Donnerstag, 28. Januar 2016

5. Anbetung


Gebet vor dem Allerheiligsten Sakrament
O Jesus, mein Herr und Gott, ich glaube, dass Du im heiligsten Sakrament als Gott und Mensch, mit Leib und Seele, mit Fleisch und Blut wahrhaft, wirklich und mit ganzem Wesen gegenwärtig bist. Meinen leiblichen Augen bist Du zwar verborgen, aber im Lichte des Glaubens schaue ich Dich mit den Augen des Geistes und erkenne unter der Gestalt des Brotes Deine göttliche Majestät und Herrlichkeit. - Stärke meinen Glauben, o Jesus!
Ich glaube und bekenne, dass Du in diesem Geheimnis derselbe bist, der von Ewigkeit zu Ewigkeit als einiger Gott lebt und regiert mit dem Vater und dem Heiligen Geiste; dass Du derselbe bist, der in der Fülle der Zeiten aus Liebe zu uns vom Himmel herabgekommen und Mensch geworden ist; dass Du derselbe bist, der um unseres Heiles willen am Kreuze gestorben, aus dem Grabe wieder auferstanden und glorreich in den Himmel aufgefahren ist und dereinst kommen wird, zu richten die Lebenden und die Toten. - Stärke meinen Glauben, o Jesus! Ich glaube, dass dieser Dein Leib wahrhaft eine Speise und Dein Blut wahrhaft ein Trank ist; dass Du mir diese himmlische Speise zur Nahrung meiner Seele und zum Unterpfand meiner künftigen Auferstehung bereitest. In diesem Glauben, o Jesus, beuge ich meine Knie und bete Dich in tiefster Demut an als meinen Herrn und Gott, als meinen Erlöser und Seligmacher. Möchten doch alle Menschen Dich erkennen und lieben, Dich preisen und anbeten, wie die Auserwählten des Himmels, die Dich im Glanze Deiner göttlichen Majestät schauen und nicht aufhören, Dich zu loben und zu verherrlichen. Amen.


O Jesus, Du lebst in der heiligen Eucharistie, aber du schweigst. Du willst vom Tabernakel aus den Menschen Deine Güte, Deine Barmherzigkeit nicht mehr durch Worte und Wunder zeigen wie in den Tagen Deines Erdenlebens. Du möchtest aber doch, dass die Menschen Deine Liebe fühlen. Darum biete ich mich Dir an. Bediene Dich aller Glieder meines Leibes, aller Fähigkeiten meiner Seele, lass durch mich geschehen, was Du auf Erden denen getan hast, die Du liebtest!

O Jesus, Du hast in Deiner Ölbergverlassenheit und Todesangst um Trost zum himmlischen Vater gebeten. Du weißt, es gibt Seelen, die auf Erden keine Stützen, keinen Tröster haben. Sende Ihnen einen Engel, der ihnen Freude bringt!

O Jesus, Du wünschest Menschen, die von Deiner Liebe sprechen, die den Armen, Ausgestoßenen sagen, dass sie nicht verloren sind, den Mutlosen, dass sie einen Vater haben.

O Jesus, nimm mich dazu! Und damit nicht etwa Eitelkeit verderbe, was nur von Dir kommt, mache, dass ich, ohne es selbst zu wissen, Worte und Beweise der Kraft, der Liebe, des Wohlwollens und Verzeihens gebe! Jeder Tag soll mir als verloren gelten, an dem ich nicht von Deiner Güte Zeugnis gebe.

O Jesus, der Du so geduldig warst, so bereit, immer wieder die gleichen Lehren zu geben, mache mich geduldig im Anhören, geduldig im Helfen, mache mich stark, damit ich ein freundliches Wesen zeige, auch wenn mir ein Mensch lästig wird! Und wenn ich so schwach bin, meine Müdigkeit, meine Langeweile und Ungeduld zu verraten, dann gib, dass ich dies rasch durch ein liebevolles Wort wieder ausgleiche!

O Jesus, der Du mit unendlicher Zartheit auf die Gelegenheit, Gutes zu tun, gewartet hast, gib mir, dass ich die Leiden errate, die die Schüchternheit und Furcht verbergen! Gib mir, dass ich mutig helfe! Gib mir Zartgefühl, damit ich nicht verletze, sondern Öl gieße auf alle Wunden.

O Jesus, du suchst treue Ausspender für Deine Schätze und Deine Freuden. Gib mir viel, damit ich vielen gebe! Nimm meine Hände zum Heilen und Almosen verteilen: sie sollen für alle arbeiten, allen zu Hilfe kommen! Lass mich nie vergessen, dass ich zum Dienen auf Erden bin, wie Du es warst!

O Jesus, der Du die Seelen so innig liebst, dem nur die Seele etwas gilt, mag die äußere Form schön oder abstoßend, der Charakter sanft oder reizbar sein, gib, dass auch ich in meinen Begegnungen mit den Menschen nur die Seelen sehe und die Seelen suche und liebe, für die Du am Kreuze gestorben bist! Amen.

Um die Sieben Gaben des Heiligen Geistes
Komm, Heiliger Geist, Du Geist der Weis­heit! Belehre unsere Herzen, damit wir unser letztes Ziel und Ende immer vor Augen ha­ben, die himmlischen Güter allen irdischen vorziehen und den Weg erkennen, der zum ewigen Leben führt.
A: Gegrüßet seist Du, Maria ...

Komm, Heiliger Geist, Du Geist des Ver­standes! Erleuchte uns, auf dass wir die Ge­heimnisse des Heiles recht verstehen, im Lichte des heiligen Glaubens wandeln und in allen Verhältnissen des Lebens die Hand der Vorsehung erkennen.
A: Gegrüßet seist Du, Maria ...

