Dienstag, 31. Dezember 2019

Jahresschlußandacht mit dem alten Gotteslob


JAHRESSCHLUSSANDACHT

1. Gesang zur Eröffnung

Zu Beginn wird ein Lied aus dem Kapitel Glaube und Vertrauen gesungen. Besonders geeignet sind folgende Gesänge:

Der du die Zeit in Händen hast (GL 157)

Von guten Mächten treu und still umgeben (GL 995) Diesen Tag, Herr (GL 996)

Statt des Refrains "Diesen Tag, Herr, leg ich zurück in deine Hände, denn du gabst ihn mir ... " sollte bei dieser Andacht gesungen werden: ,,Dieses Jahr, Herr, leg ich zurück in deine Hände, denn du gabst es mir ... ". In der 2. Strophe statt "Ist mir heut gelungen" zum Beispiel "Ist mir denn gelungen".

2. Kreuzzeichen - Liturgischer Gruß - Einführung V Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

A Amen.

V Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn. A Der Himmel und Erde erschaffen hat.

V Christus ist der Anfang und das Ende, sein ist die Zeit und die Ewigkeit.

Unser Leben ist in seinen Händen.

Daher wollen wir ihn nun am Ende dieses Jahres preisen:

3. Christusrufe (Kyrie-Litanei)

V Herr Jesus Christus, du bist Mensch geworden und hast die Vergänglichkeit des Irdischen ertragen. V/AKyrie eleison. Oder: Herr, erbarme dich (unser).

V Du begleitest uns auf dem Weg durch die Zeiten.

V / AChriste eleison. Oder: Christus, erbarme dich (unser).

V Du schenkst uns Hoffnung und Zuversicht.

V / A Kyrie eleison. Oder: Herr, erbarme dich (unser).

4. Eröffnungsgebet

V Lasset uns beten. - Stille ­Gott, unser Vater,

du bist stets mit uns,

auch wenn wir deine Wege nicht immer verstehen. Wir danken dir für alles Gute,

durch das wir auch in diesem Jahr deine Treue erfahren durften. Sei uns auch in Zukunft nahe,

wenn Unmenschlichkeit, Gottlosigkeit und Katastrophen unseren Glauben auf die Probe stellen.

Rette uns aus der Gleichgültigkeit,

damit wir das Gute tun und Hoffnung schenken, wo Menschen nach dem Sinn ihres Daseins fragen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. A Amen.

5. Lesung (Koh 3, 1-8. Oder: Koh3, 1-II;Jahr 11: Freitag der 25. Woche) Lesung aus dem Buch Kohelet.

Alles hat seine Stunde.

Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit

eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben,

eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen, eine Zeit z um Töten und eine Zeit zum Heilen,

eine Zeit zum Niederreißen und eine Zeit zum Bauen, eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen,

eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz;

eine Zeit zum Steinewerfen und eine Zeit zum Steinesammeln, eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, die Umarmung zu lösen, eine Zeit zum Suchen und eine Zeit zum Verlieren,

eine Zeit zum Behalten und eine Zeit zum Wegwerfen,

eine Zeit zum Zerreißen und eine Zeit zum Zusammennähen, eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden,

eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen,

eine Zeit für den Krieg und eine Zeit für den Frieden.

6. Antwortgesang

Psalm 65: GL 731. Kehrvers: Der Herr krönt das Jahr mit seinem Segen. Oder: Hilf, Herr meines Lebens (GL 622)

7. Jahresrückblick

In der Zeitschrift "Gottesdienst" ist jedes Jahr ein Jahresrückblick abge­druckt - mit Themen aus Kirche und Gesellschaft. An dieser Stelle können Teile daraus vorgetragen werden. Die leitende Person führt dazu mit fol­genden oder ähnlichen Worten ein:

V Wir stehen am Ende eines Jahres.

Bevor wir Gott loben und ihn um seinen Beistand bitten, wollen wir uns noch einmal vergegenwärtigen,

was Kirche und Gesellschaft in den vergangenen

zwölf Monaten bewegt hat:

Es folgt der Jahresrückblick.

8. Litanei vom Wirken Gottes - Vater unser - Schlussgebet Die Litanei kann man auch so vortragen, dass die Dreiergruppen der Anru­fungen von drei unterschiedlichen Personen vorgetragen werden (1., 2. und 3. Person). Nach jeder Dreiergruppe kann der Ruf "Dir sei Preis und Dank und Ehre" oder eine andere Akklamation gesungen werden - siehe Seite 5). In diesem Fall wird die Antwort der Gemeinde "Gepriesen bist du in Ewigkeit" nicht gebetet.

V Lasst uns Gott loben und um sein Erbarmen bitten:

V / A Herr, erbarme dich.

V / A Christus, erbarme dich. V / A Herr, erbarme dich.

V Christus, höre uns. A Christus, erhöre uns.

V Gott Vater im Himmel. A Erbarme dich unser.

