Freitag, 8. April 2016

Anbetung


Gruß an das Heiligste Herz Jesu

V: Heiligste Herz Jesu, du bist der nie versiegende, erfrischende Quell, der unvergängliches Leben spendet. Du bist die überreiche Schatzkammer der Gottheit, der brennende Herd der göttlichen Liebe.
A: Du bist meine Ruhestätte, meine sichere Zu­flucht. Liebenswürdiger Heiland, entzünde in meinem Herzen die glühende Liebe, die in Deinem lodert!

V: Gieße in mein Herz die reichen Gnaden, die Deinem Herzen entströmen! Dein Wille sei der meine. Der meine folge stets dem Dei­nen!
A: Dein heiliger Wille soll in Zukunft stets die Richtschnur für mein Wollen und Handeln sein. Amen.

 Gelöbnis zum Heiligsten Herzen Jesu

V: Heiligstes Herz Jesu, in Demut vor Dir nie­dergeworfen, erneuern wir unsere Aufopfe­rung und beteuern den festen Vorsatz, dass wir durch Vermehrung unserer Liebe und Treue die Beleidigungen wiedergutmachen wollen, die von den Menschen Dir zugefügt werden.

V: Wir geloben: Je mehr man gegen die Wahrheiten unserer heiligen Religion lästert,
A: desto mehr wollen wir daran glauben, Herz Jesu, Du Sitz der ewigen Weisheit.

V: Je mehr der Unglaube sich bemüht, unsere Hoffnung auf Gott uns zu rauben,

A: desto mehr wollen wir auf Dich hoffen, Herz Jesu, Du einzige Hoffnung der Menschen.

V: Je mehr die Herzen den Beweisen Deiner göttlichen Liebe widerstehen,
A: desto mehr wollen wir Dich lieben, unend­lich liebenswürdiges Herz Jesu.

V: Je mehr man Deine Gottheit verleugnet,
A: desto mehr wollen wir sie anbeten, Göttli­ches Herz Jesu.

V: Je mehr man Deine Gebote übertritt,
A: desto mehr wollen wir sie halten, Heiligstes Herz Jesu.

V: Je mehr man Deine heiligen Sakramente ver­achtet und vernachlässigt,
A: desto mehr wollen wir sie mit Liebe und Ehr­furcht empfangen, freigebigstes Herz Jesu.

V: Je mehr man Deine anbetungswürdigsten Tugenden aus dem Herzen verbannt,
A: desto mehr wollen wir uns bemühen, sie aus­zuüben, Herz Jesu, Du Vorbild aller Tugen­den.

V: Je mehr die Hölle zum Verderben der Seelen sich anstrengt,
A: desto mehr wollen wir zu ihrem Heile bei­tragen, Herz Jesu, voll Eifer für das Heil der Seelen.

V: Je mehr die Sinneslust und der Stolz sich bemühen, die Selbstverleugnung und Berufstreue zu zerstören,
A: desto mehr wollen wir uns selbst überwinden und unsere Pflichten erfüllen, mit Schmach gesättigtes Herz Jesu.

V: Je mehr man Deine heilige Kirche befehdet,
A: desto mehr wollen wir uns bestreben, ihre Kinder zu sein, mit Domen gekröntes Herz Jesu.

V: Je mehr man den Heiligen Vater, Deinen Stellvertreter auf Erden, betrübt und ver­folgt,
A: desto mehr wollen wir ihn lieben und für ihn beten, o verwundetes Herz Jesu.

V: O Herz unseres Gottes, verleihe uns die Gna­de, dass wir Deine Apostel seien hier auf Er­den und Deine Krone werden in der ewigen Glückseligkeit. A: Amen.

 

