Donnerstag, 17. Dezember 2020

Bussandacht Dezember 2020

 

ERÖFFNUNG

Eingangslied: „Wir sagen euch an den lieben Advent" (GL 223,1—4).

Einführung

Wir stehen in der Vorbereitungszeit auf Weihnachten. Heute haben wir uns versammelt, um uns Zeit zu nehmen für Besinnung und Buße. Zu Beginn dieser Feier wollen wir beten:

Gebet zur Eröffnung

Gott, unser Vater, wir kommen zu dir, weil du uns mit liebenden Augen ansiehst. Du siehst, was gut läuft in unserem Leben und du siehst, was wir falsch machen, weil du uns kennst. Vor dir stehen wir und bitten dich in dieser Feier um Vergebung und um die Kraft, jeden Tag neu zu beginnen, der du lebst und herrschst in Ewigkeit.

 

FEIER DES WORTES GOTTES

Evangelium: Mt 3,1-9

Das Auftreten des Täufers1 In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa: 2 Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. 3 Er war es, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat: Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen! 4 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften; Heuschrecken und wilder Honig waren seine Nahrung. 5 Die Leute von Jerusalem und ganz Judäa und aus der ganzen Jordangegend zogen zu ihm hinaus; 6 sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. 7 Als Johannes sah, dass viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Zorngericht entrinnen könnt? 8 Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt, 9 und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen dem Abraham Kinder erwecken. 10 Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. 11 Ich taufe euch mit Wasser zur Umkehr. Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich und ich bin es nicht wert, ihm die Sandalen auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. 12 Schon hält er die Schaufel in der Hand; und er wird seine Tenne reinigen und den Weizen in seine Scheune sammeln; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.

 Ansprache: In dem 2010 herausgegebenen Katechismus für Jugendliche „Youcat" findet sich eine gelungene Definition des Wortes Buße. Dort heißt es unter der Nummer Nr. 230: „[...] Buße wird oft falsch verstanden. Sie hat nichts mit Selbstbeschimpfung und Skrupulantentum zu tun. Buße ist kein Brüten darüber, was ich für ein schlechter Mensch bin. Buße befreit und ermutigt uns, neu anzufangen." Buße bedeutet also Neuanfang. Neuanfang ist auch das Thema des soeben gehörten Textes aus dem Evangelium. Johannes ruft zur Umkehr auf. Wir sollen dem Herrn einen Weg bereiten in der Wüste unseres Daseins. Wir sollen von Neuem beginnen.

Advent bedeutet Ankunft. Gemeint ist zunächst nicht, dass wir selbst etwas tun müssen, sondern im Gegenteil, es bedeutet, dass Gott uns entgegenkommt, dass Gott einen neuen Anfang schaffen möchte. So geht Neuanfang, so geht Buße. Dieser Neuanfang geschieht dort, wo ich Gott, mich selbst und meine Mitmenschen durch die Augen Gottes zu sehen beginne, also gleichsam, bildlich gesprochen, durch die Brille Gottes schaue. Wer durch Gottes Brille sieht, der lernt einen Blick der Barmherzigkeit, einen Blick der Liebe aufzusetzen.

Wenn wir mit diesem Blick der Liebe auf unser eigenes Leben schauen, dann erkennen wir, dass nicht immer alles gut läuft, dass nicht immer alles rosarot ist. Das, was uns von Gott, von unseren Mitmenschen, von uns selbst trennt, das nennen wir Sünde. Mutter Teresa hat einmal gesagt: „Einige Heilige haben sich als schlimme Verbrecher bezeichnet, denn sie sahen Gott, sie sahen sich selbst — und sie sahen den Unterschied."

Wir brauchen Reinigung, wir müssen unsere Brillen saubermachen, um einen neuen Anfang zu wagen. Die Beichte ist sozusagen dieses Brillenputztuch, das uns wieder klarsehen lässt, das uns hilft, wieder mit Gottes Augen, durch seine Brille zu sehen, damit wir jene Frucht der Umkehr hervorbringen, von der Johannes der Täufer spricht.

Diese Versöhnung mit Gott, mit unseren Mitmenschen und mit uns selbst kann in der Beichte gelingen. Sie ist wie eine liebende Umarmung, die Umarmung eines liebenden Vaters, der dich annimmt und in dessen Armen dir bewusstwird, was du nicht gut gemacht hast. In dieser Umarmung Gottes geschieht Heil in deinem Leben, in dieser Umarmung wird es Advent, in dieser Umarmung kannst du neu anfangen, in dieser Umarmung kommt Gott in dein Leben! (Stille)

FEIER DES ERBARMEN GOTTES

Gewissenserforschung

Einige Fragen zur Gewissenserforschung sollen uns helfen, unser Leben zu betrachten:

Wie lebe ich mit Gott?

Danke ich ihm für mein Leben? Bete ich?

Wie lebe ich in meiner Familie?

Wie bin ich zu meinen Eltern, zu meinen Kindern, zu meinen Geschwistern?

Wofür kann ich ihnen dankbar sein?

War ich gegenüber anderen ungerecht oder gemein?

Bin ich neidisch oder eifersüchtig?

Wie lebe ich am Arbeitsplatz oder in der Schule?

Wie bin ich zu meinen Kollegen, zu meinen Mitschülern - fair oder unfair?

Erledige ich meine Aufgaben sorgfältig?

Helfe ich anderen?

Habe ich andere verspottet, ihnen wehgetan oder sie fertiggemacht?

Wie lebe ich in der Freizeit?

Habe ich andere ausgeschlossen, benachteiligt oder ausgetrickst? Sitze ich zu lange vor dem Computer, dem Fernseher, dem Smartphone?

Wie verhalte ich mich in der digitalen Welt?

Habe ich absichtlich etwas kaputt gemacht?

Gibt es noch etwas, was mich sehr beschäftigt?

Was ist mein größter und häufigster Fehler?

Was nehme ich mir besonders vor?

Was möchte ich besser machen?

Wo brauche ich einen Neuanfang?

Gemeinsames Schuldbekenntnis

L: Nicht immer ist unser Leben gut, nicht immer werden wir uns selber, unseren Mitmenschen und Gott gerecht. Bekennen wir vor Gott und einander unsere Schuld und unser Versagen:

A: Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn. (GL 582,4)

 Vergebungsbitte

Der Herr erbarme sich unser, er nehme von uns Sünde und Schuld, damit wir mit frohem und freiem Herzen das Fest der Menschwerdung Gottes erwarten. Das erbitten wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn.

 FÜRBITTEN UND ABSCHLUSS

Z.: Lasst uns beten zu Jesus Christus, der gekommen ist, um uns Menschen einen neuen Anfang zu schenken: V: Komm, Herr Jesus. A: Komm, Herr Jesus.

