Dienstag, 28. November 2017

Gegrüßet seist du, Himmelskönigin


Gegrüßet seist du, Himmelskönigin, Gottesmutter und unsere liebe Frau! Empfange heute mein Ave zu Lob und Ehren des dreifaltigen Gottes, der dich mit Gnade so reich gesegnet! Ja, Mutter, daran denke ich mit aller Innigkeit meines Gebetes. All meine Schmerzen, Nöte und Leiden, das Heil meiner Seele, mein Ende, wenn ich aus diesem Elend von hinnen scheide: das alles soll deiner mütterlichen Treue und deiner jungfräulichen Ehre empfohlen sein samt allen, die mir lieb und deine Diener sind, unsere liebe Frau Maria, des Himmels Königin!

Ich grüße dich, liebe Jungfrau Maria, die du bist eine Blume der Patriarchen, eine Hoffnung der Propheten, eine weiße Lilie demütiger Jungfrauen.

Ich grüße dich, liebe Jungfrau Maria: gedenke, wie dir gekommen der Gruß aus Gabriels Munde, und grüße auch meine Seele in meiner letzten Stunde, und bringe mit Freuden mich unversehrt aus diesem Elend ins selige Land deines lieben Kindes, dass ich da Ruhe finde!

Ich grüße dich liebe Jungfrau Maria, die du bist eine Weisheit der Apostel, du bist eine Rose der Märtyrer, ein Lohn der Bekenner, eine Helferin aller Witwen, eine Ehre der Heiligen, bitte für mich, dass ich geheiligt werde in all meinen Werken, wie es mir Armem möglich ist, Maria, du liebe Königin! Ich grüße dich, liebe Jungfrau Maria, die du bist eine Zuflucht der Sünder, eine starke Helferin der Verzweifelten, eine Trösterin der Christenheit, ein Schrecken der bösen Geister, die du alle überwunden hast: bezwinge sie, dass sie nimmer mir nahen und ich immerdar bleibe in deinem Dienste!

Maria, Gottesmutter, himmlische Königin, sei mir dazu Helferin, dass ich Gnade finde bei deinem Kinde! (Hl. Mechtild)

Sonntag, 26. November 2017

Heilige Jungfrau Maria


Heilige Jungfrau Maria, meine Königin und Führerin! Ich wende mich an dein erbarmungsreiches Herz und stelle von heute an mein Leib und meine Seele und alles, was ich bin und habe, unter deine Obhut und deinen besonderen Schutz; dir vertraue ich und deinen Händen übergebe ich alle meine Hoffnungen und Tröstungen, alle meine Trübsale und Bedrängnisse; die empfehle ich mein ganzes Leben, vorzüglich aber das Ende desselben, auf dass durch deine heiligste Fürbitte und durch deine Verdienste alle meine Werte nach deinem und deines Sohnes Willen stets geordnet und zum Guten gelenkt werden.

O meine Herrin! O meine Mutter! Dir übergebe ich mich ganz und zum Geweihe meiner Hingabe an dich weihe ich dir heute meine Augen, meine Ohren, meinen Mund, mein Herz, mich selbst ganz und gar. Da ich also dein bin, o gute Mutter, so bewahre und verteidige mich als dein Gut und Eigentum.

Donnerstag, 23. November 2017

Marienandachten Morgengebet


O liebenswürdige Herrin, o zarteste und barmherzigste Jungfrau Maria, ich lobe und preise dich, dass du mich während dieser Nacht bewacht und beschützt hast. Ich danke dir dafür, dass du in Vereinigung mit Jesus für mich Gott dem Vater Lob und Dank dargebracht hast, was ich ihm schuldig bin.

Ich grüße dich an diesem Tage, o unbefleckte Jungfrau, mit erneuter Inbrunst, indem ich mich mit dem göttlichen Herzen Jesu, mit den Engeln, den Heiligen und allen frommen Seelen vereinige, welche dir am meisten ergeben sind. Um dir meine Liebe zu bezeugen, weihe ich mich jetzt dir ganz mit allem, was ich habe, indem ich dir übergebe meinen Leib, meine Seele und den Wert meiner guten Werke nach allen deinen Absichten und zur Ehre der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.

Könnte ich doch tausend- und tausendmal an diesem Tage diese Hingabe meiner selbst erneuern! Ich bringe sie dir da o Mutter, in Vereinigung mit allen Meinungen des göttlichen Herzens Jesu und mit allen heiligen Messen, welche in der ganzen Welt gelesen werden, indem ich mir vornehme, alle Ablässe zu gewinnen, welche mir möglich sind, und deren Zuwendung ich deinem Belieben überlasse.

Nimm auf, o gütigste Jungfrau, diese kleine Gabe meiner Dienstbarkeit zu Ehren und in Vereinigung mit jener Unterwürfigkeit, mit welcher Jesus, die ewige Weisheit, die gehorsam war, und zur Danksagung für die Vorzüge, womit die heiligste Dreifaltigkeit dich geschmückt hat.

Triumphiere, o himmlische Jungfrau Maria, triumphiere glorreich zur Rechten deines Sohnes im Himmel und verfüge über alle Güter Gottes ohne Rückhalt! Die einzige Gnade, um welche ich dich bitte, o gütigste Mutter, ist die, dass ich alle Augenblicke dieses Tages dreimal sagen könnte: „Amen!“, „Amen“ zu dem, was du auf Erden getan hast, „Amen“ zu dem, was du jetzt tust im Himmel, „Amen“ zu dem, was du jetzt tust in meiner Seele. Ich bin ganz dein, o gute Mutter, und alles, was ich habe, gehört dir.
 
