Dienstag, 18. Juli 2017

17. Anbetung


V Herr Jesus Christus, du hast uns dieses heilige Sakrament anvertraut. Du schenkst uns Gemeinschaft mit dir, wenn wir uns versammeln als deine Brüder und Schwestern. So dürfen wir sicher sein, dass du in unserer Mitte bist.
A Denn wo zwei oder drei in deinem Namen versammelt sind, da bist du mitten unter ihnen.

V Herr Jesus Christus, du hast uns dieses heilige Sakrament anvertraut. Hier verkünden wir die frohe Botschaft von deinem Leben. Hier verkünden wir die frohe Botschaft von deinem heilbringenden Sterben. Du bist uns nahe in deinem Wort.
A Deine Worte sind uns heiliges Vermächtnis: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird; das ist mein Blut, das für euch vergossen wird.

V Herr Jesus Christus, du hast uns dieses heilige Sakrament anvertraut. Hier empfangen wir das Brot des Lebens und den Kelch des Heiles. Du bist unsere Speise, du bist unser Trank. Du lässt uns eins werden mit dir und untereinander. So lebst du in uns, und wir leben in dir.
A Lass alle eins werden durch dich im Heiligen Geist.

V Herr Jesus Christus, du hast uns dieses heilige Sakrament anvertraut. Hilf uns, dein Wort ernst zu nehmen: Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe.
A Herr, vergib uns und mach uns bereit, selbst zu vergeben.

V Herr Jesus Christus, was uns fehlt an Glauben und Liebe, das ergänze du mit der heilbringenden Kraft deines Opfertodes.
A Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.

 
Hl. Peter Julian Eymard über die Einsetzung der Hl. Eucharistie:
Nach orientalischem Brauch lagen Jesus und seine Apostel zum Teil auf Sofas, die rund um den Tisch aufgestellt waren. Das ist eine würdige Ruhestellung und entspricht dem Festmahl der Eucharistie, dem Hochzeitsmahl des Sohnes Gottes mit der Menschheit; zum Unterschied vom Essen des Paschamahles, das stehend, in voller Eile, die Lenden umgürtet, Sandalen an den Füßen und mit dem Reisestab in der Hand, geschehen musste.

Hier isst man in Ruhe, denn es ist nicht mehr der Vorübergang des Herrn, der gefeiert wird, sondern es wird seine bleibende Wohnung eingeweiht, die Besitzergreifung seines Königtums; das muss in Frieden geschehen.

Und Jesus nimmt Brot, um es zu verwandeln; dieses Weizenbrot ohne Sauerteig, das mit so viel Feierlichkeit angekündigt worden war und zum größten Wunder des Erlösers dienen wird, wird also die Materie des Sakramentes der Eucharistie bleiben. O Wunder!

 Um den Leib des menschgewordenen Wortes zu bilden, nimmt der Hl. Geist die Substanz des jungfräulichen Fleisches Mariens. Zur Einsetzung der Eucharistie wandelt Jesus Christus die Substanz von Brot und Wein in seine eigene Substanz!

 Der Weizen ist die reinste und unverweslichste Frucht der Erde. Er ist das königliche Nahrungsmittel. Jakob sagt: "Köstlich ist das Brot von Ascher, es liefert Königsbrot". Jesus Christus ist der Weizen der Christen.

 Um unser lebendiges Brot zu werden, ist dieser Weizen vom Himmel gekommen und auf der Erde unter der schönen Sonne der Gnade gereift; dann wurde er zermalmt und zermahlen unter den Qualen der Passion und in die Erde versenkt; dadurch gewann er wie-der das Leben im Grabe, aus dem er glorreich erstand.

 Seht, das ist die Eucharistie. Die Eucharistie im Abendmahlssaal war die Hinopferung der Liebe. Unsere Eucharistie ist die Frucht seines Todes und seiner Auferstehung.

 Nun soll der Christ seinerseits zum Weizen Jesu Christi werden, wie sich der hl. Ignatius von Antiochien so wunderbar ausgedrückt hat. Durch die Eucharistie lebt er nicht nur durch ihn, sondern für ihn, und er arbeitet mit für sein Leben in den Seelen.

* * *

3. Zeitlosigkeit
Die Eucharistie ist ein immerwährendes Geschenk, das Jesus Christus der Welt gemacht hat; seine Liebe selbst erbittet dies, seine Ehre erfordert es.

a) Die Liebe hat zwei Feinde: die Abwesenheit und den Tod; sie ist vergleichbar mit einer Flamme ohne Herd. Nichts widersteht
dieser Probe. Das wusste Unser Herr. Auch sein Gedächtnis ist das Zeichen und die bezeichnete Wirklichkeit; es ist er selbst, zwar ohne Zweifel verschleiert, aber trotzdem voll des Lebens, der Gnade und Liebe, so wie er im Himmel ist. Oh! Wie spürt das Herz des Christen mit lebendigem Glauben die Gegenwart seines Gottes beim Anblick der anbetungswürdigen Hostie! Wer keinen oder nur einen schwachen Glauben hat, bleibt empfindungslos. Ein Toter spürt das Feuer nicht.
Die Liebe will auch die Gleichheit. Soll Jesus Christus nicht allen Menschen das geben, was er einigen gegeben hat?
Die Eucharistie ist sein Testament. Sein Herz soll keines seiner Kinder, die alle durch das Kreuz zum Leben erstanden sind, enterben.
Hat er nicht mit beschwörenden Worten gesagt: "Wenn ihr mein Fleisch nicht esst und mein Blut nicht trinkt, werdet ihr das Leben nicht in euch haben". Er muss uns also dieses Brot des Lebens geben, damit es den Keim der herrlichen Auferstehung in uns lege.
b) Auch seine Herrlichkeit fordert, dass dies so ist. Ein König verweilt in Person bei seinen Untertanen, ein Vater inmitten seiner Kinder. Wenn Satan das Kommando über die Armeen des Bösen in die Hand nimmt, muss dann nicht Jesus Christus der Anführer der Armeen des Guten auf der Erde sein?
Ja, die Eucharistie ist seine Residenz des Kampfes. Sie bildet das Waffenlager der Christen, von wo sie die Waffen erhalten, die übernatürlichen Kräfte, um den Fürsten die-sehr Welt zu verjagen und den Triumph des göttlichen Friedens zu sichern.

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