Sonntag, 8. Mai 2016

Maria - Mutter des Göttlichen Kindes Maiandacht


Maria, Mutter des göttlichen Kindes

Lied: Gegrüßet seist du Königin 
1. Gegrüßet seist du Königin, o Maria / Erhabne Frau und Herrscherin / Freut euch, ihr Cherubim, Lobsingt ihr Seraphim, grüßet eure Königin: Salve, salve, salve , Regina.
2. O Mutter der Barmherzigkeit, / du unsres Lebens Süßigkeit, –

Eröffnungsgebet: Lobpreis des dreifaltigen Gottes

Z Gott Vater im Himmel, wir preisen dich für alles, was du geschaffen hast. Wir preisen dich besonders für Maria, die du zur Mutter deines Sohnes erwählt hast. Sie ist unsere Fürsprecherin an deinem Thron. Mit ihr kommen wir voll Vertrauen zu dir.
A Zu dir, Vater, rufen wir mit Maria.

Z Gott Sohn, Erlöser der Welt, wir danken dir, dass du Maria zu deiner Mutter gemacht hast. Sie hat dir das Leben geschenkt. Sie hat das Wort Gottes gläubig gehört und befolgt. So ist sie unsere Mutter und unser Vorbild geworden.
A Durch dich, Christus, beten wir mit Maria.

Z Gott Heiliger Geist, du hast Maria mit der Kraft des Höchsten überschattet. So hat sie den Sohn Got­tes zur Welt gebracht. Auch uns erfüllst du mit dei­ner Kraft, damit wir Christus sichtbar machen in die­ser Welt.
A In dir, Heiliger Geist, singen wir mit Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn, / und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Z Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er ge­schaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Ge­schlechter.
A Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, / und sein Name ist heilig.

Lied: Gegrüßet seist du Königin
3. Du unsre Hoffnung , sei gegrüßt, – die du der Sünder Zuflucht bist, –
4. Wir Kinder Evas schrein zu dir, – aus Tod und Elend rufen wir, –

Hinweis zum Thema
Wir sind heute zusammengekommen, um Maria als die Mutter des göttlichen Kindes zu ehren. In einem ärmlichen Stall bei Betlehem hat sie den Erlöser der Welt geboren. Dieses Geheimnis ist die Mitte jeder Marienverehrung.

Schriftlesung (Lk 2,1-7)
Wir hören aus dem Evangelium nach Lukas: In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutra­gen. Dies geschah zum erstenmal; damals war Quiri­nius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.

Betrachtung
Das unfaßbare Geheimnis, das die ganze Geschichte in Atem hält, vollzieht sich fast unbemerkt, abseits der Weltstadt Jerusalem. Es wird sichtbar, daß das Gottesreich in der Unscheinbarkeit und Armseligkeit des menschlichen Alltags Gestalt annimmt. Maria und Josef sind unterwegs.
Betlehem ist eine Station ihrer Pilgerschaft. So sind sie Zeichen für die Kirche, für das pilgernde Gottesvolk. In der Armut eines Stalles, aber getragen vom Reichtum ihres Glaubens, ihres Vertrauens und ihrer Liebe, erleben Maria und Josef diesen entscheidungsvollen Augen­blick der Weltgeschichte.
Der bescheidene Rahmen des Geschehens hat einen tieferen Grund:
Nichts soll den Blick ablenken von dem, der alles für uns bedeutet, von Jesus, der in der Krippe liegt. Er ist der geliebte Sohn, an dem der Vater sein Wohlgefallen hat. Er ist das größte Geschenk des Vaters an die Menschheit, ja an die ganze Schöpfung. Er ist der Fürst des Friedens, der König der Könige. Dieser Augenblick offenbart uns den wahren Sinn der Seligpreisung der Armen. Maria und Josef bezeugen uns die große Wahrheit: Gott allein genügt. Was konnten sie mehr ersehnen, als den zu kennen und zu sehen, in dem Gott selbst in dieser Welt sichtbar wird, den Immanuel, den Gott mit uns. Jesus wird der Erstgeborene Mariens genannt. Das bedeutet nicht, daß sie auch anderen Kindern das Leben geschenkt hätte. Der Erstgeborene hatte bei den Juden eine Sonderstellung, von der sich verschiedene Rechte und Pflich­ten ableiteten. Zur reichen Bedeutung dieser Aussage gehört aber auch, daß Maria die Mutter aller Glaubenden werden sollte. Jesus ist der Erstgeborene vom Vater. In ihm ist alles geschaffen. Er ist der Erstgeborene, der als einziger von Ewigkeit her das Recht hat, den allmächtigen Gott seinen Vater zu nennen. Aber er ist Mensch geworden, und es wird seine Freude sein, als Erstgeborener den Vielen die frohe Kunde zu bringen, daß sie mit ihm den allmächtigen Gott anrufen und ihn Vater nennen dürfen. Der einziggeborene Sohn des Vaters ist Mensch geworden unter Mitwirkung der Jungfrau Maria. Er hat uns als seine Brüder und Schwestern angenommen und als Erstgeborener uns auch seiner Mutter anvertraut. So dürfen wir alle Maria unsere Mutter nennen.