Komm, Heiliger Geist, Du Geist des Rates! Stehe uns gnädig bei in allen Schwierigkei­ten und Zweifeln. Lass uns erkennen, was Dir zur Ehre und uns zum Heile gereicht. Be­wahre uns vor Irrwegen und leite uns sicher auf den rechten Pfad Deiner Gebote.
A: Gegrüßet seist Du, Maria ...

Komm, Heiliger Geist, Du Geist der Stärke! Gib unserem schwachen Willen Kraft in den Versuchungen und Leiden dieses Lebens. Lass uns alle Menschfurcht ablegen, den Glauben mutig bekennen, in der Trübsal ge­duldig ausharren und den Nachstellungen des Teufels standhaft widerstehen.
A: Gegrüßet seist Du, Maria ...

Komm, Heiliger Geist, Du Geist der Wis­senschaft! Lehre uns in den Wunderwerken der Schöpfung Deine Allmacht, Weisheit und Liebe erkennen und Dich preisen, den Anfang und das Ende aller Dinge. Schreibe Dein Gesetz uns tief ins Herz hinein, auf dass wir unser Leben in Wort und Tat nach den Mahnungen und Warnungen des Gewissens einrichten.
A: Gegrüßet seist Du, Maria ...

Komm, Heiliger Geist, Du Geist der Fröm­migkeit! Gib uns die Gesinnung kindlicher Hingabe und herzlichen Vertrauens zu Gort, unserem Vater. Wecke in uns wahre Groß­mut in Deinem Geiste. Lass uns vor keinem Opfer zurückschrecken.
A: Gegrüßet seist Du, Maria ...

Komm, Heiliger Geist, Du Geist der Furcht des Herrn! Durchdringe unsere Herzen mit heiliger Ehrfurcht, die der Anfang der Weis­heit ist.
A: Gegrüßet seist Du, Maria

Der hl. Peter Julian Eymard (1811 –1868),ein glühender Apostel der Heilige Eucharistie schreibt: „Gegenstand der eucharistischen Anbetung ist die göttliche Person Unseres Herrn Jesus Christus, der im Altarssakramente gegenwärtig ist.
Dort lebt er und will, dass wir mit ihm sprechen, und er wird zu uns sprechen.
Jeder kann mit Unserem Herrn sprechen. Ist er nicht da für alle? Ruft er uns nicht zu: "Kommet alle zu mir"?
Diese Zwiesprache, welche sich zwischen dem Menschen und Unserem Herrn abwickelt, das ist die wahre Betrachtung und Anbetung.
Jeder hat dafür seine Gnade.
Die Betrachtung bedeutet eine fromme und praktische Überlegung zu einem christlichen Gedanken.
Man kann darin auch die Verinnerlichung des Wortes Gottes, einer Gnade oder empfangenen Wohltat sehen.
Jeder ist zur Betrachtung fähig: dazu braucht es nur den guten Willen; denn ob man über den einen oder den anderen Gegenstand betrachtet, die Arbeit des Geistes ist die gleiche. Alles hängt von der Gewöhnung ab.
Damit jedoch allen die Betrachtung gelingt, Muss man sie gemäß der Gnade und in der gerade bestehenden Verfassung halten. Weil man seinem Geist oder der eben erhaltenen Gnade Gewalt antut, deshalb kann man nicht betrachten. Die Seele braucht ihre besondere Gnade genauso wie der Leib.
Um der Betrachtung einen natürlichen Verlauf zu ermöglichen, Muss der Geist den Anfang machen, hernach soll das Herz lieben, und der Wille schließlich ans Werk gehen.
Der hl. Augustinus erklärt diese Wahrheit anhand eines passenden Vergleiches mit der Arbeit einer Stickerin: die Nadel sticht durch das Gewebe: so dringt der Geist in den Betrachtungsgegenstand ein; - der Faden folgt der Nadel: das ist die Zuneigung des Herzens; man liebt nur das, was man kennt. Schließlich bildet der Faden eine endgültige Zeichnung: das ist die praktische Seite des Gebetes: in unsere Seele eine Eigenschaft oder eine Tugend Unseres Herrn hineinsticken.
Zur Verinnerlichung einer Glaubenswahrheit oder Tugend braucht unsere Seele eine gewisse Zeit; nur behutsam voranschreitenden Seelen gelingt es, in einer Sache Meister zu werden. Das Eisen rötet sich nicht sofort durch das Feuer. Und es ist sicher, dass man an einer Wahrheit umso mehr Schönheiten entdeckt, je tiefer man darin eindringt.
Es ist eine absolute Regel, dass der Geist in der Erforschung einer Wahrheit vom Bekannten zum Unbekannten vorwärtsschreitet. Solange also eine Seele in einer Wahrheit neue Nahrung findet, geht sie davon nicht ab! Die beste Nahrung ist jene, die man am leichtesten verdaut.
Man soll nicht glauben, dass man damit seine Zeit verschwendet: alle Tugenden sind genau wie alle Wahrheiten Schwestern; der kleinste Strahl führt zur ganzen Sonne und spiegelt sie uns wider.“
 

Mittwoch, 27. Januar 2016

Frei und Heil werden durch die Hl. Beichte


 

F R E I   und   H E I L    W E R D E N
Heilung und Befreiung durch das Sakrament der Hl. Beichte! Hiermit ein Beichtspiegel für eine tiefere Gewissenserforschung. 5 B für eine gute, heilige und heilsame Beichte: Besinnen, Bereuen, Bessern, Bekennen, Büßen. Möge der Hl. Geist viel Einsicht und Weisheit, Erkenntnis und Stärke dabei schenken.

