Sonntag, 20. Dezember 2015


Die Feier des Hl. Abends in der Familie
Lied: "Tauet Himmel den Gerechten,/ Wolken regnet ihn herab!"
            rief das Volk in bangen Nächten, / 
dem Gott die Verheißung gab,/
            einst den Retter selbst zu sehen/ 
und zum Himmel einzugehen,/
            denn verschlossen war das Tor,/ 
bis der Heiland trat hervor.
 
 
Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
 Lied:
Es wird scho' glei dumpa, es wird scho' glei Nacht; / drum kim i zu dirber, mei'Heiland aufd Wocht.
Wü singa' a Liadl dem Liabling dem Gloan;  / du mogst jo net schlofn, i her di nur woan.
Hei hei, hei hei; schlof siaß herzliabs Kind.
 
Vergiß jetzt o´ Kinderl dein Kumma, dei Load, / daß du do muast leiden, im Stoll auf da Hoad;
Es ziem jo die Engerl dei Liegestott aus, / mecht schena net sein drin im König sein Haus.
Hei hei, hei bei; schlof siaß herzliabs Kind.
Gemeinsames Gebet:
Lieber Gott, wir haben uns die Kleinen und auch die Großen versammelt. Nach eher hektischen Wochen freuen wir uns nun auf das Fest der Geburt Jesu. In dieser Nacht wird Gott Mensch. In dieser Nacht wird deutlich, dass Gott den Menschen ganz nahe sein will. So bitten wir dich, guter Gott: Lass uns deine Gegenwart unter uns spüren. Lass uns erfahren, dass du mitten unter uns bist. Darum bitten wir dich durch Christus, unsern Bruder und Herrn. Amen.
Weihnachtsevangelium nach Lukas: 
In jenen Tagen erließ der Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. So zog auch Josef von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft und sie gebar einen Sohn. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel zu ihnen und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr. Der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in Bethlehem der Retter geboren, er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen. Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede dem Menschen. Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Bethlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ.
Lied: Ihr Kinderlein kommet
Ihr Kinderlein, kommet, o kommet doch all’! / Zur Krippe her kommet in Betlehems Stall
und seht, was in dieser hochheiligen Nacht / der Vater im Himmel für Freude uns macht.
Da liegt es – das Kindlein – auf Heu und auf Stroh; / Maria und Josef betrachten es froh;
die redlichen Hirten knie’n betend davor, / hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor.
 
Vater unser
Mit der Geburt von Jesus kam ein besonderer Geist in diese Welt, ein Geist, der die Menschen zu Brüdern und Schwestern macht. Wir alle sind Kinder des himmlischen Vaters im Himmel. Deshalb dürfen wir beten, wie Jesus selbst es uns beigebracht hat: Vater unser, im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden; unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Gegrüßet seist du Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes Jesus. Hl. Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
 
Wir beten gemeinsam: Jesus Christus, Jahr für Jahr nehmen wir uns vor, die Zeit des Advents bewusster zu leben. Doch wir treiben dahin in der Unruhe dieser Tage, im Strom der Zeit und der Menschen. Wir lassen uns hetzen von unseren Terminen und Gedanken. Wir setzen uns dem Druck aus, Weihnachten selber schaffen zu müssen. Dabei bist du es doch, der kommt und uns beschenken will. Herr, berühre uns mit deinem Frieden. Nimm uns unsere Ängste und Sorgen. Lass uns miteinander erfahren, dass du da bist, mitten unter uns. Amen.
Segen:
Es segne, behüte und begleite uns der allmächtige und liebende Gott: der Vater, und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
Stille Nacht, Heilige Nacht
1.Stille Nacht! Heilige Nacht! / Alles schläft. Einsam wacht
Nur das traute heilige Paar. / Holder Knab’ im lockigten Haar,
Schlafe in himmlischer Ruh! / Schlafe in himmlischer Ruh!
2.Stille Nacht! Heilige Nacht! / Hirten erst kundgemacht
Durch der Engel „Halleluja!“ / Tönt es laut bey Ferne und Nah:
„Jesus der Retter ist da!“ / „Jesus der Retter ist da!“
3.Stille Nacht, heilige Nacht! / Gottes Sohn, o wie lacht
Lieb aus deinem göttlichen Mund, / Da uns schlägt die rettende Stund,
Christ, in deiner Geburt, / Christ, in deiner Geburt.
Ein gesegnetes Weihnachtsfest wünsche ich euch allen!
 
