Freitag, 27. November 2015


 
Gebet zu Christus König für die Politiker in unserem Land Österreich - um Umkehr zum Herrn.
Die Gesamt-Ausrichtung des christlichen Gebets für die politisch Verantwortlichen formulierte in der Zeit des (anti-christlichen) Römischen Reichs der Apostel Paulus. Seinem Freund, dem Gemeinde-Aufseher Timotheus, schrieb er:
„Insbesondere bitte ich nun, vor Gott einzutreten für alle Menschen in Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung, für die Könige und alle Amtsträger, damit wir ein ruhiges und gelassenes Leben führen können, fromm und von allen geachtet. Das ist schön und gefällt Gott, unserem Retter, der will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Einer nämlich ist Gott, einer auch ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Jesus Christus, der sich selbst gegeben hat als Lösegeld für alle…“ (Die Bibel, 1. Brief an Timotheus, Kapitel 2, Verse 1-6).

Das Gebet der Christen geht von der Erlösung aus, die der Mittler Jesus Christus erwirkt hat: Sein Tod am Kreuz ermöglicht Vergebung von Schuld, und der Auferstandene schenkt Neuanfänge. Fronten können aufgebrochen und Menschen miteinander versöhnt werden. Diese Dynamik der Versöhnung, die zum Miteinander führt und dem Gemeinwohl dient, sollen wir Christen für unser Land – und für alle Länder – erbitten.


 
Litanei zu Ehren von Jesus, dem König aller Nationen

Herr, erbarme Dich unser.
Christus, erbarme Dich unser.
Herr, erbarme Dich unser.
Gott, unser Himmlischer Vater, der Du den Thron Deines Sohnes für alle Zeiten gefestigt hast, A. Erbarme dich unser.
Gott, der Sohn, Jesus, unser Opfer-Hohepriester, Wahrer Prophet und Höchster König,
Gott, der Heilige Geist, der wieder neu in überreicher Fülle auf uns ausgegossen wird,
Heilige Dreifaltigkeit, drei Personen, jedoch ein Gott in der Schönheit Eurer Ewigen Einheit,

A.    Regiere in unseren Herzen
Oh, Jesus, unser Ewiger König,
Oh, Jesus, König voller Barmherzigkeit,

Oh, Jesus, der uns das goldene Zepter Seiner Barmherzigkeit anbietet,
Oh, Jesus, der uns in seiner Größe das Sakrament der Beichte geschenkt hat,
Oh, Jesus, König voller Liebe, der uns Seine heilende Gnade anbietet,
Oh, Jesus, unser König der Eucharistie,
Oh, Jesus, König, den die Propheten geweissagt haben,
Oh, Jesus, König des Himmels und der Erde,
Oh, Jesus, König und Herrscher aller Nationen,
Oh, Jesus, Wonne des Himmlischen Hofes,
Oh, Jesus, König voller Erbarmen wider Deine Untertanen,
Oh, Jesus, König, von dem alle Vollmacht ausgeht,
Oh, Jesus, in dem wir mit dem Vater und dem Heiligen Geiste eins sind,
Oh, Jesus, König, dessen Königreich nicht von dieser Welt ist,
Oh, Jesus, König, dessen Heiligstes Herz sich vor Liebe zur Menschheit verzehrt,
Oh, Jesus König, du bist der Anfang das Ende, Alpha und Omega,
Oh, Jesus, König, der uns Maria, Königin, zur Mutter gegeben hat,
Oh, Jesus, König, der auf den Wolken des Himmels mit Macht und großer Glorie kommen wird,
Oh, Jesus, König, dessen Thron wir uns voller Zuversicht nähern sollen,
Oh, Jesus, König, wahrhaftig gegenwärtig im Allerheiligsten Altarsakrament,
Oh, Jesus, König, der Maria zur Vermittlerin aller Gnaden gemacht hat,
Oh, Jesus, König, der Maria zur Miterlöserin, zur Teilhaberin an Seinem Heilsplane gemacht hat,
Oh, Jesus, König, der all unsere Zwistigkeiten und alle Uneinigkeit heilen will,
Oh, Jesus, König, so verwundet durch die Gleichgültigkeit der Menschen,
Oh, Jesus, König, der uns den Balsam Seiner Liebe schenkt, mit dem wir Sein verwundetes Herz zu trösten vermögen,
Oh, Jesus, König, der Große ICH BIN in uns, unser Urquell der reinsten Wonne,