 Für alle Menschen, die keine Hoffnung haben.

 Für alle Menschen, die neu anfangen möchten.

Für alle Menschen, die krank, einsam oder traurig sind.

Für alle Menschen, denen es schwerfällt, Buße zu tun.

 Für alle Menschen, an die niemand mehr denkt.

Herr Jesus Christus, du lehrst uns, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Wir danken dir für deine Nähe und Güte, die du uns immer wieder schenkst. Dir sei Lob und Ehre in Ewigkeit.

 Zum Vaterunser

Jesus selbst hat uns gelehrt, wie wir Gott ansprechen dürfen. Wir dürfen ihn Vater nennen, ihm unsere Freuden und Sorgen, unser Gelingen und Versagen bringen. Wir wollen nun beten, wie Jesu seine Jünger zu beten gelehrt hat: Vater unser im Himmel ...

Der Bußgottesdienst ersetzt die Beichte nicht, sondern bereitet darauf gut vor. Daher laden wir zum Sakrament der Versöhnung ein. Beichtgelegenheit ist hier anschließend… Danken wir Gott. Er vergibt uns die Sünden. Singen wir das große Danklied, das einst Maria angestimmt hat, als sie von Elisabeth der Mutter des Johannes begrüßt worden war.

 Gesang                          Den Herren will ich loben                              GL 395

Segensgebet

Der Herr sei vor dir, um dir den rechten Weg zu zeigen.

Der Herr sei neben dir, um dich in die Arme zu schließen und dich zu schützen vor Gefahren.

Der Herr sei hinter dir, um dich zu bewahren vor der Heimtücke des Bösen.

Der Herr sei unter dir, um dich aufzufangen, wenn du fällst.

Der Herr sei in dir, um dich zu trösten, wenn du traurig bist.

Der Herr sei um dich herum, um dich zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen.

Der Herr sei über dir, um dich zu segnen.

Dienstag, 26. Mai 2020

Maria im Gebet mit den Jüngern

Maria im Gebet mit den Jüngern
Lied: - Lobpreis des dreifaltigen Gottes:
Z Lob und Dank sei dem dreifaltigen Gott, der uns die Jungfrau Maria gegeben hat als die Mutter voll der Gnade, mit der Sonne umkleidet, den Mond zu ihren Füßen und über ihrem Haupt einen geheimnisvollen Kranz von zwölf Sternen. - A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit.
Z Lob und Dank sei Gott, dem Vater, der Sie zu seiner Tochter auserwählte.
- A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit.
Z Gelobt sei Gott der Vater, der sie vorher bestimmte zur Mutter seines göttlichen Sohnes. - A Lob und Dank …
Gelobt sei Gott der Vater, der sie bei ihrer Empfängnis bewahrte vor jeder Sünde. – Lob und Dank ..
Gelobt sei Gott der Vater, der sie bei ihrer Geburt ausstattete mit den höchsten Vorzügen. -
Gelobt sei Gott der Vater, der ihr als Gefährten und reinsten Bräutigam den heiligen Josef gab. -
Z Lob und Dank sei Gort, dem Sohn, der sie zu seiner Mutter erwählte. - A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit.
Z Gelobt sei Gott der Sohn, der Mensch wurde in ihrem Schoß. - A Lob und Dank…
Gelobt sei Gott der Sohn, der von ihr geboren wurde. -
Gelobt sei Gott der Sohn, der als Kind von ihr erzogen werden wollte. 

Gelobt sei Gott der Sohn, der ihr den geheimnisvollen Ratschluss der Welterlösung offenbarte. -
Z Lob und Dank sei Gott, dem Heiligen Geist, der sie als Braut erwählte.
- A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit.
Z Gelobt sei der Heilige Geist, der ihr seine Liebe offenbarte. - A Lob und Dank…
Gelobt sei der Heilige Geist, durch dessen Wirken sie zugleich Jungfrau und Mutter war. -

Gelobt sei der Heilige Geist, durch dessen Kratt sie ein lebendiger Tempel des dreifaltigen Gottes wurde. -
Gelobt sei der Heilige durch den sie über alle Geschöpfe erhoben wurde. —
Z Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
A wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit/ und in Ewigkeit. Amen.

Lied:
Marianisches Kerngebet:

Ich grüße dich, Mutter, jeden Tag. / Ich grüße dich auf all meinen Wegen. / Ich bitte dich um Eingebung und Kraft, / um meine irdischen Pflichten recht zu erfüllen, / um Gott zu loben und die ewige Seligkeit zu erlangen. / Maria, ich will wie du in Betlehem und auf Golgota immer bei Jesus bleiben. / Er ist der unsterbliche König aller Zeiten und Völker. (Gebet von Papst Johannes XXIII)
Hinweis Thema

Wie die Jünger im Abendmahlsaal nach der Himmelfahrt des Herrn haben wir uns versammelt, um zu beten. Wir wenden uns an Maria, dass sie — wie damals in Jerusalem - heute auch unser Gebet begleite. Wir beten mit Maria um den Heiligen Geist, um die Kraft des göttlichen Beistands für die Kirche.
Schriftlesung (Apg. 1,12-14)
Wir hören eine Lesung aus der Apostelgeschichte.
Dann kehrten die Apostel vom Ölberg, der nur einen von Jerusalem entfernt ist, nach Jerusalem zurück. Als sie in die Stadt kamen, gingen sie in das Obergemach hinauf, wo sie nun ständig blieben: Petrus und Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon, der Zelot, sowie Judas, der Sohn des Jakobus. Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und mit Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.

Lied: Der Geist des Herrn erfüllt das All 
Betrachtung:
Die Apostelgeschichte berichtet, dass Maria mit den Aposteln und anderen Jüngern nach der Himmelfahrt Jesu sich zum gemeinsamen Gebet versammelt hatten. Wenn wir den Bericht aus der Apostelgeschichte weiterlesen, entdecken wir Parallelen zur Kirche heute. Da Wird beraten, gewählt und Aufgaben werden verteilt. Doch voraus geht die Bemerkung, dass „alle einmütig im Gebet verharrten". Die Jüngergemeinde darf sich nicht in Diskussionen, Planungen und Aktivitäten verlieren. Sie braucht zuerst die innere Kraft, die uns aus der Begegnung mit Gott im Gebet geschenkt wird. Das Entscheidende müssen wir von Gott selbst erwarten. Oft machen wir uns Gedanken um die Kirche, um ihr Wirken in unserer Zeit, um die nur schwer verwirklichende Einheit.
Wir wünschen uns die Kraft der ersten Stunde, wie sie sieh nach dem Pfingstereignis in Jerusalem zeigte. Damals gingen Tage des Wartens und des Gebetes voraus. Müsste nicht diese Haltung Mariens im Kreise der Jünger uns auch heute darauf hinweisen, dass wir unsere ganze Hoffnung zuerst auf Gott setzen? Gott kann nur dann durch uns in die Welt hineinwirken, wenn wir uns im Gebet seinem Geist öffnen.
Gebet zu Maria
Z Lasset uns beten zu Maria, unserer Mutter und Fürsprecherin.
V Für die heilige Kirche Gottes auf ihrem Weg durch die Zeit — A Erbitte Gottes Segen.
V Für unseren Heiligen Vater in seinem Amt der Leitung und im Dienst an der Einheit der Kirche —
A Erbitte Gottes Segen.
V Für unseren Bischof N. und die Gemeinschaft der Bischöfe. -
Für unsere Priester und alle, die zum Dienst in der Seelsorge berufen sind —
Für alle, die sich auf eine Aufgabe in der Kirche vorbereiten. -
Für alle, die in unserer Pfarre eine besondere Aufgabe übernommen haben. –