V Gott Sohn, Erlöser der Welt

Gott Heiliger Geist

Heiliger dreifaltiger Gott

1. Mächtig bist du, Herr, und von Treue umgeben. A Gepriesen bist du in Ewigkeit.

2.Du bist der Höchste über der ganzen Erde 3. Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid

3.  Du bleibst, der du bist, nie enden deine Jahre

4.  Du bist gerecht, allmächtig und ewig

5.  Du bist der Erste und auch der Letzte

6.  Du weißt alles, noch bevor es geschieht

7.Du kennst die Gedanken der Menschen 3. Du hast Gewalt über Leben und Tod

8.  Du hast den Himmel, die Erde und das Meer geschaffen

9.Du hast alles nach Maß, Zahl und Gewicht geordnet 3. In dir leben wir, bewegen wir uns und sind wir

10.Du öffnest deine Hand und sättigst alles, was lebt, nach deinem Gefallen

11.Du lässt deine Sonne aufgehen über Bösen und Guten

12.Du nährst die Vögel des Himmels und kleidest die Blumen

des Feldes

1.  Du blickst herab vom Himmel und siehst auf alle Menschen

2.  Du vollbringst Taten des Heiles, Recht verschaffst du

allen Bedrängten

3.  Du öffnest den Blinden die Augen und richtest auf

die Gebeugten

1.  Du beschützt die Fremden und verhilfst den Waisen und Witwen zu ihrem Recht

2.  Du entreißt den Schwachen dem, der stärker ist

3.  Du heilst alle, deren Herz zerbrochen ist

4.  Du bist gerecht und liebst gerechte Taten

5.  Du richtest den Erdkreis gerecht

6.  Du hast Gefallen an denen, die dich fürchten und ehren

7.  Du bist barmherzig und gnädig, langmütig und reich an Huld und Treue

8.  Du bist gütig und bereit zu verzeihen

9.  Voll Erbarmen durchwaltest du das All

10.Du behütest die schlichten Herzen

11.Du verlässt keinen, der dich sucht

12.Du führst bei denen, die dich lieben, alles zum Guten

13.Du Zuversicht aller Enden der Erde

14.Du warst unsere Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht

15.Du erhörst die Gebete

V Wir armen Sünder.

A Wir bitten dich, erhöre uns.

V Begleite uns in deiner Huld und Treue!

Vernimm unser Beten und achte auf unser lautes Flehen! Erweise uns, Herr, deine Huld, und gewähre uns dein Heil! Hilf uns, du Gott unseres Heiles!

Lass dein Angesicht über uns leuchten!

Zeige uns, Herr, deine Wege und lehre uns deine Pfade! Erheb deine Hand und vergiss nicht die Gebeugten! Behüte uns vor allem Bösen, behüte unser Leben!

V Lasset uns beten, wie der Herr uns zu beten gelehrt hat:

A Vater unser. (Ohne Schluss doxologie - Denn dein ist das Reich ... ).

 

V Gott, seit den Tagen der Vorzeit rettest du dein Volk aus der Bedrängnis.

Staunend hören wir von deinen Taten, fragend betrachten wir die Welt um uns. Bist du es, der uns helfen wird?

Sei mit uns, 0 Herr, wenn unser Glaube schwach wird. Öffne unsere Augen für die Spuren deines Erbarmens in unserem Leben.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. A Amen.

9. Danklied (Te Deum)

Nun wird das Lied "Großer Gott, wir loben dich" (GL 257) gesungen.

10. Segensbitte

V Der Herr segne uns und behüte uns.

Der Herr lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig.

Der Herr wende uns sein Angesicht zu und schenke uns seinen Frieden.

A Amen.

Zur folgenden Bitte machen alle das Kreuzzeichen.

V Und der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, komme auf uns herab und bleibe bei uns allezeit. A Amen.

11. Entlassung

V Singet Lob und Preis.

A Dank sei Gott, dem Herrn.

Gebet zum Jahreswechsel


Jahreswechsel – Silvester – Gebet vor dem Allerheiligsten

Zeit und Ewigkeit

Priester: Du Gott aller Ewigkeiten bist Herr aller unserer Zeiten, bist Ursprung, Mitte und Ziel!

Alle: Wie schnell doch die Zeiten vergehen und all unsre Werte verwehen. Nur Du, Gott, bleibst immer bestehen!

Priester: Wir können uns selber nicht halten, doch Du willst uns gern umgestalten durch gnädiges, göttliches Walten.

Alle: Vor Dich wollen wir alles legen. Wir öffnen uns still Deinem Segen. Dein Geist soll uns immer bewegen!

Priester: So nimm doch in Deine Hände den Anfang, die Mitte, das Ende; dass alles zum Guten sich wende!

Alle: Du Herr aller Ewigkeiten durch gute und auch schwere Zeiten willst Du uns fürs Ziel zubereiten!

Priester: So wollen wir Dir ganz vertrauen und nicht auf Vergängliches bauen bis wir Dich im Licht einmal schauen!

