Die Anbetung Gottes ist ein sehr wichtiger Glaubensakt. In der Hl. Eucharistie sagt und tut der Herr seine Verheißung: ich bin bei euch bis zum Ende der Welt. Ich werde ein paar Texte als Hilfe zur eucharistischen Anbetung weitergeben. Der erste Teil jeder Andacht ist gemeinsames Gebet mit den Gläubigen abwechselnd, der zweite Teil - sind Text vom Apostel der Hl. Eucharistie - Hl. Peter Julian Eymard - für die Vertiefung dieses großen Geheimnisses und Geschenkes - die heilige und göttliche Eucharistie. Gottes Segen und viele geistliche Früchte für euch alle!
1. Anbetung
Lobpreis Gottes
P: Du bist der Heilige,
Herr, einziger Gott,
der du Wunder wirkest. A: Du bist der Starke. Du bist der Große. Du bist der Allerhöchste.
Du bist der allmächtigste König, Du, heiliger Vater, König des Himmels und der Erde.
P: Du Dreifaltiger und Einer, Herr, Gott aller Götter. Du bist das Gute, das ganze Gute,
das höchste Gut, Herr, Gott, der Lebendige und Wahrhaftige.
A: Du bist die Güte, die Liebe. Du bist die Weisheit. Du bist die Demut.
Du bist die Geduld. Du bist die Sicherheit. Du bist die Ruhe.
P: Du bist die Freude und die Fröhlichkeit.
Du bist die Gerechtigkeit und die Mäßigkeit.
Du bist aller Reichtum bis zur Genüge.
Du bist die Schönheit. Du bist die Sanftmut.
Du bist der Beschützer.
Du bist der Wächter und Verteidiger.
Du bist die Stärke.
A: Du bist die Erfrischung.
Du bist unsere Hoffnung.
Du bist unser Vertrauen.
Du bist unsere große Süßigkeit.
Du bist unser ewiges Leben,
der große und wunderbare Herr,
der allmächtige Gott,
der barmherzige Erlöser.
Psalm 1
P: Gott, offen liegt mein Leben vor dir;* Du fängst meine Tränen auf.
A: All meine Feinde planen Böses gegen mich* und haben sich verschworen.
P: Sie vergelten Gutes mir mit Bösem* und meine Liebe mit Haß.
A: Dafür, dass ich sie liebe, schimpfen sie über mich;* ich aber bete.
P: Mein heiliger Vater, König des Himmels und der Erde, Verlass mich nicht,*
denn das Leid drückt mich nieder und niemand ist da, der mir hilft.
A: Aber wenn ich Dich rufe, fliehen meine Feinde,* und ich weiß: Gott ist auf meiner Seite.
P: Meine Freunde und Nächsten weichen zurück vor meiner Plage,* und meine Lieben stehen fern.
A: Meine Bekannten hast Du mir entfremdet;* ein Greuel bin ich ihnen; ich liege gefangen und kann nicht entkommen.
P: Heiliger Vater, verwehr mir Deinen Beistand nicht;* eile mir zu helfen.
A: Komm und hilf mir, Herr,* Gott meines Heils.
Der Hl. Peter Julian Eymard schreibt wunderbare Dinge über das Geheimnis der Hl. Eucharistie: "Der in seinem Wesen durch die Erbsünde geschädigte und schwer verletzte
Mensch schämt sich über sich selbst. Der Gedanke an Gott ist ihm beschwerlich.
Er liebt es, mit dem Wahn seiner Vorstellungskraft zu leben, die ihn fast sein
ganzes Leben lang ablenkt und täuscht. Er gefällt sich in der Neugierde und
Eitelkeit seines Geistes; sein Herz sucht, bei den Geschöpfen Sympathie zu
wecken, um mit ihnen das Leben zu genießen.
Bald endet ein solcher Mensch damit, dass er Sklave einer fixen Idee wird,
oder einer Begierde, die ihn schüttelt, einer Leidenschaft, die ihn
verschlingt, oder schließlich eines Lasters, das ihn aufzehrt. Die Suche nach
Vergnügungen ist der Ausgangspunkt aller seiner Handlungen. Um sich heute zu
amüsieren oder um später seinen Spaß zu haben, dafür arbeitet er, studiert er
und müht sich ab.Das ist der irdische Mensch. Er verbringt einen Großteil seines Lebens, ohne jemals an Gott, seinen Schöpfer, seinen Erlöser und obersten Richter, zu denken. Es gibt viele Menschen, die nie für Gott Zeit gehabt haben.
1. Wie geht nun der Herr in seiner Barmherzigkeit vor, diesen erdgebundenen und lasterhaften Menschen neu zu schaffen?
Er zwingt ihn, in sich zu gehen; er wandelt ihn zu einem geistigen, innerlichen Menschen; sei es, dass er ihn mit einer Krankheit schlägt, die ihn außer Gefecht setzt, oder ein Unglück zulässt, das ihm die Nichtigkeit der Dinge dieser Welt aufgehen lässt, sei es, dass die Untreue und Ungerechtigkeit der Menschen ihn ihre Unfähigkeit spüren lassen, sein Glück herbeizuführen.
Inmitten dieses Unheils ruft Gott den Menschen wie einst den gefallenen Adam. Er ruft ihn in seinem Gewissen, das ihn den Stachel des Vorwurfs empfinden lässt; er zeigt ihm die Ursache seines Unglücks; er lässt in ihm den Gedanken eines guten und barmherzigen Gottes aufkommen; eines Gottes, den der Sünder in seiner Jugend geliebt hatte; eines heilenden Gottes, der den reuigen Schuldigen mit unendlicher Güte empfängt.
Dieser Gedanke tut bereits seiner Seele wohl. Er erweicht, er vergießt süße Tränen und ist dabei verblüfft. Sein bisher erstarrtes Herz erweicht. Er glaubt in seinem Inneren dieses sanfte Wort zu vernehmen: "Komm zu mir, und ich werde dir Erleichterung verschaffen! Ich verzeihe dir, du wirst wieder den Frieden finden."
Glücklich jener Sünder, der dieser inneren Stimme folgt: er hat seine Seele und seinen Gott wiedergefunden.
Jede Bekehrung ist also die Frucht einer inneren Gnade: eine Gnade der Besinnung des Menschen auf sein eigenes Gewissen, in der Bußfertigkeit seines Herzens und in der Güte Gottes.
Dieses Verschwommene, Leere, diese Traurigkeit, dieser Ekel, den die Seele inmitten der Verirrungen empfindet, ist bereits die Stimme Gottes, welche zum Sünder, wie einstmals zum schuldiggewordenen Volk Israel spricht: "Wehe denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen; die die Finsternis zum Licht und das Licht zur Finsternis machen, die das Bittere süß und das Süße bitter machen" (Jes 5, 20). Leider! Sie sind sehr weit von Gott ent-fernt und noch viel weiter von sich selbst; sie sind im Fieber des Lasters. Nur die Toren sagen und glauben, sie seien groß, weise, reich und glücklich.
(Hl. Peter Julian Eymard)"
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