Für alle Missionare, Bruder und Schwestern sowie für die Entwicklungshelfer. —
Für alle Christen, die in der Diaspora leben. —
Für alle mutigen Bekenner und jene, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden. —
Für uns alle, die wir versuchen, den Glauben zu leben. —
Für unsere Pfarrgemeinden in Stadt und Land. —
Für unsere Gruppen, Arbeitskreise und alle, die sich um eine Erneuerung des Glaubens bemühen.

Für unser Volk und seine Politiker. —
Für die Eheleute und die Familien. —
Für die Kinder und die Jugend. - 
Für die Lehrer und Erzieher. —
Für die Alten und Einsamen. —
Für unsere Kranken und Sterbenden. —
Für die Suchenden und Verzweifelten. —
Für alle Lauen und Gleichgültigen. —
Für alle ausländischen Arbeitnehmer und Flüchtlinge. —
Für unsere Arbeit und Erholung. —
Für unsere Felder und Fluren. —
Für alle Völker der Erde. —
Z Gott, unser Vater, du bist der Kraftquell aller, die auf dich hoffen, höre auf die Fürsprache der Mutter Maria unsere Bitten und erfülle sie durch Christus, unseren Herrn. A Amen.
Lied: 
— Aussetzung des Allerheiligsten —
Gebet zu Gott Vater

Z Gott, dein Sohn hat uns nicht allein gelassen in dieser Welt. Sein Geist lebt fort an seiner Gemeinde. Seine Gemeinde aber ist dort, wo Menschen offen sind für sein Wort und seinen Geist, wo Menschen anfangen, miteinander zu beten, wo ihr Gebet sie hellhörig macht für deinen Anspruch, wo sie ergriffen werden und offen bekennen: Unsere Mitte ist Jesus, dein Sohn, unser Bruder. Du aber bist unser einziger Vater!
Wo Menschen sich selbst vergessen und einander lieben, wo sie teilen mit dem, der weniger hat, wo sie „wir“ sagen und "unser", und nicht dauernd "ich" - dort ist Gemeinde, dort ist Kirche und dort bist auch du! Gott, lasse uns zu dieser Gemeinde gehören mit Maria und allen, die glauben, dass du groß bist und gut. A Amen.
Lied: Der Geist des Herrn erfüllt das All
Fürbitten
Z Einmütig mit Maria, der Mutter Jesu, beteten die Apostel im Abendmahlsaal um den Heiligen Geist für die junge Kirche, Im Vertrauen auf ihre Fürsprache wenden wir uns an Gott, unseren Vater:
V Ewiger Vater, der Engel brachte Marta die Botschaft, dass sie die Mutter des Erlösers werden sollte, und der Heilige Geist kam über sie.
A Gib allen, die die Frohe Botschaft zu verkünden haben, die Macht deines Geistes; / schenke allen, die dein Wort hören, / die Bereitschaft, es in ihrem Herzen zu bewahren.
V Wahrer Gott, du hast Maria die Gnade des Glaubens geschenkt.
A Mach deine Kirche zum unerschütterlichen Fels des Glaubens, / dass sie allen Völkern zum Zeichen des Heiles werde.
V Heiliger Gott, du hast in Maria Wohnung genommen.
A Komm und wohne auch heute in unserer Welt, führe zusammen die Gläubigen, / rufe die Ungläubigen / und gib allen Menschen guten Willen.

V Gott, du Hirt und Vater aller, du hast Maria zur Mitwirkung an der Erlösung berufen.
A Rufe auch heute Menschen, die bereit sind, / als Priester oder Ordensleute dir und den Menschen zu dienen.
V Gott des Erbarmens, du hast Maria an den Leiden deines Sohnes teilhaben lassen.
A Schau auf das Leid in der Welt: / Armut und Hunger, / Krankheit und Gebrechen, / Hass und Verfolgung, / Krieg und Terror; / lasse alles im Leiden Christi für die Kirche fruchtbar werden.
V Gott, Herr über Lebende und Toten, du hast Maria mit der Herrlichkeit des Himmels gekrönt.
A Schau auf unsere Verstorbenen / und schenke auch ihnen die Krone des Lebens. Uns aber, die wir noch unterwegs sind zu dir, / lasse dieses Ziel nie aus den Augen verlieren.
Z Allmächtiger, ewiger Gott, du hast auf Maria und die Apostel den Heiligen Geist ausgegossen. Stärke auch heute die Kirche mit der Kraft deines Geistes wie in jener Stunde des Aufbruchs und lass sie Maria, ihrem Urbild und Vorbild, immer ähnlicher werden. Durch Christus, unseren Herrn. A Amen.
Tantum ergo

Eucharistischer Segen
Wenn kein eucharistischer Segen erteilt werden kann:
Segensbitte
Z Wir bitten um Gottes Segen. -
Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, segne uns mit allem Segen seines Geistes. A Amen.
Z Er schenke uns die Gnade, als seine Söhne und Töchter zu leben. A Amen.
Z Er führe uns zum Heil und zur Vollendung. A Amen.
Z Das gewähre uns der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. A Amen.