 
 

Mittwoch, 22. November 2017

ANDACHT VOM KOMMEN DES HERRN


EINLEITUNG

V Heiliger und gerechter Gott, unerforschlich sind deine Ratschlüsse und unergründlich deine Wege. Nie­mand kann deine Pläne ergründen und deinen Sinn erken­nen. Nur das Lamm, das geopfert ward, ist würdig, die Siegel zu öffnen. Richte heute unseren Sinn auf jenen großen Tag, an dem du deine Herrlichkeit offenbarst und die Pläne des Heils an uns und der ganzen Welt zu Ende führst.
A             Wecke uns aus dem Schlaf, öffne unsere Augen für die Herrlichkeit deines Reiches. Mach unsere Herzen bereit. Erhalte uns in der Wachsamkeit und stärke uns in der Hoffnung. Hilf uns, du mächtiger Gott, dass wir aus­harren bis ans Ende und gerettet werden. Amen.

DIE VORZEICHEN
V Einst fragten die Jünger den Herrn, welche Zei­chen seiner Ankunft und dem Ende der Welt vorausgehen werden. Da sprach Jesus: "Seht zu, dass niemand euch irreführe. Denn viele werden unter meinem Namen auftre­ten und sagen: Ich bin Christus, und sie werden viele irre­führen. Ihr werdet von Kriegen und Kriegsgerüchten hö­ren. Man wird euch der Drangsal überliefern und töten, und ihr werdet um meines Namens willen verhasst sein bei allen Völkern. Dann werden viele Ärgernis nehmen, ein­ander verraten und hassen, und die Liebe wird bei vielen erkalten. Wer aber ausharrt bis ans Ende, wird gerettet werden. Und die frohe Botschaft vom Reich Gottes wird in der ganzen Welt verkündet werden allen Völkern zum Zeugnis. Erst dann wird das Ende kommen." Lasst uns nicht schlafen wie die übrigen. Lasst uns wachsam und besonnen sein.

A  Denn Gott hat uns nicht für das Strafgericht be­stimmt, sondern zur Erlangung des Heils durch unseren Herrn Jesus Christus.

V Brüder, seid nicht in Finsternis, dass euch jener Tag nicht wie ein Dieb überrascht. Ihr alle seid ja Kinder des Lichtes, Kinder des Tages, und nicht zu Nacht und Finsternis gehören wir.  
A       Denn Gott hat uns nicht .....

V  Vater unseres Herrn Jesus Christus, der du allein den Tag und die Stunde weißt, wir rufen dich an: Dass du unsere Herzen aufrüttelst und sie besonnen und wachsam erhältst,
A   wir bitten dich, erhöre uns.

V  Dass du uns die Gabe der Unterscheidung der Geister schenkst,
A wir bitten dich, erhöre uns.

V  Dass du uns gegen die Macht der Verführung mit deinem Heiligen Geist stärkst,
A wir bitten dich, erhöre uns.

V  Dass du die Zeit der Prüfung abkürzt und uns rettest,
A wir bitten dich, erhöre uns.

V  Dass du durch die Ankunft deines Sohnes jede gottfeindliche Macht vernichtest,
A wir bitten dich, erhöre uns.

V Unser Herr Jesus Christus und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns ewigen Trost und gute Hoffnung in seiner Liebe geschenkt hat, ermutige unsere Herzen und stärke uns in jedem guten Wort und Werk.

A  Der Herr lasse uns wachsen und reich werden an Liebe zueinander. Er mache unsere Herzen stark, untadelig vor unserem Gott und Vater beim Kommen Jesu, unseres Herrn, mit allen seinen Heiligen. Amen.

GERICHT ÜBER LEBENDE UND TOTE

V Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle Engel mit ihm, wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Dann werden vor ihm alle Völker versammelt. Er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet; die Scha­fe wird er zu seiner Rechten, die Böcke aber zu seiner Linken stellen. Dann wird der König zu denen auf seiner Rechten sprechen: "Kommt, ihr Gesegneten meines Va­ters. Nehmt in Besitz das Reich, das euch bereitet ist seit Erschaffung der Welt!" Zu denen auf seiner Linken aber wird er sprechen: "Weicht von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist." Und sie werden eingehen in die ewige Pein, die Ge­rechten aber in das ewige Leben. Siehe, er kommt auf den Wolken, und jedes Auge wird ihn schauen, auch die ihn durchbohrt haben.

A  Wir erwarten die selige Hoffnung, die Erschei­nung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus.

V Es kommt die Stunde, in der alle, die in den Grä­bern sind, die Stimme des Sohnes Gottes hören werden. Und es hervorgehen werden, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichtes.

A Wir erwarten die selige Hoffnung,....

V Wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi erscheinen, damit jeder erntet, wie es seinen Werken ent­spricht. Der Herr wird auch das im Finstern Verborgene ans Licht bringen und die Gedanken der Menschen offen­bar machen.

A Wir erwarten die selige Hoffnung.....

V Wenn Christus, unser Leben, erscheint, dann werdet auch ihr mit ihm erscheinen in Herrlichkeit. Er wird unseren armseligen Leib umwandeln und seinem verherr­lichten Leib gleich gestalten.

A Wir erwarten die selige Hoffnung, .....

V  König der Herrlichkeit, Richter der Lebendigen und der Toten, wir rufen zu dir um Erbarmen: Der du kommen wirst in Macht und Herrlichkeit,          

A erbarme dich unser.

V  Der du Lebende und Tote vor dein Angesicht rufst, A  erbarme dich unser.
V  Der du verherrlicht wirst vor aller Welt, A erbarme dich unser.
V  Der du richtest nach Gerechtigkeit, A  erbarme dich unser.
V  Der du die Gesegneten deines Vaters zum ewigen Leben führst,
A  erbarme dich unser.
V Der du die Verlorenen mitsamt dem Satan dem ewigen Feuer übergibst,
A  erbarme dich unser.