A – Lass uns Dir dienen
Jesus, König aller Nationen, wahres Oberhaupt aller irdischen Macht,
Jesus, König aller Nationen, der sich die Mächte der Hölle für alle Zeiten unterwirft,
Jesus, König aller Nationen, Licht erhaben über jegliches Licht, der uns in der uns umgebenden Finsternis erhellt,
Jesus, König aller Nationen, dessen Barmherzigkeit so groß ist, dass sich sogar die Strafen abmildert, welche unsere Sünden verdienen,
Jesus, König aller Nationen, den die Heiligen Drei Könige als den wahren König erkannten,

Jesus, König aller Nationen, das einzige Heilmittel für diese so kranke Welt,
Jesus, König aller Nationen, der jene Nationen und Seelen mit Frieden segnet, welche Ihn als den wahren König anerkennen,
Jesus, König aller Nationen, der uns in seiner Barmherzigkeit Seine Heiligen Engeln zu unserem Schutze sendet,
Jesus, König aller Nationen, dessen oberster Fürst der Hl. Erzengel Michael ist,
Jesus, König aller Nationen, der uns lehrt, dass herrschen dienen bedeutet,
Jesus, König aller Nationen, gerechter Richter, der die Schlechten von den Guten trennen wird,
Jesus, König aller Nationen, vor dem sich jedes Knie beugen wird,
Jesus, König aller Nationen, dessen Herrschaft ewig andauern wird,
Jesus, König aller Nationen, Lamm, das unser Hirte sein wird,
Jesus, König aller Nationen, der das Königreich Seinem Gott und Vater übergeben wird, nachdem Er jegliche falsche Herrschaft, Macht und Gewalt vernichtet hat,
Jesus, König aller Nationen, dessen Herrschaft ohne Ende ist,
Jesus, König aller Nationen, dessen Güte zu uns unerschütterlich ist und dessen Treue immer währt,

A - Wir loben Dich und danken Dir
Ewiger Vater, der uns Seinen eingeborenen Sohn als Erlöser, einzig wahren Mittler und obersten Herrscher geschenkt hat,
Liebevoller Jesus, höchster König, der sich aus Liebe uns erniedrigt und die Gestalt eines Knechtes angenommen hat,
Heiliger Geist, dritte Person der Heiligen Dreifaltigkeit,
Heiliger Geist, du Liebe des Vaters und des Sohnes, welcher uns heiligt und uns Leben schenkt,

A - Bitte für uns.
Maria, unsere Königin, unsere Mutter und Fürsprecherin bei Jesus,
Maria, unsere Königin und Mutter, Vermittlerin aller Gnaden, Maria, unsere Königin und Mutter, einzigartiges Kleinod der Heiligen Dreifaltigkeit,

Alle Engel und Heiligen unseres Himmlischen Königs,
A - Bittet für uns und beschützt uns. Amen.



