gelobt sei Gott der Sohn, der von ihr geboren wurde.

A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Gelobt sei Gott der Sohn, der als Kind von ihr erzogen werden wollte.

A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Gelobt sei Gott der Sohn, der ihr den geheimnisvollen Ratschluss der Welterlösung offenbarte.
A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Z Lob und Dank sei dem Heiligen Geist, der sie als Braut erwählte.

A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Z Gelobt sei der Heilige Geist, der ihr seine Liebe offenbarte.
A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Gelobt sei der Heilige Geist, durch dessen Wirken sie zugleich Jungfrau und Mutter war.

A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,  
Gelobt sei der Heilige Geist, durch dessen Kratt sie ein lebendiger Tempel des dreifaltigen Gottes wurde.
A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,  
Gelobt sei der Heilige Geist, durch den sie über alle Geschöpfe erhoben wurde. —
A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,

Z Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
A wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit/ und in Ewigkeit. Amen.

Lied: Christi Mutter stand mit Schmerzen. (GL 532,3)

Marianisches Kerngebet: O meine Gebieterin, O meine Mutter./ Dir bringe ich mich ganz dar, / und um dir meine Hingabe zu bezei­gen, / weihe ich dir heute meine Augen, / meine Oh­ren, meinen Mund, / mein Herz, mich selber ganz und gar. / Weil ich also dir gehöre, o gute Mutter, / bewahre mich, / beschütze mich als dein Gut und Eigentum. Amen.

Hinweis zum Thema
»Bei dem Kreuz Jesu stand Maria, seine Mutter. « Dieses Bild der Schmerzensmutter zeigt uns die Größe Mariens. Es war nicht nur Mutterliebe und Mutterschmerz, die sie unter das Kreuz geführt hatten, sondern die Treue zu ihrer Aufgabe, Mutter des Erlösers zu sein. Sie durfte mitwirken an der Erlösung der ganzen Menschheit.

Schriftlesung (Joh 19,25-27) Wir hören aus dem Evangelium nach Johannes.
Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

 Lied: Christi Mutter stand mit Schmerzen. (GL 532,4)

 Betrachtung
Maria denkt nicht an sich an jenem Karfreitag. Nur an ihn. Auf sie ist Verlass.
Sie verlässt Jesus nicht in seiner Verlassenheit. Seine Jünger verlassen ihn alle.
Ihre Versprechungen erweisen sich als leere Worte. Sie erhoffen sich Erfolg in der Aktion.
Ihr Meister aber entscheidet sich für die Passion. Sie ergreifen die Flucht. Maria aber steht!
Sie steht — unter dem Kreuz. Sie steht zum Gekreuzigten. Sie glaubt. Sie glaubt ihrem Sohn. Sie glaubt an sein Wort. Sie glaubt — und steht fest. Der Boden unter ihr wankt. Die Sonne gibt keinen Schein. Die Menschen spotten und höhnen: »Gott soll ihn doch retten! « Oder hat Gott ihn verlassen? Der Vater schweigt. Der Gekreuzigte redet wie immer — von Liebe: »Frau, siehe, dein Sohn! « Der neben dir — braucht dich! Vergiss deinen Schmerz; denk an Johannes! Und du Johannes, »siehe, deine Mutter! « Denk an ihr Leid. Lass sie nicht allein.
Dies ist mein einziger Wunsch: »Liebet einander, wie ich euch geliebt! « Nichts anderes wollte ich sagen mit meinem Leben und Sterben. Denn das einzige, was bleibt — ist die Liebe.
Maria und Johannes glauben an sein Wort. Sie glauben an die Botschaft der Liebe. Darum ist Johannes in Wahrheit sein Bruder und Maria die wahre Mutter für immer — und für alle, die glauben wie sie.

 Z Im folgenden Rosenkranzgeheimnis stellen wir uns mit Maria, unserer Mutter, unter das Kreuz Jesu. Wir denken daran, dass wir als Erlöste dazu aufgerufen sind, wie Maria unter dem Kreuz auszuharren. Rosenkranzgeheimnis: »Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist«.

Lied: Maria, dich lieben. (GL 521,1-2)

— Aussetzung des Allerheiligsten

 Gebet zu Jesus Christus

Z Göttlicher Heiland, du hast uns im Sakrament der Eucharistie das Andenken an dein Leiden und Sterben hinterlassen. Wir beten dich an und danken dir für deine große Liebe.

Vom Kreuz herab hast du einst deine eigene Mutter uns allen zur Mutter gegeben, als du sterbend zu Johannes sagtest: Siehe, deine Mutter. Als Gekreuzigter bist du hier unter uns, um uns die Gnaden deiner Erlösung mitzuteilen. Du sagst auch zu uns: Siehe, deine Mutter. Möge sie uns führen zu deinem Kreuz, zu deinem geöffneten Herzen, der du lebst und herrschest in Ewigkeit. A Amen.

Fürbitten

Z Lasset uns beten zu Jesus Christus, unserem Heiland, mit dem Maria Sorgen und Mühen teilte bis in die Stunde des Todes.

V Für die alten Menschen, deren Beziehungen zu den Kindern, Verwandten und Freunden immer spärlicher werden, die isoliert und auf sich allein gestellt sind, obwohl gerade sie Menschen und Hilfe notwendig haben. - Herr, erbarme dich. A Christus, erbarme dich, Herr, erbarme dich.

V Für jene, die in ihrer Ehe gescheitert sind: dass sie an der Enttäuschung nicht zerbrechen und mit neuem Mut sich auch in der veränderten Situation zurechtfinden. - Herr, erbarme dich. A Christus, erbarme dich, Herr, erbarme dich.

