Dienstag, 9. Februar 2016

Ablass Februar


Aktuelle Termine Februar:

22. Februar, Fest Kathedra Petri: Besuch des Stephansdomes: Gebet eines Vaterunsers und eines Glaubensbekenntnisses gemeinsam mit den übrigen Bedingungen.

Jeder Freitag in der Fastenzeit:
Folgendes Gebet nach dem Kommunion Empfang vor einem Bild des Gekreuzigten:
Siehe o guter und lieber Jesus, vor deinem Angesicht werfe ich mich auf die Knie nieder und bitte dich aus tiefster Seele flehend: Präge meinem Herzen ein: den lebendigen Geist des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, eine wahre Reue über meine Sünden und den festen Willen, mich zu bessern. Mit innigem Mitleid und tiefem Schmerze schaue ich auf deine fünf Wunden und erwäge dabei, was der Prophet David von dir o guter Jesus geweissagt hat: „Sie haben meine Hände und meine Füße durchbohrt: sie haben alle meine Gebeine gezählt.“

Besonders in der Fastenzeit möchte ich darauf hinweisen: Ein vollkommener Ablass ist täglich für jene möglich, die den Kreuzweg beten.

Montag, 8. Februar 2016

Ablass Jänner


Ablass (lat. indulgentia) ist der Nachlass zeitlicher Strafe vor Gott für Sünden, deren Schuld schon getilgt ist; ihn erlangt der entsprechend disponierte Gläubige unter bestimmten festgelegten Voraussetzungen durch die Hilfe der Kirche, die im Dienst an der Erlösung den Schatz der Sühneleistungen Christi und der Heiligen autoritativ verwaltet und zuwendet. (CIC can. 992)

Der Ablass ist dem dritten Teil des Bußsakraments zugeordnet, der tätigen Wiedergutmachung: Der Beichtvater kann im Namen Jesu die Sünden zwar vergeben, jedoch nicht die Sündenstrafen aufheben. Dies geschieht in der persönlich zu leistenden Genugtuung, unterstützt durch den Ablass. Bei einem Ablass wird die Strafe für Sünden aufgrund von guten Werken (Gottesdienst, Gebete, Almosen, Pilgerfahrt) teilweise oder ganz erlassen. Möglich ist Ablassgewinnung aufgrund des Versöhnungsopfers Christi und im Vertrauen auf ihn. Ohne ihn wäre jede Sünde unwiderruflich und auch in ihren Folgen unheilbar.

"Die Inanspruchnahme der Ablässe hilft uns verstehen, dass wir allein mit unseren Kräften niemals imstande wären, das begangene Böse wiedergutzumachen, und dass die Sünden jedes Einzelnen der ganzen Gemeinschaft Schaden zufügen. Darüber hinaus verdeutlicht uns die Praxis der Indulgenz, da sie außer der Lehre von den unendlichen Verdiensten Christi auch die von der Gemeinschaft der Heiligen einschließt, »wie eng wir in Christus miteinander vereint sind und wie sehr das übernatürliche Leben jedes Einzelnen den anderen nützen kann«. [Paul VI., Apost. Konst. Indulgentiarum doctrina (1. Januar 1967), Normae, Nr. 1: AAS 59 (1967), 18-19.] Da ihre Form unter den Bedingungen den Empfang des Beichtsakramentes und der eucharistischen Kommunion vorsieht, kann ihre Übung die Gläubigen auf dem Weg der Umkehr und bei der Entdeckung der Zentralität der Eucharistie im christlichen Leben wirkungsvoll unterstützen." [Benedikt XVI. Nachsynodalen Apostolischen Schreibens Sacramentum caritatis über die Eucharistie vom 22. Februar 2007, Nr. 21.]

Ablässe können nicht ohne aufrichtige "Metanoia" (Buße) und Verbindung mit Gott gewonnen werden. [Apostolische Konstitution Indulgentiarum doctrina, vom 1. Januar 1967, Nr. 11.]