 

Maria in der Erwartung des Heiligen Geistes


Maria in der Erwartung des Heiligen Geistes

Lied: Komm, Heiliger Geist, der Leben schafft
Lobpreis des dreifaltigen Gottes

Z Gott Vater im Himmel, wir preisen dich für alles, was du geschaffen hast. Wir preisen dich besonders für Maria, die du zur Mutter deines Sohnes erwählt hast. Sie ist unsere Fürsprecherin an deinem Thron. Mit ihr kommen wir voll Vertrauen zu dir.
A Zu dir, Vater, rufen wir mit Maria.
Z Gott Sohn, Erlöser der Welt, wir danken dir, dass du Maria zu deiner Mutter gemacht hast. Sie hat dir das Leben geschenkt. Sie hat das Wort Gottes gläubig gehört und befolgt. So ist sie unsere Mutter und unser Vorbild geworden.
A Durch dich, Christus, beten wir mit Maria.
Z Gott Heiliger Geist, du hast Maria mit der Kraft des Höchsten überschattet. So hat sie den Sohn Gottes zur Welt gebracht. Auch uns erfüllst du mit deiner Kraft, damit wir Christus sichtbar machen in dieser Welt.
A In dir, Heiliger Geist, singen wir mit Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn, / und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Z Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
A Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, / und sein Name ist heilig.

Lied:
Marianisches Kerngebet:

Unter deinen Schutz und Schirm; fliehen wir, o hei­lige Gottesgebärerin. Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten, sondern errette uns jederzeit aus allen Gefahren; O du glorwürdige und gebene­deite Jungfrau; unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin. Führe uns zu deinem Sohne, empfiehl uns deinem Sohne, stelle uns vor deinem Sohne.

Hinweis zum Thema
Jesus hat seiner Kirche immer wieder den Heiligen Geist versprochen: „Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll... Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, er wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe" (Joh. 14,16 und 26). Diesen Geist hat Maria mit den Jüngern in gläubigem Gebet erwartet. Sie wusste, welche Bedeutung dem Gebet um den Heiligen Geist zukommt, sie wusste auch, dass dieses Gebet zu allen Zeiten Erhörung findet.


Schriftlesung
Wir hören eine Lesung aus der Apostelgeschichte.
Die Apostel kehrten vom Ölberg nach Jerusalem zurück. Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und mit Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern. Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. Die Menschen gerieten außer sich und waren ratlos. Die einen sagten zueinander: Was hat das zu bedeuten? Andere aber spotteten: Sie sind vom süßen Wein betrunken. Alle, die gläubig geworden waren, bildeten eine Gemeinschaft und hatten alles gemeinsam. Sie lobten Gott und waren beim ganzen Volk beliebt.

Lied:
Betrachtung
Maria, die Mutter Jesu ist unter dem Kreuz die Mutter des Johannes und unser aller Mutter geworden. Sie ist in den Tagen vor der Herabkunft des Heiligen Geistes bei den Aposteln.
So erfüllt sie ihre Aufgabe in der neuen Familie Gottes, die durch die Apostel und die heiligen Frauen und einige Verwandte Jesu vertreten ist. Es ist die Gemeinschaft der Glaubenden und Betenden. Das Gebet und die Anwesenheit Mariens unter den Aposteln
sind wesentlich für die Vorbereitung des Pfingstereignisses. Das machtvolle Kommen des Heiligen Geistes ist vorbereitet durch dieses Gebet und das sehnende Erwarten Mariens, die eins ist mit der ganzen Gemeinschaft der Glaubenden. „Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt. « (Apg 2,4). Die im Obergemach versammelte junge Kirche hatte bereits den österlichen Glauben; sie hatte noch nicht die ganze Macht des Heiligen Geistes erfahren.

Aber in ihrer Mitte war Maria die als die Mutter des Erlösers von Anfang an vom Geist Gottes geheiligt war. Der biblische Bericht erwähnt ausdrücklich, dass am Pfingstfest nicht nur die Apostel versammelt waren, sondern mit ihnen Maria, fromme Frauen und andere Gläubige. Der Heilige Geist kam auf alle herab. Die ganze Kirche ist pfingstliche Kirche, mit dem Heiligen Geist getauft und gesalbt. Auch heute müssen wir unser Beten und Hoffen mit Maria, der Königin der Apostel, vereinigen. Nur so können wir das erhoffte neue Pfingstereignis der Kirche erleben, von dem Papst Johannes XXIII. in tiefem Glauben gesprochen hat. Gibt die Kirche Maria ihre Ehre und ihren Platz, dann wird sie wahrhaft zu einem Haus des Gebetes. Sie wird zur Quelle der Freude für alle Völker, und sie lernt immer mehr die Anbetung Gottes im Geist und in der Wahrheit.

Gebet zu Maria
V Gegrüßet seist du, Maria, denn du bist nicht nur Jesu Mutter, du bist unter dem Kreuz auch die Mutter seiner Brüder geworden.
A Gegrüßet seist du, Maria, / denn du nimmst seine letzten Worte ernst, / du schenkst deine Mutterschaft der ganzen Gemeinde.
V Gegrüßet seist du, Maria, denn du bleibst bei den Jüngern, du betest mit ihnen, du wartest mit ihnen auf seinen Geist.
A Gegrüßet seist du, Marla, / denn du hoffst wider alle Hoffnung, / die Kraft deiner Hoffnung reißt die Jünger mit.
V Gegrüßet seist du, Maria, denn du bist offen für den Gottes Geist. So wirst du zuerst Mutter Gottes und dann unsere Mutter.
A Gegrüßet seist du Maria, / denn du bist Urbild der Kirche. / Nur wenn sie offen ist für den Geist,/ werden ihr Söhne und Töchter geschenkt.

Lied:
— Aussetzung des Allerheiligsten —
Gebet zu Gott Vater
Z Herr, unser Gott, du schenkst uns die Kraft des Geistes Christi, der auf geheimnisvolle Weise die Kirche heiligt und eint. Du hast uns berufen, Zeugnis zu geben von der Botschaft Christi, von seiner Liebe, von seinem Tod und seiner Auferstehung. Erneuere uns in diesem Geist. Hilf uns, lebendige Glieder der Kirche zu sein, damit wir dich verherrlichen durch Christus im Heiligen Geist. Lass uns unter der Führung des Geistes dir und den Menschen dienen wie Maria, die demütige Magd. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn, A Amen.

Lied: 
Bitte um das Kommen des Heiligen Geistes
V Heiliger Gott, du bist gekommen und hast in Maria Wohnung genommen,
A Komm und wohne auch in uns durch deinen Heiligen Geist, / auf dass wir immer mehr zu Tempeln werden, / die durch deine Gegenwart geheiligt sind. -

V Sende aus deinen Geist,
A und das Antlitz der Erde wird neu.

V Gott, du unser Meister, du hast Maria die Gnade lebendigen Glaubens verliehen. Sie hat dein Wort mit dem Vertrauen der gehorsamen und hingabebereiten Magd angenommen.
A Mach uns zu treuen Knechten, / die unerschütterlich an deine Verheißungen glauben. –


V Sende aus deinen Geist,
A und das Antlitz der Erde wird neu.