Für die Behinderten in unserer Gesellschaft: dass sie ihr Schicksal ertragen lernen, dass sie Menschen finden, die sie nicht bloß bemitleiden, sondern sie annehmen und ihnen auf ihrem Lebensweg beistehen. - Herr, erbarme dich. A Christus, erbarme dich, Herr, erbarme dich.

Für alle, die Angst haben vor der Zukunft, vor Unglück, Krankheit, Alter oder Verlust des Arbeitsplatzes: dass sie die Angst überwinden und das Leben als schön, befreiend und sinnvoll erleben können. - Herr, erbarme dich. A Christus, erbarme dich, Herr, erbarme dich.

Für alle, die lebensmüde geworden sind und nicht mehr ein und aus wissen: dass sie von liebenden Menschen gehalten und ins Leben zurückgeführt werden. - Herr, erbarme dich. A Christus, erbarme dich, Herr, erbarme dich.

Für uns selbst, wenn wir in Not, Einsamkeit und Verlassenheit geraten: dass wir unsere Situation meistern und neben unseren eigenen Problemen auch die Not anderer sehen und lindern. - Herr, erbarme dich. A Christus, erbarme dich, Herr, erbarme dich.

Z Himmlischer Vater, unter dem Kreuz hat Maria ihren Glauben bezeugt. Hilf uns, unser tägliches Kreuz zu tragen und anderen beizustehen, wenn sie leiden müssen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. A Amen

Wenn das Allerheiligste nicht ausgesetzt wurde, Lied Mir nach, spricht Christus.

Wenn kein eucharistischer Segen erteilt werden kann:

Segensbitte

Z Wir bitten um Gottes Segen.

Herr, unser Gott, das Kreuz deines Sohnes Jesus Christus werde uns zum Zeichen des Heiles. A Amen.

Z Der Geist Jesu Christi, der Maria und allen Glaubenden verheißen ist, mache uns bereit für den Willen des Vaters. A Amen.

Z Wie Maria, so lass auch uns das Kreuz auf uns nehmen und teilhaben an der Auferstehung. A Amen.

Z So sei das Kreuz Jesu Christi über uns gezeichnet: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. A Amen.

Lied: Maria, dich lieben. (GL 521,3-4)

 

Freitag, 17. Mai 2019

Maria unterwegs zu Elisabeth


Lied: O Maria, sei gegrüßt (GL 532, 1—3)

ERÖFFNUNG

V Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. A Amen.

V Großer Gott, durch den Erzengel Gabriel hast du Maria das Gnadenwunder mitgeteilt, dass du in ihrer Verwandten gewirkt hast. Noch im Alter hat Elisabet einen Sohn empfangen, obwohl sie als unfruchtbar galt.

A Großer Gott, für dich ist nichts unmöglich, wunderbar sind alle deine Werke.

V Großer Gott, Maria hat sich als deine Magd dem mächtigen Wirken deines Geistes Überlassen. Ohne zu zögern, eilte sie von Nazareth in das Bergland von Judäa.

A Großer Gott, für dich ist nichts unmöglich, wunderbar sind alle deine Werke.

V Großer Gott, beim Gruß Mariens hast du uns gezeigt, dass dein Geist die Menschen in Freude vereint, die du zu einem gemeinsamen Werk bestimmt hast.

A Großer Gott, für dich ist nichts unmöglich, wunderbar sind alle deine Werke.

V Großer Gott, beim Gruß Mariens hast du Johannes im Mutterschoß geheiligt, ihn mit der Gnade eines Propheten ausgestattet und Elisabet mit deinem Geist erfüllt, dass sie voll Freude Maria wegen ihres Glaubens preist.

A Großer Gott, für dich ist nichts unmöglich, wunderbar sind alle deine Werke.

V Großer Gott, sieh gnädig auf uns. Zeige uns Maria, die sich im Gehorsam auf dein Wort aufmacht und zu ihren Verwandten Elisabet und Zacharias eilt. Lass uns tiefer verstehen, was diese Begegnung für uns bedeutet, und gib uns die Kraft, deinen Willen stets unverzüglich in unserem Leben zu erfüllen. Der du lebst und herrschst in Ewigkeit. A Amen.

 

Lesung Der Besuch Marias bei Elisabet Lk 1, 39—56

In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. Und Maria blieb etwa drei Monate bei Elisabet; dann kehrte sie nach Hause zurück.

 

Meditation

Alles beginnt mit einer Überraschung. Der Engel Gabriel tritt in das Haus einer Jungfrau in Nazareth ein. Maria erschrickt über die Anrede und den ehrfurchtsvollen Gruß des Engels. Im Laufe des Gesprächs erfährt Maria vom Engel: Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar gilt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich.

Ist dies der Impuls für die Antwort Mariens, die unmittelbar darauf folgt? Nun, die Magd des Herrn ahnt, dass Gottes Botschaft über Elisabet nicht nur beiläufig erwähnt wurde. Es handelt sich nicht um eine bloße Nachricht. Jedes Wort, das Gott durch seinen Engel mitteilt, hat einen tiefen Sinn. So eilt Maria zu Elisabet, weil Gott ihre Aufmerksamkeit auf die Verwandte gelenkt hat.