I. Blatt des Okkulten
(Von Henri Lernay aus verschiedenen Quellen zusammengestellt)

Kreuze jede Handlung an, an der du aus Neugier oder bewusst teilgenommen hast, dann bereue alles aus tiefstem Herzen und bekenne und beichte alle Sünden, in der Anzahl oder Dauer :

I. Wahrsagerei: Wissen aus verbotenen Quellen suchen
(Dt. 18,9-16, Daniel 2.26-28, Apg 16)

* Alles mit Wahrsagerei Zusammenhängende: Hast du einen Wahrsager um die Vorhersage deiner Zukunft gebeten, einen Parapsychologen oder einen Handlesen? Hast du eine Kristallkugel verwendet oder Lesen aus Teeblättern praktiziert, egal, welche Form der Wahrsagerei?
* Bist du deinem Horoskop gefolgt oder hast du eine astrologische Karte zur Vorhersage deiner Zukunft angefertigt? Hast du andere mit deiner Geburt verbundene Arten von Zeichen gedeutet?

* Hast du jemals eine Lesung mit Tarotkarten gehabt? Mit dem Sati-spiel? Karte der inneren Augen? Zukunftsvorhersage nach Lenormand? Kartenlegen?

* Hast du mit einer Drehscheibe (Ouija-Brett) gespielt? Hast du jemals ein Medium oder einen Numerologen persönlich oder per Telefon konsultiert?

* Warst du schon  einmal Rutengänger?

 * Hast du dich des Pendelschwingens bedient, um etwas zu finden?

* Hast du jemals als Medium agiert?

* Hast du automatisches Schreiben praktiziert?
 

II. Spiritismus: Kontakt mit dem verbotenen übernatürlichen Bereich.
(1Sam 28,7-11; 2Kön 2,21,6; Jes 8,19-22)

* Hast du schon einmal an einer spiritistischen Sitzung teilgenommen? Glaubst du an die Wiedergeburt (Reinkarnation)? Hast du einem Kurs über Reinkarnation beigewohnt?
* Warst du ein Jünger von Edgar Cayce, von Jean Dixon, Shirey Maclaine, von Ron Hubbard oder sonst einem Autor des New Age?

* Haben andere in deinem Namen einen Vorhersager oder Okkultisten aufgesucht?

* Hast du transzendentale Meditation oder Yoga (Kundalini, Chakren, drittes Auge, Kamasutra, Tantrismus) praktiziert?

* Hast du jemals an einer Gedankenkontrolle über ein Tier oder ein menschliches Wesen teilgenommen, an außersinnlicher Wahrnehmung oder an Hypnotismus?

* Hast du jemals jenseitige Erscheinungen gesucht oder damit kommuniziert?

* Hast du jemals einen Zauber angewendet oder ein Amulett benützt zu deinem Schutz oder als Glücksbringer 

III. Hexerei: Suche nach der Macht verbotener Quellen
(Gal 5,19-20; Mi 5,12; 1 Sam 15,23)

* Hast du Bücher über Hexerei studiert?

* Hast du jemanden verhext? Hast du an Spielen okkulten Charakters teilgenommen, die übersinnliche Wahrnehmung benützen, und Verhexungen aussprechen (Dungeon and Dragons, Pokémon etc.), die Telepathie und Hypnose versuchen etc.?

* Hast du jemals schwarze Magie praktiziert oder jemanden verflucht? Hast du weiße Magie ausgeübt? Hast du dich der Praktiken des Woodoo bedient?

* Hast du jemals einen Spiritisten gebeten, dich zu heilen, oder einen Heiler, einen Hypnotiseur, einen Schamanen? Oder suchst du die Heilung durch Zauberei, Amulette, Elemente oder Beschwörungen? Oder durch Reiki?

* Hast du jemals die Levitation (Schweben) von Gegenständen oder Personen, Telepathie Sternenflug praktiziert?

* Bist du imstande, Warzen zum Verschwinden zu bringen, oder Blutungen zu stoppen? Hast du irgendeine Gabe der Heilung geerbt?

* Hast du einen Hang zum Aberglauben oder eine Faszination für das Böse?

 

IV. Kontakt/Assoziierung

* Besitzt du Bücher über Astrologie oder Wahrsagerei? Eine Halskette oder ein Schmuckstück mit Tierkreiszeichen?

* Hast du ein Amulett oder einen Gegenstand von einer Person erhalten, die in okkulte Wissenschaften verwickelt ist?

• Hast du bei dir zuhause als Dekoration eine Figur oder ein Porträt von Buddha, eines indischen oder heidnischen Gottes oder Göttin?

* Warst du Mitglied der Freimaurer (wie z.B. Stern des Orients, Molay, der Töchter (Mädchen) des Regenbogens, Rosenkreuzer oder einer theosophischen Gruppe)?

* Bist du durch riskante Gelübde Eide gebunden, die von Drohungen belastet sind, die dich treffen können, wenn du sie brichst? Hast du durch Gegenstände gebunden: einheitliche Ringe, Ketten, Kleidungsstücke, die Symbole deiner Mitgliedschaft sind?

* Hast du ein Nahrungsmittel gegessen oder an einem Ritual mitgewirkt als Zeichen eines indirekt und stillschweigend abgeschlossenen Übereinkommens, oder etwas genommen, was Gottheiten geweiht war?
* Hast du Bücher über Channeling?
* Hattest du eine intime Beziehung mit jemandem, der in Zauberei usw. verwickelt (z B. die Frau eines Hexenmeisters)?
* Hast du einen Gegenstand bei dir, der dir von jemandem gegeben wurde, der in okkulte verstrickt ist?