V  Wir armen Sünder,    A  wir bitten dich, erhöre uns.
V  Dass du uns verschonst, A  wir bitten dich, erhöre uns.
V  Dass du uns verzeihst, A  wir bitten dich, erhöre uns.
V  Heiland und Richter der Welt, A wir bitten dich, erhöre uns.
V  Herr Jesus Christus, dir ist vom Vater das Gericht übertragen. Du hast die Welt erlöst, du wirst sie auch rich­ten. Du rufst Lebende und Tote vor deinen Thron. Alle Knie werden sich vor dir beugen, und jede Zunge wird bekennen: Jesus ist der Herr. Du wirst Gottes Weisheit, Gerechtigkeit und Liebe vor aller Welt offenbaren und ein gerechtes Gericht halten. An jenem Tage wird es sich er­weisen: die Pfade des Herrn sind alle Gnade und Treue. Himmel und Erde werden vergehen, deine Worte aber werden nicht vergehen. Gib, dass wir dann den Vater prei­sen mit dem Loblied der Erlösten:

A Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, Gott, Allherrscher! Gerecht und wahrhaft sind deine Wege, König der Völker! Wer sollte sich nicht fürchten und dei­nen Namen preisen, denn du allein bist heilig. Ja, alle Völ­ker werden kommen und vor dir huldigen, denn offenbar geworden sind deine gerechten Gerichte.

V Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn ge­kommen ist die Stunde seines Gerichtes. Und betet ihn an, der Himmel und Erde schuf, Meere und Wasserquellen.
A  Halleluja. Das Heil, die Herrlichkeit und die Macht gehört unserem Gott. Denn wahr und gerecht sind seine Gerichte. Nun ist das Heil angebrochen, die Kraft und das Reich unseres Gottes und die Macht seines Ge­salbten. Amen.

DER NEUE HIMMEL UND DIE NEUE ERDE
V "Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergan­gen, und auch das Meer war nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, ausgestattet wie eine Braut, die sich geschmückt hat für ihren Bräutigam. Vom Thron her hörte ich eine laute Stimme rufen: ,Siehe da, das Zelt Gottes unter den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst wird bei ihnen sein. Und Gott wird alle Tränen von ihren Augen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, keine Klage, keine Mühsal; denn das Frühere ist vergangen.' Und der auf dem Thron saß, sprach: , Siehe, ich mache alles neu. '" Siehe, ich schaf­fe einen neuen Himmel und eine neue Erde, und an das, was vorher war, wird man nicht mehr denken. Man wird sich freuen und wird frohlocken ewiglich über das, was ich schaffe.

A             Halleluja. Der Herr, unser Gott, der Allherrscher, hat die Herrschaft angetreten. Lasst uns frohlocken und jubeln und ihm die Ehre geben, denn gekommen ist die Hochzeit des Lammes.

V Dann ist das Ziel erreicht, wenn Christus das Reich an Gott, den Vater, übergibt und jede Macht und Gewalt und Kraft vernichtet hat.
A Halleluja. Der Herr, unser Gott, .....

V Die Gerechten werden im Reich meines Vaters leuchten wie die Sonne.
Sie werden sein Antlitz schauen und seinen Namen auf ihren Stirnen tragen. Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden herrschen von Ewig­keit zu Ewigkeit.
A Halleluja. Der Herr, unser Gott, ....

V Herr Jesus, der du kommen wirst, um unsere Erlö­sung zu vollenden und Gottes Reich zu errichten, wir bit­ten dich: Dass du uns aus der ängstlichen Sorge um die vergängliche Welt befreist,
A        wir bitten dich, erhöre uns.

V  Dass du den Glauben an deinen Sieg in uns stärkst, A wir bitten dich, erhöre uns.
V  Dass du in unseren Herzen die Sehnsucht nach der ewigen Heimat entzündest, A  erbarme dich unser.
V  Dass du die Freude über dein Kommen in uns weckst, A  erbarme dich unser.
V  Dass du uns im Leid dieser Welt durch die Hoffnung auf die Vollendung tröstest, A  erbarme dich unser.
V  Dass du uns zum Hochzeitsmahl des ewigen Lebens fuhrst, A erbarme dich unser.

V Herr, die ganze Welt liegt in Wehen und seufzt bis zum heutigen Tag. Du aber bist es, der da kommen wird im Glanz der heiligen Scharen, um sie zu heilen, zu heiligen und zu vollenden. Dich preisen wir mit dem Vater und dem Heiligen Geist in deiner Kirche. Komm, Herr Jesus! Dir sei Lob und Ehre in Ewigkeit. A  Amen.

ANBETUNG

V  Dem König der Ewigkeiten, dem Unsterblichen und Unsichtbaren,
A  Gott allein sei Ehre und Preis in alle Ewigkeit!

V  Lasst uns anbeten Jesus Christus, unseren König und Herrn. Lasst uns mit Dank und Jubel vor sein Antlitz treten. Denn er ist unser Gott und unser Heil.  A  Christus König, wir beten dich an.

V  Wir huldigen dir in der Gemeinschaft all derer, die an deinen Namen glauben, die ihre Knie beugen vor dir im Himmel und auf Erden. A  Christus König, wir beten dich an.

V  In unzugänglichem Licht, zur Rechten deines Vaters ist dein Thron von Ewigkeit. 
A  Christus König, wir beten dich an.

V  Am Tag deiner Himmelfahrt hast du auch als Mensch den Thron der Herrlichkeit bestiegen, auf den du in der Zeit ein neues Recht erworben hast, da du uns Men­schen loskauftest aus der Knechtschaft Satans um den Preis deines kostbaren Blutes.  A  Christus König, wir beten dich an.