Nicht, weil sie neugierig ist, eilt Maria in das Bergland Judäas, als ob sie gleichsam die Worte des Engels überprüfen möchte. Auch nicht um zu helfen, begibt sich Maria so rasch zu Elisabet. Bei solchen Überlegungen gehen wir zu sehr von unseren Erfahrungen aus. Wir Menschen sind für gewöhnlich neugierig, sensationslüstern, geschwätzig. Nicht um sich mit Elisabet auszusprechen, macht sich Maria auf den Weg, der manchmal gar zu idyllenhaft beschrieben wird: Maria durch ein Dornwald ging . . . Phantasiereich durchaus, aber unwahrscheinlich und durch die Heilige Schrift nicht belegt.

Der eilige Gang Mariens zu Elisabet zeigt ihren Gehorsam Gott gegenüber, der ihren Geist auf Elisabet hin gelenkt hat. Wie hellhörig sind wir, wenn wir nach dem Willen Gottes in unserem Leben forschen? Der heilige Benedikt spricht vom Gehorsam, ohne zu zögern. Am Beispiel Mariens können wir lernen, wie wesentlich es ist, sich rasch dem Willen Gottes zu fügen, der sich im Heiligen Geist mitteilt. Die Überraschung setzt sich fort. Als Elisabet den Gruß Mariens vernimmt, hüpft das Kind vor Freude in ihrem Leib. Die Mutter spürt diese freudige Regung und wird vom Heiligen Geist erfüllt. Maria tut nichts Außergewöhnliches, sie grüßt. Und doch geschieht bei ihrem Gruß etwas Wunderbares. Durch den Gottmenschen, den sie unter ihrem Herzen trägt, heiligt Maria Johannes. Johannes wird im gleichen Augenblick zum größten aller Propheten erwählt, zum Vorläufer des Gotteslammes, das er erst im Jordan taufen soll.

Aus der Gesinnung des Glaubensgehorsams heraus hat Maria ihr erstes Werk erfüllt. Es ist ein Werk der Gnadenvermittlung derer, die der Engel „voll der Gnade" begrüßt hatte. Hier ist Maria ganz Typus der Kirche. Auch die Kirche ist erwählt, berufen und gesandt, die Fülle der Gnade hinauszutragen bis an die Enden der Erde, und in der Kirche ein jeder von uns. Dass die Gnade gleichsam wirksam wurde, als Maria grüßte, hat eine tiefe Bedeutung. Das rechte Verhalten der Gottesboten beginnt mit einem freundlichen Gruß. Jesus mahnt seine Jünger, zuerst zu grüßen: Der Friede sei mit euch! (Mt 10, 12). Nicht menschliche Hilfe und Belehrung bringen die Jünger, sondern Jesus selbst. „Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf" (Mt 10, 40).

Wo der Bote Gottes aufgenommen wird, wo die Gnade angenommen wird, kommt es zum Lobpreis Gottes. Elisabet preist Maria wegen ihres Glaubens, dessen Früchte sie eben erfahren hat. Maria stimmt ein und formuliert das Magnifikat, diesen Lobpreis, den die Kirche jeden Tag zur Vesper singt, in den auch wir einstimmen.

Lied: Den Herren will ich loben (GL 395, 1)

Dank

V Gott, wir danken dir, dass dein Heiliger Geist Maria zu Elisabet führte.

A Selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

V Gott, wir danken dir, dass du Johannes beim Gruß Mariens geheiligt und zum Propheten berufen hast.

A Selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

V Gott, wir danken dir, dass du Elisabet beim Gruß Mariens mit deinem Heiligen Geist erfüllt hast.

A Selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

V Gott, wir danken für deine Erlösungstat und für dein Erbarmen, das Maria im Magnifikat preist.

A Selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

V Gott, wir danken dir für die Kirche, die in Maria ihr Urbild erkennt.

A Selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

 

Gebet

V Gott, du hast Maria den beschwerlichen Weg zu Elisabet geführt. Bei ihrem Gruß hast du Johannes geheiligt und zum Propheten berufen, der deinem menschgewordenen Sohn den Weg bereiten sollte. Bei ihrem Gruß hast du Elisabet mit deinem Heiligen Geist erfüllt. Erfülle auch uns mit deinem Geist, dass wir den Menschen unserer Zeit in prophetischer Weise die Fülle des Heiles vermitteln können, Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. A Amen.

 

Lied: Den Herren will ich loben (GL 395, 2)

Hymnus

V Wir preisen dich, du aller Menschen Schwester, als Mutter Jesu Christi, unseres Herrn.

A Gepriesen seist du, Jungfrau, gnadenvolle!

Dein Gott, der Hocherhab'ne, ist mit dir.

V Du bist die Hochgelobteste der Frauen; an Schönheit kommt dir keine andre gleich.

A Denn deine Schönheit ruht in deiner Seele; von dorten strahlt sie in dein Wesen ein.

V Der Tau der Anmut liegt auf deinen Lippen, und deine Stirne kränzt der Demut Glanz.

A Du hast Gerechtigkeit und Recht geliebet; Gehorsam, Liebe, Treue zierten dich.

V Der Wille Gottes war dir Lebensodem und deine Haltung: Gottergebenheit.

A Wie schön bist du im Tugendglanz der Keuschheit! Licht ohne Schatten, reinster Bergkristall!

V Du Ruhstatt, eines Gottessohnes würdig, durch keinen Hauch von Sünd' und Schuld entweiht!

A Gebenedeit vor allem sei drum Jesus, des Heil'gen Geists und ihres Leibes Frucht.

V Herr, dass wir dies Geheimnis glauben können, gib Demut uns, dazu ein reines Herz!

A Denn nur die Reinen schauen solch ein Wunder; nur aus der Reinheit blüht Erkenntnis auf.

