Donnerstag, 3. Dezember 2015


Advent ist eine Zeit der Umkehr und der Buße, eine Zeit der Vorbereitung mit Fasten, Gebet und Anbetung. Ich habe heute die Hl. Messe allein gefeiert, ich habe heute die eucharistische Anbetung auch allein gehalten. Die Menschen wissen leider nicht wie wichtig das ist, und traurig ist das die Christkatholiken in meiner Pfarre (ca. 1600) leider nicht die Nähe Gottes im Gebet und Sakrament eifrig suchen. Ich habe aber für meine Pfarrgemeinde gebetet und Jesus um Verzeihung und Erbarmen angefleht. Maranatha - Komm, Herr Jesus und rette uns. Hl. Franz Xaver bitte für uns und für die Bekehrung meiner Pfarre!

1. Andacht zum Advent

Der Verheißene 
V: Lasst uns die Herzen zum Herrn erheben. Denn alle, die seiner harren, werden nicht enttäuscht.
A: Auf Dich, Herr, vertrauen wir, / Du allein bist unser Heil.
V: Herr Jesus Christus, Heiland der Welt, als unser Gott und unser Erlöser bist Du hier unter uns gegenwärtig. Die Erwartung des Alten Bundes, ja die Sehnsucht der ganzen Menschheit nach Gottesnähe und Erlösung ist in Dir erfüllt.
A: Wir beten Dich an im heiligsten Sakrament.
V: Jahrtausende haben auf Deine Ankunft gewartet: Schon am Morgen der Menschheitsgeschichte ward Dein Kommen verheißen, da der Herr zur Schlange sprach:
A: «Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, / zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. / Er trifft dich am Kopf, / und du triffst ihn an der Ferse» (Gen 3,15).
V: Abraham durfte von ferne den Tag schauen, da alle Geschlechter der Erde gesegnet würden in einem seiner Nachkommen:
A: In Dir, Herr, / denn Du wolltest dem Fleische nach ein Sohn Abrahams sein.
V: Ein Jahrtausend vor Deinem Kommen wurde David, dem großen König Israels, die Verheißung gegeben, sein Thron werde auf immer Bestand haben, sein Sohn werde herrschen über die Völker der Erde:
A: Du, Herr, / Du Sohn Davids, / König des neuen Israel, / der erlösten Menschheit, / Du König in Ewigkeit!
V: Aus weiter Ferne durften die Propheten Dein Kommen dem Volke verkünden. Immer deutlicher wurde Dein Bild: Sohn der Jungfrau, Freund der Armen und Bedrückten, Erlöser der Sünder, Mann der Schmerzen, Richter der Welten, starker Gott. - Von Geschlecht zu Geschlecht haben sie gewartet und gehofft.
A: Wir aber haben Dich bei uns; / der erste Advent ist erfüllt, / Du bist gekommen, die Welt zu erlösen.
V: Nicht nur für eine kurze Weile bist Du auf dieser Erde erschienen. Du bist als Gottmensch sichtbar bei uns geblieben hier im heiligsten Sakrament.
A: Wir danken Dir, Herr, / dass Du gekommen bist. / Wir danken Dir, / dass Du bei uns geblieben bist. / Wir beten Dich an, / unsern Gott und Erlöser.
V: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
A: Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

 Wiederkunft Christi
V: Herr Jesus Christus, Du bist hier in unserer Mitte; aber unsere Augen dürfen noch nicht Deine Gottheit schauen und Deine verklärte Menschheit. Du bist für uns noch verhüllt unter den sakramentalen Gestalten. Wir wissen aber: es kommt der Tag, da werden wir Dich ohne Hülle schauen, so wie Du bist.
A: Wenn die Tage dieser Erde zu Ende gehen, / dann wirst Du wiederkommen / auf den Wolken des Himmels / mit großer Macht und Herrlichkeit.
V: In jenen Tagen wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird seinen Schein verlieren, die Sterne wer­den vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Alsdann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und alle Völker der Erde werden wehklagen.
A: Wir aber, Herr, / die wir an Deinen Namen glauben, / werden unser Haupt erheben, / denn es naht unsere Erlösung (Lk 21,28).
V: Du wirst kommen, uns heimzuholen aus der Verbannung in die ewige Heimat, die Du für uns bereitet hast bei Deinem Vater.
A: Wir hoffen, Herr, auf Dein Kommen.
V: Dann wirst Du uns ein neues, verklärtes Leben schen­ken.
A: Wir hoffen, Herr, auf Dein Kommen.
V: Du wirst Tod und Trauer von uns nehmen und alle unsere Tränen trocknen.
A: Wir hoffen, Herr auf Dein Kommen.
V: Du wirst uns zum Gastmahl des ewigen Lebens füh­ren. Du wirst uns zu trinken geben aus den Quellen lebendigen Wassers.
A: Wir hoffen, Herr, auf Dein Kommen.
V: Wir werden Dein Volk sein, und Du wirst bei uns wohnen. Wir werden der Sonne nicht mehr bedürfen, denn Du selbst, Herr, wirst unser Licht sein.
A: Wir hoffen, Herr, auf Dein Kommen.
V: Dann wird unser Glauben zum Schauen.
A: Wir werden Dein Antlitz sehen / und werden Deinen Namen auf unserer Stirn tragen.
V: Dann wird unser Hoffen Besitz.
A: Denn die Liebe hört niemals auf.
V: Wir bitten Dich, Herr, lass Dein verzeihendes Erbarmen das Heil beschleunigen, das unsere Sünden noch aufhalten. Unsere Herzen aber bereite durch das Wirken Deiner Gnade, damit wir Dich dereinst mit Vertrauen und Freude kommen sehen. Der Du in der Einheit des Heiligen Geistes mit Gott dem Vater lebst und herrschest in alle Ewigkeit. A: Amen. V: Ehre sei... A: Wie im Anfang ...