Gebet zu Maria
Rosenkranzgeheimnis: »Jesus, den du, o Jungfrau, gebo­ren hast«

V/A Mutter Gottes, wir rufen zu dir.
V Du Tochter des ewigen Vaters
A Maria, wir rufen zu dir.
V Du Mutter des göttlichen Sohnes
Du Tempel des Heiligen Geistes
Du hilfreiche Mutter der Gnade

V/A Mutter Gottes, wir rufen zu dir.
V Du Urbild und Mutter der Kirche
Sei nahe dem Heiligen Vater
Dem Bischof inmitten der Seinen
Begleite das Wirken der Priester
Bewahr' uns in Treue zur Kirche

V/A Mutter Gottes, wir rufen zu dir.
V Du Hilfe und Vorbild der Christen
Schenk unsern Familien Frieden
Erhalte die Jugend im Glauben
Hilf allen, die zweifeln und suchen
Erflehe die Einheit der Christen

V/A Mutter Gottes, wir rufen zu dir.
V Du Zeichen der sicheren Hoffnung
Ermuntre die Müden und Lauen
Verwehre den Sieg allem Bösen
Beschütze den Frohsinn der Kinder
Schenk Hoffnung den Kranken und Alten

V/A Mutter Gottes, wir rufen zu dir.
V Du Ursache unserer Freude
Die Streitenden führe zusammen
Verbitterte tröste und stütze
Gib allen Verständnis und Güte
Erbitte den Frieden der Völker

V/A Mutter Gottes, wir rufen zu dir.
V Wir Menschen in Hetze und Unrast
Wir suchen nach Glück und Erfüllung
Wir lassen uns täuschen vom Bösen
Zeig du uns den Weg hin zu Christus
Du unsere himmlische Mutter
V/A Mutter Gottes, wir rufen zu dir.

V Als Einleitung zum Rosenkranz beten wir folgen­des Wechselgebet:
Dich, Maria, grüßen wir, erhabene Mutter des Erlö­sers. Du hast ihn getragen und geboren, den die Welt nicht fassen kann.
A Der Herr hat Großes an dir getan; / selig preisen dich alle Geschlechter.

V Von Urbeginn, bevor die Erde war, vor aller Zeit bist du erwählt. Kein Geschöpf ist dir an Würde gleich; dein Kind ist Gottes Sohn.
A Gegrüßet seist du Maria, voll der Gnade, / der Herr ist mit dir.

V Gesegnet bist du, 0 Tochter, von Gott, dem Aller­höchsten, mehr als alle Frauen auf der Erde.
A Du bist gebenedeit unter den Frauen, / und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes.

V Du bist die Mutter der Christenheit. Trag unsere Bitten hin zu ihm, der für uns Mensch geworden ist. Empfiehl uns deinem Sohn.
A Dich, Maria, grüßen wir, / erhabene Mutter des Erlösers.

Aussetzung des Allerheiligsten
Gebet zu Jesus Christus
Z Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes, für uns Menschen und um unseres Heiles willen bist du vom Himmel herabgestiegen. Du hast dich deiner Herrlichkeit entäußert und Knechtsgestalt ange­nommen. Im Sakrament der Eucharistie bist du in dieser Liebe bis zum Äußersten gegangen. Deine Herrlichkeit hast du verborgen unter den Gestalten von Brot und Wein. Aber die Augen unseres Glau­bens erkennen dich in diesen Zeichen. Wir beten dich an, 0 Herr, und preisen deine unendliche Güte. Du hast Maria zu deiner Mutter erwählt, ewiger Sohn des ewigen Vaters. Durch ihr Mitwirken mit dem Ratschluß des Vaters hat sie dir die menschliche Na­tur geschenkt; sie hat dich in der heiligen Nacht für die Welt geboren. Darum gedenken wir ihrer in Dankbarkeit und Liebe und preisen dich, der du lebst und herrschest in Ewigkeit. A Amen.

Fürbitten
Z Lasset uns zu Jesus Christus beten, den die Jung­frau Maria empfangen und geboren hat.

V Herr Jesus Christus, du Freude deiner Mutter Ma­ria, schenke den Vätern und Müttern Freude an ihren Kindern. - Christus, höre uns. A Christus, erhöre uns.  
V Durch deine Menschwerdung hast du das Band der Familie neu gefestigt; schenke unseren Familien Ei­nigkeit und Zusammenhalt. - Christus, höre uns A Christus, erhöre uns.  
V Deine Herrschaft ruht auf Gerechtigkeit und Frie­den; gib, daß die Regierenden dem Frieden dienen. - Christus, höre uns. A Christus, erhöre uns.  
V Du bist gekommen, um alle Menschen in dem einen heiligen Volk Gottes zu sammeln; schenke allen Ein­tracht und brüderliche Liebe.  - Christus, höre uns. A Christus, erhöre uns.  
V Du hast unsere sterbliche Menschennatur angenom­men; laß unsere Verstorbenen leben in Ewigkeit. - Christus, höre uns. A Christus, erhöre uns.  
Z Herr Jesus Christus, du bist einer von uns gewor­den, um uns zu Söhnen und Töchtern deines Vaters zu machen. Gib, daß wir nach dem Vorbild der Mut­ter Maria dir nacheifern in der Liebe zum Vater und in der Hingabe für die Menschen. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit. A Amen.

Schönster Herr Jesu.  
Eucharistischer Segen

Wenn kein eucharistischer Segen erteilt werden kann: Segensbitte
Z Wir bitten um Gottes Segen. -
Gott, der allmächtige Vater, segne uns durch den Erlöser der Welt, unseren Herrn Jesus Christus, den Sohn der jungfräulichen Mutter Maria. A Amen.

Z Sie hat den Urheber des Lebens geboren; ihre mütterliche Fürsprache erwirke uns Gottes Schutz und Hilfe. A Amen.

Z Uns und allen, die Maria, der Mutter des Erlö­sers, anvertraut sind, schenke Gott die wahre Freude und den ewigen Lohn. A Amen.

Z Das gewähre uns der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. A Amen.

Lied: Glorwürdge Königin

 

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