Donnerstag, 26. November 2015


Anbetung und Dank
V: Lasst uns preisen den Dreieinigen Gott, den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist!
A: Ihn wollen wir loben und rühmen in Ewig­keit.
V: Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes, unter sichtbaren Gestalten hier ge­genwärtig! Wie wunderbar sind wir durch Dich mit dem Dreifaltigen Gott verbunden! Wer Dich sieht, sieht auch den Vater und den Heiligen Geist, denn Du bist eines Wesens mit ihnen.
A: Dreifaltiger Gott, wir beten Dich an in Chri­stus, unserem Herrn.
V: Doch wie dürfen wir es wagen, vor Dich hin­zutreten, dreimal heiliger Gott?
A. Wir sind sündige Menschen,
V: Du aber bist uns hier ein gnädiger Gott. In Christus Jesus hast Du uns Dein Erbarmen geschenkt.
A: Dank sei Dir, Dreifaltiger Gott, in Christus, unserem Herrn.
V: In Dir, Herr Jesus Christus, hat sich die un­endliche Majestät des Dreifaltigen Gottes in Gnaden zu uns geneigt. Vom Vater gesandt, bist Du vom Thron Deiner Herrlichkeit her­abgestiegen. Du solltest unser Mittler zum Vater sein und uns im Heiligen Geist Anteil geben an der Fülle göttlichen Lebens. Kraft Deiner Verdienste sind wir im Sakrament der Taufe aus dem Wasser und dem Heiligen Geist wiedergeboren worden zu Kindern des himmlischen Vaters und zu Deinen Brüdern.
A: Dank sei dem Vater; Er hat uns Seine Liebe geschenkt durch Christus, Seinen Sohn.
V: Schon sind wir Kinder Deines Vaters und Deine Brüder und Schwestern, Herr Jesus Christus, und die Liebe Gottes ist ausgegos­sen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist.
A: Doch ist diese Herrlichkeit verloren, und nur im Glauben wissen wir davon. Wir leben aber in der Hoffnung auf das Licht der Glo­rie. Dann werden wir den Vater und Dich, den Sohn, und den Heiligen Geist schauen dürfen, nicht mehr wie hier unter der Hülle des Sakramentes, vielmehr in unverhüllter Herrlichkeit. Dann wird in alle Ewigkeit un­ser Lobgesang erklingen:
V: Ehre sei dem Dreifaltigen Gott, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
A: wie im Anfang so au jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
Gebete zum Heiligen Geist
,,O Geist wie Sturm und Feuer, und doch wie Tau so mild.
o komm in meine Seele, vollende Du mein Bild!
Und schenke Deine Früchte, die Sieben Gaben mir.
o komm, o Geist der Liebe, ich sehne mich nach Dir!"          (Ursula Hibbeln)

"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer immer den Heiligen Geist anruft, der wird mich suchen und finden."                         (Jesus zu Mirjam v. Abellin )

Die Braut des Heiligen Geistes / Dich, Braut des Geistes, bitte ich:
Mit Seiner Gnad belebe mich! / Mit Seinem Licht durchstrahle mich!
Mit Seiner Lieb durchglühe mich! / Mit Seinem Trost erquicke mich!
Mit Seiner Freude stärke mich! / In Seinem Frieden berge mich!