 

Ein Ablass ist also kein Ersatz zur Beichte. In der Beichte geschieht die Versöhnung mit Gott. Der Ablass bezieht sich auf die Bezahlung der Schuld, wie ein verursachter Schaden wieder gut gemacht wird. Einen Ablass gewinnen bedeutet nicht eine direkte Auswirkung, sondern eine Bitte an Gott um einen Vollkommenen - oder Teilablass. Der Ablass kann für sich selbst gewonnen werden, oder einer armen Seele im Fegefeuer zugewendet werden. Es ist nur ein vollkommener Ablass pro Tag möglich.

 

Der Erwerb eines vollkommenen Ablasses setzt voraus:

• den Empfang des Bußsakraments,20 Tage vorher oder nachher,

• den Empfang der Kommunion,

• ein Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters

z. B.: monatliche Gebetsmeinungen z.B. ein Vater unser und ein Gegrüsset seist du Maria

• und das Freisein von der Neigung zu irgendeiner (und sei es auch nur einer lässlichen) Sünde.

Wenn die für den Erwerb eines vollkommenen Ablasses genannten Bedingungen nur teilweise

erfüllt werden, wird im Allgemeinen ein Teilablaß erworben.

Der Erwerb von Ablässen durch Gebete setzt (sofern nicht anders angegeben) voraus, dass ein

approbierter Text des betreffenden Gebets verwendet wird.

 

Allgemeine Möglichkeiten, einen(Teil) Ablass zu gewinnen

I. Erhebung des Geistes zu Gott bei der Erfüllung der eigenen Aufgaben oder im Ertragen der Schwierigkeiten des Lebens, zusammen mit irgendeiner frommen Anrufung

II. Werke oder Gaben der Barmherzigkeit für Brüder oder Schwestern in Not

III. freiwilliger Verzicht im Geist der Buße

VI. Zeugnis des Glaubens vor anderen in einer besonderen Situation des Alltagslebens

 

Tägliche vollkommene Ablässe

(gemeinsam mit den übrigen Bedingungen)

· Eucharistische Anbetung mindestens eine halbe Stunde

· Lesung und Betrachtung der Hl Schrift mindestens eine halbe Stunde

· Kreuzwegsandacht

· Rosenkranz in einer Kirche oder Kapelle, in der Familie, einer Ordenskommunität, einer Vereinigung von Gläubigen oder einer anderen Versammlung oder mit dem Heiligen Vater über Fernsehen oder Radio

 

Vollkommene Ablässe im Jahreskreis

Ablässe (gemeinsam mit den übrigen Bedingungen)

· Besuch einer römischen Stationskirche

· Feste von Ordensgründern

· Feste neuer Heiliger und Seliger

· Feier eines religiösen Anliegens (z.B.: Priesterdonnerstag, Gebetstag f. geistl. Berufe)

· Hohe kirchliche Feiertage

 

Besondere Anlässe

Weltkirche: (gemeinsam mit den übrigen Bedingungen)

· Besuch einer Patriachalbasilika in Rom –Walfahrt oder kindliche Unterwerfung unter dem Papst

· Teilnahme an einem Eucharistischen Kongress (Ablass beim Schlussgottesdienst)

· Besuch eines Heiligtums beim Patrozinium, einmal jährlich nach Wahl- und

bei einer Pilgerfahrt mit vielen Menschen.

 

Diözese und Pfarrgemeinde (gemeinsam mit den übrigen Bedingungen)

· Besuch einer Kathedrale: mit Gebet von Glaubensbekenntnis und Vater unser;

zu Peter und Paul (29.6.) zum Patrozinium, zu Kathedra Petri (22.2.) am Weihetag der Lateranbasilika (9. Nov), zum Portiuncula Ablass (2. 8.)

· Besuch einer Basilika minor: mit Gebet von Glaubensbekenntnis und Vater unser; zu Peter und Paul (29.6.) zum Patrozinium, zum Portiuncula Ablass (2. 8.) einmal im Jahr nach Wahl.