 
 
 

Samstag, 12. Dezember 2015

Für das Jahr der Barmherzigkeit hat Bischof Klaus Küng von St. Pölten einen sehr guten und konkreten Hirtenbrief geschrieben. Der lebendige Glaube wird durch Gebet, Buße und Wort Gottes ernährt und gestärkt. Barmherzigkeit Gottes ist ein Geschenk der Vergebung und des Friedens im Leben der Menschen. Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes, hab Erbarmen mit mir sündigen Menschen!
Hier der Hirtenbrief in voller Länge:

St. Pölten, 04.12.2015 (dsp) Bischof Klaus Küng hat für das kommende außerordentliche Heilige Jahr "Jubiläum der Barmherzigkeit" einen Hirtenbrief verfasst. Dieser wird am Hochfest Mariä Empfängnis, dem 8. Dezember, an dem Papst Franziskus die "Heilige Pforte" im Petersdom öffnet, in allen Pfarren der Diözese verlesen.
 "Liebe Brüder und Schwestern!
Heute öffnet Papst Franziskus im Petersdom die Pforte der Barmherzigkeit als Auftakt zum außerordentlichen Heiligen Jahr, das mit dem heutigen Hochfest beginnt und am Christkönigsfest des kommenden Jahres schließen wird.
Das geschieht am heutigen Tag, weil vor 50 Jahren das II. Vatikanische Konzil zu Ende gegangen und Papst Franziskus von dem großen Wunsch erfüllt ist, dass ein neuer Aufbruch erfolgt, für das Evangelium Zeugnis abzulegen.
Es gibt aber auch noch einen anderen Grund: Das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria steht in einem engen Bezug zum Geheimnis Gottes, der ein Vater „voll des Erbarmens“ ist (Eph 2,4). Es zeigt in besonderer Weise die Barmherzigkeit des Herrn. Da Maria dazu erwählt ist, Mutter des Herrn zu werden – man könnte auch sagen: Mutter der Barmherzigkeit – wird die von ihrem Sohn vollbrachte Erlösung an ihr vorausgreifend wirksam, damit sie eine würdige Wohnstatt Gottes werde. So wurde sie von der Erbsünde und jeder Sünde bewahrt. Gleichzeitig weckt der Blick auf Maria beim Glaubenden die Sehnsucht, Gottes Wort, das Fleisch angenommen hat, aufzunehmen und im Herzen zu tragen. Doch dafür ist die Überwindung der Sünde nötig. Durch Jesus, der die menschgewordene Liebe Gottes, „das menschgewordene Antlitz der Barmherzigkeit des Vaters“ (MV 1) ist, tut sich für jeden Menschen, auch für den sündhaftesten, ein Weg auf: Jesus bewirkt Versöhnung bei allen, die sich ihm ehrlich nähern.
Das außerordentliche Heilige Jahr kommt uns sehr gelegen, weil es einem auch für uns sehr wichtigen Anliegen entspricht. Papst Franziskus schreibt in der Ankündigung des Jahres der Barmherzigkeit, es sei für die Kirche die Zeit gekommen, zum Wesentlichen zurückzukehren. Sie müsse sich der freudigen Verkündigung der Vergebung widmen, die „eine Kraft ist, die zu neuem Leben auferstehen lässt und die Mut schenkt, um hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken“ (MV 10).
Was geschieht bei uns?
Am kommenden Sonntag Gaudete wird im Dom und in den drei Jubiläumskirchen (Maria Taferl, Maria Dreieichen und Sonntagberg) die Pforte der Barmherzigkeit geöffnet. Ich lade alle Gläubigen dazu ein, geistig mit dabei zu sein, durch die Pforte der Barmherzigkeit einzutreten und sich auf das außerordentliche Heilige Jahr wirklich einzulassen.