* Wurdest du mit Seelenmassage, Esalen, Jin Shin. Do oder Shiatsu behandelt?

* Verfügst du über zweifelhafte Videos/ DVDs, CDs? Horror oder Vampire. „Tödliche Spur « oder „Pavillon des Vergessens"? Zen-Entspannungsmusik, oder „Dream Sleep" (Traumschlaf)? Oder zweifelhafte Bücher: „Das Geheimnis" von Rhonda Byrne oder „Der Bereich der Parapsychologie“ von Luc Desloges oder „Richtung Glück“ von Henri Premont?

* Bemühst du dich, sie zu zerstören oder mit diesen Bindungen zu brechen?

 
V. Übertragene Bindungen
(Ex 34,6.7;Num 14,17-19, 14,17-19, Dt 5,8-10; Ps 33,11; Apg 2,38-39)

* War einer deiner Vorfahren verwickelt in Zauberei, eine heidnische Religion oder Wahrsagerei?

* War einer deiner Vorfahren ein Mitglied der Freimaurerei, der Rosenkreuzer, Alchimisten, Hermetiker oder des Druidentums?

VI. Dämonenkult
(2Chron 2,15; Ps 106,37; Off 9,20-21)

* Hast du jemals einer Versammlung von Hexen oder Hexenmeistern beigewohnt?

* Hast du viel Musik gehört, die von schlechtem oder gar satanischem Einfluss durchdrungen war:  Kiss, Carlos Santana, Kurt Cobain und Nirwana, Lady Gaga, etc; warst du bei ihren Konzerten?

* Hast du jemals einer Gruppe von Zauberern angehört?

* Hast du jemals einer schwarzen (satanischen) Messe beigewohnt?

* Hast du jemals Satan ein Versprechen gegeben oder einen Pakt mit ihm geschlossen?

* Hast du jemals einen Blutpakt mit Satan abgeschlossen?

* Bist du Opfer eines satanischen rituellen Missbrauchs geworden?

* Hast du jemals in einem heidnischen Tempel angebetet?
 

VII. Schlechte Gewohnheiten, die zu Unterwerfung und Besessenheit führen.

* Warst du jemals, über einen längeren Zeitraum, in schlechte Aktivitäten verwickelt, die abhängig machen und durch einen Geist der Sünde fesseln: Alkohol, Drogen, Pornographie, Homosexualität, Masturbation, Ehebruch, Hass, Verzweiflung Unversöhnlichkeit?

* Warst du jemals mit großer Intensität in schlechte Aktivitäten verwickelt, die durch einen Geist der Sünde niederdrücken: eine Abtreibung zu verlangen, sich ihr zu unterziehen, dazu zu ermutigen oder zu raten, oder daran teilzunehmen; einen Selbstmord oder Mord zu planen oder zu versuchen?

* Hast du jemals Drogen in der Weise genommen, dass du dich damit einer schlechten Präsenz ausgesetzt hast, während dein Geist anderswo schutzlos auf Reise war?

Gewissenserforschung (nach P. Ghislain Roy)

1. „DU SOLLST GOTT ANBETEN UND IHN ÜBER ALLES LIEBEN“
Bete ich andere Götter als den Gott Jesus Christus an?

Liebe ich Jesus? Zeige ich es ihm? Wie?
Danke ich Gott für das, was mir gibt? Bin ich lau durch die Vernachlässigung religiösen Pflichten?
Bin ich faul in meinem christlichen Leben? Bilde ich mich religiös weiter, damit mein Glaube wächst?
Lese ich das Wort Gottes? Ermutige ich meine Brüder, Freunde, Kinder zum katechetischen Unterricht zu gehen?
Bete ich jeden Tag? Allein, mit meiner Familie, Freunden? Gebe ich ein gutes Bespiel im Glauben?
Begehe ich Sakrilegien, indem ich im Zustand der schweren Sünde die Kommunion empfange oder absichtlich Sünden verschweige bei der Beichte, etc.?
Bezweifle ich Gott und seine Verheißungen absichtlich?

Mache ich nichts, um gegen meine Zweifel anzukämpfen?

Versuche ich Gott, indem ich ihn auf die Probe stelle? Verzweifle an Gott?

Bin ich anmaßend: indem ich mich zu sehr auf mich oder auf die Allmacht und Vergebung Gottes Ohne Anstrengung meinerseits verlasse?

Praktiziere ich Hexerei? Weiße oder schwarze Magie?
Bin ich in einem esoterischen Zirkel: Freimaurer, Rosenkreuzer, etc.?
Lese ich Bücher über Esoterik und Magie?

Suche ich Rat bei einem Fetisch-Priester, Hellseher, Kaurimuschel-Zauberer, Wahrsager, Energetiker, Magnetiseur durch Horoskope?
Nehme ich an heidnischen Opfern teil? Habe ich für die Gesundheit, für den Erfolg bei einer Prüfung, für die Arbeit geopfert oder um ein Kind haben zu können etc.?
Setze ich mein Vertrauen in Amulette? Trage ich sie bei mir, um mich zu schützen?
Bin ich abergläubisch? Nehme ich an Reiki-, Yoga-, oder anderen esoterischen Praktiken teil?

2. „DU SOLLST DEN NAMEN GOTTES ANDÄCHTIG AUSSPRECHEN“
Habe ich gelästert? Preise, lobe und verherrliche ich den Namen des Herrn?


Habe ich den Namen des Herrn respektlos ausgesprochen?