Adventsbitten
V: Herr Jesus Christus, Du bist hier im heiligsten Sakrament gegenwärtig, noch nicht um zu richten, son­dern um uns Deine Gnade zu schenken. Darum bringen wir mit großen Vertrauen unsere Adventsbitten vor Dich: Bereite uns für ein würdiges Weihnachtsfest,
A: wir bitten Dich, erhöre uns / Führe uns zu einer immer tieferen Erkenntnis Deines Herzens,
V: schenke auch jenen Menschen, die in Armut, Sorge und Angst leben, ein gesegnetes Fest,
A: verbinde uns alle in wahrer Liebe mit Dir und unter­einander,
V: erhalte in jeder Lage des Lebens unsere Hoffnung auf Dein Wiederkommen am Ende der Zeiten lebendig,
A: führe uns zu wahrer Buße und mache uns so bereit für Deine Ankunft,
V: gib Witwen und Waisen, Armen und Bedrückten, Gefangenen und Vertriebenen und allen Opfern unge­rechter Gewalt Geduld und Hoffnung,
A: schaffe ihnen Recht am Tage des Gerichts, sei uns allen an jenem Tag ein barmherziger Richter.
V: Himmlischer Vater, alljährlich erfreust Du uns durch die Erwartung des Festes unserer Erlösung. Gib, dass wir Deinen Eingeborenen, den wir mit Freuden als Heiland aufnehmen, einst auch als Richter mit Zuversicht kom­men sehen: Jesus Christus, Deinen Sohn, unsern Herrn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes in alle Ewigkeit. A: Amen. V: Ehre sei ...

Gott-mit-uns
V: In Demut und Bußgesinnung wollen wir uns dem Herrn nahen, damit er sich uns nahe. Denn den Hoch­mütigen widersteht Gott.
A: Den Demütigen schenkt er seine Gnade (Jak 4,4 f).
V: Herr Jesus Christus, im heiligsten Sakrament hast Du die Sehnsucht der Menschheit nach Gottesnähe und Erlösung erfüllt. Zu allen Zeiten haben die Menschen Tempel gebaut. Sie haben in trauriger Verirrung sich Bilder geschnitzt und sie angebetet als ihre Götter. Sie wollten den unsichtbaren, unendlich erhabenen Gott sichtbar unter sich haben.
A: Hier aber, Herr, / ist in Wahrheit Dein Haus. / Hier ist Dein Tabernakel, / Dein Gezelt unter uns Men­schen.
V: Hier bist Du wirklich unser Emmanuel, unser Gott­-mit-uns, geworden.
A: Hier dürfen wir Dir ganz nahe sein. / Wir schauen Dich / unter den geheimnisvollen Gestalten dieses heili­gen Sakramentes.
V: Doch wie dürften wir es wagen, vor Dir zu erscheinen, heiliger Herr?
A: Wir sind sündige Menschen.
V: Wissend um ihre Unwürdigkeit und ihre Schuld, haben die Menschen aller Zeiten versucht, in Gebet, in Buße und Opfer Gott näher zu kommen.
A: Hier aber, Herr, / bist Du uns in Wahrheit ein gnädi­ger Gott. / Du bist ja gekommen, / uns zu erlösen.
V: Herr, unser Gott, in Christus Jesus, Deinem Sohn, unserm Herrn, den wir im heiligsten Sakrament anbeten dürfen, bist Du uns sündigen Menschen nahe gekommen. Mache uns durch Deine Gnade dieser Gegenwart würdig und bereite unsere Herzen durch wahre Buße vor auf den Tag, an dem wir ihn unverhüllt kommen sehen, um das Werk der Erlösung zu vollenden. Der mit Dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
A: Amen. V: Ehre sei ... A: Wie im Anfang…

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