· Besuch eines Heiligtums: Patrozinium an einem Tag nach Wahl, bei einer Wallfahrt mit vielen Menschen;

· Teilnahme an einer Diözesansynode: Teilnahme in frommer Gesinnung, Gebet von Glaubensbekenntnis und Vater unser;

· Vom Bischof erteilter Päpstlicher Segen: auch, wenn er aus vernünftigen Gründen über Fernsehen oder Radio in frommer Gesinnung empfangen

wird.

· Bischofs oder Priesterjubiläum: bei der Festmesse bei Priestern zum 25., 50., 60., und 70. Jubiläum; bei Bischöfen zum 25., 40. und 50. Jahren.

· Andächtige Teilnahme an der Primizmesse

· Bischöfliche Visitation oder Besuch des Bischofs: bei der Teilnahme an dem Gottesdienst, dem der Bischof vorsteht

· Kirchweihetag, Altarweihetag: Besuch der Kirche, Gebet von Glaubensbekenntnis und Vater unser

· Besuch der Pfarrkirche: am Patrozinium und zum Portiuncula Ablass (2.8.) Gebet von Glaubensbekenntnis und Vater unser

· Volksmission: einige Predigten hören und Besuch des Abschlussgottesdienstes

 

Das Leben der Kirche (gemeinsam mit den übrigen Bedingungen)

· Weihe der Familie ans Heiligste Herz Jesu oder an die Hl. Familie (am Jahrestag Teilablass)

· Tauftag: bei Erneuerung des Taufversprechens

· Erstkommunionfeier: bei der eigenen oder bei der Teilnahme der eines Anderen

· Geistliche Exerzitien: Dauer von mindestens 3 Tagen

· Beim Sterben: durch den Priester mit apostolischem Segen.

 

Aktuelle Termine:

1. Jänner gemeinsam mit den übrigen Bedingungen eines der folgenden Gebete:

Komm, Heil’ger Geist, der Leben schafft, erfülle uns mit deiner Kraft. Dein Schöpferwort rief uns zum Sein: Nun hauch uns Gottes Odem ein. Komm, Tröster, der die Herzen lenkt, du Beistand, den der Vater schenkt; aus dir strömt Leben, Licht und Glut, du gibst uns Schwachen Kraft und Mut. Dich sendet Gottes Allmacht aus im Feuer und in Sturmes Braus; du öffnest uns den stummen Mund und machst der Welt die Wahrheit kund.

Entflamme Sinne und Gemüt, dass Liebe unser Herz durchglüht und unser schwaches Fleisch und Blut in deiner Kraft das Gute tut. Die Macht des Bösen banne weit, schenk deinen Frieden allezeit. Erhalte uns auf rechter Bahn, dass Unheil uns nicht schaden kann. Lass gläubig uns den Vater sehn, sein Ebenbild, den Sohn, verstehn und dir vertraun, der uns durchdringt und uns das Leben Gottes bringt. Den Vater auf dem ew’gen Thron und seinen auferstandnen Sohn, dich, Odem Gottes, Heil’ger Geist, auf ewig Erd’ und Himmel preist. Amen.

Lasset uns beten: Gott du hast die Herzen deiner Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes gelehrt. Gib, dass wir in diesem Geist erkennen, was recht ist und allezeit seinen Trost und seine Hilfe

erfahren. Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen

 

18. bis 22. Jänner Gebetswoche für die Einheit der Kirche: Besuch einiger

der Veranstaltungen in dieser Woche und der Schlussveranstaltung gemeinsam mit den übrigen Bedingungen.

22. Jänner Fest des Hl. Vinzenz Palotti: Besuch einer Kirche oder Hauskapelle der Palottiner: Gebet eines Vater unsers und eines Glaubensbekenntnisses gemeinsam mit den übrigen Bedingungen.

24. Jänner: Fest des Franz von Sales: Besuch einer Kirche oder Hauskapelle der Salesianerinnen: Gebet eines Vater unsers und eines Glaubensbekenntnisses gemeinsam mit den übrigen Bedingungen.