V Drum, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, die wir belastet sind durch manche Schuld!

A Bitt' Gott den Vater, dass wir Gnade finden bei ihm, dess' Auge alles schaut und kennt.

V Bitt' Gott den Sohn, dass er die Kraft uns mehre, ihm nachzufolgen auf dem ganzen Weg.

A Bitt' Gott den Heil'gen Geist, dass er erfülle die Herzen uns mit Glaubensfreud' und -mut.

V Es lockt die Welt; es gaukelt die Versuchung ein Scheinglück listig unsern Blicken vor.

A Es ist wie eh und je, dass seelenblendend verbotne Frucht am Lebenswege winkt.

V Maria, hilf! Damit wir nicht vertrauen dem Irrlicht, dessen Heim der Abgrund ist.

A Und steh als Mutter hilfreich uns zur Seite, zur Stund', wo unser Aug' im Tod erlischt.

V Dem Vater, Sohn und Heil'gen Geist sei Ehre so wie im Anfang, nun und immerdar!

(aus Kaspar Kiermaier, Marienpsalter)

 

Bitten

V Gepriesen sei Jesus Christus, unser Erlöser, den Maria zu Elisabet getragen hat. Zu ihm wollen wir beten:

V/A Heilige uns auf die Fürsprache deiner Mutter.

V Ewiges Wort, auf die Botschaft des Engels hin eilte Maria zu Elisabet. Mach uns hellhörig für deinen Willen und entschlossen beim Gehorsam gegen dich.

A Heilige uns auf die Fürsprache deiner Mutter.

V Herr und Heiland, Johannes hüpfte vor Freude im Schoß seiner Mutter, als Maria ihren Gruß entbot.

Mach uns zu Boten der Freude und des Friedens.

A Heilige uns auf die Fürsprache deiner Mutter.

V Sohn des lebendigen Gottes, Elisabet hat Maria als die Mutter ihres Herrn erkannt. Lass uns Maria als deine und unsere Mutter erkennen.

A Heilige uns auf die Fürsprache deiner Mutter.

V Herr und Erlöser, bei der Begegnung mit Elisabet sang Maria den Lobpreis der Größe Gottes. Lass auch uns täglich deine Güte preisen.

A Heilige uns auf die Fürsprache deiner Mutter.

 

Lied: Den Herren will ich loben (GL 395, 3)

Rosenkranzgebet

Gott, als Elisabet den Gruß Mariens vernahm, hüpfte ihr Kind Johannes voll Freude in ihrem Leib. Elisabet selbst wurde vom Heiligen Geist erfüllt, vom gleichen Geist, der Maria angeregt hatte, die beschwerliche Reise nach Judäa auf sich zu nehmen. Du selbst wolltest Maria mitwirken lassen an der Heiligung und Berufung des Vorläufers deines Sohnes. Erleuchte uns und gib uns die Gnade, dass auch wir deinen Willen erfüllen.

2. Geheimnis des freudenreichen Rosenkranzes: Jesus, den du, o Jungfrau, zu Elisabet getragen hast.

Schlussgebet

Allmächtiger, ewiger Gott, vom Heiligen Geist geführt, eilte Maria, die deinen Sohn in ihrem Schoß trug, zu ihrer Verwandten Elisabet. Hilf auch uns, den Eingebungen deines Geistes zu folgen, damit wir vereint mit Maria deine Größe preisen.

Segen

V Der Herr segne und behüte euch; der Herr lasse sein Angesicht über euch leuchten und sei euch gnädig; er wende euch sein Antlitz zu und schenke euch seinen Frieden! Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. A Amen.

Lied: Maria, Mutter unsres Herrn (GL 530, 1—4)

Mittwoch, 15. Mai 2019

Maiandacht Maria, hat Jesus geboren, der uns das Reich Gottes verkündet hat


Kreuzzeichen
Eröffnungsgebet:
Wenn wir hier zum Gebet versammelt sind, können wir darauf vertrauen, dass Christus der Auferstandene unter uns ist. Er der verheißen hat: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.” So beten wir gemeinsam:

V/ A Er ist wahrhaft unter uns.
- Der Herr ist in unserer Mitte. (A Er ist wahrhaft unter uns.)
- Jesus Christus ist bei uns, weil wir in seinem Namen versammelt sind.
- Jesus Christus ist bei uns, weil wir auf sein Wort hören.
- Jesus Christus ist bei uns, wenn wir uns für die Schwachen einsetzen.
- Jesus Christus ist bei uns, wenn wir seinen Namen im Leben verkünden.
- Der Herr ist in unserer Mitte.

Gruß an die Mutter Gottes:
Wir freuen uns über die Gegenwart des Herrn in unserer Mitte und grüßen auch die Gottesmutter. Ihr galt in besonderer Weise die Zusage des Engels: Der Herr ist mit Dir! Wiederholen wir diese Zusage, und denken wir daran, dass auch wir dazu berufen sind, in der Gemeinschaft mit Christus zu leben. Wir beten:

V/ A Der Herr ist mit Dir.
V Gegrüßet seist du, Maria. (A Der Herr ist mit Dir.)
-        Gegrüßet seist du, Maria, du bist voll der Gnade
-        Gegrüßet seist du, Maria, du bist voller Hoffnung
-        Gegrüßet seist du, Maria, du bist voller Sehnsucht
-        Gegrüßet seist du, Maria, du bist voller Zuversicht
-        Gegrüßet seist du, Maria, du bist voller Begeisterung
-        Gegrüßet seist du, Maria, du bist erfüllt mit Vertrauen
-        Gegrüßet seist du, Maria, du bist erfüllt mit Gottesfurcht
-        Gegrüßet seist du, Maria, du bist erfüllt mit Liebe
-        Gegrüßet seist du, Maria, du bist die Mutter der Kirche

Marienlied: „Gegrüßet seist Du Königin 
Hinführung zum Rosenkranzgeheimnis: „Jesus, der uns das Reich Gottes verkündet hat.”