Alle: Du Gott aller Ewigkeiten bist Herr aller unserer Zeiten Du bist das lebendige Ziel!

 

Gemeinsam:

­Gott, unser Vater, du bist stets mit uns, auch wenn wir deine Wege nicht immer verstehen.

Wir danken dir für alles Gute, durch das wir auch in diesem Jahr deine Treue erfahren durften.

Sei uns auch in Zukunft nahe, wenn Unmenschlichkeit, Gottlosigkeit und Katastrophen unseren Glauben auf die Probe stellen.

Rette uns aus der Gleichgültigkeit, damit wir das Gute tun und Hoffnung schenken, wo Menschen nach dem Sinn ihres Daseins fragen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. A Amen.

Donnerstag, 26. September 2019

Anbetung Nächstenliebe


Eucharistische Anbetung

V Hochgelobt und gepriesen sei Jesus Christus im Allerheiligsten Sakrament des Altares
A von nun an bis in Ewigkeit.

Lied: Du bist Herr

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 25, 31-46
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.

 Und alle Völker werden von ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.

Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Erde für euch bestimmt ist.

Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.

Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben?

Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben?

Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?

Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.
Dann wird er sich an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!

Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis, und ihr habt mich nicht besucht.

Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen?

Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.

Impulsfragen

_ Herr Jesus, wir sehen dich im Anderen. Ändert das unseren Blick auf die Mitmenschen? – STILLE

_ Herr Jesus, wir möchten dir in den nächsten Minuten in Stille jene Menschen anvertrauen, die Hilfe benötigen, indem wir uns ihre Namen ins Gedächtnis rufen. – STILLE

_ Herr Jesus, du hast am Kreuz gesagt: „ I thirst“ – „Mich dürstet!“ Indem wir unser Leben für andere geben – für dich geben – wollen wir deinen Durst stillen. – STILLE

Meditation

Mich dürstet …

nach Menschen, die Essen teilen

nach Menschen, die Durst löschen

nach Menschen, die Gastfreundschaft leben

Mich dürstet …

nach Menschen, die Obdachlose beherbergen

nach Menschen, die Gewand weitergeben

nach Menschen, die Kranke pflegen

nach Menschen, die Gefangene besuchen.

Mich dürstet …

 

Fürbitten:

Wir wollen nun unsere Bitten vor Gott tragen: Gott, du bist groß und mächtig. Dennoch liebst du uns und schaust auf unsere kleinen Sorgen. So bitten wir dich:

-Du bist das größte Licht und der mächtigste König. Hilf allen, die mächtig sind, dass sie keine Angst und Finsternis über die Menschen bringen, sondern, wie du, Gutes in diese Welt tragen.

-Auch wir wünschen uns oft, dass wir dich sehen können. Lass uns spüren, dass du bei uns bist, auch wenn wir dich nicht sehen können.

-Wir bitten dich für alle Menschen, die niemand haben, der sie liebhat. Schenke du ihnen deine Liebe, die so groß ist wie die Sonne.

-Wir bitten dich für alle Kinder, die kein Zuhause haben. Lass sie Menschen finden, die deine Liebe ausstrahlen und die sich um sie kümmern.

-Wir können nicht so lieben wie du, und manchmal haben wir Streit untereinander und können uns nicht mehr vertragen. Lass dann deine Liebe in unser Herz strahlen, so dass wir wieder Freunde werden können.

-Wir bitten dich für unsere Familien, für unsere Eltern und Geschwister, dass wir auch in der Familie die Strahlen deiner Liebe erfahren können.

- Manche von uns haben Menschen gekannt, die schon gestorben sind. Das macht uns traurig und manchmal auch ein bisschen Angst. Sei du bei den Verstorbenen im Himmel und lass sie dein Licht und deine Liebe erleben.

Vater unser: Fassen wir alle unsere Bitten, unseren Dank und unsere Gebete zusammen mit dem Gebet, das Jesus selber uns gelehrt hat, und das er jetzt mit uns betet: Vater unser...

Lobpreisungen nach dem eucharistischen Segen

Gott sei gepriesen!

Gepriesen sei sein heiliger Name!

Gepriesen sei Jesus Christus,

wahrer Gott und wahrer Mensch!

Gepriesen sei der Name Jesus!

Gepriesen sei sein Heiligstes Herz!

Gepriesen sei sein Kostbares Blut!

Gepriesen sei Jesus Christus im Allerheiligsten

Sakrament des Altares!

Gepriesen sei Jesus Christus

in den Ärmsten der Armen!

Gepriesen sei der Heilige Geist, der Paraklet!

Gepriesen sei die erhabene Mutter Gottes,

die allerseligste Jungfrau Maria!

Gepriesen sei ihre Heilige und

Unbefleckte Empfängnis!

Gepriesen sei ihre glorreiche Himmelfahrt!

Gepriesen sei der Name Mariens,

Jungfrau und Mutter!

Gepriesen sei Sankt Josef,

ihr keuscher Bräutigam!