Der hl. Peter Julian Eymard (geboren am 4 Februar 1811 – gestorben am 1. August 1868) war ein glühender Apostel der Heilige Eucharistie. Er schreibt: „Man Muss Jesus Christus anbeten. Er hat ein Recht darauf. Der himmlische Vater ordnet es an. Er will, dass jedes Knie sich beuge vor dem menschgewordenen Wort, im Himmel, auf der Erde und unter der Erde.
Im Himmel betet ihn der ganze himmlische Hofstaat an. Die Geheime Offenbarung  beschreibt diese Huldigungen in großartiger Weise: "Würdig ist das Lamm, das geschlachtet wurde, Macht zu empfangen, Reichtum und Weisheit, Kraft und Ehre, Lob und Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit!" (Offb 5,12-13)
Während seines sterblichen Lebens hier auf Erden indessen wurde Jesus angebetet bei seiner Geburt, während seiner apostolischen Tätigkeit, am Kreuz und nach seinem Tod.
Jetzt soll er im Allerheiligsten Sakrament angebetet werden. Der Tabernakel ist seine königliche Residenz; die eucharistische Aussetzung ist sein Thron auf Erden, freilich eine bescheidene Nachahmung des Thrones im Himmel.
 1. Was heißt anbeten? Anbeten heißt: die Gottheit Jesu Christi, seine Erhabenheit und Macht in der hl. Hostie anerkennen. Die Anbetung ist ein Glaubensbekenntnis.
Anbetung ist die Erweckung eines Aktes der Unterwerfung unter das Wort Jesu Christi und unter die Abhängigkeit seiner Autorität.
Anbetung ist ein Akt der Danksagung für seine Güte, ein Akt der Liebe für seine Liebe, des Lobes und Preises für seine unendliche Barmherzigkeit.
Die Anbetung ist die erhabenste Tätigkeit des Christen; sie schließt alles in sich ein. So warf sich der Blindgeborene, als er Jesus Christus erkannte, ihm zu Füßen und betete ihn an; es wird nicht erwähnt, dass er dabei etwas gesprochen oder etwas anderes getan hätte.
Und wie groß ist auch der Glaube der Kirche an den Kult der Anbetung, den sie Jesus im Heiligsten Sakrament erweist! Wie ladet sie doch alle ihre Kinder dazu ein!
Man darf sich indes nicht mit der innerlichen Anbetung begnügen; Jesus Muss mit dem äußerlichen Kult der Ehrfurcht und Huldigung angebetet werden.
Welche Predigt liegt doch in der Fronleichnamsprozession auf dem Petersplatz in Rom, die vom Heiligen Vater selbst angeführt wird!
In einigen Ländern begleitete eine Ehrenwache den Priester, der in feierlicher Weise die hl. Wegzehrung zu den Kranken brachte; anderswo  nimmt heute noch das Militär offiziell an den wichtigsten Prozessionen mit dem Heiligsten Sakrament teil. Im Augenblick des Segens erklingen Trompetenstöße; einst war dabei auch der Befehl zu hören: "Auf die Knie!", "Zu Boden!"
Und ist nicht Jesus Christus in den Kirchen, wo die Ewige Anbetung gepflegt wird, oder während des feierlichen 40stündigen Gebetes mit allem menschlich möglichen Prunk umgeben? So ist er dann wie ein König auf seinem Thron; es ist der Triumph des Königs der Könige in seiner eucharistischen Gegenwart.
Dennoch wird Jesus Christus in der katholischen Kirche, selbst von den Seinen, noch zu wenig angebetet. Wo sind die Großen dieser Welt, wo die Prinzen, die Reichen? An wie-vielen Orten und wie lange bleibt Jesus Christus allein?
Ist es also nicht gerechtfertigt, wenn sich heute alles auf die Eucharistie hinbewegt?“

Samstag, 21. November 2015



Eine ehrfürchtige und würdige Feier der Heiligen Messe ist sehr wichtig, damit die Hl. Eucharistie als Quelle des geistlichen Lebens und der Kirche bleiben kann.

Wer hat sich nicht schon geärgert, wie so manche Gottesdienste zelebriert, besser gesagt, verunstaltet werden? Phantasiegeschichten statt biblischer Lesungen, übermäßiges Gerede von Gemeinschaft und Mitmenschlichkeit, Laienpredigten, selbstgemachte Glaubensbekenntnisse und Hochgebete, unnötige Kommunionhelfer und feministische Pastoralreferentinnen, bis hin zu regelrechten Theater-, Karnevals-, Rock- und Technomessen, die an alles andere erinnern als an die würdige Feier des heiligen Messopfers. Das Gefühl für das Heilige, das Geheimnisvolle und die Ehrfurcht im Gotteshaus sind mancherorts nahezu verschwunden. Viele wissen gar nicht mehr, was das Wesentliche der Messfeier ist. Vielmehr zelebriert sich der Mensch selbst: er soll im Mittelpunkt stehen, nicht Gott. Er will etwas fühlen, indem der Gottesdienst ihm etwas bieten muss, deshalb soll dieser interessant und unterhaltsam gestaltet sein.