27. Jänner Fest der Hl. Angela Merici: Besuch einer Kirche oder Hauskapelle der Ursulinen: Gebet eines Vater unsers und eines Glaubensbekenntnisses gemeinsam mit den übrigen Bedingungen.

31. Jänner: Fest des Hl. Don Bosco: Besuch einer Kirche oder Hauskapelle der Salesianer Don Bosco: Gebet eines Vater unsers und eines Glaubensbekenntnisses gemeinsam mit den übrigen Bedingungen.

 

Donnerstag, 4. Februar 2016

eucharistische Anbetung 6


Eucharistische Anbetung

Gott, unser Vater,
Du schenkst uns in Deinem Sohn, Jesus Christus,
der in Eucharistie wirklich gegenwärtig ist,
das Licht, das jeden Menschen erleuchtet,
der in diese Welt kommt,
Du schenkst uns auch das wahre Leben, das uns mit Freude erfüllt.
Wir bitten dich: gewähre uns deinem Volk,
dass wir durch dieses heilige Mahl gestärkt,
in Christus zum Licht in der Finsternis werden,
und mit Ihm, der unser Leben ist, innig verbunden bleiben.

Möge Maria, die Mutter des lebendigen Gottes,
uns stets beschützen und uns auf den Wegen unseres begleiten.

Darum bitten wir durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn,
der lebt und herrscht mit dir in der Einheit des Heiligen Geistes, in alle Ewigkeit. Amen.


Weihegebet zum Heiligen Geist
V: O Heiliger, ewiger Gott, dessen Herrlichkeit Himmel und Erde erfüllt, demütig knie ich vor Deiner unendlichen Majestät und opfere mich Dir auf, ganz und ohne Vorbehalt, mei­nen Leib und meine Seele. Ich bete an den Glanz Deiner Reinheit, Deine unwandelbare Gerechtigkeit, die Macht Deiner Liebe.
A: Du Kraft und Licht meiner Seele, durch Dich lebe ich, denke und handle ich. Lass nicht zu, dass ich wider Dich sündige oder den süßen Einsprechungen Deiner Gnade widerstehe, sondern leite Du meinen Sinn, damit ich wil­lig merke auf die Stimme Deiner Eingebung, ihr folge und in Deiner Barmherzigkeit Schutz finde gegen meine Schwachheit.

V: Anbetungswürdiger Heiliger Geist, erbarme Dich meiner Armseligkeit, bewahre mich vor Irrtum und erlange mir Vergebung, wenn ich falle.
A: O Geist des Vaters und des Sohnes, gib, dass ich mit Deiner Gnade immer und überall aus ganzem Herzen sagen kann: "Sprich, 0 Herr, Dein Diener hört!"

V: Geist der Weisheit, beherrsche alle meine Gedanken, Worte und Werke von jetzt an bis zur Stunde meines Todes.
A: Geist des Verstandes, erleuchte und belehre mich!

V. Geist des Rates, leite meine Unerfahrenheit!

A: Geist der Wissenschaft, verdränge meine Unwissenheit.
V: Geist des Starkmutes, mache mich beharr­lich im Dienste Gottes; gib mir die Kraft, in allem mit Güte und Wohlwollen, mit Sanftmut und Treue, mit Geduld und Liebe, mit Freude und Langmut zu handeln.
A: Geist der Frömmigkeit, mach mich innig und kindlich im Verkehr mit Gott.

V: Geist der Gottesfurcht, erlöse mich von al­lem Übel.
A. Geist des Friedens, gib mir Deinen Frieden!

V: Geist der Herrlichkeit, schmücke mit den himmlischen Tugenden der Reinheit und Sittsamkeit den Tempel, den Du Dir zur Wohnung auserwählt hast, und mit Deiner allmächtigen Gnade bewahre meine Seele allzeit vor dem Verderben der Sünde. A. Amen.

Heiliger Geist, beseele mich!
o Gottes Lieb', verzehre mich!
Den Weg der Wahrheit führe mich!
Maria, Mutter, schau auf mich!
Mit Deinem Jesus segne mich!
Vor aller Täuschung und Gefahr,
vor allem Übel mich bewahr! Amen.

