Sonntag, 20. Dezember 2015


Die Feier des Hl. Abends in der Familie
Lied: "Tauet Himmel den Gerechten,/ Wolken regnet ihn herab!"
            rief das Volk in bangen Nächten, / 
dem Gott die Verheißung gab,/
            einst den Retter selbst zu sehen/ 
und zum Himmel einzugehen,/
            denn verschlossen war das Tor,/ 
bis der Heiland trat hervor.
 
 
Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
 Lied:
Es wird scho' glei dumpa, es wird scho' glei Nacht; / drum kim i zu dirber, mei'Heiland aufd Wocht.
Wü singa' a Liadl dem Liabling dem Gloan;  / du mogst jo net schlofn, i her di nur woan.
Hei hei, hei hei; schlof siaß herzliabs Kind.
 
Vergiß jetzt o´ Kinderl dein Kumma, dei Load, / daß du do muast leiden, im Stoll auf da Hoad;
Es ziem jo die Engerl dei Liegestott aus, / mecht schena net sein drin im König sein Haus.
Hei hei, hei bei; schlof siaß herzliabs Kind.
Gemeinsames Gebet:
Lieber Gott, wir haben uns die Kleinen und auch die Großen versammelt. Nach eher hektischen Wochen freuen wir uns nun auf das Fest der Geburt Jesu. In dieser Nacht wird Gott Mensch. In dieser Nacht wird deutlich, dass Gott den Menschen ganz nahe sein will. So bitten wir dich, guter Gott: Lass uns deine Gegenwart unter uns spüren. Lass uns erfahren, dass du mitten unter uns bist. Darum bitten wir dich durch Christus, unsern Bruder und Herrn. Amen.
Weihnachtsevangelium nach Lukas: 
In jenen Tagen erließ der Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. So zog auch Josef von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft und sie gebar einen Sohn. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel zu ihnen und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr. Der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in Bethlehem der Retter geboren, er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen. Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede dem Menschen. Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Bethlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ.
Lied: Ihr Kinderlein kommet
Ihr Kinderlein, kommet, o kommet doch all’! / Zur Krippe her kommet in Betlehems Stall
und seht, was in dieser hochheiligen Nacht / der Vater im Himmel für Freude uns macht.
Da liegt es – das Kindlein – auf Heu und auf Stroh; / Maria und Josef betrachten es froh;
die redlichen Hirten knie’n betend davor, / hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor.
 
Vater unser
Mit der Geburt von Jesus kam ein besonderer Geist in diese Welt, ein Geist, der die Menschen zu Brüdern und Schwestern macht. Wir alle sind Kinder des himmlischen Vaters im Himmel. Deshalb dürfen wir beten, wie Jesus selbst es uns beigebracht hat: Vater unser, im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden; unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Gegrüßet seist du Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes Jesus. Hl. Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
 
Wir beten gemeinsam: Jesus Christus, Jahr für Jahr nehmen wir uns vor, die Zeit des Advents bewusster zu leben. Doch wir treiben dahin in der Unruhe dieser Tage, im Strom der Zeit und der Menschen. Wir lassen uns hetzen von unseren Terminen und Gedanken. Wir setzen uns dem Druck aus, Weihnachten selber schaffen zu müssen. Dabei bist du es doch, der kommt und uns beschenken will. Herr, berühre uns mit deinem Frieden. Nimm uns unsere Ängste und Sorgen. Lass uns miteinander erfahren, dass du da bist, mitten unter uns. Amen.
Segen:
Es segne, behüte und begleite uns der allmächtige und liebende Gott: der Vater, und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
Stille Nacht, Heilige Nacht
1.Stille Nacht! Heilige Nacht! / Alles schläft. Einsam wacht
Nur das traute heilige Paar. / Holder Knab’ im lockigten Haar,
Schlafe in himmlischer Ruh! / Schlafe in himmlischer Ruh!
2.Stille Nacht! Heilige Nacht! / Hirten erst kundgemacht
Durch der Engel „Halleluja!“ / Tönt es laut bey Ferne und Nah:
„Jesus der Retter ist da!“ / „Jesus der Retter ist da!“
3.Stille Nacht, heilige Nacht! / Gottes Sohn, o wie lacht
Lieb aus deinem göttlichen Mund, / Da uns schlägt die rettende Stund,
Christ, in deiner Geburt, / Christ, in deiner Geburt.
Ein gesegnetes Weihnachtsfest wünsche ich euch allen!
 
 
 
 

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