 Eine höchst bedenkliche Entwicklung, die die Liturgie immer mehr entartet und die Menschen längerfristig aus der Kirche vertreibt, denn Spiel, Spaß und Theater können an anderen Orten viel besser erreicht werden. Der Mensch kann aber das Wort Gottes nicht mehr als Kraftnahrung für seine Seele aufnehmen, weil es manchmal bis zur Unkenntlichkeit entstellt ist. Die heilige Eucharistie kann ihren Gnadenreichtum nicht entfalten, weil vieles von ihrem würdigen und andächtigen Empfang abhält. Verantwortlich sind hier in erster Linie die Bischöfe und Priester, denn sie wissen um den eigentlichen Sinn und das Wesen des heiligen Messopfers und sie wissen auch, wie die rechte Feier der Heiligen Messe auszusehen hat und wo die Grenzen ihrer Befugnisse sind. Folgende Argumentationshilfen bestehen aus einer Auswahl kirchenamtlicher Texte, die man zitieren sollte, wenn es um die ehrfürchtige Feier der Heiligen Messe geht.

 - "Aus der Liturgie, besonders aus der Eucharistie, fließt uns wie aus einer Quelle die Gnade zu; in höchstem Maß werden in Christus die Heiligung der Menschen u. die Verherrlichung Gottes verwirklicht, auf die alles Tun der Kirche als auf sein Ziel hinstrebt." (II. Vatikanum, SC 7)

- "Die Eucharistiefeier ist niemals ein privater Akt der Versammelten, sondern stets ein Handeln der Kirche. Sie muss darum in Einheit und Gemeinschaft mit der Gesamtkirche vollzogen werden." (Richtlinien der Deutschen Bischofskonferenz, 1970) 

- "Das Recht, die heilige Liturgie zu ordnen, steht einzig der Autorität der Kirche zu. Diese Autorität liegt beim Apostolischen Stuhl und nach Maßgabe des Rechtes beim Bischof. [...] Deshalb darf durchaus niemand sonst, auch wenn er Priester wäre, nach eigenem Gutdünken in der Liturgie etwas hinzufügen, wegnehmen oder ändern." (II. Vatikanum, SC 22) 

- "Der Wortgottesdienst der heiligen Messe ist seinem Wesen nach eine Versammlung um das Wort Gottes, in dem der Herr gegenwärtig wird. Darum können die biblischen Lesungen nicht durch andere ersetzt werden." (Richtlinien der Deutschen Bischofskonferenz, 1970)

- "Unter den Formen der Predigt ragt die Homilie hervor, die Teil der Liturgie selbst ist und dem Priester oder dem Diakon vorbehalten wird; in ihr sind das Kirchenjahr hindurch aus dem heiligen Text die Glaubensgeheimnisse und die Normen für das christliche Leben darzulegen. An Sonntagen und gebotenen Feiertagen ist in allen Messen, die unter Beteiligung des Volkes gefeiert werden, eine Homilie zu halten; sie darf nur aus schwerwiegendem Grund ausfallen." (Kirchliches Gesetzbuch von 1983, CIC Can. 767 §1+2)

- "Der Gläubige, Ordenschrist oder Laie, der als außerordentlicher Kommunionhelfer beauftragt ist, darf die Kommunion nur dann austeilen, wenn Priester, Diakon oder Akolyth fehlen, wenn der Priester durch Krankheit oder wegen vorgeschrittenen Alters behindert ist oder wenn die zur Kommunion hinzutretenden Gläubigen so zahlreich sind, dass die Messfeier allzusehr in die Länge gezogen würde. Zu missbilligen ist daher das Verhalten jener Priester, die sich trotz ihrer Anwesenheit bei der Zelebration an der Austeilung der Kommunion nicht beteiligen und diese Aufgabe den Laien überlassen." (Instruktion "Inaestimabile Donum", 1980)