V  In deiner Güte wolltest du aber auch unter uns, deinen Brüdern und Schwestern, einen Thron haben, wo die Augen deiner Gläubigen dich zu schauen vermögen; wo du unter uns bist, nicht um zu richten wie einst am Ende der Zeiten, sondern um uns deine Huld und Gnade zu schenken. 
A  Christus König, wir beten dich an in unserer Mitte, im Sakrament deiner Liebe.

V Herr Jesus Christus, Herrscher über die Könige der Welt, du hast uns geliebt und durch dein Blut erlöst von unseren Sünden. Du hast uns zu einem Königreich und zu Priestern gemacht für Gott, deinen Vater. 
A Dir sei die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit. Amen.

Dienstag, 18. Juli 2017

17. Anbetung


V Herr Jesus Christus, du hast uns dieses heilige Sakrament anvertraut. Du schenkst uns Gemeinschaft mit dir, wenn wir uns versammeln als deine Brüder und Schwestern. So dürfen wir sicher sein, dass du in unserer Mitte bist.
A Denn wo zwei oder drei in deinem Namen versammelt sind, da bist du mitten unter ihnen.

V Herr Jesus Christus, du hast uns dieses heilige Sakrament anvertraut. Hier verkünden wir die frohe Botschaft von deinem Leben. Hier verkünden wir die frohe Botschaft von deinem heilbringenden Sterben. Du bist uns nahe in deinem Wort.
A Deine Worte sind uns heiliges Vermächtnis: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird; das ist mein Blut, das für euch vergossen wird.

V Herr Jesus Christus, du hast uns dieses heilige Sakrament anvertraut. Hier empfangen wir das Brot des Lebens und den Kelch des Heiles. Du bist unsere Speise, du bist unser Trank. Du lässt uns eins werden mit dir und untereinander. So lebst du in uns, und wir leben in dir.
A Lass alle eins werden durch dich im Heiligen Geist.

V Herr Jesus Christus, du hast uns dieses heilige Sakrament anvertraut. Hilf uns, dein Wort ernst zu nehmen: Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe.
A Herr, vergib uns und mach uns bereit, selbst zu vergeben.

V Herr Jesus Christus, was uns fehlt an Glauben und Liebe, das ergänze du mit der heilbringenden Kraft deines Opfertodes.
A Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.

 
Hl. Peter Julian Eymard über die Einsetzung der Hl. Eucharistie:
Nach orientalischem Brauch lagen Jesus und seine Apostel zum Teil auf Sofas, die rund um den Tisch aufgestellt waren. Das ist eine würdige Ruhestellung und entspricht dem Festmahl der Eucharistie, dem Hochzeitsmahl des Sohnes Gottes mit der Menschheit; zum Unterschied vom Essen des Paschamahles, das stehend, in voller Eile, die Lenden umgürtet, Sandalen an den Füßen und mit dem Reisestab in der Hand, geschehen musste.

Hier isst man in Ruhe, denn es ist nicht mehr der Vorübergang des Herrn, der gefeiert wird, sondern es wird seine bleibende Wohnung eingeweiht, die Besitzergreifung seines Königtums; das muss in Frieden geschehen.

Und Jesus nimmt Brot, um es zu verwandeln; dieses Weizenbrot ohne Sauerteig, das mit so viel Feierlichkeit angekündigt worden war und zum größten Wunder des Erlösers dienen wird, wird also die Materie des Sakramentes der Eucharistie bleiben. O Wunder!

 Um den Leib des menschgewordenen Wortes zu bilden, nimmt der Hl. Geist die Substanz des jungfräulichen Fleisches Mariens. Zur Einsetzung der Eucharistie wandelt Jesus Christus die Substanz von Brot und Wein in seine eigene Substanz!

 Der Weizen ist die reinste und unverweslichste Frucht der Erde. Er ist das königliche Nahrungsmittel. Jakob sagt: "Köstlich ist das Brot von Ascher, es liefert Königsbrot". Jesus Christus ist der Weizen der Christen.

 Um unser lebendiges Brot zu werden, ist dieser Weizen vom Himmel gekommen und auf der Erde unter der schönen Sonne der Gnade gereift; dann wurde er zermalmt und zermahlen unter den Qualen der Passion und in die Erde versenkt; dadurch gewann er wie-der das Leben im Grabe, aus dem er glorreich erstand.

 Seht, das ist die Eucharistie. Die Eucharistie im Abendmahlssaal war die Hinopferung der Liebe. Unsere Eucharistie ist die Frucht seines Todes und seiner Auferstehung.

 Nun soll der Christ seinerseits zum Weizen Jesu Christi werden, wie sich der hl. Ignatius von Antiochien so wunderbar ausgedrückt hat. Durch die Eucharistie lebt er nicht nur durch ihn, sondern für ihn, und er arbeitet mit für sein Leben in den Seelen.

* * *

3. Zeitlosigkeit
Die Eucharistie ist ein immerwährendes Geschenk, das Jesus Christus der Welt gemacht hat; seine Liebe selbst erbittet dies, seine Ehre erfordert es.

