Donnerstag, 4. Februar 2016

eucharistische Anbetung 6


Eucharistische Anbetung

Gott, unser Vater,
Du schenkst uns in Deinem Sohn, Jesus Christus,
der in Eucharistie wirklich gegenwärtig ist,
das Licht, das jeden Menschen erleuchtet,
der in diese Welt kommt,
Du schenkst uns auch das wahre Leben, das uns mit Freude erfüllt.
Wir bitten dich: gewähre uns deinem Volk,
dass wir durch dieses heilige Mahl gestärkt,
in Christus zum Licht in der Finsternis werden,
und mit Ihm, der unser Leben ist, innig verbunden bleiben.

Möge Maria, die Mutter des lebendigen Gottes,
uns stets beschützen und uns auf den Wegen unseres begleiten.

Darum bitten wir durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn,
der lebt und herrscht mit dir in der Einheit des Heiligen Geistes, in alle Ewigkeit. Amen.


Weihegebet zum Heiligen Geist
V: O Heiliger, ewiger Gott, dessen Herrlichkeit Himmel und Erde erfüllt, demütig knie ich vor Deiner unendlichen Majestät und opfere mich Dir auf, ganz und ohne Vorbehalt, mei­nen Leib und meine Seele. Ich bete an den Glanz Deiner Reinheit, Deine unwandelbare Gerechtigkeit, die Macht Deiner Liebe.
A: Du Kraft und Licht meiner Seele, durch Dich lebe ich, denke und handle ich. Lass nicht zu, dass ich wider Dich sündige oder den süßen Einsprechungen Deiner Gnade widerstehe, sondern leite Du meinen Sinn, damit ich wil­lig merke auf die Stimme Deiner Eingebung, ihr folge und in Deiner Barmherzigkeit Schutz finde gegen meine Schwachheit.

V: Anbetungswürdiger Heiliger Geist, erbarme Dich meiner Armseligkeit, bewahre mich vor Irrtum und erlange mir Vergebung, wenn ich falle.
A: O Geist des Vaters und des Sohnes, gib, dass ich mit Deiner Gnade immer und überall aus ganzem Herzen sagen kann: "Sprich, 0 Herr, Dein Diener hört!"

V: Geist der Weisheit, beherrsche alle meine Gedanken, Worte und Werke von jetzt an bis zur Stunde meines Todes.
A: Geist des Verstandes, erleuchte und belehre mich!

V. Geist des Rates, leite meine Unerfahrenheit!

A: Geist der Wissenschaft, verdränge meine Unwissenheit.
V: Geist des Starkmutes, mache mich beharr­lich im Dienste Gottes; gib mir die Kraft, in allem mit Güte und Wohlwollen, mit Sanftmut und Treue, mit Geduld und Liebe, mit Freude und Langmut zu handeln.
A: Geist der Frömmigkeit, mach mich innig und kindlich im Verkehr mit Gott.

V: Geist der Gottesfurcht, erlöse mich von al­lem Übel.
A. Geist des Friedens, gib mir Deinen Frieden!

V: Geist der Herrlichkeit, schmücke mit den himmlischen Tugenden der Reinheit und Sittsamkeit den Tempel, den Du Dir zur Wohnung auserwählt hast, und mit Deiner allmächtigen Gnade bewahre meine Seele allzeit vor dem Verderben der Sünde. A. Amen.

Heiliger Geist, beseele mich!
o Gottes Lieb', verzehre mich!
Den Weg der Wahrheit führe mich!
Maria, Mutter, schau auf mich!
Mit Deinem Jesus segne mich!
Vor aller Täuschung und Gefahr,
vor allem Übel mich bewahr! Amen.

 Der hl. Peter Julian Eymard (1811 –1868),ein glühender Apostel der Heilige Eucharistie schreibt: „Wollt ihr glücklich sein in der Liebe? - Dann lebt ohne Unterlass in seiner stets neuen Güte zu euch! Folgt Jesus in seinem Bestreben nach Liebe zu euch! Betrachtet die Schönheit seiner Tugenden, überlegt mehr das Licht seiner Liebe in euch als deren heftiges Verlangen: das Feuer eurer Liebe geht rasch vorüber, aber deren Wahrheit bleibt.