- "Es ist ein schmerzliches Problem, wenn mitunter die freie Wahl und der Wille jener nicht berücksichtigt werden, die auch dort, wo die Handkommunion amtlich gestattet ist, es vorziehen, ihrerseits die Mundkommunion zu wählen." (Papst Johannes Paul II., 1980) (Quelle: Priesternetzwerk)

Freitag, 20. November 2015


Die Anbetung Gottes ist ein sehr wichtiger Glaubensakt. In der Hl. Eucharistie sagt und tut der Herr seine Verheißung: ich bin bei euch bis zum Ende der Welt. Ich werde ein paar Texte als Hilfe zur eucharistischen Anbetung weitergeben. Der erste Teil jeder Andacht ist gemeinsames Gebet mit den Gläubigen abwechselnd, der zweite Teil - sind Text vom Apostel der Hl. Eucharistie - Hl. Peter Julian Eymard - für die Vertiefung dieses großen Geheimnisses und Geschenkes - die heilige und göttliche Eucharistie. Gottes Segen und viele geistliche Früchte für euch alle!
1. Anbetung
Lobpreis Gottes
P: Du bist der Heilige, Herr, einziger Gott, der du Wunder wirkest.
A: Du bist der Starke. Du bist der Große. Du bist der Allerhöchste.
Du bist der allmächtigste König, Du, heiliger Vater, König des Himmels und der Erde.

P: Du Dreifaltiger und Einer, Herr, Gott aller Götter. Du bist das Gute, das ganze Gute,
das höchste Gut, Herr, Gott, der Lebendige und Wahrhaftige.

A: Du bist die Güte, die Liebe. Du bist die Weisheit. Du bist die Demut.
Du bist die Geduld. Du bist die Sicherheit. Du bist die Ruhe.

P: Du bist die Freude und die Fröhlichkeit.
Du bist die Gerechtigkeit und die Mäßigkeit.
Du bist aller Reichtum bis zur Genüge.
Du bist die Schönheit. Du bist die Sanftmut.
Du bist der Beschützer.
Du bist der Wächter und Verteidiger.
Du bist die Stärke.
A: Du bist die Erfrischung.
Du bist unsere Hoffnung.
Du bist unser Vertrauen.
Du bist unsere große Süßigkeit.
Du bist unser ewiges Leben,
der große und wunderbare Herr,
der allmächtige Gott,
der barmherzige Erlöser.

Psalm 1
P: Gott, offen liegt mein Leben vor dir;* Du fängst meine Tränen auf.
A: All meine Feinde planen Böses gegen mich* und haben sich verschworen.
P: Sie vergelten Gutes mir mit Bösem* und meine Liebe mit Haß.
A: Dafür, dass ich sie liebe, schimpfen sie über mich;* ich aber bete.
P: Mein heiliger Vater, König des Himmels und der Erde, Verlass mich nicht,*

denn das Leid drückt mich nieder und niemand ist da, der mir hilft.
A: Aber wenn ich Dich rufe, fliehen meine Feinde,* und ich weiß: Gott ist auf meiner Seite.
P: Meine Freunde und Nächsten weichen zurück vor meiner Plage,* und meine Lieben stehen fern.
A: Meine Bekannten hast Du mir entfremdet;* ein Greuel bin ich ihnen; ich liege gefangen und kann nicht entkommen.
P: Heiliger Vater, verwehr mir Deinen Beistand nicht;* eile mir zu helfen.
A: Komm und hilf mir, Herr,* Gott meines Heils.