Wir betrachten das Geheimnis: Jesus, der uns das Reich Gottes verkündet hat. Dieses lichtvolle Geheimnis geht auf die Predigt Jesu zurück, mit der er das Kommen des Reiches Gottes ankündigt und zur Bekehrung aufruft. Er lässt denen die Sünden nach, die sich ihm mit Vertrauen nähern. Zu diesem Herrn, zu diesem Gott dürfen wir umkehren. Dann wächst das Reich Gottes unter uns. Dann wächst das Reich des Friedens unter uns. Dann beginnt eine Zeit der Versöhnung und der gegenseitigen Achtung. Gott ist unterwegs zu uns. Hören wir der Evangelist Markus davon berichtet:
„Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!”

Taizé-Halleluja:
1. Gehet nicht auf in den Sorgen dieser Welt, / suchet zuerst Gottes Herrschaft / und alles andere wird euch dazu geschenkt. / Halleluja, Halleluja.

Besinnungstext:
Wenn es um das Kommen des Reiches Gottes geht,
dann haben unsere Eitelkeiten keinen Platz.
Wenn es um das Kommen des Reiches Gottes geht,
dann habe nicht nur ich gute Ideen.

Wenn es um das Kommen des Reiches Gottes geht,
dann gibt es kein Oben und Unten, kein Gescheiter und Dümmer.
Wenn es um das Kommen des Reiches Gottes geht,
dann teilt Gott auch durch Kinder sein Wort mit.

Wenn es um das Kommen des Reiches Gottes geht,
dann werden auch Unsympathische bedeutsam.
Wenn es um das Kommen des Reiches Gottes geht,
dann muss ich mit Veränderungen in meinem Leben rechnen.

Wenn es um das Kommen des Reiches Gottes geht,
dann geht es um das Leben aller Menschen.
Wenn es um das Kommen des Reiches Gottes geht,
dann geht es auch um mich.

Fürbitten:
Vater im Himmel, Jesus Christus, hat uns das Evangelium vom Reich Gottes verkündet. Seine Botschaft ist eine Botschaft der Liebe und des Vertrauens, denn sie kündet von Dir, dem Heiligen und Guten. Mit Maria kommen wir zu Dir und rufen:

V/A Dein Reich komme!
-        Wenn unser Glaube schwach wird,
-        Wenn unsere Hoffnung verloren geht,
-        Wenn unsere Liebe schwindet,
-        Wenn wir Dir nicht mehr vertrauen können,
-        Wenn wir den Sinn des Lebens verlieren,
-        Wenn wir ziellos sind,
-        Wenn Krankheit uns plagt,
-        Wenn wir Gewalt anwenden,
-        Wenn wir nicht mehr beten können,

Vater unser

Gott, Du bist der Ursprung und Ziel unseres Lebens.
Von Dir erwarten wir alles.
Wir danken Dir für Maria, die Mutter deines Sohnes.
Wir verehren Sie, denn Sie ist Urbild für unseren Glauben.
Sie führt uns zu Jesus Christus, deinen geliebten Sohn.
Er hat uns gelehrt Dich als unseren Vater anzusprechen. So beten wir: Vater unser ...

Segen:
Herr, segne meine Hände,
dass sie behutsam seien,
dass sie halten können, ohne zur Fessel zu werden,
dass sie geben können ohne Berechnung,
dass ihnen innewohnt die Kraft, zu trösten und zu segnen.

 Herr, segne meine Augen,
dass sie Bedürftigkeit wahrnehmen,
dass sie das Unscheinbare nicht übersehen,
dass sie hindurchschauen durch das Vordergründige,
dass andere sich wohlfühlen können unter meinem Blick.

Herr, segne meine Ohren,
dass sie deine Stimme zu erhorchen vermögen,
dass sie hellhörig seien für die Stimmen der Not,
dass sie verschlossen seien für Lärm und Geschwätz,
dass sie das Unbequeme nicht überhören.

Herr, segne meinen Mund,
dass er dich bezeuge,
dass nichts von ihm ausgehe, was verletzt und zerstört,
dass er heilende Worte spreche,
dass er Anvertrautes bewahre.

Herr, segne mein Herz,
dass es Wohnstätte sei für deinen Geist,
dass es Wärme schenken und bergen kann,
dass es reich sei an Vergebung,
dass es Leid und Freude teilen kann.

So segne uns der barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der heilige Geist. Amen.

Schlusslied: Rosenkranzkönigin

MARIA MUTTER DER KIRCHE


MAIANDACHT - MARIA MUTTER DER KIRCHE 

Lied: GL 795,1-2
Liturgischer Gruß und Gebet
Heiliger dreifaltiger Gott, Du hast uns heute in Deine Nähe gerufen und dafür danken wir Dir. Wir brauchen das Licht Deiner Wahrheit und die ermutigende Kraft Deiner Verheißung. Du schenkst sie uns vor allem in Jesus Christus. Du schenkst uns Dein Licht und Deine Kraft aber auch durch das lebendige Zeugnis vieler Menschen, die Jesus nachfolgten. So blicken wir jetzt auf Maria, die Mutter der Kirche.