Habe ich schlecht von Gott gesprochen? Von Jesus? Habe ich schlecht von der Kirche geredet? Von den Priestern?

Verwende ich den Namen Gottes, um Lügen glaubhaft zu machen?

Habe ich im Namen Gottes falsche Versprechungen gemacht?

Habe ich ungerechtfertigt oder unnötig im Namen Gottes geschworen?

Habe ich einen Meineid abgelegt?

Habe ich in Gedanken und/oder Worten mit oder ohne den Namen Gottes Flüche ausgesprochen?

3. „DU SOLLST DEN TAG DES HERRN HEILIGEN“
Ist der Sonntag für mich wirklich der Tag des Herrn?

Gehe ich in die Kirche? Komme ich pünktlich? Bete und singe mit den anderen?

Kommuniziere ich mit Glauben? Nähere ich mich dem Sakrament der Versöhnung, wenn ich es brauche? Ermutige ich die anderen zu beten, zur Kirche zu gehen?

Verbringe ich am Sonntag Zeit mit meiner Familie? Lebe ich am Sonntag im Müßiggang?

Arbeite ich am Sonntag, um Geld zu verdienen und nicht einzig zur Ehre Gottes und aus Nächstenliebe? Lass ich meine Angestellten am Sonntag arbeiten?

4. „DU SOLLST VATER UND MUTTER EHREN“
Liebe ich meine Eltern? Respektiere ich sie? Gehorche ich ihnen? Zeige ich ihnen meine Dankbarkeit?

Erweise ich ihnen unentgeltliche Dienste? Kümmere ich mich um sie im Alter?

Respektiere ich meine Vorgesetzten? Meine Ausbilder? Meine Lehrer? Meine Führungskräfte?

Die gesetzlichen Behörden? Bete ich für die Führungskräfte und Autoritäten?

Kämpfe ich gegen Scheidungen und Zusammenleben ohne Trauschein?

Lasse ich meinen Kindern eine gute christliche und menschliche Erziehung angedeihen?

Erfülle ich als Vater oder Mutter meine Pflichten gegenüber den Kindern?

5. „DU SOLLST NICHT TÖTEN“
Kümmere ich mich um die Gesundheit meiner Familie? Meiner Kinder? Kaufe ich die notwendigen Medikamente?

Habe ich freiwillig eine Abtreibung durchführen lassen? Habe ich ein Mädchen ermutigt, abzutreiben oder ihm dabei geholfen?
Habe ich Hass in meinem Herzen?

Verweigere ich anderen meine Vergebung?

Verfluche ich die anderen? Wünsche ich ihnen Böses?

Werde ich wütend und zornig?

Will ich immer Recht haben?

Beleidige ich die Kleinen? Die Großen? Verletze ich durch böse Worte?

Verletze ich durch vorsätzliche Schläge?

Ich habe einen mir ausgelieferten, entwaffneten Dieb heftig geschlagen?

Habe ich Menschen in Gefahr nicht geholfen?

Setze ich ohne ernsthaften Grund das Leben meiner Mitmenschen dem Tode aus?

Ich bin mitschuldig an Waffen- und Drogenhandel, Handel mit Menschen: Kinder, Frauen, etc.? Töte ich durch Gift, Zauberei, Fetisch-Praktiken?

Führe ich als Arzt, Pharmazeut oder Krankenpfleger Euthanasie und Abtreibungen durch?

Bin ich durch meinen Rat, mein Schweigen mein Geschäft mitschuldig?

Führe ich Folterungen durch? Fördere ich Entführungen und Terrorismus? Will ich mich töten? Ermutige ich zu Selbstmord?

Lasse ich als verantwortlicher Bürger, Justizbeamter etc. zu, dass sich Gewalt durch Korruption ausbreitet?

Halte ich Vorträge, die den Hass nähren? Kaufe ich Zeitungen oder höre Medien, die Böses nähren?

6. „DU SOLLST NICHT UNKEUSCHHEIT TREIBEN“
Respektiere ich meinen Körper? Den Körper der anderen?

Bin ich rein in meinen Blicken, Gedanken, Worten, Werken, meiner Kleidung?

Mangelt es mir an Schamgefühl?

Betrachte ich pornografische Bücher und Filme?

Betreibe ich Selbstbefriedigung? Habe ich Probleme mit Mädchen? Mit Burschen?

Lebe ich in Unzucht? Ausschweifung?

Biete ich meinen Körper für Geld an? Bin ich homosexuell (lesbisch)?

Unterhalte ich eine homosexuelle Beziehung, um Erfahrung zu machen?

Habe ich eine sexuelle Beziehung zu einem Tier?

Habe ich Inzest begangen? Einen pädophilen Akt?

Trinke ich zu viel? Rauche ich? Nehme ich Drogen? Allein oder mit anderen?

7. „DU SOLLST NICHT STEHLEN"
Habe ich gestohlen: Was? Wieviel?

Habe ich nicht zurückgegeben oder zurückerstattet, was ich gestohlen habe?

Habe ich Geliehenes ruiniert? Habe ich mir Geliehenes verspätet zurückgegeben?

Habe ich mir Geliehenes behalten?

Habe ich mein Geld verschwendet? Das Geld meiner Eltern?

Habe ich öffentliche Mittel veruntreut?

Fälsche ich Rechnungen?

Spiele ich mit Geld?

Kaufe ich sehr teure Kleidungsstücke?

Verwende ich es falsch anstatt es für Gutes einzusetzen?

Bitte ich andere um Geld, obwohl ich nicht das Recht dazu habe?

Verschwende ich mein Geld in Spielen?

Weigere ich mich, meine Schulden zu zahlen?