a) Die Liebe hat zwei Feinde: die Abwesenheit und den Tod; sie ist vergleichbar mit einer Flamme ohne Herd. Nichts widersteht
dieser Probe. Das wusste Unser Herr. Auch sein Gedächtnis ist das Zeichen und die bezeichnete Wirklichkeit; es ist er selbst, zwar ohne Zweifel verschleiert, aber trotzdem voll des Lebens, der Gnade und Liebe, so wie er im Himmel ist. Oh! Wie spürt das Herz des Christen mit lebendigem Glauben die Gegenwart seines Gottes beim Anblick der anbetungswürdigen Hostie! Wer keinen oder nur einen schwachen Glauben hat, bleibt empfindungslos. Ein Toter spürt das Feuer nicht.
Die Liebe will auch die Gleichheit. Soll Jesus Christus nicht allen Menschen das geben, was er einigen gegeben hat?
Die Eucharistie ist sein Testament. Sein Herz soll keines seiner Kinder, die alle durch das Kreuz zum Leben erstanden sind, enterben.
Hat er nicht mit beschwörenden Worten gesagt: "Wenn ihr mein Fleisch nicht esst und mein Blut nicht trinkt, werdet ihr das Leben nicht in euch haben". Er muss uns also dieses Brot des Lebens geben, damit es den Keim der herrlichen Auferstehung in uns lege.
b) Auch seine Herrlichkeit fordert, dass dies so ist. Ein König verweilt in Person bei seinen Untertanen, ein Vater inmitten seiner Kinder. Wenn Satan das Kommando über die Armeen des Bösen in die Hand nimmt, muss dann nicht Jesus Christus der Anführer der Armeen des Guten auf der Erde sein?
Ja, die Eucharistie ist seine Residenz des Kampfes. Sie bildet das Waffenlager der Christen, von wo sie die Waffen erhalten, die übernatürlichen Kräfte, um den Fürsten die-sehr Welt zu verjagen und den Triumph des göttlichen Friedens zu sichern.

Dienstag, 4. Juli 2017

Hl. Ulrich - kurze Andacht


 

Andacht zum Hl. Ulrich von Augsburg

 

Allmächtiger Gott, aus dem Gebet und der Feier der Eucharistie schöpfte der Hl. Ulrich die Kraft für seinen Hirtendienst. Auf seine Fürsprache bitten wir dich:

·         Schenke unserem Bischof Christoph und allen Hirten der Kirche Kraft und Mut für ihren Dienst, Christus als den Gekreuzigten zu verkündigen.
Wir bitten dich erhöre uns. 

·         Steh den Verantwortlichen in Gesellschaft und Politik bei, dass sie den Frieden wahren und die Freiheit schützen.
Wir bitten dich erhöre uns. 

·         Erhalte in unserem Land den Glauben und die Treue zur Kirche stets lebendig.
Wir bitten dich erhöre uns.

·         Schenke den Hungernden Nahrung, den Verfolgten Sicherheit und den Kranken Genesung.
Wir bitten dich erhöre uns. 

·         Lass unseren lieben Verstorbenen das ewige Licht deiner Herrlichkeit leuchten.
Wir bitten dich erhöre uns.

Barmherziger Gott durch den Tod deines Sohnes am Kreuz hast du uns den Weg in den Himmel geöffnet. Lass uns im Vertrauen auf die Fürsprache des Heiligen Ulrich auf diesem Weg zu dir bleiben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

 Ulrichsgebet von Bischof Dr. Joseph Freundorfer

Ewiger allmächtiger Gott! Du hast den heiligen Ulrich der Kirche zum Bischof und zum heiligen Schutzpatron gegeben. In einer von Gefahren erfüllten Zeit deiner Kirche hast du ihn zu einer eisernen Mauer und zum starken Felsen gemacht, der in der mutigen und unerschütterlichen Kraft des Glaubens selber stark war und die Gläubigen durch sein Gottvertrauen, durch sein Wort und sein Beispiel kräftigte.

 Gib uns auf seine Fürbitte auch in unserer Zeit, was wir so notwendig haben und demütig von dir erflehen: Gib uns die Kraft des Glaubens und eines treuen reinen christlichen Lebens und Kämpfens, mit deren Beispiel uns der heilige Ulrich voranleuchtet! Gib uns die alles ertragende und alles überwindende Liebe zu Jesus Christus und zu deiner Kirche, damit wir inmitten aller finsteren Gefahren, die unsere Zeit bedrohen und bedrängen, treu auf deinen Wegen verbleiben!

 Rette, o Gott, mit deiner Macht unser Land, unser Volk, Europa, deine Kirche aus den Zeiten des Unfriedens und der Bedrängnis, wie du sie einst durch die Glaubensstärke des heiligen Ulrich und unserer Väter gerettet hast.

Hohepriester Jesus Christus! Einst hat der heilige Ulrich unter uns, von dir auserwählt, die Gnaden deines hohenpriesterlichen Amtes ausgeteilt. Wir wollen diese Gnaden die du uns in deiner großen Liebeshingabe am Kreuz geschenkt hast, niemals missachten, immer hochschätzen, mit dem Gebet unserer Herzen suchen, in der Feier deines heiligen Opfers und an deinem Tisch empfangen.

Wir wissen, dass du allein der Retter und Erlöser der Welt und der Heiland unserer Seelen bist.

Heiliger Ulrich, unser Schutzpatron, bleibe mit deiner mächtigen Fürbitte der starke Beschützer deines Volkes, ein Schirm des Abendlandes! Erflehe uns die Kraft des Glaubens und des Ausharrens und Siegens! Erflehe uns den Frieden und die Rettung aus allen Gefahren der Zeit!

Herr erbarme dich unser auf die Fürbitte Marias und des heiligen Ulrich! Amen.

 

Donnerstag, 29. Juni 2017

Andacht APOSTEL PETRUS UND PAULUS


APOSTEL PETRUS UND PAULUS


Du bist Christus, Gottes Sohn


V: Herr Jesus Christus, inmitten Deiner Kirche bist Du hier gegenwärtig im heiligsten Sakrament. Mit frohem Herzen kommen wir am Fest Deiner Apostel Petrus und Paulus zu Dir. Sie haben am heutigen Tag ihren Glauben an Dich mit ihrem Blut besiegelt. Wir beten Dich an und bekennen mit ihnen:
A: Du bist der Messias, I der Sohn des lebendigen Gottes (Mt 16,16).

V: Zwar dürfen wir Deine menschliche Gestalt noch nicht schauen, noch Deine Wunder miterleben. Doch mit dem gleichen Glauben beten wir Dich an:
A: Christus, unser Gott, I hochgelobt in Ewigkeit.