Gepriesen sei Gott in Seinen Engeln
und Seinen Heiligen!

Samstag, 14. September 2019

„Sende Arbeiter in deine Ernte“ – Gebet um geistliche Berufungen


Lied: „Das Heil der Welt“ (GL 498,1+2)

Christus ist in unserer Mitte, ihm huldigen wir. Der Herr ermuntert uns: „Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet.“ (Mt 7,7) Vertrauend auf diese Einladung kommen wir zu ihm und bitten ihn um geistliche Berufungen, um Ordensleute, Priester und Diakone.
 
Schriftlesung und Betrachtung

Lektor: Im Johannes-Evangelium lesen wir: „Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philippus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben? Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste, was er tun wollte. Philippus antwortete ihm: Brot für zweihundert Denare reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll. Einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele! Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fünftausend Männer. Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen. Als die Menge satt war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brotstücke, damit nichts verdirbt. Sie sammelten und füllten zwölf Körbe mit den Stücken, die von den fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren.“ (Joh 6,5-13)

Vorbeter: Was ist das für so viele? Was kann ich schon ausrichten? Viele junge Menschen, die durchaus geeignet und berufen wären für einen geistlichen Beruf, haben Angst, überfordert zu werden. Sie scheuen die Last der Verantwortung, der sie zum Beispiel als Priester ausgesetzt würden. Manche fühlen sich auch zu wenig würdig oder zu wenig begabt. Der Herr spricht im Zeichen der Brote zu Andreas, Philippus und den anderen Jüngern. Er macht das wenige, das sie beisteuern, groß. Was menschlich gesehen nicht genügen kann, wird unter dem Einfluss seiner Gnade zum göttlichen Überfluss, der alle Hungrigen satt macht. Wer sich und das, was er hat und kann – und sei es noch so gering und armselig – dem Herrn in die Hände legt, der wird mit vollen Händen austeilen dürfen, denn der Eigentliche, der handelt, ist ER.
 
Aufruf zum Lobpreis:

V Wir beten gemeinsam den Psalm 150:

A Lobet Gott in seinem Heiligtum, lobt ihn in seiner mächtigen Feste!

Lobt ihn für seine großen Taten, lobt ihn in seiner gewaltigen Größe!

Lobt ihn mit dem Schall der Hörner, lobt ihn mit Harfe und Zither!

Lobt ihn mit Pauken und Tanz, lobt ihn mit Flöten und Saitenspiel!

Lobt ihn mit hellen Zimbeln, lobt ihn mit klingenden Zimbeln!

Alles, was atmet, lobe den Herrn!

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
 
Gebete um geistliche Berufungen

V Herr Jesus Christus, zu allen Zeiten rufst du Menschen in deine engere Nachfolge. Sie dienen dir und dem himmlischen Vater in der Kraft des Heiligen Geistes; in der gleichen Kraft dienen sie den Menschen und künden dadurch von deiner Liebe und Güte. Wir bitten dich heute um Berufungen zum geistlichen Stand, um Ordensleute, Priester und Diakone. Erwecke in jenen, die du zu einem solchen Leben in der besonderen Nachfolge berufen willst, ein waches Gespür und Aufmerksamkeit für deinen Anruf.

A: Sieh vor allem auf die jungen Leute, die sich in den kirchlichen Jugendgruppen engagieren, die die Gottesdienste besuchen und dadurch offen sind für dein Wort. Lass sie erkennen, welche Gnade und welcher Segen es ist, dir und den Menschen in einem geistlichen Beruf zu dienen. Entzünde ihr Innerstes in der Liebe zu dir, zur Heiligen Schrift und zu den Sakramenten. Erfülle sie mit jener Sehnsucht nach deiner Nähe und Freundschaft, die auch die Jünger prägte.

Gib ihnen Mut und Vertrauen, Ja zu sagen zu einem Leben, das ganz dir geweiht ist. Begleite ihren Entscheidungsweg mit deinem Heiligen Geist. Lass uns erkennen, wie unverzichtbar der Dienst der Ordensleute, der Priester und Diakone für uns ist. Schenke uns in unseren Familien, Gemeinschaften und Pfarreien ein Klima, in dem geistliche Berufungen wachsen können.
 
V: Herr, gib uns das rechte Wort zur rechten Zeit, das die Berufenen ermuntert und stärkt. Herr Jesus Christus, du hast gesagt: Bittet um was ihr wollt, ihr werdet es erhalten. Wir bitten dich um geistliche Berufungen für unsere Heimat, für unsere Schulen und Krankenhäuser, für unsere Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen. Wir bitten dich ganz besonders auch um Berufungen für die stillen Orden, die sich ganz dem Gebet verschrieben haben. Erhöre unser Gebet! Dir sei mit dem Vater und dem Heiligen Geist Lob und Anbetung in alle Ewigkeit. Amen.
 