Einführung
Wenn wir uns versammeln, dann ist Jesus in unserer Mitte. Wir versammeln uns als pilgernde Kirche als Glaubende, die sich auf dem Weg zu Gott bemühen. Zur Gemeinschaft der Heiligen – wie Paulus die Gläubigen nennt – gehören auch jene, die ihren Lebensweg bereits vollendet haben. Zu unserer Kirche gehört die unzählbare Schar der Heiligen, die mit besonderer Hingabe dem Herrn dienten. Die Krone, die Königin aller Heiligen, ist Maria die Gottesmutter, die Braut des Heiligen Geistes, die der Herr am Kreuz seiner Kirche geschenkt hat. Am Pfingsttag war Maria in der Schar der Apostel und Jünger, Sie ist inmitten der Kirche als leuchtendes Zeichen und als mächtige Fürbitterin.

Lied: GL  795, 3+4
Gebet: Lasst uns gemeinsam beten (Alle)

Gott, du hast den Aposteln und Jüngern, die mit der Mutter Jesu im Gebet versammelt waren, den Heiligen Geist gesandt und am Pfingsttag deine Kirche gegründet. Höre auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria. Mach auch uns bereit, die Gabe deines Geistes zu empfangen, uns deine Herrlichkeit in Wort und Tat zu verkünden. Darum bitten wir durch Jesus Christus deinen Sohn unseren Herrn. Amen.

Schriftlesung: Apg. 1,12-14; 2,1-4
Die Apostel kehrten nach Jerusalem zurück von dem Berg, der Ölberg heißt und nahe bei Jerusalem liegt, einen Sabbatweg entfernt. Und als sie in die Stadt kamen, gingen sie in das Obergemach hinauf, wo sie nun ständig blieben. Petrus und Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus der Sohn des Alphäus und Simon, der Zelot, und Judas, der Sohn des Jakobus. Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und mit Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.

Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da erhob sich plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt und erfüllte das ganze Haus, in dem sie weilten. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; und der Heilige Geist ließ sich auf jeden von ihnen nieder. Alle wurden mit heiligem Geist erfüllt und begannen in fremden Zungen zu reden, wie der Geist ihnen zu verkünden eingab.

Betrachtung:
Im neuen Testament heißt es oft, dass die gläubige Gemeinde, d.h. die Kirche, im Heiligen Geist versammelt sei. D.h. der Hl. Geist ist das Lebensprinzip der Kirche.

Was bedeutet das? Zwei Vergleiche mögen das klarmachen: Denken wir an einen Baum: Im Frühling, Sommer und Herbst bewirkt seine innewohnende Lebenskraft staunenswerte Dinge: Junge Triebe, Blüten, Blätter, Früchte. Noch staunenswerter ist das Leben des menschlichen Leibes. Das Wunder des Lebens bewirkt Wachstum, das Funktionieren der Organe, vor allem aber Geist, Gefühle, Sehnsucht und Freude.

Liebe zum Mitmenschen und vieles andere. 
Der Heilige Geist wurde am Pfingstfest das Lebensprinzip der Kirche. In seiner Kraft wächst alles, was in der Gemeinschaft und in jedem Gläubigen, im Getauften und Gefirmten geschieht. Das erste Wirken des Heiligen Geistes für die Kirche geschah, als der Engel Maria die Botschaft brachte, dass sie Muttergottes werden sollte. In Maria und ihrem göttlichen Kind erleben wir die Kirche. Sie ist kein Fremdkörper. Sie gehört dazu, zur Kirche, zu uns. Unsere Marienverehrung ist ein Bekenntnis zu Jesus unserem Herrn und Erlöser und ein Bekenntnis zu unserer Kirche.

Seitdem hat Maria einen zentralen Platz inmitten der Jünger-Gemeinde. Wir denken in Stille nach, wie der Heilige Geist in uns wirkt und uns alle verbindet. Er vereinigt uns auch mit Maria unserem Vorbild und unserer Helferin. Der Lebensstrom des Heiligen Geistes bewirkt die Kirche, sein Zeichen, die feurigen Zungen sollen auch uns entflammen.

Lied:  GL  347, 1-2

Wenn wir an Maria denken – erinnern wir uns heute der Frauen, bekannter und unbekannter, die zu ihrer Zeit ihre Kraft und ihre Begabungen genutzt haben, um die Welt zu verändern.
Kehrvers gesungen: Ave, ave, ave Maria, ave, ave, ave Maria.

Wenn wir an Maria denken – erinnern wir uns an unsere Mütter und Großmütter, deren Leben das unsere ermöglicht hat.
Kehrvers: Ave, ave, ave Maria, ave, ave, ave Maria.

Wenn wir an Maria denken – erinnern wir uns an Frauen wie Maria Goretti, Edith Stein und Sophie Scholl, die Opfer der Gewalt wurden.
Kehrvers: Ave, ave, ave Maria, ave, ave, ave Maria.

Wenn wir an Maria denken – erinnern wir uns an Frauen wie Mutter Theresa, die sich der Ärmsten der Armen annehmen, Kranke pflegen und sich der Müllmenschen erbarmen.
Kehrvers: Ave, ave, ave Maria, ave, ave, ave Maria.

Wenn wir an Maria denken – denken wir an die Frauen, die Pionierinnen in ihrem Bereich sein müssen, in der Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, in der Wissenschaft, in der Kirche und überall.
Kehrvers: Ave, ave, ave Maria, ave, ave, ave Maria.