V: Als Gott und Mensch bist Du hier gegenwärtig ­Derselbe, der einst mit den Aposteln durch die Lande zog. Nur bist Du verborgen unter den sakramentalen Gestalten. Dies Geheimnis ist groß. Wer kann es fassen? Aber wie Deinem Apostel Petrus soll uns Dein Wort genügen:
A: Herr, I zu wem sollten wir gehen? I Du hast Worte des ewigen Lebens. I Wir glauben und wissen: I Du bist Christus, I Gottes Sohn.

V: Dieser Glaube an Dich, Herr, ist nicht unser Verdienst, er ist ein Geschenk Deines himmlischen Vaters, er ist Gnade. So hast Du zu Petrus gesagt, als er als Erster die­sen Glauben bekannte:
A: Nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, / son­dern mein Vater im Himmel (Mt 16,17).

V: Auch uns ist diese Gnade unverdient zuteilgeworden. Als wir in der Taufe zum neuen Leben in Deiner Kirche wiedergeboren wurden, da wurde uns mit der Hoffnung und der Liebe auch der Glaube geschenkt, der uns befä­higt, Dein Wort zu unsrem Heil anzunehmen.
A: Dank sei Dir, / Herr, himmlischer Vater. / Du hast uns gegeben, / am Erbe Deiner Heiligen im Licht teilzuneh­men. / Du hast uns aus der Gewalt der Finsternis entris­sen / und uns versetzt in das Reich Deines Sohnes.

V: Bittet für uns, ihr heiligen Apostelfürsten.
A: Auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

V: Gott, himmlischer Vater, Du hast den heutigen Tag durch das Blutzeugnis Deiner Apostel Petrus und Paulus geheiligt. Lass uns in Treue den gleichen Glauben an Deinen Sohn Jesus Christus bekennen, für den sie das Leben eingesetzt haben. Durch ihn, Christus, unsern Herrn.
A: Amen. V: Ehre sei ... A: Wie im Anfang ...

 
Du bist Petrus  

V: Herr und Meister, Du bist hier im Sakrament Deiner Liebe gegenwärtig. Aber Du schweigst. Du bist vor unseren Augen verhüllt unter den sakramentalen Zeichen. Darum hast Du Menschen erwählt, die Deine Stelle unter uns vertreten, die in Deinem Namen zu uns sprechen. Vor allen andern hast Du Petrus berufen. Nach dem Bekenntnis seines Glaubens hast Du ihn zum Fundament Deiner Kirche gemacht:
A: Du bist Petrus, / und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, / und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. / Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreiches geben; / was du auf Erden binden wirst, / das wird auch im Himmel gebunden sein, / und was du auf Erden lösen wirst, / das wird auch im Himmel gelöst sein (Mt 16,18 f).

V: Ihm hast Du vor Deiner Himmelfahrt die Sorge über Deine Herde übertragen mit den Worten:
A: Weide meine Lämmer, / weide meine Schafe (Joh 21,15ff.)!

V: Herr Jesus Christus, Du hast den heiligen Petrus zu Deinem Stellvertreter auf Erden eingesetzt; schenke auf seine Fürsprache seinem Nachfolger, unserm Heiligen Vater ... , den gleichen starken Glauben, damit auch er seine Brüder im Glauben stärken kann. Gib seinem Herzen eine gleich große Liebe zu Dir und zu den Menschen, die Du mit Deinem kostbaren Blute erlöst hast; schütze ihn vor den Nachstellungen seiner Feinde und mache ihn würdig, Deine Stelle unter uns zu vertre­ten. Uns aber gib die Gnade der Treue zu Deiner Kirche, dass wir Dich in ihm sehen und Dich in ihm lieben und Deine Stimme aus seinen Worten zu hören wissen. Der Du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.
A: Amen. V: Ehre sei ... A: Wie im Anfang ...

 
Paulus, Werkzeug der Auserwählung 

V: Göttlicher Heiland, einst bist Du selbst als der Ge­sandte des Vaters über die Erde gegangen, um die Frohe Botschaft zu verkünden. Hier im heiligsten Sakrament bist Du wie ein Gefangener, ein Gefangener Deiner Lie­be. Darum sendest Du Boten, die in Deinem Namen zu den Menschen sprechen sollen.
A: Wie Dich der Vater gesandt hat, hast Du sie gesandt.

V: Wir gedenken am heutigen Tage eines Deiner größten Boten: des Völkerapostels Paulus. Er hat mehr gearbeitet als viele andere, doch nicht er, sondern Deine Gnade mit ihm. Ein auserwähltes Werkzeug ist er Dir gewesen.
A: Er sollte Deinen Namen tragen vor die Heiden / und vor die Kinder Israels.

V: In alle Welt dringt weit hinaus sein Ruf,
A: Bis an der Erde Grenzen seine Predigt.

V: Herr Jesus Christus, Du hast Dich einst dem Saulus, der Dich verfolgte, in wunderbarer Weise offenbart. Du hast ihn zum Apostel berufen. Er sollte den Heiden Deine Frohe Botschaft verkünden. Schenke Deiner Kirche auf seine Fürsprache auch heute Apostel, die erfasst sind von Deiner Liebe, die mit Freimut das Wort der Wahrheit ver­künden. Und gib ihren Mühen Deinen Segen, damit Dein Reich wachse in aller Welt. Denen aber, die Dich in Deiner Kirche verfolgen, gib auf seine Bitten die Gnade der Erkenntnis und Bekehrung. Der Du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.
 