Arbeite ich gewissenlos und lasse mich noch dafür bezahlen?
Habe ich Tricks versucht?

Habe ich fahrlässig die Kirchensteuer nicht bezahlt?

Habe ich meine Mitarbeiter im Unternehmen hereingelegt?

Durch schlechte oder tu spät bezahlte Lohne?

 
8. „DU SOLLST NICHT LÜGEN“
Lüge ich? Um zu tauschen? Um mich Zu entschuldigen?

Habe ich fälschlicherweise schlecht über andere geredet?

Lege ich falsches Zeugnis ab? Verleumde ich? Urteile ich leichtfertig über andere?

Stelle ich grundlos Böse heraus, was die anderen tun?

Habe ich oft mir Anvertrautes verraten?

Schwindle ich beim Spielen? In der Schule?

Mache ich falsche Versprechungen?

Bestreite, verberge ich dass ich Christ/in bin?

Schmeichle ich aus Eigennutz? Prahle ich?

Verehre ich eine Person so sehr, dass ich sie auf schlechten Weg noch ermuntere?

9. „DU SOLLST NICHT DIE EHE BRECHEN“
Liebe ich meinen Mann meine Frau?

Vertraue ich ihm (ihr)?

Teile ich alles mit ihm (ihr)?

Kann ich ihm (ihr) und ihn (sie) ermutigen?

Achte ich den Körper meiner Frau oder den meines Mannes?

Habe ich unkeuschen und respektlosen Geschlechtsverkehr mit ihr?

Nehme ich ihren Körper nur als Lustobjekt?

Missbrauche ich sie sexuell? Zeige ich ihr Zärtlichkeit?

Bin ich meinem Mann/meiner Frau treu?

Frequentiere ich Prostituierte?

Betrüge ich meinen Mann oder meine Frau?

Lebe ich in Polygamie?

Lebe ich in wilder Ehe und weigere mich, kirchlich heiraten?

Schiebe ich meine Eheschließung immer wieder hinaus?

Lebe ich in Scheidung oder bin geschieden?

Ermuntere ich zu Scheidung oder freiem Zusammenleben?

Weigere ich mich, Kinder zu haben, weil sie teuer kommen?

Habe ich mich sterilisieren lassen? Oder habe ich meine Frau sterilisieren lassen?

10. „DU SOLLST NICHT BEGEHREN WAS DIR NICHT GEHÖRT“
Begehre ich, was mir nicht gehört?

Bin ich traurig, weil ich etwas nicht besitze?

Dass ich nicht genug besitze?

Nicht genug besitzen macht mich krank?

Bin ich traurig über das Gute, das meinem Nächsten geschieht?

Fühle ich mich unglücklich über seinen Erfolg?

Bin ich eifersüchtig auf die anderen?

Beneide ich die Reichen?

Spreche ich schlecht über sie?

Wünsche ich ihnen Böses?

Träume ich Dingen, die weit über meine Verhältnisse gehen?

Bettle ich mühelos?

Lebe ich auf Kosten der anderen, ohne etwas zu tun?

Fröne ich der Faulheit?

Vergeude ich Zeit, statt meine Arbeit zu tun?

Mache ich meine Aufgaben schlecht?

Lerne ich meine Lektionen schlecht?

 

DIE GEBOTE DER KIRCHE

Du sollst am Sonntag und an den anderen gebotenen Feiertagen der heiligen Messe andächtig beiwohnen und die Arbeiten ruhen lassen.

Du sollst deine Sünden wenigstens einmal jährlich beichten.

Du sollst wenigstens zur österlichen Zeit die heilige Kommunion empfangen.

Du sollst die von der Kirche gebotenenen Fast- und Abstinenztage halten.

Du sollst der Kirche in ihren Erfordernissen beistehen.

DIE SIEBEN HAUPTSÜNDEN

Hoffart (Stolz oder Hochmut), Geiz, Unkeuschheit, Neid, Unmäßigkeit, Zorn, Trägheit

Hl. Beichte
Eines der sieben Sakramente der katholischen Kirche ist das Bußsakrament oder kurz die Beichte, auch Sakrament der Versöhnung genannt. Wir Christen benötigen die Beichte um die Taufgnade wieder herzustellen um als neuer Mensch vor Gott und der Kirchengemeinschaft zu stehen.

Um vom Priester die Lossprechung zu erhalten, müssen wir 
1. unser Gewissen erforschen
 
2. unsere Sünden und Fehler mit Reue erkennen
3. den Vorsatz der Besserung haben
4. für Buße und Wiedergutmachung bereit sein und
 
5. persönlich vor dem Priester unsere Sünden bekennen.
 

Um die Beichte ablegen zu können nehmen wir entweder die Beichtgelegenheiten in den Pfarreien im Beichtstuhl an oder vereinbaren mit einem Priester einen Termin zu einem Beichtgespräch, das in einem Beichtzimmer stattfindet.

