Lied:
„Das Heil der Welt“ (GL 498,1+2)
Christus
ist in unserer Mitte, ihm huldigen wir. Der Herr ermuntert uns: „Bittet, dann
wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch
geöffnet.“ (Mt 7,7) Vertrauend auf diese Einladung kommen wir zu ihm und bitten
ihn um geistliche Berufungen, um Ordensleute, Priester und Diakone.
Lektor: Im Johannes-Evangelium lesen
wir: „Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte
er Philippus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben? Das
sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste, was
er tun wollte. Philippus antwortete ihm: Brot für zweihundert Denare reicht
nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll. Einer
seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: Hier ist ein
kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für
so viele! Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel
Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fünftausend Männer. Dann nahm Jesus
die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie
wollten; ebenso machte er es mit den Fischen. Als die Menge satt war, sagte er
zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brotstücke, damit nichts
verdirbt. Sie sammelten und füllten zwölf Körbe mit den Stücken, die von den
fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren.“ (Joh 6,5-13)
Vorbeter:
Was ist das
für so viele? Was kann ich schon ausrichten? Viele junge Menschen, die durchaus
geeignet und berufen wären für einen geistlichen Beruf, haben Angst,
überfordert zu werden. Sie scheuen die Last der Verantwortung, der sie zum
Beispiel als Priester ausgesetzt würden. Manche fühlen sich auch zu wenig
würdig oder zu wenig begabt. Der Herr spricht im Zeichen der Brote zu Andreas,
Philippus und den anderen Jüngern. Er macht das wenige, das sie beisteuern,
groß. Was menschlich gesehen nicht genügen kann, wird unter dem Einfluss seiner
Gnade zum göttlichen Überfluss, der alle Hungrigen satt macht. Wer sich und
das, was er hat und kann – und sei es noch so gering und armselig – dem Herrn
in die Hände legt, der wird mit vollen Händen austeilen dürfen, denn der
Eigentliche, der handelt, ist ER.
V Wir beten gemeinsam den Psalm
150:
A
Lobet Gott in seinem Heiligtum, lobt ihn in seiner mächtigen Feste!
Lobt
ihn für seine großen Taten, lobt ihn in seiner gewaltigen Größe!
Lobt
ihn mit dem Schall der Hörner, lobt ihn mit Harfe und Zither!
Lobt
ihn mit Pauken und Tanz, lobt ihn mit Flöten und Saitenspiel!
Lobt
ihn mit hellen Zimbeln, lobt ihn mit klingenden Zimbeln!
Alles,
was atmet, lobe den Herrn!
Ehre
sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt
und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
V
Herr Jesus Christus, zu allen Zeiten rufst du Menschen in deine engere
Nachfolge. Sie dienen dir und dem himmlischen Vater in der Kraft des Heiligen
Geistes; in der gleichen Kraft dienen sie den Menschen und künden dadurch von
deiner Liebe und Güte. Wir bitten dich heute um Berufungen zum geistlichen
Stand, um Ordensleute, Priester und Diakone. Erwecke in jenen, die du zu einem
solchen Leben in der besonderen Nachfolge berufen willst, ein waches Gespür und
Aufmerksamkeit für deinen Anruf.
A:
Sieh vor allem auf die jungen Leute, die sich in den kirchlichen Jugendgruppen
engagieren, die die Gottesdienste besuchen und dadurch offen sind für dein
Wort. Lass sie erkennen, welche Gnade und welcher Segen es ist, dir und den
Menschen in einem geistlichen Beruf zu dienen. Entzünde ihr Innerstes in der
Liebe zu dir, zur Heiligen Schrift und zu den Sakramenten. Erfülle sie mit
jener Sehnsucht nach deiner Nähe und Freundschaft, die auch die Jünger prägte.
Gib
ihnen Mut und Vertrauen, Ja zu sagen zu einem Leben, das ganz dir geweiht ist.
Begleite ihren Entscheidungsweg mit deinem Heiligen Geist. Lass uns erkennen, wie
unverzichtbar der Dienst der Ordensleute, der Priester und Diakone für uns ist.
Schenke uns in unseren Familien, Gemeinschaften und Pfarreien ein Klima, in dem
geistliche Berufungen wachsen können.
V
Herr Jesus Christus, höre unsere Bitten: Du hast gesagt: „Kommt her, folgt mir
nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.“ (Mt 4,19 par) – Stärke alle,
die du in Dienst genommen hast, und lass sie immer neu erfahren, dass du
gegenwärtig bist, wo zwei oder drei in deinem Namen versammelt sind. A Wir
bitten dich, erhöre uns.
V
Du hast gesagt: „Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg
liegt, kann nicht verborgen bleiben.“ (Mt 5,14) – Offenbare den Menschen in
Dunkelheit und Todesschatten durch den Dienst der Verkündigung dein Licht. A
Wir bitten dich, erhöre uns.
V
Du hast gesagt: „Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.“ (Mt 10,16
par) – Du Hirt deines Volkes, schenke Freude und Mut denen, die in deinen
Dienst treten wollen, und lass alle im Dienst der Kirche erfahren, dass dir allein
die Zukunft gehört. A Wir bitten dich, erhöre uns.
V
Du hast gesagt: „Geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen
Jüngern.“ (Mt 28,19) – Du bist der Herr von Aussaat und Ernte. Rufe Menschen,
der ganzen Schöpfung das Evangelium zu verkünden, und sammle dein Volk durch
das Wort des Lebens. A Wir bitten dich, erhöre uns.
V
Herr Jesus Christus, du wurdest einer von uns, damit wir das Leben in Fülle
haben. Auch in unseren Tagen rufst du Menschen, dir zu dienen. Dir sei mit
Freude Lob und Dank dargebracht heute und zu allen Zeiten und in Ewigkeit. A
Amen.
V
Wir beten mit den Worten, die der Herr uns gelehrt hat, im Heiligen Geist zum
Vater.
A
Vater unser …
V
Allmächtiger Gott, du sorgst für dein Volk durch die Hirten, die du ihm gibst.
Erwecke in der Kirche den Geist des Glaubens und der Bereitschaft und berufe
auch in unseren Tagen Menschen, die dem Altar dienen und die Frohe Botschaft
mit Festigkeit und Güte verkünden. Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.
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