Stärke unseren Papst 

V: Herr Jesus Christus, Du hast Deine Kirche auf Petrus gegründet, den Du zum Felsen berufen und gemacht hast. Durch die Predigt des Völkerapostels Paulus hast Du die Heiden ihr zugeführt. Im Vertrauen auf ihre Fürbitte bit­ten wir für die Kirche in unseren Tagen:
Schütze und leite sie in all den Wirrnissen unserer Zeit:
A: Wir bitten Dich, erhöre uns.
V: Erleuchte und stärke unsern Papst...,
A: Schenke uns würdige und fähige Bischöfe und Pries­ter,
V: Erhalte uns selbst trotz allem menschlichen Un­genügen im Glauben und in der Liebe zu Deiner Kirche,
A: Weise allen Suchenden den Weg zur Einheit in Dir,
V: So vollende das Werk Deiner Gnade, das Du begon­nen, damit Dir die Ehre sei in Deiner Kirche in Ewigkeit. A: Amen. V: Ehre sei ... A: Wie im Anfang.

Freitag, 23. Juni 2017

Herz Jesu Andacht


WAS KANN UNS LOSREISSEN VON DEINER LIEBE

V         Gelobt und angebetet sei jederzeit das Herz Jesu im Allerheiligsten Sakrament in aller Welt

A         bis zur Vollendung der Zeiten. Amen.

V         Herr Jesus Christus, in dir ist die Liebe Gottes zu uns gekommen. In deinem Herzen hat sie ihr innerstes Heiligtum in dieser Welt. Mit dem Blut deines Herzens hast du uns erkauft aus der Knechtschaft des Bösen. Das Wasser der Taufe, aus dem wir wiedergeboren wurden zum göttlichen Leben, hat seine Kraft aus dem Blut und dem Wasser, die deinem geöffneten Herzen entströmt sind. Dir sind wir zu Eigen geworden. Dir verdanken wir alles. Du allein bist unser Heil.

A          Dank sei dir, Herr.

V          Was kann uns losreißen von deiner Liebe? Etwa Trübsal oder Bedrängnis? Verfolgung oder Hunger? Not und Gefahr oder Schwert? A Wir sind überzeugt: Weder Tod noch Leben, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Niederes, noch irgendein Geschöpf wird uns scheiden von der Liebe Gottes, die da ist in dir, Herr Jesus Christus.

V          Herz Jesu, brennend von Liebe zu uns,

A          entzünde unsere Herzen in Liebe zu dir.

V         Gott, himmlischer Vater, du hast uns deine Liebe geschenkt im Herzen deines Sohnes. Lass uns in dieser Liebe geborgen sein. Lass uns durch keine Macht der Welt jemals losgerissen werden von ihm: Jesus Christus, deinem Sohn, unserem Herrn, der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott in alle Ewigkeit.         A          Amen.

BILDE UNSERE HERZEN NACH DEINEM HERZEN

V         Herr Jesus Christus, du hast gesagt: Lernt von mir, denn ich bin gütig und demütig von Herzen. Mit Vertrauen kommen wir zu dir. Wir können ja nichts ohne deine Gna­de. Du bist es, der in uns das Wollen und das Vollbringen bewirkt. Darum bitten wir dich:

A         Jesus, gütig und demütig von Herzen, bilde unser Herz nach deinem Herzen.

V         In unbegreiflicher Herablassung und Liebe bist du, Sohn des ewigen Vaters, zu uns Menschen gekommen. Du hast Knechtsgestalt angenommen und bist uns Men­schen in allem außer der Sünde gleich geworden, um uns in allem Vorbild zu sein.

A          Jesus, gütig und demütig von Herzen, bilde unser Herz nach deinem Herzen.

V         Aus Liebe zu uns hast du ein Leben der Armut und der Arbeit gewählt. Du wolltest es nicht besser haben als der Letzte von uns.

A          Jesus, gütig und demütig von Herzen, bilde unser Herz nach deinem Herzen.

V         Du hast ein Herz gehabt für alle menschliche Not: Arme und Kranke, Verzagte und Sünder hast du in erbar­mender Liebe aufgenommen.

A          Jesus, gütig und demütig von Herzen, bilde unser Herz nach deinem Herzen.

V          Die ganze Größe deiner Güte aber hast du uns kundgetan in deinem Leiden. Um uns ein Beispiel zu gegeben, hast du deinen Jüngern die Füße gewaschen.

A          Jesus, gütig und demütig von Herzen, bilde unser Herz nach deinem Herzen.

V         Bis zum letzten Tropfen deines Blutes hast du alles für uns dahingegeben. Du hast es geschehen lassen, dass ein Soldat dein Herz mit einer Lanze öffnete.

A         Jesus, gütig und demütig von Herzen, bilde unser Herz nach deinem Herzen.

V         Bis an die Grenze des Möglichen bist du hier gegangen im Sakrament deiner Liebe, wo du in unbegreif­licher Herablassung dich hüllst in leblose Gestalten, wo du Tag für Tag dein Kreuzesopfer unter uns gegenwärtig werden lässt, wo du uns selber in der Kommunion die Gnaden deiner Erlösung bringst.

A          Jesus, gütig und demütig von Herzen, bilde unser Herz nach deinem Herzen.

V         Herr Jesus Christus, deine eigene Liebe hast du zum Maß und Ziel unserer Liebe untereinander gemacht: Ein neues Gesetz gebe ich euch: Liebt einander, wie ich euch geliebt habe. Daran sollen alle erkennen, dass wir deine Jünger sind, wenn wir einander lieben.

A            Jesus, gütig und demütig von Herzen, bilde unser Herz nach deinem Herzen.

V         Nach diesem Gesetz wirst du uns einmal richten. Dass wir dann vor deinem Richterstuhl bestehen können, wir bitten dich:

A           Jesus, gütig und demütig von Herzen, bilde unser Herz nach deinem Herzen.

V         So lass uns denn einmal eingehen in das ewige Reich deiner Liebe, wo dir die Ehre sein wird mit dem Vater und dem Heiligen Geist in alle Ewigkeit. A     Amen.