Dazu einige Anregungen und Impulse:
  • Eine gute Möglichkeit besteht darin, in den Pfarren und Gemeinschaften auch Gläubige, die nicht regelmäßig am kirchlichen Leben teilnehmen, zur Besinnung einzuladen und allen die Möglichkeit zum Empfang des Bußsakramentes zu bieten. Hierzu bietet sich besonders die Fastenzeit an, aber es kann auch unabhängig davon geschehen. Papst Franziskus erwähnt ausdrücklich die Initiative „24 Stunden für den Herrn“ am Freitag und Samstag vor dem 4. Fastensonntag und „Abende der Barmherzigkeit“ (vgl MV 17 und 18).
  • Sehr zu empfehlen sind persönliche oder gemeinsame Wallfahrten zu einer der Jubiläumskirchen mit dem Ziel, einen Ablass zu gewinnen. Dafür sind notwendig: das Durchschreiten der Pforte der Barmherzigkeit, der Empfang des Bußsakramentes und der hl. Kommunion sowie Gebet in der Meinung des Heiligen Vaters. Er betont im Zusammenhang mit dem Heiligen Jahr: „Mit Überzeugung stellen wir das Sakrament der Versöhnung erneut ins Zentrum, denn darin können wir mit Händen die Größe der Barmherzigkeit greifen. Das Sakrament wird für jeden Bußfertigen eine Quelle wahren inneren Friedens sein“ (MV 17).
  • Persönlich oder in Gemeinschaft das Wort Gottes zu lesen und zu hören, ist auch im Jubiläumsjahr ein besonderes Anliegen und findet in den Initiativen von Bibel.bewegt seine Fortsetzung. Papst Franziskus sagt dazu: „Um fähig zu sein, die Barmherzigkeit zu leben, müssen wir also zunächst auf das Wort Gottes hören. Das heißt, wir müssen den Wert der Stille wiederentdecken, um das Wort, das an uns gerichtet ist, meditieren zu können. Auf diese Weise ist es möglich, die Barmherzigkeit Gottes zu betrachten und sie uns anzueignen und zum eigenen Lebensstil werden zu lassen“ (MV13).
  • „Barmherzig wie der Vater“ ist das Leitwort des Heiligen Jahres (vgl MV 14). Im ganzen außerordentlichen Heiligen Jahr sollten daher die leiblichen und geistigen Werke der Barmherzigkeit ein besonderer Akzent sein: z. B. Flüchtlinge und Schutzsuchende betreuen, alte und kranke Menschen besuchen, den Menschen, die sich in einer besonderen physischen oder seelischen Notlage befinden, beistehen und anderes mehr.
Wenden wir uns an Maria, die Mutter der Barmherzigkeit. Sie ist die beste Lehrmeisterin. Oder mit Worten von Papst Franziskus: „Ihr liebevoller Blick begleite uns durch dieses Heilige Jahr, damit wir alle die Freude der Zärtlichkeit Gottes wiederentdecken können. Keine andere hat so wie Maria die Tiefe des Geheimnisses der Menschwerdung Gottes kennengelernt. Ihr ganzes Leben war geprägt von der Gegenwart der fleischgewordenen Barmherzigkeit". Ihre Fürsprache wird erreichen, dass das Jahr der Barmherzigkeit Frucht bringt.
Schließen möchte ich mit dem Aufruf von Papst Franziskus: „Lassen wir uns in diesem Jubiläum von Gott überraschen. Er wird nicht müde, die Tür seines Herzens offen zu halten und zu wiederholen, dass er uns liebt und sein Leben mit uns teilen will" (MV 25).
Mit einem adventlichen Gruß
+ Klaus
Quelle: - See more at: http://presse.dsp.at/einrichtungen/kommunikation/artikel/2015/hirtenbrief-von-bischof-kueng-zum-jahr-der-barmherzigkeit