V Gott der Liebe, du hast die Jungfrau Maria zu deiner Mutter gemacht. Sie ist gesegnet unter den Frauen und wird von allen Geschlechtern seliggepriesen.
A Erneuere in uns den Glauben an deinen Sohn, / der wahrer Gott und wahrer Mensch ist, / und lasse uns dankbar sein für das Wunder der Menschwerdung deines Sohnes. -

V Sende deinen Geist,
A und das Antlitz der Erde wird neu.

V Gott der Herrlichkeit, du hast durch die Ankunft des Messias deine demütige Magd Maria mit große Freude erfüllt. In ihrem Lobpreis hat sie dir dafür gedankt.
A Brich unseren Stolz und mach uns bescheiden, / damit wir auch in Not und Entbehrung die wahre Kraft und den wirklichen Reichtum finden. –


V Sende aus deinen Geist,
A und das Antlitz der Erde wird neu.
V Gott des Erbarmens, du hast Maria an den Leiden deines Sohnes teilhaben lassen. So durfte sie mitwirken an der Erlösung der Welt.
A Sei uns, nahe, wenn Wir um Jesu willen leiden. / Lass uns in unserem irdischen Leben das ergänzen, /  was an den Leiden Christi noch fehlt / für den Leib Christi, der die Kirche ist.
V Sende deinen Geist,
A und das Antlitz der Erde wird neu.
V Gott, unser Vater, du hast Mann zum Bild der Kirche gemacht. Du hast Sie unter dem Kreuz dem Jünger — und damit auch uns — zur Mutter gegeben.
A Schenke uns in der Kirche brüderliche Gemeinschaft und gegenseitiges Vertrauen, dass durch unser Mitwirken die Kirche ihren Auftrag erfüllt und der Mutter Maria, ihrem Vorbild, ähnlich wird.

V Sende aus deinen Geist,
A und das Antlitz der Erde wird neu.

Lied:

Eucharistischer Segen

Wenn kenn eucharistischer Segen erteilt werden kann:
Segensbitte

Z Wir bitten um Gottes Segen. -
Es segne uns Gott, der Maria und die Jünger mit dem Heiligen Geist erfüllt hat. A Amen.
Z Er schenke uns die Freude des Heiligen Geistes und den Reichtum seiner Gaben. A Amen.
Z Das Feuer des Heiligen Geistes läutere uns, seine Wahrheit führe uns, seine Kraft geleite uns vom Glauben zum Schauen. A Amen.
Z Das gewähre uns der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. A Amen.

Lied: O Maria, sei gegrüßt

 

Freitag, 22. Mai 2020

PFINGSTNOVENE MIT DEM Youcat

PFINGSTNOVENE MIT DEM JUGENDKATECHISMUS

(9 Tage v. Fr. nach Christi Himmelfahrt bis Pfingsten)

Das Gebet umfasst vier Bereiche unserer christlichen Berufung
(die vier Gebete sind der St. Pöltner Pfingstnovene
entnommen): Zuerst den Dank dafür, dass Gott uns ins Leben
gerufen hat. Dann die Berufung durch die Taufe zum Leben als
Christ. Als Drittes die spezielle Berufung jedes Einzelnen mit
seinen besonderen Fähigkeiten (Charismen). Und schließlich
die Berufung zum Dienst in der Kirche, besonders zum Priester
und zum Ordensleben. Täglich wird das Berufungsgebet am Anfang und die Litanei
zum Heiligen Geist am Ende gebetet (Rückseite).

Guter Gott, du hast uns ins Leben gerufen. Lass uns dieses Geschenk in großer Dankbarkeit und Freude annehmen. Segne die Eltern und Familien, die dem Leben ihr Jawort geben. Stärke die Lehrer und Erzieher, wenn sie junge Menschen auf ihrem Weg begleiten. Mache uns zu Anwälten des Lebens, wo immer es Stütze braucht.
Herr Jesus Christus, du hast uns zum Glauben in der Gemeinschaft der Kirche berufen. Schenke uns den Mut, dir auf dem Weg zu folgen, den du uns führst. Belebe deine
Kirche und stärke die Gemeinschaft aller Getauften. Mache uns zu glaubwürdigen Zeugen deiner Liebe. Lass uns ein Segen sein füreinander und für die Welt.

Heiliger Geist, du erleuchtest unsere Herzen, damit wir unsere Berufung erkennen. Ermutige uns, auf den leisen Ruf unseres Herzens zu hören. Schärfe unser Bewusstsein, dass jeder
Mensch für dich wertvoll ist. Hilf uns, deine Gaben zu entdecken und unsere Talente zu entfalten. Zeige uns den Platz, an dem du uns brauchst.

Dreieiniger Gott, die Kirche braucht Männer und Frauen, die dem Evangelium ihr Gesicht geben. Darum bitten wir dich: Rufe viele Menschen in die verschiedenen Dienste der Kirche.
Bestärke vor allem jene, die sich als Priester oder Ordenschristen mit ihrem ganzen Leben für die Frohe Botschaft einsetzen. Sei uns nahe, wenn Zweifel kommen, und sende deinen Heiligen Geist, damit viele vom Evangelium berührt werden. Schenke uns den Mut, unseren Lebensweg
mit dir zu gehen, und das Vertrauen, dir zu dienen.


1 Was heißt: Ich glaube an den Heiligen Geist?

An den Heiligen Geist glauben heißt, ihn ebenso als Gott anzubeten wie den Vater und
den Sohn. Es heißt daran glauben, dass der Heilige Geist in unser Herz kommt, damit wir
als Kinder Gottes unseren Vater im Himmel erkennen. Vom Geist Gottes bewegt, können
wir das Angesicht der Erde verändern. Vor seinem Tod hatte Jesus den Jüngern
versprochen, ihnen einen „anderen Beistand“ (Joh 14,16) schicken, wenn er nicht mehr bei
ihnen sein würde. Als dann über die Jünger der Urkirche der Heilige Geist ausgegossen wurde,
erfuhren sie, was Jesus gemeint hatte. Sie erlebten eine tiefe Sicherheit und Freude im
Glauben und erhielten bestimmte Charismen; d. h. sie konnten prophezeien, heilen und Wunder
wirken. Bis heute gibt es in der Kirche Menschen, die solche Gaben haben und diese Erfahrungen
machen.

2 Welche Rolle spielt der Heilige Geist im Leben Jesu?
Ohne den Heiligen Geist kann man Jesus nicht verstehen. Wie nirgends sonst zeigte
sich in seinem Leben die Anwesenheit des Geistes Gottes, den wir den Heiligen Geist
nennen. Es war der Heilige Geist, der Jesus im Schoß der Jungfrau Maria ins Leben rief (Mt
1,18), ihn als geliebten Sohn bestätigte ( Lk 4,16-19), ihn leitete (Mk 1,12) und ihn belebte bis ans
Ende (Joh 19,30). Am Kreuz hauchte Jesus den Geist aus. Nach seiner Auferstehung spendete er
seinen Jüngern den Heiligen Geist (Joh 20,20).
Damit ging der Geist Jesu auf seine Kirche über: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich
Euch.“ (Joh 20,21).