 Der hl. Peter Julian Eymard (1811 –1868),ein glühender Apostel der Heilige Eucharistie schreibt: „Wollt ihr glücklich sein in der Liebe? - Dann lebt ohne Unterlass in seiner stets neuen Güte zu euch! Folgt Jesus in seinem Bestreben nach Liebe zu euch! Betrachtet die Schönheit seiner Tugenden, überlegt mehr das Licht seiner Liebe in euch als deren heftiges Verlangen: das Feuer eurer Liebe geht rasch vorüber, aber deren Wahrheit bleibt.

Beginnt alle eure Anbetungen mit einem Akt der Liebe und so öffnet ihr behutsam eure Seele für sein göttliches Werk. Wenn ihr mit euch selber anfangt, bleibt ihr am Weg stehen. Wenn ihr aber mit einer anderen Tugend als jener der Liebe beginnt, so steht ihr erst in der Vorbereitung: umarmt nicht zuerst das Kind seine Mutter, bevor es ihr gehorcht? Die Liebe ist die einzige Tür zum Herzen.

Habt ihr übrigens eine unangenehme Pflicht zu erledigen, fangt sie zuerst mit einem Akt der Liebe an. Sagt: Mein Gott, ich liebe dich mehr als  mich selbst; um es dir zu beweisen, will ich mit bereitem Herzen diesen Akt der Liebe, der Demut, der Selbstverleugnung usw. ausführen. Wenn euer Herz diesen Akt der Liebe ausgesprochen hat, gilt er wie vor Gott geschehen und er wird in euch eine andere Einstellung bewirken. Das, was unsere Mühe und Abneigung in unseren Pflichten und Tugendübungen verursacht, ist unsere Eigenliebe.

Wollt ihr sogar in der Liebe edelmütig sein? Dann sprecht von der Liebe Jesu selbst, von Jesus über seinen Vater, über seine Werke zur Ehre des Vaters: ihr erfreut dadurch seine Liebe zu den Menschen: ihr werdet sein Herz mit Glückseligkeit erfüllen und das eure mit Freude. - Sprecht mit Jesus über seine heilige Mutter, die er so geliebt hat, und ihr werdet in hm das Glück eines guten Sohnes erneuern. Sprecht mit ihm über die Heiligen, und ihr werdet seine Gnade in ihnen verherrlichen.


Das wahre Geheimnis der Liebe besteht darin, dass man sich selbst vergisst wie Johannes der Täufer, um jenen zu loben und zu preisen,
der ihn liebt, der sich sein Freund, sein Bräutigam nennt. Die wahre Liebe schaut nicht auf das, was sie gibt, sondern auf das, was ihr Geliebter verdient.
Dann wird Jesus mit euch zufrieden sein und zu euch über sich selber reden. Er wird euch von seiner Liebe zu euch erzählen, und euer Herz wird sich seinem Handeln öffnen, wie sich eine feuchte und durch die Nacht erkaltete Blume den Strahlen der Sonne öffnet; seine sanfte Stimme wird in eure Seele dringen, wie das Feuer einen brennenden Gegenstand durchdringt. Ihr werdet wie die Braut im Hohen Lied ausrufen: "Ich war außer mir vor Freude, als mein Geliebter zu mir redete!" Und ihr hört ihm dann schweigend zu oder verharrt vielmehr in tiefster Liebesversenkung; ihr werdet kommen und in ihm bleiben.
Was der Entwicklung der Gnade und der Liebe in uns am stärksten zuwiderläuft, ist die Tatsache, dass wir - kaum zu Füßen des guten Meisters angekommen - sofort mit ihm über uns selber reden, über unsere Sünden, Fehler und unsere geistliche Armut; das heißt, dass  wir unseren Geist ermüden beim Überdenken unserer Schwächen und unser Herz durch das Gewicht der Undankbarkeit und Untreue betrüben. Dieser Kummer führt zur Traurigkeit, und die Traurigkeit zur Entmutigung. Nur kraft der Demut, der Anstrengung und Leiden kommt man aus diesem Labyrinth heraus und gelangt wieder zu Gott.
Handelt also nicht mehr so! Die erste Regung der Seele bestimmt gewöhnlich ihre Taten. Richtet also diese erste Regung auf Gott aus! Sagt ihm: "Mein guter Jesus, wie glücklich und zufrieden bin ich, dich besuchen zu dürfen, diese Stunde mit dir zu verbringen und dir meine Liebe zu gestehen! Wie gut bist du, dass du mich gerufen hast! Wie  liebenswürdig von dir, ein so armes Geschöpf, wie ich bin, zu lieben! O ja, ich will dich lieben."
Fahre so fort. Die Liebe hat dir das Tor zu Gott geöffnet: trete ein, liebe und bete an!“