Donnerstag, 10. Dezember 2015

2. Andacht im Advent

JESU ANKUNFT IN DER ZEIT                    

V: Herr Jesus Christus. Wir erwarten Deine Ankunft an Weihnachten, wir erwarten Dich am Ende der Welt. Du kommst aber zu den Menschen jeden Tag, zu jeder Zeit. Darum «freuet euch, der Herr ist nahe!»
A: Wir warten auf Dein Kommen, Herr.
V: Du kommst zu allen Völkern in Deiner Kirche, die Du als sichtbares Zeichen unter ihnen aufgerichtet hast.
A: Komm zu allen Menschen, Herr, / und segne Deine Glaubensboten.
V: Immer wieder kommst Du zu uns in dem Wort der Heiligen Schrift.
A: Lass uns Dein Wort in Liebe hören und mit Eifer tun.
V: Vielmals täglich kommst Du zu uns als das Haupt Deiner Kirche und in den Geringsten Deiner Brüder.
A: Lass uns Deinem Bruder wirklich Bruder sein.
V: Und endlich wirst Du kommen zu jedem einzelnen im Sterben, um uns heimzuführen in die Herrlichkeit Deines Vaters.
A: Gib uns die Kraft, / in jener Stunde Dich freudig zu empfangen.
V: Du bist unsere Freude, unser Friede und unsere Kraft.
A: Komm, lass Dein Antlitz über uns leuchten, / und wir sind heil.
V: Herr und Heiland. Du bist Mensch geworden und hast unter uns gewohnt. Du weilst unter uns im Geheimnis Deines Leibes und Blutes und in der Kraft Deiner Sakramente. Du sprichst zu uns durch Dein göttliches Wort. Du bist uns nahe als Haupt Deiner Kirche und in den geringsten Deiner Brüder. Du wirst kommen mit Macht und Herrlichkeit und unverhüllt unter uns sein als unser Gott. Wecke auf unsere Herzen, dass wir für Dein Kommen stets bereit sind und aus Deiner Nähe allezeit Freude schöpfen. A: Amen.

 DER HERR IST NAHE
V: Freuet euch im Herrn allezeit! Wiederum sage ich euch: Freuet euch! Lasst alle Menschen eure Güte erfah­ren.
A: Denn der Herr ist nahe.
V: Herr Jesus Christus, Du hast gesagt: Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie ent­stellen ihr Gesicht, damit die Leute sehen, wie sie fasten. Sie haben ihren Lohn schon empfangen. - Wir sollen frohe Menschen sein, auch wenn wir Buße tun. Wir wis­sen: Wenn wir mit reumütigem Herzen unsere Sünden beken­nen, wirst Du alle Schuld von unserer Seele nehmen. Um unseres Heiles willen bist Du ja zu uns Menschen herabgekommen.
A: Dank sei Dir, Herr Jesus.
V: So gib uns, Herr, die rechte Freude. Die Freude mit Dir, die Freude über Deine gnadenvolle Gegenwart in unserer Mitte. Du hast gesagt:
A: Ich bin bei euch alle Tage / bis zum Ende der Welt.
V: Wie vielfältig hast Du diese Verheißung erfüllt! Nahe bist Du uns, weil Du in Deiner Gnade zugleich mit dem Vater und dem Heiligen Geist in unserem Herzen Woh­nung genommen hast.
A: Erhalte uns allezeit in Deiner Gnade.
V: Nahe bist Du uns, weil Du in Güte auf Deine Kirche schaust, wie Du einst nach der wunderbaren Brotvermeh­rung vom Berge aus auf Deine Jünger schautest, die sich beim Rudern abmühten (Mk 6,48).
A: Herr, wir vertrauen auf Dich.
V: Nahe bist Du uns in Deiner Kirche, Deinem mysti­schen Leibe, wo Du das Geheimnis Deiner Menschwer­dung fortführst, wo Du auch uns Anteil gibst an Deinem gottmenschlichen Leben.
A: Wir glauben an Dich in Deiner Kirche.
V: Hier im Heiligsten Sakrament bist Du uns sichtbar nahe. Nicht nur als unser Gott bist Du hier, sondern auch als Mensch, als unser Bruder, unser Freund und Erlöser.
A: Dank sei Dir, Herr.
V: Herr Jesus Christus, Dein Vorläufer, Johannes der Täufer, hat gesagt: «Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt.» Gib uns Augen des Glaubens, damit wir Dich in unserer Mitte erkennen und uns Deiner Nähe allezeit erfreuen können. Der Du lebst und herrschest in alle Ewigkeit. A: Amen.