Der Hl. Peter Julian Eymard schreibt wunderbare Dinge über das Geheimnis der Hl. Eucharistie: "Der in seinem Wesen durch die Erbsünde geschädigte und schwer verletzte Mensch schämt sich über sich selbst. Der Gedanke an Gott ist ihm beschwerlich. Er liebt es, mit dem Wahn seiner Vorstellungskraft zu leben, die ihn fast sein ganzes Leben lang ablenkt und täuscht. Er gefällt sich in der Neugierde und Eitelkeit seines Geistes; sein Herz sucht, bei den Geschöpfen Sympathie zu wecken, um mit ihnen das Leben zu genießen.
Bald endet ein solcher Mensch damit, dass er Sklave einer fixen Idee wird, oder einer Begierde, die ihn schüttelt, einer Leidenschaft, die ihn verschlingt, oder schließlich eines Lasters, das ihn aufzehrt. Die Suche nach Vergnügungen ist der Ausgangspunkt aller seiner Handlungen. Um sich heute zu amüsieren oder um später seinen Spaß zu haben, dafür arbeitet er, studiert er und müht sich ab.
Das ist der irdische Mensch. Er verbringt einen Großteil seines Lebens, ohne jemals an Gott, seinen Schöpfer, seinen Erlöser und obersten Richter, zu denken. Es gibt viele Menschen, die nie für Gott Zeit gehabt haben.
1. Wie geht nun der Herr in seiner Barmherzigkeit vor, diesen erdgebundenen und lasterhaften Menschen neu zu schaffen?
Er zwingt ihn, in sich zu gehen; er wandelt ihn zu einem geistigen, innerlichen Menschen; sei es, dass er ihn mit einer Krankheit schlägt, die ihn außer Gefecht setzt, oder ein Unglück zulässt, das ihm die Nichtigkeit der Dinge dieser Welt aufgehen lässt, sei es, dass die Untreue und Ungerechtigkeit der Menschen ihn ihre Unfähigkeit spüren lassen, sein Glück herbeizuführen.
Inmitten dieses Unheils ruft Gott den Menschen wie einst den gefallenen Adam. Er ruft ihn in seinem Gewissen, das ihn den Stachel des Vorwurfs empfinden lässt; er zeigt ihm die Ursache seines Unglücks; er lässt in ihm den Gedanken eines guten und barmherzigen Gottes aufkommen; eines Gottes, den der Sünder in seiner Jugend geliebt hatte; eines heilenden Gottes, der den reuigen Schuldigen mit unendlicher Güte empfängt.
Dieser Gedanke tut bereits seiner Seele wohl. Er erweicht, er vergießt süße Tränen und ist dabei verblüfft. Sein bisher erstarrtes Herz erweicht. Er glaubt in seinem Inneren dieses sanfte Wort zu vernehmen: "Komm zu mir, und ich werde dir Erleichterung verschaffen! Ich verzeihe dir, du wirst wieder den Frieden finden."
Glücklich jener Sünder, der dieser inneren Stimme folgt: er hat seine Seele und seinen Gott wiedergefunden.
Jede Bekehrung ist also die Frucht einer inneren Gnade: eine Gnade der Besinnung des Menschen auf sein eigenes Gewissen, in der Bußfertigkeit seines Herzens  und in der Güte Gottes.
Dieses Verschwommene, Leere, diese Traurigkeit, dieser Ekel, den die Seele inmitten der Verirrungen empfindet, ist bereits die Stimme Gottes, welche zum Sünder, wie einstmals zum schuldiggewordenen Volk Israel spricht: "Wehe denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen; die die Finsternis zum Licht und das Licht zur Finsternis machen, die das Bittere süß und das Süße bitter machen" (Jes 5, 20). Leider! Sie sind sehr weit von Gott ent-fernt und noch viel weiter von sich selbst; sie sind im Fieber des Lasters. Nur die Toren sagen und glauben, sie seien groß, weise, reich und glücklich.
(Hl. Peter Julian Eymard)"

Maiandacht

  Marienandacht V          Allmächtiger Vater, wir preisen dich und danken dir, dass du Maria so wunderbar begnadet hast; sie ist die unve...