Mittwoch, 3. Februar 2016

Anbetung Göttliche Barmherzigkeit Sr. Faustyna


Heute Abend soll eine besondere Frau des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt stehen, eine begnadete Seele, die uns ein großes Vermächtnis hinterlassen hat. Diese Frau ist 1905 geboren und mit 20 Jahren in die Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit eingetreten.

Sie erhielt den Ordensnamen Maria Faustyna vom Allerheiligsten Sakrament, also genau jenes Allerheiligste Sakrament des Altars, vor dem wir uns heute versammeln. Aus der polnischen Ordensschwester wurde eine katholische Mystikerin, die im Alter von nur 33 Jahren im Jahre 1938 in Krakau verstorben ist. Im Jahr 2000 schließlich hat Papst Johannes Paul II. Schwester Faustyna Kowalska heiliggesprochen.

Es ist die wundervolle Gnade Jesu Christi, durch die Schwester Faustyna zur großen Verkünderin der Barmherzigkeit Gottes wird.  Am 22. Februar 1931 erhält sie in einer ihrer zahlreichen Visionen von Jesus den Auftrag, ein Bildnis Jesu zu malen, so wie sie ihn in ihrer Vision gesehen hat.

Das Bild zeigt den verklärten Herrn, die rechte Hand zum Segen erhoben und sein Herz, aus dem Blut und Wasser strömen: So kommen aus dem Herzen Jesu zwei Strahlen, ein roter und weißer, Blut und Wasser Christi darstellend.

Unter dem Bild stehen die Worte: Jesus, ich vertraue auf dich!“

Dieses Bild soll auf der ganzen Welt verehrt werden zum Heil der Seelen.
Es hat in kurzer Zeit eine unglaubliche Verbreitung gefunden, so hängt das Bildnis auch in unserer Kirche.

Wenn du das Bild ansiehst, denke an Jesus, der dich und alle Menschen segnet. Er ist hier vor dir, gegenwärtig im Allerheiligsten Sakrament des Altares. In der Hostie ist der Herr wirklich zugegen. Er wartet auf dich. Erzähle Jesus aus deinem Leben, lass ihn teilhaben an deinen Freuden, aber auch an deinem Schmerz.

Stell dich unter seinen Segen! Nimm alle, die dir nahestehen mit hinein in seinen Segen! Bringe alle vor Jesus, für die du eintreten möchtest!

Empfiehl seiner göttlichen Barmherzigkeit besonders jene, die dieser am meisten bedürfen!

Zögere nicht Jesus zu bitten, erbitte großes von ihm, denn dem Herrn ist nichts unmöglich!

Was brauchst du gerade jetzt? Was wünschst du dir sehnlichst?

Gibt es Eigenschaften an dir oder deinen Mitmenschen, mit denen du immer wieder haderst?

Gibt es einen Bereich in deinem Leben, mit dem du unzufrieden bist?

Lebst du mit manchen in Streit?

Gibt es Dinge, die du nicht vergessen und verzeihen kannst?

Drohen dich Ängste, Belastungen, Traurigkeit zu zerstören?