 UNSERE FREUDE WIRD EINMAL VOLLKOMMEN SEIN
V: Herr, Du bist uns nahe, und wir freuen uns Deiner Gegenwart. Aber noch ist unsere Freude nicht vollkom­men. Wir erkennen Dich nur mit den Augen des Glaubens. Vor unseren Sinnen bist Du verborgen unter den Gestalten von Brot und Wein. Wir wissen aber: Am Ende der Zeiten wirst Du wiederkommen im vollen Lichte Deiner Gottesherrlichkeit und in der verklärten Schönheit Deiner heiligen Menschheit.
A: Den Tag aber und die Stunde Deines Kommens / weiß niemand.
V: Jedoch, gemessen an der Ewigkeit, ist die Zeit des Wartens eine kurze Spanne.
A: Darum freuen wir uns, Herr, / denn Du bist nahe.
V: Freuen sollen sich, die nach Dir verlangen,
A: und die nach Deinem Heil sich sehnen, sollen allzeit sagen: / Gepriesen sei der Herr!
V: Herr Jesus Christus, wir sagen Dir Dank für Deine gnadenvolle Gegenwart unter uns Menschen. Gib uns einen lebendigen Glauben, dass wir Dich erkennen, wenn Du in verhüllter Gestalt uns nahe bist. Gib uns aber auch ein großes Verlangen, Dich in Deiner Herrlichkeit zu schauen. Vor allem aber lass uns bereit sein, wenn Du einst wiederkommst, damit dann unsere Freude vollkom­men ist. Der Du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.
A: Amen. V: Ehre sei ... A: Wie im Anfang ...

BEREITET DEN WEG DES HERRN
V: Herr Jesus Christus, Mensch gewordener Sohn Gottes, Du bist hier im heiligsten Sakrament in unserer Mitte gegenwärtig.
A: Wir beugen unsere Knie vor Dir / und beten Dich an.
V: In wenigen Tagen dürfen wir wieder das hohe Fest Deiner Geburt feiern, das Gedächtnis Deiner ersten Ankunft auf dieser Erde. Bereite uns für diese heiligen Tage, damit wir in Fülle die Gnaden empfangen, die Du uns als Menschgewordener schenken willst. Lass die ern­sten Worte Deines Vorläufers Johannes in unsere Herzen eindringen: «Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!»
A: Segne, Herr, / unser Beten und unsere Buße / im hei­ligen Advent.
V: Führe uns zu wahrer Bekehrung und Besserung des Lebens, damit wir am kommenden Fest wieder das Heil schauen dürfen, das Gott uns bereitet: in Dir, unserm Herrn und Erlöser.
A: Verleihe uns die Gnade, / Dich, den Mensch gewor­denen Gottessohn, / wieder tiefer zu erkennen / und herz­licher zu lieben.
V: Freuen soll sich der Himmel,
A: und jubeln soll die Erde,
V: denn unser Gott kommt und erbarmt sich seiner Armen.
A: Er ist unser Heiland.
V: Gott, mit freudigem Verlangen sehen wir dem heiligen Weihnachtsfest entgegen, an dem wir wieder die mensch­liche Geburt Deines Sohnes feiern.
A: Mit Freude nehmen wir ihn auf / als unsern Heiland.
V: Lass uns schon hier teilhaben an seiner Erlösung, damit wir ihm mit Zuversicht entgegensehen, wenn er einst wiederkommt, die Welt zu richten. Ihm, der mit Dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
A: Amen. V: Ehre sei ... A: Wie im Anfang ...