Nachfolgende Bibelstellen aus dem Neuen Testament weisen auf die Beichte hin:
"Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert."
 (Joh 20,21–23)

"Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein." (Mt 16,19)

"Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein." (Mt 18,18)

 

Freitag, 22. Januar 2016

Anbetung 4


Er gab sein Leben für uns

V: Herr Jesus Christus, Du bist der Gute Hirt. Du hast Dein Leben hingegeben für Deine Schafe. Um uns vor dem ewigen Tode zu retten, hast Du Dich selbst dem Vater dargebracht. Du hast unsere Sünden mit Deinem Leib auf das Holz des Kreuzes getragen, damit wir der Sünde gestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch Deine Wunden wurden wir geheilt. Wir waren wie verirrte Schafe. Jetzt aber sind wir heimgekehrt zum Hirten unserer Seelen (nach i Petr 2,24.).
A: Dank sei Dir, Herr.
V: Als guter Hirt willst Du Deinen Schafen nahe sein. Du hast vor Deiner Himmelfahrt dem heiligen Petrus und seinen Nachfolgern die Sorge für Deine ganze Herde anvertraut. Du hast ihm Deinen Beistand versprochen bis ans Ende der Zeiten.
A: Du selber sorgst durch ihn für Deine Herde.
V: Aber Du wolltest auch selbst den Deinen spürbar nahe sein. Darum hast Du uns dieses Sakrament geschenkt. Ein Gedanke Deiner gottmenschlichen Liebe ist es gewesen. Du hast die Deinen, die in der Welt sind, geliebt bis an die Grenze des Möglichen. Nicht nur in Deiner göttlichen Allgegenwart, sondern auch in deinem Menschsein wolltest Du überall zugegen sein, wo Menschen leben, die an Dich glauben.
A: Dank sei Dir, Herr. Wir beten Dich an im Sakrament Deiner Liebe.
V: Der gute Hirt führt seine Schafe auf gute Weide. Du tust unbegreiflich mehr: Dein eigenes Fleisch und Blut gibst Du den Deinen zur Speise hin,
A: damit sie das Leben haben I und es in Fülle haben.
V: Du bist der Gute Hirt. Halleluja!

A: Du kennst die Deinen, / und die Deinen kennen Dich. Halleluja!

V: Wir danken Dir, Herr Jesus Christus, Du Guter Hirt, dass Du uns in unverdienter Gnade in Deine Herde berufen hast. Bewahre uns vor den Feinden, die immer wieder in Deine Herde einbrechen. Vor allem aber lass uns auch heute Deine Stimme hören, damit wir nicht in die Irre gehen, sondern in Dir das Leben finden. Der Du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.
A: Amen. V: Ehre sei... A: Wie im Anfang...

Lass uns alle eins sein

V: Göttlicher Heiland, Guter Hirt, Du hast gesagt: Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus dieser Hürde sind. Führe auch sie herbei, lass sie auf Deine Stimme hören,
A: auf dass nur eine Herde sei I und nur ein Hirt.
V: Mit großem Vertrauen bringen wir dieses Gebet um Einheit vor Dich hier im heiligsten Sakrament. Du hast ja selbst in der feierlichen Stunde, in der Du uns dieses Sakrament geschenkt hast, zum Vater gebetet: „Lass alle eins sein. Wie du, Vater in mir bist und ich in Dir bin, so lass auch sie eins sein,
A: damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast“.
V: Herr Jesus Christus, du hast uns das heiligste Sakrament als ein Band der Liebe und des Friedens hinterlassen und dabei so innig gebetet, dass alle eins seien. Leite durch deinen Heiligen Geist die an dich Glaubenden zu jener Einheit, die für die Welt ein Zeichen sein soll. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit. A: Amen. V: Ehre sein dem Vater… A: Wie im Anfang…

HL. Peter - Julian Eymard über die reale Gegenwart Jesu in der Eucharistie: Jesus Christus wurde der Welt durch ein doppeltes Zeugnis kundgetan: das eine, äußerliche, stammt von Johannes dem Täufer; das andere, persönliche, kommt von seinen eigenen Werken.

In der Eucharistie zeigt sich Jesus Christus der Welt auf die gleiche Weise: durch das Zeugnis der Kirche und durch sein eigenes. Das erstere ist die Grundlage des Glaubens, das zweite die Grundlage der Liebe.

Das Zeugnis der Kirche: Der Auftrag des Johannes bestand im Ankündigen und Hinweisen auf den Messias unter den Juden; er sagte ihnen: bereitet dem Herrn den Weg; es gibt unter euch einen, den ihr nicht kennt. Seht das Lamm Gottes. Nachdem er seine Sendung vollbracht hatte, ging der Stern des Vorläufers unter, und die Sonne ging auf.

Der Auftrag der Kirche ist jener des Johannes des Täufers: Jesus Christus kundtun und auf ihn hinzeigen, aber noch mehr, nämlich ihn zu schenken.

Diese Sendung ist ausgedehnter: sie erfasst die ganze Welt. Diese Sendung ist dauerhafter: sie erstreckt sich bis zum Ende der Jahrhunderte, weil Jesus Christus verschleiert bleibt bis zum Tag seiner Herrlichkeit beim letzten Gericht.

Diese Sendung ist herrlicher: sie verhilft der Liebe Jesu Christi zum Triumph.

Was die Eucharistie betrifft, so zeigt die Kirche Unseren Herrn im Hlst. Sakrament durch ihr Wort und ihren Glauben.

1. Die Kirche ist hier mit dem Evangelium, dem göttlichen Wort Jesu Christi, in der Hand. Sie erklärt uns mit gleicher Autorität wie Jesus Christus den Sinn der Einsetzungsworte: Das ist mein Leib, das ist mein Blut; tut dies zu meinem Gedächtnis!

Die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche lehrt uns: dass durch die göttliche Kraft dieser sakramentalen Worte, in ihrem natürlichen und wörtlichen Sinn genommen, Jesus Christus wahrhaft, wirklich und wesenhaft im Hlst. Sakrament des Altars unter den Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig ist.

Ferner, dass Jesus Christus kraft seiner Macht das Wesen von Brot und Wein in das Wesen seines Leibes und seines Blutes gewandelt hat und dass mit diesem unzertrennlich sei-ne Seele und seine Gottheit verbunden sind.