Wenn wir an Maria denken – denken wir an die Menschen, die sich der Fürsprache Marias anvertrauen.
Kehrvers: Ave, ave, ave Maria, ave, ave, ave Maria.

Gebet: (Alle)
Gedenke, gütige Jungfrau Maria, es ist noch nie gehört worden, dass jemand, der zu dir seine Zuflucht genommen, deine Hilfe angerufen und um deine Fürbitte gefleht, von dir verlassen worden sei. Von solchem Vertrauen beseelt, nehme ich zu dir meine Zuflucht, Mutter Jesu Christi und Jungfrau der Jungfrauen. Zu dir komme ich, vor dir stehe ich als armer sündiger Mensch. Mutter des ewigen Wortes, verschmähe nicht meine Worte, sondern höre mich gnädig an und erhöre mich. Amen.

Gesätz vom glorreichen Rosenkranz: Jesus erfüllt die Kirche mit dem Heiligen Geist. Wir bitten mit Maria, dass der Heilige Geist unser Leben immer mehr umwandle und erfülle. Gegrüßet seist du, Maria…Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat.

Gebet:
Z: Herr Jesus Christus, du bist in unserer Mitte. Du wurdest Mensch aus Maria, der Jungfrau und brachtest uns Gottes Gnade und Güte. Wir loben dich und danken dir, dass du durch deine Menschwerdung unser menschliches Leben geteilt und geheiligt hast.

V: Herr Jesus Christus, du hast dein irdisches Leben im Schoß Mariens begonnen – Wir loben dich. A: Wir preisen dich.

V: Du hast dich der Liebe und Sorge der Mutter Maria anvertraut – Wir loben dich. A: Wir preisen dich.

V: Die Liebe zur Mutter war für dich nicht unvereinbar mit dem Gehorsam gegenüber dem Willen deines Vaters im Himmel – Wir loben dich. A: Wir preisen dich.

V: Du warst im Haus von Nazaret deinen Eltern gehorsam und hast dich in den Alltag des menschlichen Lebens eingefügt. – Wir loben dich. A: Wir preisen dich.

V: Auf die Bitten deiner Mutter hast du in Kana den Brautleuten geholfen und deine Herrlichkeit geoffenbart. – Wir loben dich. A: Wir preisen dich.

V: Am Kreuz hast du deine Mutter der ganzen Kirche zur Mutter gegeben. – Wir loben dich.  A: Wir preisen dich.

V: Du hast Maria verherrlicht und in ihr alle Frauen und Mütter geehrt. – Wir loben dich. A: Wir preisen dich.

Z: Herr Jesus Christus, wir danken dir für Maria, unsere himmlische Mutter. Wir danken dir aber auch für alle unsere Mütter, in denen uns die göttliche Liebe und Güte offenbar wird. Lass sie für uns immer neu ein Zeichen sein, dass unser Leben in Gott geborgen ist. Der du lebst und herrschst in Ewigkeit. A: Amen.

Segen:

Abschlusslied: Segne Du, Maria GL 535 

Samstag, 11. Mai 2019

Maria, Mutter vom guten Rat, Begleiterin auf meinem Lebensweg


Maria, Mutter vom guten Rat, Begleiterin auf meinem Lebensweg

Hinführung:
Wir alle sind auf dem Weg, gehen dem Ziel unseres Lebens entgegen.
Wenn es schon im alltäglichen Leben für mich wichtig ist, dass ich mich orientieren muss, bevor ich aufbreche, damit ich mich nicht verlaufe und das Ziel nicht verfehle, so gilt das auch für mein Lebensziel. Noch wichtiger scheint es zu sein, dass ich einen guten Begleiter auf dem Weg habe, der den Weg vielleicht schon kennt und mich auf gefahrvolle Strecken des Weges aufmerksam machen kann und mit mir geht.
Ist es das Ziel unseres Lebensweges, zum Vater zu kommen, endgültig in Seiner Gegenwart zu leben, mit Christus den Vater zu loben und zu lieben, wer sollte uns da besser auf dem Weg begleiten als Maria?
An Hand der biblischen Erzählung von der Hochzeit zu Kana kann uns aufleuchten, wie Maria immer wieder hilfreich in unser Leben hineinwirkt, was sie uns als Hilfe für unseren Lebensweg anbietet.
Lassen wir uns in dieser Maiandacht die Augen dafür öffnen und beginnen wir den Gottesdienst:
Liturgische Eröffnung: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Grüßen wir Maria, die Mutter mit dem Lied O Maria, sei gegrüßt (GL 523)
Gebet: Gott, unser Vater, du hast Maria erwählt, die Mutter deines Sohnes zu werden und Jesus auf seinem Lebensweg zu begleiten. Sie hat — wie kein anderer Mensch — am Leben Jesu teilgenommen, ist ihm bis zum letzten Augenblick seines Lebens gefolgt, und unter dem Kreuz hat Jesus sie uns allen zur Mutter geschenkt.
Ja, wir dürfen uns in allen Phasen unseres Lebens von Maria, unserer Mutter, begleitet wissen und vertrauen, dass sie uns mit ihrem guten Rat auf unseren nächsten Schritt, der uns zum Heile dient, aufmerksam macht. So danken wir dir, guter Vater, für ihre Wegbegleitung alle Tage unseres Lebens. Amen.

Lied: Meerstern ich dich grüße (GL 524, 1+2)
Evangelium: Joh 2, 1-12
Am dritten Tag fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen. Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder fasste ungefähr hundert Liter. Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand. Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm. Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Da ließ er den Bräutigam rufen und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zu viel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit und seine Jünger glaubten an ihn.

