Donnerstag, 10. Dezember 2015

2. Andacht im Advent

JESU ANKUNFT IN DER ZEIT                    

V: Herr Jesus Christus. Wir erwarten Deine Ankunft an Weihnachten, wir erwarten Dich am Ende der Welt. Du kommst aber zu den Menschen jeden Tag, zu jeder Zeit. Darum «freuet euch, der Herr ist nahe!»
A: Wir warten auf Dein Kommen, Herr.
V: Du kommst zu allen Völkern in Deiner Kirche, die Du als sichtbares Zeichen unter ihnen aufgerichtet hast.
A: Komm zu allen Menschen, Herr, / und segne Deine Glaubensboten.
V: Immer wieder kommst Du zu uns in dem Wort der Heiligen Schrift.
A: Lass uns Dein Wort in Liebe hören und mit Eifer tun.
V: Vielmals täglich kommst Du zu uns als das Haupt Deiner Kirche und in den Geringsten Deiner Brüder.
A: Lass uns Deinem Bruder wirklich Bruder sein.
V: Und endlich wirst Du kommen zu jedem einzelnen im Sterben, um uns heimzuführen in die Herrlichkeit Deines Vaters.
A: Gib uns die Kraft, / in jener Stunde Dich freudig zu empfangen.
V: Du bist unsere Freude, unser Friede und unsere Kraft.
A: Komm, lass Dein Antlitz über uns leuchten, / und wir sind heil.
V: Herr und Heiland. Du bist Mensch geworden und hast unter uns gewohnt. Du weilst unter uns im Geheimnis Deines Leibes und Blutes und in der Kraft Deiner Sakramente. Du sprichst zu uns durch Dein göttliches Wort. Du bist uns nahe als Haupt Deiner Kirche und in den geringsten Deiner Brüder. Du wirst kommen mit Macht und Herrlichkeit und unverhüllt unter uns sein als unser Gott. Wecke auf unsere Herzen, dass wir für Dein Kommen stets bereit sind und aus Deiner Nähe allezeit Freude schöpfen. A: Amen.

 DER HERR IST NAHE
V: Freuet euch im Herrn allezeit! Wiederum sage ich euch: Freuet euch! Lasst alle Menschen eure Güte erfah­ren.
A: Denn der Herr ist nahe.
V: Herr Jesus Christus, Du hast gesagt: Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie ent­stellen ihr Gesicht, damit die Leute sehen, wie sie fasten. Sie haben ihren Lohn schon empfangen. - Wir sollen frohe Menschen sein, auch wenn wir Buße tun. Wir wis­sen: Wenn wir mit reumütigem Herzen unsere Sünden beken­nen, wirst Du alle Schuld von unserer Seele nehmen. Um unseres Heiles willen bist Du ja zu uns Menschen herabgekommen.
A: Dank sei Dir, Herr Jesus.
V: So gib uns, Herr, die rechte Freude. Die Freude mit Dir, die Freude über Deine gnadenvolle Gegenwart in unserer Mitte. Du hast gesagt:
A: Ich bin bei euch alle Tage / bis zum Ende der Welt.
V: Wie vielfältig hast Du diese Verheißung erfüllt! Nahe bist Du uns, weil Du in Deiner Gnade zugleich mit dem Vater und dem Heiligen Geist in unserem Herzen Woh­nung genommen hast.
A: Erhalte uns allezeit in Deiner Gnade.
V: Nahe bist Du uns, weil Du in Güte auf Deine Kirche schaust, wie Du einst nach der wunderbaren Brotvermeh­rung vom Berge aus auf Deine Jünger schautest, die sich beim Rudern abmühten (Mk 6,48).
A: Herr, wir vertrauen auf Dich.
V: Nahe bist Du uns in Deiner Kirche, Deinem mysti­schen Leibe, wo Du das Geheimnis Deiner Menschwer­dung fortführst, wo Du auch uns Anteil gibst an Deinem gottmenschlichen Leben.
A: Wir glauben an Dich in Deiner Kirche.
V: Hier im Heiligsten Sakrament bist Du uns sichtbar nahe. Nicht nur als unser Gott bist Du hier, sondern auch als Mensch, als unser Bruder, unser Freund und Erlöser.
A: Dank sei Dir, Herr.
V: Herr Jesus Christus, Dein Vorläufer, Johannes der Täufer, hat gesagt: «Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt.» Gib uns Augen des Glaubens, damit wir Dich in unserer Mitte erkennen und uns Deiner Nähe allezeit erfreuen können. Der Du lebst und herrschest in alle Ewigkeit. A: Amen.

 UNSERE FREUDE WIRD EINMAL VOLLKOMMEN SEIN
V: Herr, Du bist uns nahe, und wir freuen uns Deiner Gegenwart. Aber noch ist unsere Freude nicht vollkom­men. Wir erkennen Dich nur mit den Augen des Glaubens. Vor unseren Sinnen bist Du verborgen unter den Gestalten von Brot und Wein. Wir wissen aber: Am Ende der Zeiten wirst Du wiederkommen im vollen Lichte Deiner Gottesherrlichkeit und in der verklärten Schönheit Deiner heiligen Menschheit.
A: Den Tag aber und die Stunde Deines Kommens / weiß niemand.
V: Jedoch, gemessen an der Ewigkeit, ist die Zeit des Wartens eine kurze Spanne.
A: Darum freuen wir uns, Herr, / denn Du bist nahe.
V: Freuen sollen sich, die nach Dir verlangen,
A: und die nach Deinem Heil sich sehnen, sollen allzeit sagen: / Gepriesen sei der Herr!
V: Herr Jesus Christus, wir sagen Dir Dank für Deine gnadenvolle Gegenwart unter uns Menschen. Gib uns einen lebendigen Glauben, dass wir Dich erkennen, wenn Du in verhüllter Gestalt uns nahe bist. Gib uns aber auch ein großes Verlangen, Dich in Deiner Herrlichkeit zu schauen. Vor allem aber lass uns bereit sein, wenn Du einst wiederkommst, damit dann unsere Freude vollkom­men ist. Der Du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.
A: Amen. V: Ehre sei ... A: Wie im Anfang ...