WEIHE DER MENSCHHEIT AN DAS HEILIGSTE HERZ JESU

Das Weihegebet des Menschengeschlechtes an Christus, den König, erhält einen Teilablass.

V         Liebreichster Jesus, Erlöser des Menschenge­schlechtes, in Demut knien wir vor deinem Altar und bitten dich, blicke gnädig auf uns hernieder.

A          Dein sind wir, dein wollen wir bleiben.

V          Damit wir aber noch inniger mit dir verbunden werden, siehe, darum weiht sich heute ein jeder von uns freudig deinem heiligsten Herzen. Viele haben dich nie­mals erkannt, viele verachten deine Gebote und lehnen dich ab.

A          Erbarme dich ihrer aller, 0 gütiger Jesus, und ziehe alle an dein heiligstes Herz.

V         Herrsche du, 0 Herr, als König nicht nur über die Gläubigen, die nie von dir gewichen sind, sondern auch über die verlorenen Söhne, die dich verlassen haben.

A          Gib, dass sie bald in das Vaterhaus zurückkehren, damit sie nicht vor Elend und Hunger zugrunde gehen.

V Herrsche als König über jene, die durch Irrlehren getäuscht oder durch Spaltung von dir getrennt sind. Rufe sie zurück zum sicheren Hort der Wahrheit und zur Einheit im Glauben.

A          Gib, dass bald eine Herde und ein Hirt werde.

V          Verleihe, 0 Herr, deiner Kirche Wohlfahrt, Sicherheit und Freiheit. Schenke allen Völkern Ruhe und Ordnung. Gib, dass von einem Ende der Erde bis zum anderen der gleiche Ruf erschalle:

A          Lob sei dem göttlichen Herzen, der Quelle unseres Heils! Ihm sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit! Amen.

SÜHNEGEBET

Den Gläubigen, die dieses Gebet gemeinsam (öffentlich) am Herz-Jesu-Fest verrichten, wird ein vollkommener Ablass ge­währt.

V         Liebreicher Jesus, deine große Liebe wendet sich uns Menschen zu. Als Antwort aber findet sie großen Un­dank. Sie wird vergessen, verschmäht und verachtet. Schau voll Huld auf uns herab. Vor deinem Altar wollen wir die sträfliche Kälte der Menschen und alles Unrecht, mit dem sie dein gütiges Herz überhäufen, durch eine besondere Huldigung sühnen.

A          Voll Schmerz müssen wir bekennen, dass wir uns selbst mit solcher Schmach befleckten. So flehen wir vor allem für uns um dein Erbarmen.


V          Doch nicht nur für unsere eigenen Sünden wollen wir Sühne leisten,
wir wollen es auch tun für die anderen:
A          Für die Verirrten, die den Weg des Heils verloren, die dir als dem Hirten und Führer zu folgen verschmähten, die im Unglauben verstockt sind, die das Taufgelöbnis mit Füßen treten und das milde Joch deines Gesetzes abge­schüttelt haben. All diese beklagenswerten Frevel möchten wir sühnen.
V          Lass uns, Herr, wiedergutmachen, was maßlos und schamlos ist in Kleidung und Lebenshaltung, denn so werden unschuldige Seelen heimtückisch ins Verderben gelockt. Lass uns sühnen die entheiligten Feiertage, die Schmähungen gegen dich und deine Heiligen, die Be­schimpfungen deines Stellvertreters und des Priesterstan­des, die Kälte und den schrecklichen Gottesraub derer, die selbst das Sakrament der göttlichen Liebe entweihen, und endlich die öffentliche Schuld der Völker, die sich den Rechten und Lehren deiner Kirche feindselig entgegenstel­len. Wir müssten bereit sein, diese Schuld mit unserem Blut zu tilgen.
A          Damit die verletzte Gottesordnung wiederherge­stellt wird, vereinigen wir uns mit deiner Sühne. Du brach­test sie am Kreuz deinem Vater dar und leistest sie immer noch Tag für Tag auf den Altären. Wir vereinen uns auch mit der Sühne deiner jungfräulichen Mutter, der Heiligen und derer, die sich dir ganz geopfert haben.
V          Wir geloben von Herzen: Mit deiner Gnade wol­len wir wiedergutmachen, was wir und andere durch Miss­achtung deiner großen Liebe gesündigt haben.
A          Wir wollen fest stehen im Glauben, lauter bleiben im Wandel, nach deinem Evangelium leben und vor allem die Liebe üben.
(Überlege, wie du Gottes- und Nächstenliebe üben willst, z. B. durch Einschränkung im Essen, Trinken, Rauchen, Vergnügen ... , geduldiges Ertragen von Leiden und Beschwerden ... , nachsichti­ge Beurteilung fremder Schwächen ... , Freundlichkeit gegen jemand, der dir unangenehm ist ... , Unterstützung eines Ar­men ... )
V         Nach Kräften wollen wir neues Unrecht gegen dich verhindern. Wir wollen möglichst viele Mitmenschen durch Wort und Beispiel für dich gewinnen.
A            Guter Jesus, wir bitten dich, gedenke, dass deine heilige Mutter bei deinem Sühneopfer mitgewirkt hat, und nimm auf ihre Fürsprache unser Gelöbnis huldvoll an. Lass uns dir gehorsam sein und in deinem Dienst treu bleiben bis zum Tod. Stärke uns durch die große Gnade der Be­harrlichkeit. Lass uns endlich gelangen zur Heimat des Himmels, wo du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und herrschest in Ewigkeit. Amen.

Maiandacht

  Marienandacht V          Allmächtiger Vater, wir preisen dich und danken dir, dass du Maria so wunderbar begnadet hast; sie ist die unve...