Lied: „O Jesu, all mein Leben bist du“ (GL 377)
 
V: Jesus, Sohn Gottes, erwecke in den Herzen der jungen Menschen die Sehnsucht, in der Welt von heute Zeugen der Macht Deiner Liebe zu sein. Erfülle sie mit Deinem Geist der Stärke und Besonnenheit, damit sie fähig werden, die volle Wahrheit über sich selbst und ihre Berufung zu entdecken. Lass sie zum Zeichen Deiner erneuernden und Heil bringenden Gegenwart werden. Amen. (Hl. Papst Johannes Paul II.)
 
Fürbitten und Gebet des Herrn

V Herr Jesus Christus, höre unsere Bitten: Du hast gesagt: „Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.“ (Mt 4,19 par) – Stärke alle, die du in Dienst genommen hast, und lass sie immer neu erfahren, dass du gegenwärtig bist, wo zwei oder drei in deinem Namen versammelt sind. A Wir bitten dich, erhöre uns.
 
V Du hast gesagt: „Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, taugt es zu nichts mehr.“ (Mt 5,13) – Gib deiner Kirche Tatkraft und Fantasie, deine Sendung weiterzuführen, damit die Menschen den Weg zum Heil finden. A Wir bitten dich, erhöre uns.
V Du hast gesagt: „Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.“ (Mt 5,14) – Offenbare den Menschen in Dunkelheit und Todesschatten durch den Dienst der Verkündigung dein Licht. A Wir bitten dich, erhöre uns.
V Du hast gesagt: „Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.“ (Mt 10,16 par) – Du Hirt deines Volkes, schenke Freude und Mut denen, die in deinen Dienst treten wollen, und lass alle im Dienst der Kirche erfahren, dass dir allein die Zukunft gehört. A Wir bitten dich, erhöre uns.
V Du hast gesagt: „Geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern.“ (Mt 28,19) – Du bist der Herr von Aussaat und Ernte. Rufe Menschen, der ganzen Schöpfung das Evangelium zu verkünden, und sammle dein Volk durch das Wort des Lebens. A Wir bitten dich, erhöre uns.
V Herr Jesus Christus, du wurdest einer von uns, damit wir das Leben in Fülle haben. Auch in unseren Tagen rufst du Menschen, dir zu dienen. Dir sei mit Freude Lob und Dank dargebracht heute und zu allen Zeiten und in Ewigkeit. A Amen.
V Wir beten mit den Worten, die der Herr uns gelehrt hat, im Heiligen Geist zum Vater.
A Vater unser …
V Allmächtiger Gott, du sorgst für dein Volk durch die Hirten, die du ihm gibst. Erwecke in der Kirche den Geist des Glaubens und der Bereitschaft und berufe auch in unseren Tagen Menschen, die dem Altar dienen und die Frohe Botschaft mit Festigkeit und Güte verkünden. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.
 Sakramentslied GL 495





Mittwoch, 4. September 2019

Eucharistische Andacht - Missionarisch Kirche sein


Eröffnung „Gottheit tief verborgen“ GL 497, 1-3

Lobpreis und Dank

V Kommt lasst uns danken unserem Herrn und ihn für seine Güte allezeit preisen.
A Kommt lasst uns danken unserem Herrn und ihn für seine Güte allezeit preisen.

V Herr, unser Gott, du schenkst uns das Leben, deine Worte richten uns auf und geben unserem Leben Richtung. Allezeit bist du bei uns. Niemals lässt du uns allein.
A Kommt lasst uns danken unserem Herrn und ihn für seine Güte allezeit preisen.

V Herr, unser Gott, dein Wort ist uns Zuspruch und Ermutigung – auch und gerade in Situationen, die auf den ersten Blick ausweglos erscheinen. Dein Wort ist uns ein Wort zum Leben.
A Kommt lasst uns danken unserem Herrn und ihn für seine Güte allezeit preisen.

V Herr, unser Gott, du gibst dich uns hin und machst unsere Finsternis hell. Dein Wort erfüllt unsere Herzen und macht uns froh. Du rufst uns zur Gemeinschaft mit unseren Schwestern und Brüdern auf der ganzen Welt, die ebenso wie wir aus deinem Wort der Liebe leben.
A Kommt lasst uns danken unserem Herrn und ihn für seine Güte allezeit preisen.

Lied: „Gottheit tief verborgen“ GL 497, 4-7
Gemeinsames Gebet für die Weltmission
Jesus Christus, du hast uns den Auftrag gegeben: Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern und Jüngerinnen. Du willst, dass deine Kirche unter den Völkern ein Zeichen des Heils sei und dein Werk fortführe bis zum Ende der Zeiten. Erwecke in allen, die glauben, die wache Sorge für das Heil der Menschen. Ermutige junge Männer und Frauen, durch ihr Leben mit den Armen deine Liebe zu bezeugen und sich von ihnen beschenken zu lassen. Berufe Missionare und Missionarinnen aus aller Welt, damit der Reichtum deines Evangeliums in der Vielfalt der Völker und Kulturen offenbar wird und alle Menschen durch dich den Vater preisen. Amen.