MARIA IM ADVENT

V: Heilige Maria, Mutter des Herrn, auch deiner geden­ken wir im heiligen Advent. Dein Bild stand als ein erstes Zeichen der kommenden Erlösung über der Finsternis von Sünde und Tod, die mit Adams Schuld über uns Menschen hereingebrochen war.
A: Du bist die Frau, / die in ihrem Sohn den Sieg errin­gen sollte / über die Schlange.
V: Mit dem Erlöser wurdest auch du, Mutter, durch den Mund des Propheten der Menschheit verkündet:
A: Siehe, / die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären, / und sein Name wird sein: / Emmanuel, / Gott mit uns! (Jes 7,14).
V: Mit dem Beginn deines Lebens, heilige Jungfrau, strahlte das erste Licht des neuen Tages auf. Du bist die Morgenröte, die der Welt den Aufgang des wahren Lich­tes anzeigen sollte, das da ist Christus, der Herr. Selbst erlöst durch die Verdienste deines Sohnes, solltest du der Welt den Erlöser schenken.
A: Gepriesen sei deine gnadenvolle Empfängnis, / heili­ge Jungfrau Maria.
V: Mit der Botschaft des Engels war die letzte Stunde des großen Advents angebrochen: Das Warten der Welt auf den verheißenen Erlöser fand seine Erfüllung. Du hast im Namen der Menschheit das Ja-Wort gesprochen zum göttlichen Ratschluss. So wurdest du die neue Eva, die neue Mutter aller Lebendigen, die Mutter der Kinder Gottes.
A: Dank sei dir, heilige Jungfrau, / Mutter des Herrn, / unsere Mutter.
V: In den stillen Monaten, da du den Herrn unter deinem Herzen trugst, hast du dich bereitet für die heilige Nacht. Mit Sehnsucht hast du die Stunde erwartet, da deine Augen zum erstenmal das Gotteskind schauen sollten.
A: Bitte für uns, heilige Gottesmutter, / dass auch wir uns würdig vorbereiten / für das kommende Fest.
V: Gott, Du wolltest, dass Dein ewiger Sohn auf die Botschaft des Engels hin im Schoße der seligen Jungfrau Maria Mensch werde. Lass uns durch ihre Fürsprache allzeit bei Dir Hilfe finden, da wir sie gläubig als wahre Gottesmutter verehren. Durch ihn, Christus, unserm Herrn.
A: Amen. V: Ehre sei ... A: Wie im Anfang ...

Wachse, Jesus, wachse in mir. In meinem Geist, in meinem Herzen, in meiner Vorstellung, in meinen Sinnen. Wachse in mir in Deiner Milde, in Deiner Reinheit, Deiner Demut, Deinem Eifer, Deiner Liebe! Wachse mit Deiner Gnade, mit Deinem Licht und Deinem Frieden! Wachse in mir zur Verherrlichung Deines Vaters, zur größeren Ehre Gottes! Amen.
(Pierre Olivaint)
 

Donnerstag, 3. Dezember 2015


Advent ist eine Zeit der Umkehr und der Buße, eine Zeit der Vorbereitung mit Fasten, Gebet und Anbetung. Ich habe heute die Hl. Messe allein gefeiert, ich habe heute die eucharistische Anbetung auch allein gehalten. Die Menschen wissen leider nicht wie wichtig das ist, und traurig ist das die Christkatholiken in meiner Pfarre (ca. 1600) leider nicht die Nähe Gottes im Gebet und Sakrament eifrig suchen. Ich habe aber für meine Pfarrgemeinde gebetet und Jesus um Verzeihung und Erbarmen angefleht. Maranatha - Komm, Herr Jesus und rette uns. Hl. Franz Xaver bitte für uns und für die Bekehrung meiner Pfarre!