Dass das Wunder der Wesensverwandlung - das Wunder aller Wunder - durch das katholische Priestertum ständig fortgeführt wird, weil es mit denselben Vollmachten ausgestattet ist wie Jesus Christus kraft dieser Worte: Tut dies zu meinem Gedächtnis!

Und seit dem ersten Abendmahl bis heute erhebt die hl. Kirche unablässig diese Stimme in die weite Welt: Unter euch steht einer, den ihr nicht kennt! Bereitet euch auf die Begegnung des Herrn vor, hier lebt das Lamm Gottes.

Die Apostel sprachen alle diese Sprache, die Kirchenlehrer vertraten die nämliche Lehre; seine Kinder besitzen denselben Glauben und dieselbe Liebe zum verborgenen Gott, zum Gott der Eucharistie.

Wie majestätisch ist doch diese Stimme des christlichen Volkes rund um den Tabernakel! Wie schön und rührend ist die Harmonie seiner Lobpreisungen und seiner Liebe!

Jeder will eine Opfergabe, ein Liebesgeschenk zu Füßen dieses göttlichen Königs herbeibringen: die einen bringen Gold, die anderen Myrrhe, alle aber Weihrauch. Jeder möchte im Hofstaat des eucharistischen Königs seinen Platz einnehmen. Selbst die Feinde der Kirche - die Schismatiker mit Ausnahme gewisser Sekten - glauben, veröffentlichen und beten die Gegenwart Jesu Christi in der Eucharistie an. Man muss wohl sehr blind sein, um die Sonne zu verneinen; sehr gottlos, um die Göttlichkeit Christi zu verwerfen; und sehr undankbar, um seine Liebe, die sich im Sakrament mitten unter den Menschen fortsetzt, zu verachten.
 

2. Die Kirche zeigt Jesus Christus im Hl. Sakrament nicht nur durch ihr Wort auf, sondern auch durch ihren praktischen Glauben.

Johannes, der Täufer, erkannte den Messias nicht früher, als er sich in Gegenwart des Volkes zu seinen Füßen warf; er weigert sich zuerst, ihn zu taufen, und hält sich für unwürdig, ihm die Schuhriemen zu lösen.

So gibt sich auch die Kirche nicht zufrieden, Jesus Christus zu predigen, sondern zeigt ihn und leistet ihm einen Kult der Anbetung.

a) Die Kirche betet den verborgenen Jesus Christus in der hl. Hostie an; sie huldigt ihm mit göttlichen Ehren, sie beugt das Knie, sie wirft sich vor dem Hlst. Sakrament nieder, wie es der himmlische Hofstaat vor dem Thron des Lammes tut.

Ob es sich um den Augenblick der Wandlung des Hlst. Sakramentes, um die Wegzehrung oder die im Tabernakel aufbewahrte hl. Hostie handelt, alle fallen instinktiv auf die Knie: der Hl. Vater und alle Priester, die Könige und ihre ganze Dienerschaft, alle katholischen Gläubigen auf der Welt. Er ist ihr König, ihr Gott, der erscheint oder vorübergeht. Ein unwiderstehlicher Beweis ist es, wenn man einen Heiligen vor dem Hlst. Sakrament sieht: man betet mit ihm an.

b) Die Kirche verehrt Jesus in der Hostie durch einen ihres Glaubens würdigen Kult. Die herrlichen Gotteshäuser sind ein Zeugnis dafür, ein Bedürfnis ihres Glaubens an das Hlst. Sakrament. Sie wollte keine Gräber bauen, sondern Gotteshäuser, einen Himmel auf Erden, einen Thron, wo ihr Erlöser seinen Ehrenplatz hat. Darin findet alles auf dem Altar seine Mitte, wie die Strahlen in ihrem Zentrum, die Diener in ihrem König.

Die Kirche überlässt niemand das Recht, den Kult ihres göttlichen Bräutigams zu bestimmen. Sie selbst regelt, ordnet und gebietet, geleitet von der Erhabenheit ihres Glaubens und durchdrungen von seiner Liebe kraft ihrer vollen Autorität, den Kult der Eucharistie bis in die kleinsten Einzelheiten; wenn es um Jesus Christus geht, ist alles groß, alles heilig und göttlich. Sie wünscht, dass alles, was an den Dingen am reinsten, in der Welt am kostbarsten, in der Gesellschaft am herrlichsten ist, dem königlichen Dienst für Jesus Christus dienen soll.

In ihrem Kult bezieht sich alles auf das Geheimnis der Liebe Jesu Christi, alles hat einen geistigen und himmlischen Sinn, alles hat eine Tugend und umschließt eine Gnade.

Wie erhebend ist doch die Einsamkeit und Stille unserer Gotteshäuser, wie sammeln sie die Seele! Wie lässt uns eine fromme Gruppe von Gläubigen, die sich vor der anbetungs-würdigen Hostie niedergeworfen haben, ausrufen: Hier ist mehr als Salomo, mehr als ein Engel! Es ist Jesus Christus, vor dem jedes Knie sich beugt: im Himmel, auf Erden und unter der Erde; ihm gebührt alle Liebe und Verherrlichung.

In der Gegenwart Jesu Christi im Hlst. Sakrament verblasst jede Größe wie die Sterne vor der Sonne, jede Heiligkeit demütigt sich und vergeht, so wie im Himmel sich alles verbeugt und singt, um die Majestät Gottes zu preisen, um den Triumph des geopferten Lammes zu feiern.

Maiandacht

  Marienandacht V          Allmächtiger Vater, wir preisen dich und danken dir, dass du Maria so wunderbar begnadet hast; sie ist die unve...