Lied „Lasst uns loben“ GL 489, 1-3
Diener aller, lehre uns dienen
Ich glaube, dass Jesus war, was wir sein sollten: Diener und Bruder aller, die ihn brauchten. Weil er liebte, musste er leiden. Weil er so weit ging, musste er sterben. Aber er starb nicht umsonst und unterlag in Wahrheit nicht.
Er wird das letzte Wort behalten, und alle, die Toten, die Lebenden und die Kommenden, müssen sich messen lassen an ihm.
Ich glaube, dass mit Jesus ein neuer Geist in die Welt kam, der die verfeindeten Menschen eine gemeinsame Sprache lehrt und sie als Brüder erkennen lässt; der uns ermutigt, den Aufstand der Liebe gegen den Hass fortzusetzen; der unser Urteil schärft, die Verzweiflung überwindet und ein verfehltes Leben lohnend macht.
Mach uns würdig, Herr, unseren Mitmenschen in der ganzen Welt zu dienen, die in Armut und Hunger leben und sterben. Gib ihnen durch unsere Hände heute ihr tägliches Brot, durch unsere verstehende Liebe Frieden und Freude.
Herr, gewähre, dass ich eher zu trösten such, als getröstet zu werden; zu verstehen, als verstanden zu werden; zu lieben, als geliebt zu werden; denn durch Selbstvergessen findet man; durch Verzeihen erlangt man Verzeihung; durch Sterben erwacht man zum ewigen Leben. Amen. (Morgengebet der Missionaries of Charity)

 
Für unsere Gemeinde
V: Jesus, du Guter Hirte, erwecke in allen Pfarrgemeinden Priester, Diakone und Ordensberufe, Missionare und engagierte Laien gemäß den Erfordernissen der ganzen Welt, die du liebst und retten willst.
A: Schaffe unter uns das geistliche Klima der ersten Christen, auf dass wir ein Abendmahlsaal des Gebetes sein können im liebenden Empfang des Heiligen Geistes und seiner Gaben.
Stehe unseren Hirten bei und allen Menschen, die zum Dienst in der Kirche geweiht sind.

 V: Lenke die Schritte derer, die deinen Ruf verstanden haben und sich auf die heiligen Weihen vorbereiten oder auf ein Leben nach den Evangelischen Räten.
A: Richte den Blick deiner Liebe auf die vielen bereitwilligen jungen Menschen und rufe sie in deine Nachfolge. Hilf ihnen zu verstehen, dass sie nur in dir dich selbst voll verwirklichen können.

V: Indem wir diese große Anliegen deines göttlichen Herzens und der mächtigen Fürsprache Mariens anvertrauen, die Mutter und Vorbild aller Berufungen ist, flehen wir zu dir, unseres Glaubens in der Gewissheit zu bestärken, dass der Vater im Himmel unsere Bitten erhören wird, die wir in deinem Auftrag an ihn richten. Amen. (Hl. Johannes Paul II.)

Fürbitten
Als Getaufte leben wir in der Gemeinschaft mit dem dreieinigen Gott. Wir vertrauen darauf, dass er uns hört. Als Gesandte schauen und gehen wir in die Welt. In ihrem Anliegen bitten wir:
Für die Menschen, die einsam sind, die nicht erfahren, dass du sie liebst, die auf ein gutes Wort und eine helfende Hand warten. – kurze Stille – Du liebender Gott … A: Wir bitten dich, erhöre uns.

Für die Menschen, die unter ungerechten Strukturen unserer Welt leiden und auf die verändernde, befreiende Wirklichkeit des Evangeliums warten. – kurze Stille – Du liebender Gott … A: Wir bitten dich, erhöre uns.

Für die Schöpfung, die zerstört und so ihrer Kraft beraubt wird, deine Liebe zu offenbaren. – kurze Stille – Du liebender Gott … A: Wir bitten dich, erhöre uns.

Für alle Getauften, die gesandt sind, untereinander und der Welt deine Liebe zu bezeugen, und für die Menschen, die ihr Leben ganz in den Dienst der Mission stellen. – kurze Stille – Du liebender Gott … A: Wir bitten dich, erhöre uns.

Für die Verstorbenen, besonders für die, die uns glaubwürdige Zeuginnen und Zeugen des Evangeliums waren. – kurze Stille – Du liebender Gott … A: Wir bitten dich, erhöre uns.

In Jesus Christus hast du, Gott, deine heilbringende Liebe offenbart. Durch ihn hörst du unsere Bitten. Mit ihm glauben und vertrauen wir dir.

Segensgebet
Zu diesem und zu jedem neuen Anfang segne uns die Kraft des lebendigen Gottes, damit wir unsere Aufgaben zuversichtlich und frohgemut beginnen und dankbar zu Ende bringen können.

Bei diesem und bei jedem neuen Schritt begleite uns die Treue unseres Gottes, damit wir bei aller Ungewissheit genügend Vertrauen aufbauen können, das uns und andere ermutigt.