1. Andacht zum Advent

Der Verheißene 
V: Lasst uns die Herzen zum Herrn erheben. Denn alle, die seiner harren, werden nicht enttäuscht.
A: Auf Dich, Herr, vertrauen wir, / Du allein bist unser Heil.
V: Herr Jesus Christus, Heiland der Welt, als unser Gott und unser Erlöser bist Du hier unter uns gegenwärtig. Die Erwartung des Alten Bundes, ja die Sehnsucht der ganzen Menschheit nach Gottesnähe und Erlösung ist in Dir erfüllt.
A: Wir beten Dich an im heiligsten Sakrament.
V: Jahrtausende haben auf Deine Ankunft gewartet: Schon am Morgen der Menschheitsgeschichte ward Dein Kommen verheißen, da der Herr zur Schlange sprach:
A: «Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, / zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. / Er trifft dich am Kopf, / und du triffst ihn an der Ferse» (Gen 3,15).
V: Abraham durfte von ferne den Tag schauen, da alle Geschlechter der Erde gesegnet würden in einem seiner Nachkommen:
A: In Dir, Herr, / denn Du wolltest dem Fleische nach ein Sohn Abrahams sein.
V: Ein Jahrtausend vor Deinem Kommen wurde David, dem großen König Israels, die Verheißung gegeben, sein Thron werde auf immer Bestand haben, sein Sohn werde herrschen über die Völker der Erde:
A: Du, Herr, / Du Sohn Davids, / König des neuen Israel, / der erlösten Menschheit, / Du König in Ewigkeit!
V: Aus weiter Ferne durften die Propheten Dein Kommen dem Volke verkünden. Immer deutlicher wurde Dein Bild: Sohn der Jungfrau, Freund der Armen und Bedrückten, Erlöser der Sünder, Mann der Schmerzen, Richter der Welten, starker Gott. - Von Geschlecht zu Geschlecht haben sie gewartet und gehofft.
A: Wir aber haben Dich bei uns; / der erste Advent ist erfüllt, / Du bist gekommen, die Welt zu erlösen.
V: Nicht nur für eine kurze Weile bist Du auf dieser Erde erschienen. Du bist als Gottmensch sichtbar bei uns geblieben hier im heiligsten Sakrament.
A: Wir danken Dir, Herr, / dass Du gekommen bist. / Wir danken Dir, / dass Du bei uns geblieben bist. / Wir beten Dich an, / unsern Gott und Erlöser.
V: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
A: Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

 Wiederkunft Christi
V: Herr Jesus Christus, Du bist hier in unserer Mitte; aber unsere Augen dürfen noch nicht Deine Gottheit schauen und Deine verklärte Menschheit. Du bist für uns noch verhüllt unter den sakramentalen Gestalten. Wir wissen aber: es kommt der Tag, da werden wir Dich ohne Hülle schauen, so wie Du bist.
A: Wenn die Tage dieser Erde zu Ende gehen, / dann wirst Du wiederkommen / auf den Wolken des Himmels / mit großer Macht und Herrlichkeit.
V: In jenen Tagen wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird seinen Schein verlieren, die Sterne wer­den vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Alsdann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und alle Völker der Erde werden wehklagen.
A: Wir aber, Herr, / die wir an Deinen Namen glauben, / werden unser Haupt erheben, / denn es naht unsere Erlösung (Lk 21,28).
V: Du wirst kommen, uns heimzuholen aus der Verbannung in die ewige Heimat, die Du für uns bereitet hast bei Deinem Vater.
A: Wir hoffen, Herr, auf Dein Kommen.
V: Dann wirst Du uns ein neues, verklärtes Leben schen­ken.
A: Wir hoffen, Herr, auf Dein Kommen.
V: Du wirst Tod und Trauer von uns nehmen und alle unsere Tränen trocknen.
A: Wir hoffen, Herr auf Dein Kommen.
V: Du wirst uns zum Gastmahl des ewigen Lebens füh­ren. Du wirst uns zu trinken geben aus den Quellen lebendigen Wassers.
A: Wir hoffen, Herr, auf Dein Kommen.
V: Wir werden Dein Volk sein, und Du wirst bei uns wohnen. Wir werden der Sonne nicht mehr bedürfen, denn Du selbst, Herr, wirst unser Licht sein.
A: Wir hoffen, Herr, auf Dein Kommen.
V: Dann wird unser Glauben zum Schauen.
A: Wir werden Dein Antlitz sehen / und werden Deinen Namen auf unserer Stirn tragen.
V: Dann wird unser Hoffen Besitz.
A: Denn die Liebe hört niemals auf.
V: Wir bitten Dich, Herr, lass Dein verzeihendes Erbarmen das Heil beschleunigen, das unsere Sünden noch aufhalten. Unsere Herzen aber bereite durch das Wirken Deiner Gnade, damit wir Dich dereinst mit Vertrauen und Freude kommen sehen. Der Du in der Einheit des Heiligen Geistes mit Gott dem Vater lebst und herrschest in alle Ewigkeit. A: Amen. V: Ehre sei... A: Wie im Anfang ...