3 Unter welchen Namen und Zeichen erscheint der Heilige Geist?
Auf Jesus kommt der Heilige Geist in Gestalt einer Taube herab. Die ersten Christen
erfahren den Heiligen Geist wie eine heilende Salbe, wie lebendiges Wasser, wie
brausenden Sturm oder wie flammendes Feuer. Jesus Christus selbst spricht vom
Beistand, Tröster, Lehrer und Geist der Wahrheit. In den Sakramenten der Kirche wird
der Heilige Geist durch Handauflegung und Salbung mit Öl geschenkt. Der Frieden, den
Gott mit den Menschen nach der Sintflut schloss, wurde Noach durch das Erscheinen einer Taube
angezeigt. Auch die heidnische Antike kannte die Taube als Sinnbild für Liebe. So verstanden die
frühen Christen sofort, warum der Heilige Geist, die Person gewordene Liebe Gottes, in Gestalt
einer Taube auf Jesus herabkam, als er sich im Jordan taufen ließ. Heute ist die Taube das
weltweit anerkannte Zeichen für Frieden und eines der großen Symbole für die Versöhnung
des Menschen mit Gott (vgl. Gen 8, 10-11).

4 Was heißt: Der Heilige Geist hat „gesprochen durch die Propheten“?
Gott hat schon im Alten Bund Männer und Frauen mit Geist erfüllt, so dass sie ihre
Stimme für Gott erhoben, in seinem Namen sprachen und das Volk auf das Kommen des
Messias vorbereiteten. Im Alten Bund suchte Gott Männer und Frauen aus, die bereit waren, sich von ihm zu Tröstern, Führern und Mahnern für sein Volk machen zu lassen. Es war der Geist Gottes, der durch den Mund von Jesaja, Jeremia, Ezechiel und anderen Propheten sprach. Johannes der Täufer, der letzte dieser Propheten, sah nicht nur das Kommen des Messias voraus. Er ist ihm noch
begegnet und hat ihn als den Befreier von der Macht der Sünde verkündigt.

5 Wie konnte der Heilige Geist in, mit und durch Maria wirken?
Maria war total ansprechbar und offen für Gott (Lk 1,38). So konnte sie durch das
Wirken des Heiligen Geistes die „Mutter Gottes“ werden – und als Mutter Christi auch
die Mutter der Christen, ja die Mutter aller Menschen. Maria ermöglichte dem Heiligen Geist das Wunder aller Wunder: die Menschwerdung Gottes. Sie gab Gott ihr Jawort: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie Du es gesagt hast“ (Lk 1,38). Vom Heiligen Geist gestärkt, ging sie mit Jesus durch dick und dünn, bis unter das Kreuz. Dort hat Jesus sie uns allen zur Mutter gegeben (Joh
19,25-27).



6 Was geschah an Pfingsten?

Fünfzig Tage nach seiner Auferstehung schickte der Herr vom Himmel her den Heiligen Geist auf seine Jünger herab. Die Zeit der Kirche begann. Am Pfingsttag machte der Heilige Geist aus angstbesetzten Aposteln mutige Zeugen Christi. In kürzester Zeit ließen sich Tausende taufen: Es war die Geburtsstunde der Kirche. Das Sprachenwunder von Pfingsten zeigt, dass die Kirche von Anfang an für alle da ist; sie ist universal (lat. für das griech.
katholisch) und missionarisch. Sie spricht zu allen Menschen, überwindet ethnische und
sprachliche Grenzen und kann von allen verstanden werden. Bis heute ist der Heilige Geist das Lebenselixier der Kirche.

7 Was tut der Heilige Geist in der Kirche?

Der Heilige Geist baut die Kirche auf und treibt sie an. Er erinnert sie an ihre Mission. Er beruft Menschen in ihren Dienst und schenkt ihnen die nötigen Gaben. Er führt uns immer tiefer in die Gemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott.
Auch wenn die Kirche in ihrer langen Geschichte oft „von allen guten Geistern verlassen“ schien,
so ist der Heilige Geist trotz aller Fehler und menschlichen Unzulänglichkeiten in ihr am Werk.
Allein ihre 2000-jährige Existenz und die vielen Heiligen aller Epochen und Kulturen sind der
sichtbare Beweis seiner Gegenwart. Der Heilige Geist ist es, der die Kirche als ganze in der
Wahrheit hält und sie immer tiefer in die Erkenntnis Gottes führt. Es ist der Heilige Geist,
der in den Sakramente wirkt und die Heilige Schrift für uns lebendig macht. Menschen, die
sich ihm ganz öffnen, beschenkt er auch heute mit seinen Gnadengaben (Charismen).

8 Was tut der Heilige Geist in meinem Leben?

Der Heilige Geist öffnet mich für Gott; er lehrt mich beten und hilft mir, für andere da zu
sein. „Der stille Gast unserer Seele“ - so nennt Augustinus den Heiligen Geist. Wer ihn spüren
will, muss still werden. Oft spricht dieser Gast sehr leise in uns und mit uns, etwa in der Stimme
unseres Gewissens oder durch andere innere und äußere Impulse. „Tempel des Heiligen
Geistes“ sein heißt: mit Leib und Seele da sein für diesen Gast, für Gott in uns. Unser Leib ist
also gewissermaßen das Wohnzimmer Gottes. Je mehr wir uns dem Heiligen Geist in uns
öffnen, desto mehr wird er zum Lehrmeister unseres Lebens, desto eher schenkt er uns auch
heute seine Charismen zum Aufbau der Kirche. So wachsen in uns, statt der Werke des
Fleisches, die „Früchte des Geistes“.

9 Was geschieht in der Firmung?

In der Firmung wird der Seele eines getauften Christen ein unverlierbares Siegel aufgeprägt,
das man nur einmal empfangen kann und das diesen Menschen für immer als Christen
prägt. Die Gabe des Heiligen Geistes ist die Kraft von oben, in der dieser Mensch die
Gnade seiner Taufe durch sein Leben wahr macht und „Zeuge“ für Christus ist. Sich
firmen lassen heißt mit Gott einen „Vertrag“ machen. Der Firmling sagt: Ja, ich glaube an
dich, mein Gott, gib mir deinen Heiligen Geist, dass ich dir ganz gehöre, niemals von dir
getrennt werde und dich mein ganzes Leben hindurch mit Leib und Seele, in Taten und
Worten, in guten und bösen Tagen bezeuge. Und Gott sagt: Ja, ich glaube auch an dich, mein Kind
– und ich werde dir meinen Geist, ja mich selber schenken. Ich werde ganz dir gehören. Ich werde
mich in diesem und im ewigen Leben niemals von dir trennen. Ich werde in deinem Leib und
deiner Seele, in deinen Taten und Worten sein. Selbst wenn du mich vergisst, werde ich doch da
sein – in guten wie in schlechten Tagen.