Beginnt alle eure Anbetungen mit einem Akt der Liebe und so öffnet ihr behutsam eure Seele für sein göttliches Werk. Wenn ihr mit euch selber anfangt, bleibt ihr am Weg stehen. Wenn ihr aber mit einer anderen Tugend als jener der Liebe beginnt, so steht ihr erst in der Vorbereitung: umarmt nicht zuerst das Kind seine Mutter, bevor es ihr gehorcht? Die Liebe ist die einzige Tür zum Herzen.

Habt ihr übrigens eine unangenehme Pflicht zu erledigen, fangt sie zuerst mit einem Akt der Liebe an. Sagt: Mein Gott, ich liebe dich mehr als  mich selbst; um es dir zu beweisen, will ich mit bereitem Herzen diesen Akt der Liebe, der Demut, der Selbstverleugnung usw. ausführen. Wenn euer Herz diesen Akt der Liebe ausgesprochen hat, gilt er wie vor Gott geschehen und er wird in euch eine andere Einstellung bewirken. Das, was unsere Mühe und Abneigung in unseren Pflichten und Tugendübungen verursacht, ist unsere Eigenliebe.

Wollt ihr sogar in der Liebe edelmütig sein? Dann sprecht von der Liebe Jesu selbst, von Jesus über seinen Vater, über seine Werke zur Ehre des Vaters: ihr erfreut dadurch seine Liebe zu den Menschen: ihr werdet sein Herz mit Glückseligkeit erfüllen und das eure mit Freude. - Sprecht mit Jesus über seine heilige Mutter, die er so geliebt hat, und ihr werdet in hm das Glück eines guten Sohnes erneuern. Sprecht mit ihm über die Heiligen, und ihr werdet seine Gnade in ihnen verherrlichen.


Das wahre Geheimnis der Liebe besteht darin, dass man sich selbst vergisst wie Johannes der Täufer, um jenen zu loben und zu preisen,
der ihn liebt, der sich sein Freund, sein Bräutigam nennt. Die wahre Liebe schaut nicht auf das, was sie gibt, sondern auf das, was ihr Geliebter verdient.
Dann wird Jesus mit euch zufrieden sein und zu euch über sich selber reden. Er wird euch von seiner Liebe zu euch erzählen, und euer Herz wird sich seinem Handeln öffnen, wie sich eine feuchte und durch die Nacht erkaltete Blume den Strahlen der Sonne öffnet; seine sanfte Stimme wird in eure Seele dringen, wie das Feuer einen brennenden Gegenstand durchdringt. Ihr werdet wie die Braut im Hohen Lied ausrufen: "Ich war außer mir vor Freude, als mein Geliebter zu mir redete!" Und ihr hört ihm dann schweigend zu oder verharrt vielmehr in tiefster Liebesversenkung; ihr werdet kommen und in ihm bleiben.
Was der Entwicklung der Gnade und der Liebe in uns am stärksten zuwiderläuft, ist die Tatsache, dass wir - kaum zu Füßen des guten Meisters angekommen - sofort mit ihm über uns selber reden, über unsere Sünden, Fehler und unsere geistliche Armut; das heißt, dass  wir unseren Geist ermüden beim Überdenken unserer Schwächen und unser Herz durch das Gewicht der Undankbarkeit und Untreue betrüben. Dieser Kummer führt zur Traurigkeit, und die Traurigkeit zur Entmutigung. Nur kraft der Demut, der Anstrengung und Leiden kommt man aus diesem Labyrinth heraus und gelangt wieder zu Gott.
Handelt also nicht mehr so! Die erste Regung der Seele bestimmt gewöhnlich ihre Taten. Richtet also diese erste Regung auf Gott aus! Sagt ihm: "Mein guter Jesus, wie glücklich und zufrieden bin ich, dich besuchen zu dürfen, diese Stunde mit dir zu verbringen und dir meine Liebe zu gestehen! Wie gut bist du, dass du mich gerufen hast! Wie  liebenswürdig von dir, ein so armes Geschöpf, wie ich bin, zu lieben! O ja, ich will dich lieben."
Fahre so fort. Die Liebe hat dir das Tor zu Gott geöffnet: trete ein, liebe und bete an!“


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Maiandacht

  Marienandacht V          Allmächtiger Vater, wir preisen dich und danken dir, dass du Maria so wunderbar begnadet hast; sie ist die unve...