Adventsbitten
V: Herr Jesus Christus, Du bist hier im heiligsten Sakrament gegenwärtig, noch nicht um zu richten, son­dern um uns Deine Gnade zu schenken. Darum bringen wir mit großen Vertrauen unsere Adventsbitten vor Dich: Bereite uns für ein würdiges Weihnachtsfest,
A: wir bitten Dich, erhöre uns / Führe uns zu einer immer tieferen Erkenntnis Deines Herzens,
V: schenke auch jenen Menschen, die in Armut, Sorge und Angst leben, ein gesegnetes Fest,
A: verbinde uns alle in wahrer Liebe mit Dir und unter­einander,
V: erhalte in jeder Lage des Lebens unsere Hoffnung auf Dein Wiederkommen am Ende der Zeiten lebendig,
A: führe uns zu wahrer Buße und mache uns so bereit für Deine Ankunft,
V: gib Witwen und Waisen, Armen und Bedrückten, Gefangenen und Vertriebenen und allen Opfern unge­rechter Gewalt Geduld und Hoffnung,
A: schaffe ihnen Recht am Tage des Gerichts, sei uns allen an jenem Tag ein barmherziger Richter.
V: Himmlischer Vater, alljährlich erfreust Du uns durch die Erwartung des Festes unserer Erlösung. Gib, dass wir Deinen Eingeborenen, den wir mit Freuden als Heiland aufnehmen, einst auch als Richter mit Zuversicht kom­men sehen: Jesus Christus, Deinen Sohn, unsern Herrn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes in alle Ewigkeit. A: Amen. V: Ehre sei ...

Gott-mit-uns
V: In Demut und Bußgesinnung wollen wir uns dem Herrn nahen, damit er sich uns nahe. Denn den Hoch­mütigen widersteht Gott.
A: Den Demütigen schenkt er seine Gnade (Jak 4,4 f).
V: Herr Jesus Christus, im heiligsten Sakrament hast Du die Sehnsucht der Menschheit nach Gottesnähe und Erlösung erfüllt. Zu allen Zeiten haben die Menschen Tempel gebaut. Sie haben in trauriger Verirrung sich Bilder geschnitzt und sie angebetet als ihre Götter. Sie wollten den unsichtbaren, unendlich erhabenen Gott sichtbar unter sich haben.
A: Hier aber, Herr, / ist in Wahrheit Dein Haus. / Hier ist Dein Tabernakel, / Dein Gezelt unter uns Men­schen.
V: Hier bist Du wirklich unser Emmanuel, unser Gott­-mit-uns, geworden.
A: Hier dürfen wir Dir ganz nahe sein. / Wir schauen Dich / unter den geheimnisvollen Gestalten dieses heili­gen Sakramentes.
V: Doch wie dürften wir es wagen, vor Dir zu erscheinen, heiliger Herr?
A: Wir sind sündige Menschen.
V: Wissend um ihre Unwürdigkeit und ihre Schuld, haben die Menschen aller Zeiten versucht, in Gebet, in Buße und Opfer Gott näher zu kommen.
A: Hier aber, Herr, / bist Du uns in Wahrheit ein gnädi­ger Gott. / Du bist ja gekommen, / uns zu erlösen.
V: Herr, unser Gott, in Christus Jesus, Deinem Sohn, unserm Herrn, den wir im heiligsten Sakrament anbeten dürfen, bist Du uns sündigen Menschen nahe gekommen. Mache uns durch Deine Gnade dieser Gegenwart würdig und bereite unsere Herzen durch wahre Buße vor auf den Tag, an dem wir ihn unverhüllt kommen sehen, um das Werk der Erlösung zu vollenden. Der mit Dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
A: Amen. V: Ehre sei ... A: Wie im Anfang…

Maiandacht

  Marienandacht V          Allmächtiger Vater, wir preisen dich und danken dir, dass du Maria so wunderbar begnadet hast; sie ist die unve...