Litanei zum Heiligen Geist

Herr, erbarme dich unser. Christus erbarme dich unser.
Herr, erbarme dich unser.
Christus, höre uns. Christus, erhöre uns.
Gott Vater im Himmel, erbarme dich unser.
Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme dich unser
Gott Heiliger Geist, erbarme dich unser.
Heiliger dreifaltiger Gott, erbarme dich unser
Heiliger Geist, der du vom Vater dem Sohne ausgehst,
 komm zu uns.
Heiliger Geist, dem Vater u. dem Sohne gleich, komm zu uns.
Gabe des Allerhöchsten, komm zu uns.
Quelle der Gnaden, komm zu uns.
Heiliges Feuer, komm zu uns.
Brennende Liebe, komm zu uns.
Geistliche Salbung der Seelen, komm zu uns.
Geist der Wahrheit, komm zu uns.
Geist der Weisheit und des Verstandes, komm zu uns.
Geist des Rates und der Stärke, komm zu uns.
Geist der Wissenschaft und der Frömmigkeit, komm zu uns.
Geist der Furcht des Herrn, komm zu uns.
Geist der Gnade und des Gebetes, komm zu uns.
Geist des Vertrauens, komm zu uns.
Geist der Sanftmut und der Demut, komm zu uns.
Geist des Friedens und der Geduld, komm zu uns.
Geist der Bescheidenheit und der Reinheit, komm zu uns.
Tröster Geist, komm zu uns.
Heiligmachender Geist, komm zu uns.
Geist des Herrn, der du das All erfüllst, komm zu uns.
Geist der Unfehlbarkeit, der du die Kirche leitest, komm zu uns.
Geist der Gotteskindschaft, komm zu uns.
Heiliger Geist, erhöre uns.
Erleuchte unsere Herzen mit deinem Licht, erhöre uns.
Entzünde unsere Herzen mit deiner Liebe, erhöre uns.
Mach uns stark und mutig im Glauben, erhöre uns.
Führe uns auf den Weg deiner Gebote, erhöre uns.
Mach uns fügsam für deine Eingebungen, erhöre uns.
Lehre uns beten und bete selbst in uns, erhöre uns.
Hilf uns, uns gegenseitig zu lieben u. zu ertragen, erhöre uns.
Umgib uns mit Liebe und Barmherzigkeit für jeden, erhöre uns.
Flöße uns Abscheu vor dem Bösen ein, erhöre uns.
Leite uns in der Übung des Guten, erhöre uns.
Sei du selbst unser ewiger Lohn, erhöre uns.

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, sende
uns deinen Heiligen Geist.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, gieße
die Gaben des Heiligen Geistes in unsere Seelen.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt,
gib uns den Geist der Weisheit und Frömmigkeit.

Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen.
Und entzünde in ihnen das Feuer deiner göttlichen Liebe.

Lasset uns beten: Dein Heiliger Geist, o Herr, erleuchte,
entflamme und reinige uns! Er durchdringe uns mit seinem
himmlischen Tau und mache uns fruchtbar an guten Werken.
Amen.

Maria Knotenlöserin, du bist voll der Gnade


Einleitung

Maria ist eine faszinierende Frau. Verschiedene Fest, die wir im Laufe des Jahres feiern, schaffen unterschiedliche Zugänge zu dieser Person und zeigen ihre Bedeutung in der Frömmigkeit auf. Ihr Vertrauen auf Gottes Anruf macht sie zu einer Fürsprecherin und „Mutter aller Glaubenden“.

In Maria begegnen wir einer bodenständigen Frau, die ein klares Ja zu Gottes Willen ausgesprochen hat. Maria zeichnet Hingabe, Treue, Vertrauen und Hilfsbereitschaft aus. Diese Haltung lässt sich mit Demut („humilitas“) beschreiben, was zusammenhängt mit „humus“, Erdboden, mit dem, was ganz unten ist. Als „Frau aus dem Volk“ erscheint Maria populär und bietet eine Vielzahl von Berührungspunkten an: als Tochter, Mutter, Schwester, Arbeiterin, Fürsprecherin und Wegweiserin. Das Bild der Knotenlöserin wird uns in dieser Maiandacht begleiten.

 Eröffnung

„Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. AMEN“

 Eröffnungslied: „Glorwürd´ge Königin, himmlische Frau“ – GL 963

Hinführung

L: Jeder von uns hat mit Knoten schon seine Erfahrungen gemacht. Kaum zieht man am falschen Schuhband, schon ist ein Knoten drin. Ein Knoten im Hals raubt mir die Luft und ich kann kaum sprechen. Mit Knoten kann ich etwas zusammenbinden und fest machen. Manche machen sich einen Knoten ins Taschentuch, um etwas Wichtiges nicht zu vergessen. Knoten aber wieder zu öffnen ist nicht immer leicht. Entweder gelingt es mit viel Geduld, manchmal reißt aber der Geduldsfaden und der Knoten wird einfach durchgeschnitten. Knoten in uns zu lösen braucht manchmal lange Zeit und einen langen Atem. Und manchmal brauche ich jemanden, der mir hilft meine Knoten zu lösen, weil ich alleine nicht mehr klar komme. Maria ist so eine Knotenlöserin, an die wir uns vertrauensvoll mit unseren „Knoten“ wenden können.

Maria Knotenlöserin

Maria war in ihrem Leben mit schwierigen Situationen konfrontiert und hat einige solcher Knoten erfahren. Wir wollen diese Situation mit Texten aus der Bibel in Verbindung bringen und auf diesem Hintergrund auf unser eigenes Leben schauen. Wer möchte kann bei jedem Impuls dazu einen Knoten in die Schnur machen – den persönlichen „Knoten“.

 Zwischen den Impulsen kann jeweils eine Strophe vom Marienlied „Maria, dich lieben ist allzeit mein Sinn“ –  GL 521 gesungen werden.

1.  Unverständnis

Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele zu Fall kommen und aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird, - und deine Seele wird ein Schwert durchdringen. 

(Lk 2,34-35) Wir denken an Situationen, wo wir auf Unverständnis gestoßen sind, wo wir verletzt wurden.