Meditation:
Ich bin als Gast zu der Hochzeit eingeladen, und es ergibt sich, dass ich ganz in der Nähe von Jesus sitze. Was würde ich ihm sagen? Was würde Jesus mir sagen, was würde er mir ans Herz legen?
Ich bekomme die Not der Gastgeber mit, dass der Wein ausgegangen ist.
Kenne ich solche Situationen in meinem Leben, in denen ich mich bedürftig fühle, einen Mangel in mir spüre? Was geht mir manchmal aus?
Bei der Feier in Kana wendet sich Maria an ihren Sohn und weist auf die Notsituation der Gastgeber hin. Sie traut ihm zu, dass er die Not wenden kann. Was wird Maria im Blick auf meine Situation sagen? Maria hört das hart klingende Wort Jesu: Was willst du von mir? Aber es erschüttert nicht ihr Vertrauen in ihren Sohn, so dass sie den Dienern den guten Rat geben kann: „Was er euch sagt, das tut.' Wie klingt dieser Rat in meinem Herzen? Was wird Jesus mir sagen?
Ja, es ist einfach erstaunlich, dass Jesus jetzt die Diener um einen schlichten Dienst bittet: Füllt die Krüge mit Wasser! Die Krüge, die für die alltägliche Reinigung bereitstehen, sind leer, sie sollen sie mit dem, was sie gerade haben, füllen, es dem Herrn zur Verfügung stellen, und dann kann das Wunder geschehen. Kann ich glauben, dass Jesus auch im meinem Leben das wandeln wird, was ich ihm in dem Krug meines Lebens anbiete?
Es scheint nicht unbedeutend zu sein, dass Maria bei der Hochzeit zu Kana uns mit ihrem guten Rat die Augen dafür öffnet, worauf es in unserem Leben wirklich ankommt: Was er uns sagt, zu tun
Gott selber kann dann in den leeren Krügen meines Lebens das Wunder wirken und es verwandeln, sodass mein Leben immer kostbarer wird.

Gebet:
Lass unser Leben reifen, Gott, du bist die Fülle, all unsere Quellen entspringen in dir, auch die Liebe, du bist die Fülle und wir die Leere, wir haben viele leere Krüge, oft geht uns der Wein aus, der Wein der Menschenfreundlichkeit, der Wein des Erbarmens, der Wein des Wohlwollens. Oft geht uns der Wein aus, und wir müssen mit Wasser, mit Essig leben, und dann wird das Leben zur Hölle, und wir sind getrennt.

Und so bitten wir dich, Gott, hilf uns, dass wir alles tun, die leeren Krüge voll zu schöpfen, nicht halb, sondern bis zum Rand Gott, wenn wir alles getan haben, was wir tun konnten, dann lass du das Wunder geschehen, lass du dann sich wandeln Trauer in Freude Verzweiflung in Hoffnung, Totes in Lebendiges.

Gott, lass unser Leben reifen mit den Jahren, wie der Wein reift, lass den Wein unseres Lebens immer besser, immer kostbarer werden. Amen.

Rosenkranz: Jesus, der sich bei der Hochzeit zu Kana offenbart hat

Lied: Mutter Gottes, wir rufen zu dir (GL 568,1-2)

Maria kann uns immer wieder aufmerksam machen auf ein erfülltes Leben, sie kann uns gleichsam mit ihrem Rat die Augen für das Wesentliche im Leben öffnen.

Ein Text unserer Tage sagt es so: Spielregel

Wenn die Krüge in eurem leben leer sind

Wenn euer Leben leer ist dann tut was er euch sagt tut was zu tun ist tut was ihr könnt das einfachste von der Welt.
Gebt was ihr habt – nie sollen wir etwas halb tun, sondern ganz bis zum Rand sollen wir die leeren Krüge füllen mit dem was wir haben vielleicht mit unseren Tränen mit unseren Ängsten mit unserer Traurigkeit wer nicht an ein Wunder glaubt ist kein Realist ohne Wunder geht kein Leben.
 
Gebet:
Ja, Herr, lass uns an das Wunder glauben, dass du heute unter uns wirken möchtest, dann können wir dich mit Maria loben und preisen — wie sie es im Magnificat getan hat:
Lied: Den Herren will ich loben (GL 395)
Segenswunsch:


Lassen wir uns zum Schluss des Gottesdienstes Gottes Segen für den nächsten Schritt auf unserem Lebensweg zusagen: Weg-segen
 Gott segne deinen weg die sicheren und die tastenden Schritte die einsamen und die begleiteten die großen und die kleinen. 
Gott segne dich auf deinem Weg mit Atem über die nächste Biegung hinaus
mit unermüdlicher Hoffnung, die vom Ziel singt, das sie nicht sieht;
mit dem Mut stehen zu bleiben und der Kraft weiterzugehen.
 
Gottes Segen umhülle dich auf deinem Weg wie ein bergendes Zelt.
Gottes Segen nähre dich auf deinem Weg wie das Brot und der Wein.
Gottes Segen leuchte dir auf deinem weg wie das Feuer in der Nacht.
Geh im Segen und gesegnet bist du;
Segen wirst du; Segen bist du; ein Segen wohin dich der Weg auch führt.






So segne uns der gute Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen
 



 

 

 

 




 











 
 
 
 
 
 



Maiandacht

  Marienandacht V          Allmächtiger Vater, wir preisen dich und danken dir, dass du Maria so wunderbar begnadet hast; sie ist die unve...