Für dieses und für jedes neue Vorhaben schenke uns die Geduld Gottes den langen Atem, der hilft, wenn es darum geht noch zu warten, bis unsere Mühen Früchte tragen.

In dieser und in jeder neuen Situation bewahre uns der Segen unseres Gottes, damit er uns bei allem Tun und Lassen jene innere Freude schenke, die unser Tagewerk gelingen lässt.

Lied Sakrament der Liebe Gottes GL 495

Mittwoch, 22. Mai 2019

Maria unter dem Kreuz

Lied: Christi Mutter stand mit Schmerzen. (GL 532,1-2)

Eröffnungsgebet: Lobpreis des dreifaltigen Gottes.

Z Lob und Dank sei dem dreifaltigen Gott, der uns die Jungfrau Maria gegeben hat als die Mutter voll der Gnade, mit der Sonne umkleidet, den Mond zu ihren Füßen und über ihrem Haupt einen geheimnisvollen Kranz von zwölf Sternen.
A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit.
Z Lob und Dank sei Gott, dem Vater, der Sie zu seiner Tochter auserwählte.
A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Z Gelobt sei Gott der Vater, der sie vorher bestimmte zur Mutter seines göttlichen Sohnes.
A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,

Gelobt sei Gott der Vater, der sie bei ihrer Empfängnis bewahrte vor jeder Sünde.
A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Gelobt sei Gott der Vater, der sie bei ihrer Geburt ausstattete mit den höchsten Vorzügen.
A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Gelobt sei Gott der Vater, der ihr als Gefährten und reinsten Bräutigam den heiligen Josef gab. A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Z Lob und Dank sei Gott dem Sohn, der sie zu seiner Mutter erwählte.

A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Z Gelobt sei Gott der Sohn, der Mensch wurde in ihrem Schoß.
A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Gelobt sei Gott der Sohn, der von ihr geboren wurde.

A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Gelobt sei Gott der Sohn, der als Kind von ihr erzogen werden wollte.

A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Gelobt sei Gott der Sohn, der ihr den geheimnisvollen Ratschluss der Welterlösung offenbarte.
A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Z Lob und Dank sei dem Heiligen Geist, der sie als Braut erwählte.

A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Z Gelobt sei der Heilige Geist, der ihr seine Liebe offenbarte.
A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,
Gelobt sei der Heilige Geist, durch dessen Wirken sie zugleich Jungfrau und Mutter war.

A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,  
Gelobt sei der Heilige Geist, durch dessen Kratt sie ein lebendiger Tempel des dreifaltigen Gottes wurde.
A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,  
Gelobt sei der Heilige Geist, durch den sie über alle Geschöpfe erhoben wurde. —
A Lob und Dank sei ihm in Ewigkeit,

Z Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
A wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit/ und in Ewigkeit. Amen.

Lied: Christi Mutter stand mit Schmerzen. (GL 532,3)

Marianisches Kerngebet: O meine Gebieterin, O meine Mutter./ Dir bringe ich mich ganz dar, / und um dir meine Hingabe zu bezei­gen, / weihe ich dir heute meine Augen, / meine Oh­ren, meinen Mund, / mein Herz, mich selber ganz und gar. / Weil ich also dir gehöre, o gute Mutter, / bewahre mich, / beschütze mich als dein Gut und Eigentum. Amen.

Hinweis zum Thema
»Bei dem Kreuz Jesu stand Maria, seine Mutter. « Dieses Bild der Schmerzensmutter zeigt uns die Größe Mariens. Es war nicht nur Mutterliebe und Mutterschmerz, die sie unter das Kreuz geführt hatten, sondern die Treue zu ihrer Aufgabe, Mutter des Erlösers zu sein. Sie durfte mitwirken an der Erlösung der ganzen Menschheit.

Schriftlesung (Joh 19,25-27) Wir hören aus dem Evangelium nach Johannes.
Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

 Lied: Christi Mutter stand mit Schmerzen. (GL 532,4)

 Betrachtung
Maria denkt nicht an sich an jenem Karfreitag. Nur an ihn. Auf sie ist Verlass.
Sie verlässt Jesus nicht in seiner Verlassenheit. Seine Jünger verlassen ihn alle.
Ihre Versprechungen erweisen sich als leere Worte. Sie erhoffen sich Erfolg in der Aktion.
Ihr Meister aber entscheidet sich für die Passion. Sie ergreifen die Flucht. Maria aber steht!
Sie steht — unter dem Kreuz. Sie steht zum Gekreuzigten. Sie glaubt. Sie glaubt ihrem Sohn. Sie glaubt an sein Wort. Sie glaubt — und steht fest. Der Boden unter ihr wankt. Die Sonne gibt keinen Schein. Die Menschen spotten und höhnen: »Gott soll ihn doch retten! « Oder hat Gott ihn verlassen? Der Vater schweigt. Der Gekreuzigte redet wie immer — von Liebe: »Frau, siehe, dein Sohn! « Der neben dir — braucht dich! Vergiss deinen Schmerz; denk an Johannes! Und du Johannes, »siehe, deine Mutter! « Denk an ihr Leid. Lass sie nicht allein.
Dies ist mein einziger Wunsch: »Liebet einander, wie ich euch geliebt! « Nichts anderes wollte ich sagen mit meinem Leben und Sterben. Denn das einzige, was bleibt — ist die Liebe.
Maria und Johannes glauben an sein Wort. Sie glauben an die Botschaft der Liebe. Darum ist Johannes in Wahrheit sein Bruder und Maria die wahre Mutter für immer — und für alle, die glauben wie sie.