Kurze Stille zum Nachdenken. 521,1

 2.  Flucht nach Ägypten

Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, da erschien Josef im Traum ein Engel des Herrn und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten. Da stand Josef auf und floh in der Nacht mit dem Kind und dessen Mutter nach

Ägypten.                                                                                                                (Mt 2,13-14)

Wir denken an Situationen, wo wir auf der Flucht waren, vor uns selber oder vor anderen oder vor Aufgaben und Pflichten.

Kurze Stille zum Nachdenken. 521,2

 3.  Verlust

Dann suchten sie ihn bei Verwandten und Bekannten. Als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten nach ihm. Da geschah es, nach drei Tagen fanden sie

ihn im Tempel.                                                                                                      (Lk 2,44-46)

Wir denken an Situationen, wo wir etwas oder jemanden verloren haben, wo uns etwas Wichtiges abhandengekommen ist oder Träume zerschlagen wurden.

Kurze Stille zum Nachdenken. 521,3

 4.  Schmerz und Trauer

Es folgte ihm eine große Menge des Volkes, darunter auch Frauen, die um ihn klagten und weinten. Jesus wandte sich zu ihnen um und sagte: Töchter Jerusalems, weint nicht über mich; weint vielmehr über euch und eure Kinder!                                                 (Lk 23,27-28)

Wir denken an schmerzliche Situationen, die uns traurig gemacht haben, Wegstrecken, die schwer zu gehen waren, Pläne, die durchkreuzt wurden.

Kurze Stille zum Nachdenken. 521,4

5.  Tod

Bei dem Kreuz standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe dein Sohn!                                  (Joh 19, 26-26)

Wir denken an Situationen, wo etwas sterben musste, etwas, das uns lieb geworden ist oder auch an einen Menschen, den wir verloren haben.

Kurze Stille zum Nachdenken. 521,5

 
6.  Abschied

Die Frauen in seiner Nachfolge, die mit Jesus aus Galiläa gekommen waren, sahen das

Grab und wie der Leichnam bestattet wurde.                                               (Lk 23, 55)

Vielleicht gibt es in ihrem Leben noch einen weiteren „Knoten“, den sie noch hinzufügen möchten, eine Not, einen Schmerz ... 521,6

Kurze Stille zum Nachdenken. Legen wir geistlich in die Hände Mariens unsere Knoten im Vertrauen darauf, dass Gott die Knoten lösen und verwandeln möge. Wir beten miteinander im Wechsel das „Gegrüßet seist du Maria“:

 V: GEGRÜSSET SEIST DU, MARIA, VOLL DER GNADE! 

A: Ein Engel hat dich damals so gegrüßt, sagt die Bibel. So einen Engel hätte ich manchmal nötig, dass er mich wachrüttelt, wenn ich mit offenen Augen in den Tag träume und nicht merke, wo ich gebraucht werde.

 V: DER HERR IST MIT DIR.

A: Das heißt doch wohl: Gott ist dir ganz nah, weil du ihn einlässt. Wie ist das bei mir?

 V: DU BIST GEBENEDEIT UNTER DEN FRAUEN UND GEBENEDEIT IST DIE FRUCHT DEINES LEIBES, JESUS.

A: „Gebenedeit“? Ein eigenartiges WORT: Halb lateinisch, halb deutsch. Im Wörterbuch steht dafür: „gesegnet“. Gesegnet bist du, ist Jesus, dein Kind. Ein Segen für die ganze Menschheit!

 

V: HEILIGE MARIA, MUTTER GOTTES, BITTE FÜR UNS SÜNDER JETZT UND IN DER STUNDE UNSERES TODES. AMEN.

A: Leg ein gutes Wort für mich ein; denn ich weiß, dass ich nicht alles richtig mache im Leben. Bitte für mich und alle Menschen. Dann brauch ich weder vor dem Leben noch vor dem Tod Angst zu haben. Amen.

Lied: Stimmen wir ein in den Lobgesang Mariens auf die Größe des Herrn mit dem Lied 395 das „Magnifikat“ – ein Lobgesang auf die Größe des Herrn

  Unter dem Schutzmantel geborgen - Fürbitten

V: Maria ist für uns Fürsprecherin bei Gott. Wir können mit allen unseren Anliegen, Sorgen und Nöten zu ihr kommen und dürfen uns vertrauensvoll unter ihren Schutzmantel stellen.

Gott du hast die Mutter deines Sohnes auch uns zur Mutter gegeben, wir ehren sie als unsere

Königin und bitten dich im Vertrauen auf ihre Fürsprache:

1. Schenke uns Vertrauen und gehorsam, damit wir wie Maria deinen Willen erfüllen können.

2. Lass in allen Christen den Geist für Frieden und Abrüstung wachsen, durch Ablehnung jeder Form von Gewalt.

3. Hilf uns, dass uns die Not der Menschen zu Herzen geht, lass uns nicht gleichgültig werden gegenüber unseren Mitmenschen, die Hilfe brauchen.

4. Lass uns glaubwürdige Zeugen für unsere Kinder und Jugendlichen sein und ihnen so‚ den Sinn und die Schönheit des Lebens erfahrbar machen.

5. Gib, dass ältere‚ einsame und verlassene Menschen Hilfe und Zuwendung finden.

 
A  Heilige Maria, Mutter unseres Herrn Jesus Christus! Du bist die Auserwählte Gottes. Dich verehrt die Kirche als die Königin des Himmels und der Erde. Durch die gütige Fürbitte bei deinem göttlichen Sohn schenkst du den Kranken Gesundheit, den Betrübten Trost und den Verlassenen Hilfe. Ich bitte dich, sei auch mir eine gute Fürsprecherin, damit ich alle Schmerzen, Nöte und Widerwärtigkeiten geduldig und gottgefällig ertrage! Du kannst und willst mir helfen in meinen Anliegen, denn du bist auch meine Mutter. Amen.

 
Segen - „Freu dich du Himmelskönigin“ – GL 525

 L: Lasset uns beten (kurze Gebetsstille)

Allmächtiger Gott. Durch die Auferstehung deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, hast Du die Welt mit Jubel erfüllt. Lass uns durch Seine jungfräuliche Mutter Maria zur unvergänglichen Osterfreude gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.  A: Amen.


L: Guter Gott, wir glauben, dass du uns nahe bist, wie du Maria nahe warst.

Wir vertrauen, dass du uns begleitest, wie du Maria begleitet hast.

Wir hoffen, dass du uns stark machst, wie du Maria stark gemacht hast. So bitten wir dich, segne und beschütze uns, wie du Maria gesegnet hast, Du, der dreifaltige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. A: Amen.

 

V: Gelobt sei Jesus Christus. A: In Ewigkeit. AMEN  

Maiandacht

  Marienandacht V          Allmächtiger Vater, wir preisen dich und danken dir, dass du Maria so wunderbar begnadet hast; sie ist die unve...