Der hl. Peter Julian Eymard (1811 –1868), ein glühender Apostel der Heilige Eucharistie schreibt: ihr Anbeter, wollt ihr das Geheimnis des eucharistischen Gebetes kennenlernen? - Dann schaut durch dieses göttliche Prisma alle Wahrheiten und Tugenden der Religion. Die Hl. Eucharistie möge euer erster Ausgangspunkt sein - von der Sonne gehen alle Strahlen aus -, und so werdet ihr vom Herd allen Lichtes ausgehen.
Die Hl. Eucharistie ist der vergangene, gegenwärtige und zukünftige Jesus. Sie ist das Ziel der Liebe seines sterblichen Lebens; alle Geheimnisse sind in ihr verherrlicht, alle seine Tugenden finden sich in ihr in einer wunderbaren Weise.
Sie ist das königliche Geheimnis des Glaubens, wo alle Wahrheiten zusammenfließen wie die Flüsse in den Ozean.
Wenn man "Eucharistie" sagt, ist alles gesagt! Soll aber die Eucharistie alles überstrahlen, Muss man in ihr leben und sie zur königlichen Wissenschaft seines Geistes und zur erhabenen Liebe seines Herzens erheben. Dann wird sie zur edlen Leidenschaft unseres Lebens: das Leben des Menschen geht ganz in jener Leidenschaft auf, von der er beherrscht wird.
Es gibt nichts Einfacheres, als die Geburt Jesu im Stall mit seiner Ankunft auf dem Altar zu vergleichen; sein verborgenes Leben in Nazaret mit dem im Tabernakel, sein Lei-den in Jerusalem mit seiner Hingabe auf den Altären. Ist er nicht milde und demütig von Herzen in seinem sakramentalen Zustand, so wie er in seinem sterblichen Leben war? Ist er nicht ständig der gute Hirt, der göttliche Tröster, der Freund des Herzens?
Glücklich also jene Seele, die es versteht, Jesus in der göttlichen Eucharistie und alles in Jesus, der Hostie, zu finden!

 *
Wenn auch die Liebe keine Methode kennt, wie der hl. Franz von Sales sagt, so ist es doch gut, einem natürlichen Weg zu folgen, um sich nicht zu verirren oder seine Zeit zu verlieren. Die vier Opferzwecke sind die natürlichste und beste Methode, die man befolgen soll, sei es das Gebet vorzubereiten, sei es dasselbe auszuführen.

Anbetungsmethode nach den vier Opferzwecken
Man teilt die Anbetungsstunde in vier Teile ein. Während jeder Viertelstunde ehrt man Unseren Herrn durch einen der vier Opferzwecke, nämlich: die Anbetung, die Danksagung, die Sühne und die Bitte.

Erste Viertelstunde: die Anbetung

1. Betet zuerst einmal Unseren Herrn in seinem göttlichen Sakrament an durch eine würdige äußere Haltung. Kniet gleich nieder, sobald ihr vor Jesus in der anbetungswürdigen Hostie getreten seid. Verbeugt euch in tiefster Ehrfurcht und denkt dabei an die Weisen aus dem Morgenland, die sich niederwarfen und das göttliche Kind, das in armseligen Windeln gewickelt, in einer einfachen Krippe lag, anbeteten.

2. Nach diesem ersten, schweigsamen und spontanen Akt der Huldigung betet Unseren Herrn an durch einen äußeren Akt des Glaubens. Dieser Akt ist zur Sammlung der Sinne, des Herzens und des Geistes für die eucharistische Frömmigkeit äußerst hilfreich. Er öffnet euch Gottes Herz und seine Gnadenschätze; man Muss diesen Glaubensakt stets getreu, einfach und ehrfürchtig erwecken.

3. Hierauf opfert euch Jesus Christus mit eurem ganzen Sein auf, schenkt ihm einzeln alle Fähigkeiten eurer Seele: opfert ihm euren Verstand, um ihn immer besser zu erkennen; euer Herz, um ihn zu lieben; euren Willen, um ihm zu dienen; euren Leib mit seinen verschiedenen Sinnen, damit jeder Sinn ihn auf seine Weise verherrliche. Opfert ihm vor allem die Gabe eurer Gedanken mit dem Wunsch, dass die göttliche Eucharistie der königliche Gedanken eures Lebens sei; eure Gefühle, indem ihr Jesus den Herrn und Gott eures Herzens nennt; euren Willen, dass er kein anderes Gesetz oder anderes Ziel anstrebe als seinen Dienst, seine Liebe und seine Ehre; euer Gedächtnis, um euch stets nur an ihn zu erinnern und so nur aus ihm, durch ihn und für ihn zu leben.

4. Weil eure Anbetungen so unvollkommen sind, vereinigt sie mit den Anbetungen der heiligsten Jungfrau in Betlehem, in Nazaret und auf dem Kalvarienberg und später zu Füßen der Hl. Eucharistie; vereinigt sie mit allen gleichzeitig stattfindenden Anbetungen der hl. Kirche und allen frommen Seelen, die Unseren Herrn in diesem Augenblick anbeten; mit dem ganzen himmlischen Hofstaat, der ihn im Himmel verherrlicht. So wird eure Anbetung an der Heiligkeit und der Frucht ihrer Anbetungen teilhaben.

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