 Z Im folgenden Rosenkranzgeheimnis stellen wir uns mit Maria, unserer Mutter, unter das Kreuz Jesu. Wir denken daran, dass wir als Erlöste dazu aufgerufen sind, wie Maria unter dem Kreuz auszuharren. Rosenkranzgeheimnis: »Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist«.

Lied: Maria, dich lieben. (GL 521,1-2)

— Aussetzung des Allerheiligsten

 Gebet zu Jesus Christus

Z Göttlicher Heiland, du hast uns im Sakrament der Eucharistie das Andenken an dein Leiden und Sterben hinterlassen. Wir beten dich an und danken dir für deine große Liebe.

Vom Kreuz herab hast du einst deine eigene Mutter uns allen zur Mutter gegeben, als du sterbend zu Johannes sagtest: Siehe, deine Mutter. Als Gekreuzigter bist du hier unter uns, um uns die Gnaden deiner Erlösung mitzuteilen. Du sagst auch zu uns: Siehe, deine Mutter. Möge sie uns führen zu deinem Kreuz, zu deinem geöffneten Herzen, der du lebst und herrschest in Ewigkeit. A Amen.

Fürbitten

Z Lasset uns beten zu Jesus Christus, unserem Heiland, mit dem Maria Sorgen und Mühen teilte bis in die Stunde des Todes.

V Für die alten Menschen, deren Beziehungen zu den Kindern, Verwandten und Freunden immer spärlicher werden, die isoliert und auf sich allein gestellt sind, obwohl gerade sie Menschen und Hilfe notwendig haben. - Herr, erbarme dich. A Christus, erbarme dich, Herr, erbarme dich.

V Für jene, die in ihrer Ehe gescheitert sind: dass sie an der Enttäuschung nicht zerbrechen und mit neuem Mut sich auch in der veränderten Situation zurechtfinden. - Herr, erbarme dich. A Christus, erbarme dich, Herr, erbarme dich.

Für die Behinderten in unserer Gesellschaft: dass sie ihr Schicksal ertragen lernen, dass sie Menschen finden, die sie nicht bloß bemitleiden, sondern sie annehmen und ihnen auf ihrem Lebensweg beistehen. - Herr, erbarme dich. A Christus, erbarme dich, Herr, erbarme dich.

Für alle, die Angst haben vor der Zukunft, vor Unglück, Krankheit, Alter oder Verlust des Arbeitsplatzes: dass sie die Angst überwinden und das Leben als schön, befreiend und sinnvoll erleben können. - Herr, erbarme dich. A Christus, erbarme dich, Herr, erbarme dich.

Für alle, die lebensmüde geworden sind und nicht mehr ein und aus wissen: dass sie von liebenden Menschen gehalten und ins Leben zurückgeführt werden. - Herr, erbarme dich. A Christus, erbarme dich, Herr, erbarme dich.

Für uns selbst, wenn wir in Not, Einsamkeit und Verlassenheit geraten: dass wir unsere Situation meistern und neben unseren eigenen Problemen auch die Not anderer sehen und lindern. - Herr, erbarme dich. A Christus, erbarme dich, Herr, erbarme dich.

Z Himmlischer Vater, unter dem Kreuz hat Maria ihren Glauben bezeugt. Hilf uns, unser tägliches Kreuz zu tragen und anderen beizustehen, wenn sie leiden müssen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. A Amen

Wenn das Allerheiligste nicht ausgesetzt wurde, Lied Mir nach, spricht Christus.

Wenn kein eucharistischer Segen erteilt werden kann:

Segensbitte

Z Wir bitten um Gottes Segen.

Herr, unser Gott, das Kreuz deines Sohnes Jesus Christus werde uns zum Zeichen des Heiles. A Amen.

Z Der Geist Jesu Christi, der Maria und allen Glaubenden verheißen ist, mache uns bereit für den Willen des Vaters. A Amen.

Z Wie Maria, so lass auch uns das Kreuz auf uns nehmen und teilhaben an der Auferstehung. A Amen.

Z So sei das Kreuz Jesu Christi über uns gezeichnet: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. A Amen.

Lied: Maria, dich lieben. (GL 521,3-4)

 

Maiandacht

  Marienandacht V          Allmächtiger Vater, wir preisen dich und danken dir, dass du Maria so wunderbar begnadet hast; sie ist die unve...