Trage alles vor den Herrn, übergib es ihm, lass los, Jesus übernimmt die Verantwortung. Gib nicht mit einer Hand und nimm es mit der anderen zurück – gib ganz, gib alles, gib dich, so wie du bist.

Gott liebt dich bedingungslos!

Wenn du das Bild ansiehst, sieh auf den roten und den weißen Strahl,

auf das Blut und das Wasser, aus dem Herzen Jesu.

Jesus hat sein Blut für uns alle vergossen – lass dich immer wieder neu reinigen und heiligen durch sein kostbares Blut.

Jesus schenkt dir die Kraft seines Blutes, nimm in der Anbetung sein Blut in mystischer Weise auf, für dich und die ganze Welt, zur Reinigung, zur Heiligung.

Das Wasser aus dem Herzen Jesu ist das Zeichen für den Heiligen Geist – den Lebensspender, „die“ Gabe Gottes.

In der Anbetung ist die beste Zeit, ihn herabzurufen auf dich und die ganze Welt, unsere Welt, die ihn so sehr braucht: „Komm Heiliger Geist, komm und erfülle mich, erfülle uns ganz!“

 Gebet vor dem Allerheiligsten Altarsakrament

 P. Hochgelobt und angebetet sei das Heiligste Sakrament des Altares
A. Von nun an bis in Ewigkeit. Amen.

 P. Sei gelobt, Gott, im Werk Deiner Barmherzigkeit, sei gepriesen durch alle Herzen, die Dir in Treue ergeben. Auf ihnen ruht Dein Blick zu jeder Zeit, in ihnen birgt sich Dein ewiges Leben.
A: Jesus der Barmherzigkeit, nach leidvollem Leben aufs Kreuz gestreckt, durch der Sünde Macht, hast Du Dich in Liebe uns hingegeben, für uns Dein Werk auf Erden vollbracht.

P. Aus unbegreiflicher Liebe Blut und Wasser aus Deinem Herzen sprießen, Du ließest durchbohren Deinen heiligen Leib. Den Quell des Erbarmens für uns erschließen. In diesem Born ist für uns, Deine Kinder, Trost und Linderung bereit.
A: Dein Erbarmen blieb bei uns im heiligsten Sakrament, aus Liebe hast Du gütigste Vorsorge getroffen. Wenn auf dem Lebensweg Mühsal und Leiden entbrennen, wir nicht verzweifeln, sondern auf Deine Barmherzigkeit hoffen.

P. Sollten auch Sünden der ganzen Welt meine Seele belasten, darf ich nicht zweifeln, nicht eine Minute. Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit fassen, der bußfertigen Seele schenkt Gott seine Güte.
A: O unaussprechliche Barmherzigkeit des Herrn, der Güte Quelle und der Barmherzigkeit. Vertraue, Seele, geh' hin zu ihr gern, bei Gott findest du keine Bitterkeit.

P. Denn Er ist das Feuer mächtiger Liebe, wenn wir ehrlich Ihm nah'n, voller Vertrauen, ist Sünde, Elend, Wut von uns geblieben, Er begleicht unsere Schuld, wenn wir auf Ihn bauen.

Ehre sei dem Vater .....                                                       (HI. Faustine)
 
 
 
 
ROSENKRANZ ZUR GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT
Anfang:           Vater unser,
                        Gegrüßet seist du, Maria
                       Glaubensbekenntnis
Große Perlen:
Ewiger Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit
                   Deines über alles geliebten Sohnes,
                   unseres Herrn Jesus Christus,
                   zur Sühne für unsere Sünden
                   und für die Sünden der ganzen Welt.
 Kleine Perlen:
             Durch sein schmerzhaftes Leiden
         habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.
 
Am Schluss (3-mal):
        Heiliger Gott,
        heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott,
        habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.
O Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit für uns entströmt – Jesus ich vertraue auf dich!
 
 
 

Maiandacht

  Marienandacht V          Allmächtiger Vater, wir preisen dich und danken dir, dass du Maria so wunderbar begnadet hast; sie ist die unve...