BEREITET DEN WEG DES HERRN
V: Herr Jesus Christus, Mensch gewordener Sohn Gottes, Du bist hier im heiligsten Sakrament in unserer Mitte gegenwärtig.
A: Wir beugen unsere Knie vor Dir / und beten Dich an.
V: In wenigen Tagen dürfen wir wieder das hohe Fest Deiner Geburt feiern, das Gedächtnis Deiner ersten Ankunft auf dieser Erde. Bereite uns für diese heiligen Tage, damit wir in Fülle die Gnaden empfangen, die Du uns als Menschgewordener schenken willst. Lass die ern­sten Worte Deines Vorläufers Johannes in unsere Herzen eindringen: «Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!»
A: Segne, Herr, / unser Beten und unsere Buße / im hei­ligen Advent.
V: Führe uns zu wahrer Bekehrung und Besserung des Lebens, damit wir am kommenden Fest wieder das Heil schauen dürfen, das Gott uns bereitet: in Dir, unserm Herrn und Erlöser.
A: Verleihe uns die Gnade, / Dich, den Mensch gewor­denen Gottessohn, / wieder tiefer zu erkennen / und herz­licher zu lieben.
V: Freuen soll sich der Himmel,
A: und jubeln soll die Erde,
V: denn unser Gott kommt und erbarmt sich seiner Armen.
A: Er ist unser Heiland.
V: Gott, mit freudigem Verlangen sehen wir dem heiligen Weihnachtsfest entgegen, an dem wir wieder die mensch­liche Geburt Deines Sohnes feiern.
A: Mit Freude nehmen wir ihn auf / als unsern Heiland.
V: Lass uns schon hier teilhaben an seiner Erlösung, damit wir ihm mit Zuversicht entgegensehen, wenn er einst wiederkommt, die Welt zu richten. Ihm, der mit Dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
A: Amen. V: Ehre sei ... A: Wie im Anfang ...



MARIA IM ADVENT

V: Heilige Maria, Mutter des Herrn, auch deiner geden­ken wir im heiligen Advent. Dein Bild stand als ein erstes Zeichen der kommenden Erlösung über der Finsternis von Sünde und Tod, die mit Adams Schuld über uns Menschen hereingebrochen war.
A: Du bist die Frau, / die in ihrem Sohn den Sieg errin­gen sollte / über die Schlange.
V: Mit dem Erlöser wurdest auch du, Mutter, durch den Mund des Propheten der Menschheit verkündet:
A: Siehe, / die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären, / und sein Name wird sein: / Emmanuel, / Gott mit uns! (Jes 7,14).
V: Mit dem Beginn deines Lebens, heilige Jungfrau, strahlte das erste Licht des neuen Tages auf. Du bist die Morgenröte, die der Welt den Aufgang des wahren Lich­tes anzeigen sollte, das da ist Christus, der Herr. Selbst erlöst durch die Verdienste deines Sohnes, solltest du der Welt den Erlöser schenken.
A: Gepriesen sei deine gnadenvolle Empfängnis, / heili­ge Jungfrau Maria.
V: Mit der Botschaft des Engels war die letzte Stunde des großen Advents angebrochen: Das Warten der Welt auf den verheißenen Erlöser fand seine Erfüllung. Du hast im Namen der Menschheit das Ja-Wort gesprochen zum göttlichen Ratschluss. So wurdest du die neue Eva, die neue Mutter aller Lebendigen, die Mutter der Kinder Gottes.
A: Dank sei dir, heilige Jungfrau, / Mutter des Herrn, / unsere Mutter.
V: In den stillen Monaten, da du den Herrn unter deinem Herzen trugst, hast du dich bereitet für die heilige Nacht. Mit Sehnsucht hast du die Stunde erwartet, da deine Augen zum erstenmal das Gotteskind schauen sollten.
A: Bitte für uns, heilige Gottesmutter, / dass auch wir uns würdig vorbereiten / für das kommende Fest.
V: Gott, Du wolltest, dass Dein ewiger Sohn auf die Botschaft des Engels hin im Schoße der seligen Jungfrau Maria Mensch werde. Lass uns durch ihre Fürsprache allzeit bei Dir Hilfe finden, da wir sie gläubig als wahre Gottesmutter verehren. Durch ihn, Christus, unserm Herrn.
A: Amen. V: Ehre sei ... A: Wie im Anfang ...

Wachse, Jesus, wachse in mir. In meinem Geist, in meinem Herzen, in meiner Vorstellung, in meinen Sinnen. Wachse in mir in Deiner Milde, in Deiner Reinheit, Deiner Demut, Deinem Eifer, Deiner Liebe! Wachse mit Deiner Gnade, mit Deinem Licht und Deinem Frieden! Wachse in mir zur Verherrlichung Deines Vaters, zur größeren Ehre Gottes! Amen.
(Pierre Olivaint)
 

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